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Teclast T65 Plus Tablet im Test

Getestet von Manuel am
Vorteile
  • homogene IPS-Anzeige mit 120 Hertz
  • gute Speicherausstattung
  • Dual-SIM mit Telefonfunktion
  • Speicher erweiterbar (microSD-Slot)
  • 3,5mm Klinkenanschluss
  • Widevine Level 1 (Streaming in HD)
Nachteile
  • Gehäuse nicht verwindungssteif
  • schlechte Kameras
  • wahrscheinlich keine Updates
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Im Test musste sich das Teclast T65 Plus unseren kritischen Blicken unterziehen. Aber warum ein Tablet, das schon ein Jahr auf dem Markt ist? Und wir hatten den großen Bruder, das Teclast T65 Max (zum Test), schon bei uns in der Redaktion. In Zeiten immer steigender Hardwarepreise kann der Griff zu älteren Generationen trotzdem sinnvoll sein. So wollen wir im Test zwei Fragen beantworten. 1. Wie gut ist das Tablet gealtert und auch 2026 noch sinnvoll nutzbar? 2. Wo sind die Unterschiede zum Max-Modell?

Bei den üblichen Anbietern ist das Teclast T65 Plus für rund 150€ zu bekommen. Günstiger bekommt ihr eine 13-Zoll-Displayfläche wohl kaum. Dazu 8GB RAM, ein Helio G99 und SIM-Slot klingen nicht nach Schrott. Zumal Teclast einiges an Erfahrung in der Herstellung von Tablets mitbringt. So gab es Licht und Schatten in den vergangenen zwei Wochen zu entdecken.

Design und Verarbeitung

Mit 310 x 201,5 x 8,3 Millimeter ist das Teclast T65 Plus erwartungsgemäß groß und auch mit 752 Gramm alles andere als leicht. Die Bedienung des Tablets wird niemanden vor Rätsel stellen, denn im Hochformat befindet sich der Powerbutton oben im Rahmen und die Lautstärketasten auf der rechten Seite im Rahmen, zusammen mit dem einzelnen Mikrofon. Den Hybridslot für die SIM-Karten bzw. Micro-SD-Karte hat Teclast ebenfalls oben im Gehäuse integriert, zusammen mit dem 3,5-mm-Klinkenanschluss. Der USB-C-Anschluss wurde clever ein wenig versetzt verbaut, sodass dieser im Querformat beim Halten kaum stört. Dann strahlen die beiden Stereolautsprecher nach unten.

Nicht wirklich gut ist dagegen die Stabilität des Teclast T65 Plus, denn der Hersteller hat sich für eine Kombination aus Kunststoffrahmen und dünner Aluminiumrückseite entschieden, die schon bei der kleinsten Torsion Geräusche von sich gibt. Sobald ihr das Tablet in die Hand nehmt, quietscht oder knarrt es immer an einer Stelle. Der steife Bildschirm und die flexible Basis passen nicht wirklich zueinander, sodass ihr im Alltag vorsichtig mit dem Teclast T65 Plus umgehen solltet. Die grundsätzliche Verarbeitungsqualität ist in Ordnung, denn die Spaltmaße sind gleichmäßig und die Anzeige sauber eingefasst. Die Bildschirmränder betragen rundum 11mm und erfreuen unsere Synapsen, die Symmetrie im Leben bevorzugen.

Das Teclast T65 Plus ist nur in auffälligem Rot mit bronzefarbenen Elementen rund um die Kamera erhältlich. Dazu befindet sich mittig der Markenname des Herstellers. Abseits der eher tristen grauen oder silbernen Konkurrenten wirkt das erfrischend. So wechseln sich insgesamt Licht und Schatten in diesem Kapitel ab. Das Kurzfazit könnte lauten: großes, rotes Tablet, das nicht besonders verwindungssteif ist.

Lieferumfang des Teclast T65 Plus

Testbericht Teclast M65plus Design 1

Der Lieferumfang für solch ein preiswertes Tablet ist gut, denn der Hersteller legt ein 20-Watt-USB-C-Ladegerät mit in den Karton. Dazu ein passendes 1m langes USB-C-Kabel, eine SIM-Nadel und eine Kurzanleitung. Die Displayschutzfolie ist schon auf dem Gerät angebracht.

Display des Teclast T65 Plus

Testbericht Teclast M65plus Display

Im Teclast T65 Plus ist ein 13,4 Zoll großes IPS-Panel verbaut. Leider beträgt die Auflösung nur 1920 x 1200 Pixel und einzelne Pixel sind bei genauer Betrachtung zu erkennen. Die Pixeldichte beträgt magere 168 Pixel pro Zoll. Somit erscheint das Bild nicht so scharf, wie ihr es vielleicht vom Smartphone gewohnt seid. Für mich stellte das im Alltag kein Problem dar und das Arbeiten mit dem Tablet war angenehm. Dies liegt zum einen an der gleichmäßigen Ausleuchtung, zum anderen an der maximalen Bildwiederholungsrate von 120 Hertz. Das kann das Teclast T65 Max nicht bieten. Ebenso gut ist die seitliche Ablesbarkeit der Anzeige.

Display Helligkeit (in Lux) Einheit: Lux
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Mit 401 Lux maximaler Helligkeit ist die Anzeige des Teclast T65 Plus für die meisten Situationen gewappnet, versagt aber erwartungsgemäß im Sonnenlicht. Aber für Innenräume oder schattige Außenplätze ist die Bildschirmhelligkeit ausreichend. Die Anzeige ist nicht entspiegelt, deswegen müsst ihr mit Reflexionen leben. Matte Anzeigen sind im Tabletbereich noch außergewöhnlich.

Zumindest lässt sich das Display des Teclast T65 Plus an die eigenen Bedürfnisse anpassen und es bietet verschiedene Farbmodi an, genauso wie einen terminierten Blaulichtfilter. Wie es sich für ein echtes Medientablet gehört, wird Widevine Level 1 unterstützt. Nur auf HDR muss verzichtet werden, was angesichts des Kaufpreises auch niemand erwartet. In der Summe ist die Anzeige des Teclast T65 Plus überraschend gut und enttäuscht nicht.

Leistung

Die Kombination aus 8GB RAM, 256GB Festspeicher und einem Helio G99 war sehr beliebt und ist im Teclast T65 Plus verbaut. So viel Speicher im Einstiegssektor werden wir in Zukunft wohl nicht mehr sehen, dank der aktuellen Speicherkrise. Der Helio G99 ist aus diversen Tests bekannt und seine Leistung ist auch 2026 noch ausreichend. In der CPU sind zwei ARM Cortex‑A76‑Kerne mit bis zu 2,2GHz und sechs kleine ARM Cortex‑A55‑Kerne mit bis zu 2GHz Takt verbaut. Gefertigt wird die CPU in 6nm.

Antutu (v10)
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Geekbench Single (v6)
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Geekbench Multi (v6)
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3.600
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Für die Einstiegsklasse ist die Leistung ausreichend, zumal auch die 8GB RAM passend angebunden sind, genauso wie der UFS 2.2 Festspeicher. Dank des Hybridslots kann der Speicher problemlos mit einer Micro-SD-Karte erweitert werden. Allerdings verzichtet ihr dann auf einen SIM-Slot.

Der Helio G99 ist dem Unisoc T606 und den umfirmierten Nachfolgern vorzuziehen. Die GPU ist für einfache Casual-Games ausreichend und der Touchscreen reagiert zuverlässig auf Eingaben.

System

Das Teclast T65 Plus ist bereits ein Jahr alt, deshalb ist noch Android 15 installiert. Der Hersteller hat sich für Stock OS entschieden und verzichtet auf Bloatware. Nur Duraspeed ist integriert, um die Laufzeit zu verbessern. Es sind die üblichen Google-Apps vorinstalliert und das Betriebssystem stellt niemanden vor eine Herausforderung, da alle Bereiche komplett ins Deutsche übersetzt sind. Um den großen Bildschirm zu nutzen, lässt sich der Splitscreen einfach aktivieren. Das große Manko bleiben fehlende Updates für das Tablet. Hier müsst ihr gegenüber den großen Herstellern Abstriche hinnehmen. Zumindest gab es keine Abstürze oder Bugs im Testzeitraum.

Kamera des Teclast T65 Plus

Testbericht Teclast M65plus Design 4

Das Teclast T65 Plus sollte keiner wegen seiner Kamera kaufen. Auf der Rückseite ist eine 13-Megapixel-Kamera mit Autofokus verbaut. Für die Frontkamera hat sich der Hersteller für einen 8-Megapixel-Sensor entschieden. Der LED-Flash soll die Kamera unterstützen, kann aber auch als Taschenlampe genutzt werden.

Betrachtet ihr die Aufnahmen, müsst ihr kein weiteres Wort verlieren. Die Qualität spricht für sich, egal ob mit der Front- oder Hauptkamera. Die Bilder haben keine Struktur und sind auch nicht sonderlich scharf. Für Videocalls oder einfache Scans sind sie zumindest ausreichend.

Konnektivität und Kommunikation

Testbericht Teclast M65plus Design 11

Richtig auftrumpfen kann das Teclast T65 Plus dagegen im Bereich Konnektivität. Dual-SIM wird unterstützt, aber leider verschweigt der Hersteller die unterstützten Frequenzen. Im O2-Netz gab es mit dem Tablet keine Probleme. Der Empfang war ausreichend stark und das wichtige Band 20 ist verbaut. 5G wird nicht unterstützt, dafür zumindest VoLTE und VoWiFi. Zum Telefonieren bieten sich externe Kopfhörer an, aber auch mit der Freisprecheinrichtung sind kurze Telefonate möglich. Für die heimischen vier Wände ist das Teclast T65 Plus mit WiFi 5 ausreichend ausgestattet. Die Reichweite im Test war astrein, nur die Datenrate ist durchschnittlich. Auch das Bluetooth 5.2 verrichtet unauffällig seinen Dienst. Alle Geräte ließen sich problemlos koppeln und mit LDAC wurde ein hochwertiger Codec integriert.

Aber auch als überdimensionales Navigationssystem könnt ihr das Teclast T65 Plus nutzen. Es werden GPS, Beidou, GLONASS und Galileo unterstützt und selbst in Fensternähe konnte eine Positionsbestimmung durchgeführt werden. Einen E-Kompass hat der Hersteller ebenfalls verbaut und die Genauigkeit ist mit 1m im Außenbereich ausgezeichnet. Für die Wiedergabe von Medien ist der verbaute Stereolautsprecher ausreichend, lässt aber einen ausgewogenen Klang vermissen. Es fehlt vorrangig an Bässen, aber zumindest die maximale Lautstärke stimmt. Oder ihr nutzt den 3,5-mm-Klinkenanschluss, der für Kopfhörer bis 32 Ω Impedanz ausreicht. Ein Gyroskop, ein Beschleunigungssensor, ein Helligkeitssensor und ein Hallsensor für Hüllen runden die Ausstattung des Tablets ab. Für die Nostalgiker unter uns ist ein FM-Radio verbaut.

Akkulaufzeit des Teclast T65 Plus

Bei dieser Displaygröße sind trotz des verbauten 10.000mAh großen Akkus im Teclast T65 Plus keine Spitzenlaufzeiten zu erwarten. Stock OS ist effizient im Energieverbrauch, aber der Bildschirm benötigt den größten Teil der bereitgestellten Energie. So verbraucht eine Stunde YouTube rund 11% der Akkukapazität. Dafür ist der Stand-by-Verbrauch überraschend gering mit nur 3% während einer Nacht. Zur Verbesserung der Laufzeit bietet Android eine Akkuüberwachung an.

PCMark Akku Einheit: Stunden
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Ladegeschwindigkeit Einheit: Minuten
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300

Dies spiegelt sich auch in den Benchmark-Ergebnissen wider. So kommt ihr mit dem Teclast T65 Plus locker über den Tag, müsst am Abend aber wieder laden. Und hier ist Geduld angebracht, denn die Ladeleistung beträgt maximal 18 Watt. So vergehen 200 Minuten, bis das Tablet wieder vollständig geladen ist.

Testergebnis

Getestet von
Manuel

Unterm Strich macht das Teclast T65 Plus vieles richtig und eignet sich als Einsteigergerät vorwiegend für den stationären Gebrauch. Dann fällt auch die geringe Steifheit des Chassis kaum ins Gewicht. Für den mobilen Einsatz eignen sich die zahlreichen 11-Zoll-Geräte im Hinblick auf Mobilität und Gewicht eher. Loben müssen wir das Tablet für die gute Speicherausstattung und starke Konnektivität. Und beim Bildschirm und Betriebssystem übertrumpft es das Max-Modell sogar. Nur die fehlenden Updates sind ein wirkliches Ärgernis, und deren Bewertung muss jeder selbst für sich vornehmen. Aber jeder, der schon mal ein Tablet wie das Samsung Tab A9 mit 4GB RAM in der Hand hatte, könnte ins Grübeln kommen, was dieses Updateversprechen wert ist. Mein privates Samsung Tab A9 ist seit dem Update auf Android 16 unsagbar träge geworden. Und das Teclast T65 Plus bietet immerhin 8GB RAM. So muss das Für und Wider miteinander abgewogen werden, aber in Relation zum Preis ist das Tablet gut. Vergleicht ihr es mit einem gleich großen Oscal Pad 200 (zum Test), steht das Tablet exzellent da.

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