Googlebooks: Kein Ersatz für euren Windows-Laptop
Google hat im Mai angekündigt, dass die ersten Googlebooks im Herbst dieses Jahres auf den Markt kommen sollen. Nun hat der Suchmaschinenriese die Hardware der Chromebook-Nachfolger spezifiziert und die Software vorgestellt, die auf Android basiert. Mit Acer, Asus, HP und Lenovo haben vier Partner erste Laptops angekündigt, die Anfang Oktober verfügbar sein sollen.
Auffällig sind die Preise, denn unter 1.000€ geht keines der neuen Googlebooks hierzulande über die Ladentheke. Damit macht Google den Schritt von der günstigen Mac- und Windows-Alternative zu einem direkten Konkurrenzprodukt.
Google positioniert die Android-Notebooks als Premium-Alternative
Die Googlebooks beerben die Chromebooks, kommen aber mit einem anderen Versprechen. Android ist jetzt die native App-Plattform und wird nicht mehr virtualisiert, wenn ihr eine App aus dem Play Store verwendet. Außerdem soll das auch die Arbeit der Entwickler einfacher machen, denn eine zusätzliche App für ChromeOS ist nicht mehr nötig. Weiterhin verbaut ist der Google Titan C, der für Sicherheit sorgen soll.
Google rückt die Googlebooks durch gewisse Vorgaben an die Hardwarepartner preislich in neue Sphären. Der Konzern aus Mountain View verlangt zum Beispiel ein aus hochwertigen Materialien gefertigtes Gehäuse, mindestens 16GB RAM, mindestens 256GB SSD-Speicher, eine starke NPU für Gemini, einen Touchscreen und eine Lichtleiste im Deckel.
Das resultiert in überraschend hohen Preisen: Das HP Googlebook 14 kostet der deutschen Homepage zufolge 1.200€. Verbaut sind der recht neue Snapdragon X1E-80-100 und 512GB Speicher, dazu kommen bis zu 19 Stunden Akkulaufzeit und ein OLED-Touchscreen mit 14 Zoll. Bei Lenovo, Acer und Asus sind hingegen Intel Core Ultra 5- und Intel Core Ultra 7-Prozessoren verbaut, die Preise liegen bei 1.379€, 1.249€ respektive 1.399€. Allesamt haben sie einen OLED-Touchscreen. Um euch die Preise etwas schmackhafter zu machen, liegen einige kostenlose Probezeiträume bei:
- YouTube Premium für drei Monate
- Adobe Premiere für drei Monate
- Adobe Photoshop für drei Monate
- CapCut Pro für drei Monate
- GeForce Now Performance für zwölf Monate
Googlebooks ab 1.199€ erhalten außerdem ein Jahr Google AI Pro mit 5TB Speicherplatz. Bei Premiere handelt es sich natürlich nicht um die Desktopanwendung, wie sie bei Apple und Windows verfügbar ist. Das Android-Betriebssystem auf den Googlebooks kommt mit Fokus auf Gemini und soll mit dem „magischen Pointer“ die Bedienung völlig neu erfinden. In Anbetracht dessen frage ich mich aber schon, wie Google den massiven Preissprung im Vergleich mit den Chromebooks rechtfertigen will.
Unsere Einschätzung
Ich war im Vorfeld dieser Ankündigung vorsichtig pessimistisch und fühle mich darin jetzt bestärkt. Die Googlebooks sehen sicherlich cool aus, sind mit OLED-Displays ausgestattet und haben mindestens 16GB RAM, aber das kriegt ihr zu diesem Preis auch bei Windows, gebraucht sogar bei Apple, dort nur mit Mini-LED, aber Schwamm drüber.
Ich bin mit Windows als Betriebssystem schon lange nicht mehr zufrieden. Jedoch bin ich auf die Adobe Creative Cloud angewiesen und die gibt es nur für Windows und Mac. Hätte Google eine breite Unterstützung für Desktop-Software angekündigt, wäre ein Wechsel für mich in Frage gekommen. So wirken die Googlebooks erst mal wie ein besseres, deutlich teureres Chromebook. Daran habe ich kein Interesse.
Ihr vielleicht? Schreibt uns eure Einschätzung zu den Nachfolgern der Chromebooks wie immer gerne in die Kommentare!
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