Inhaltsverzeichnis
- BSC500 gegen Karoo 3: lohnt der doppelte Preis?
- Lieferumfang und Verarbeitung
- Display: hell genug, auch in der Sonne
- Einrichtung, App und Konnektivität
- In der Praxis: Datenseiten, Widgets und iClimb
- Navigation, Karten und Rerouting
- GPS-Genauigkeit und Akkulaufzeit
- BSC500 gegen BiNavi: transflektiv gegen transmissiv
- Technische Daten im Vergleich
Ein gutes Fahrradnavi verändert, wie viel Spaß eine Ausfahrt macht. Statt alle paar Kilometer das Handy aus der Tasche zu kramen und zu rätseln, wo die Route langgeht, schaut ihr kurz auf den Lenker und wisst Bescheid. Genau das liefert das iGPSport BSC500 für rund 160€, und ehrlich gesagt hat mich das Gerät überrascht.
Ich fahre seit Jahren einen Hammerhead Karoo 3, also die Oberklasse für gut das Doppelte. Für diesen Test habe ich den Karoo zur Seite gelegt und bin komplett auf das BSC500 umgestiegen. Das Fazit vorweg: Bevor ihr euch den vier Jahre alten Garmin Edge Explore 2 für über 200€ kauft, holt euch lieber das BSC500, außer ihr seid eingefleischte Garmin-Fans.
Ein Gedanke noch vorweg: Fahrradfahren ist gerade im Hype, und 160€ für ein ordentliches Navi sind gut investiert. Das bringt im Alltag mehr als die 160€, die viele ins Upgrade von der Alu- auf die Carbon-Kurbel stecken. Die 100g Ersparnis merkt kaum jemand, ein gescheites Navi dagegen jeden Kilometer. 😉
BSC500 gegen Karoo 3: lohnt der doppelte Preis?
Das ist vermutlich die Frage, die euch am meisten interessiert, deshalb steht sie gleich am Anfang. Ein Navi kauft ihr ungefähr alle fünf Jahre, und dann wollt ihr euch unterwegs darauf verlassen können.
Der Karoo 3 ist im Grunde ein kleines Android-Gerät mit eigenem Prozessor und kostet je nach Angebot 300 bis 350€. Seine Stärken sind die Karten und das Rerouting. Das BSC500 kostet die Hälfte und deckt trotzdem fast alles ab, was ich im Alltag brauche.
- links – Hammerhead Karoo 3 / mitte – iGPSport BSC500 / rechts – Magene C606 v2
Wo der Karoo klar vorn liegt: Das Kartenmaterial ist detaillierter, das automatische Neuberechnen der Route arbeitet souveräner, und über die Funktion „Teilen an Hammerhead” schicke ich mir vom Handy eine Google-Maps-Adresse mitten in die laufende Navigation. Bekomme ich unterwegs Hunger, suche ich einen Supermarkt und lasse mich hinleiten. Das kann das BSC500 nicht. Auch die Bedienung am Gerät ist beim Karoo insgesamt interaktiver, dafür braucht er fast eine Minute zum Hochfahren.
Unterm Strich zahlt ihr beim Karoo den Aufpreis für die beste Karten- und Navigationssoftware am Markt. Wer aber einfach zuverlässig navigieren, seine Daten sehen und Routen abfahren will, ist mit dem BSC500 bestens bedient und spart die Hälfte. Für die meisten normalen Fahrer lautet die Antwort auf die Preisfrage also: nein, das Doppelte muss nicht sein.
Lieferumfang und Verarbeitung
Im Karton liegen das Navi, eine einfache Lenkerhalterung mit zwei Gummiringen und die Anleitung. Das war es. Eine Schutzhülle oder eine Displayfolie fehlen, gerade eine Folie hätte ich gut gefunden. Dabei ist immerhin eine Sicherheitsschlaufe, die ihr einmal um den Lenker legt und durch die ihr das Navi fädelt. Löst sich das Gerät je aus der Halterung, was mir bei keinem Computer je passiert ist, hängt es wenigstens noch an der Schlaufe.
Die mitgelieferte Gummi-Halterung tut ihren Dienst, aber ich würde euch eine ordentliche Lenkerhalterung mit Garmin-Aufnahme empfehlen. Damit sitzt alles sauber und aufgeräumt am Cockpit, und genau das macht beim Fahren einfach mehr Freude. Das iGPSport BSC500 selbst ist mit 100,5 x 57,2 x 14,7 Millimeter kompakt, hat erfreulich schmale Ränder um das Display und wiegt nur 107 Gramm. Gefertigt ist es komplett aus Kunststoff, was bei Fahrradcomputern normal ist. Die Buttons trefft ihr sicher, und eine Gummilasche schützt den USB-C-Port.
Display: hell genug, auch in der Sonne
Das BSC500 nutzt ein transmissives Farb-Display, also eine hintergrundbeleuchtete Anzeige wie beim Smartphone. Das 3,3-Zoll-Display ist eine sehr gute Größe, groß genug für Karte plus Datenfelder, ohne am Lenker zu stören.
Ich hatte trotz aktuellem Hochsommer nie Probleme mit dem Ablesen. Selbst bei praller Mittagssonne regelt die automatische Helligkeit tadellos hoch und die Karte bleibt gut erkennbar. Möglich, dass die Sonne bei uns nicht ganz so gnadenlos brennt wie in manchem Testlabor, aber für deutsche Verhältnisse gibt es hier nichts zu meckern.
Die Auflösung ist mit 480 x 320 Pixel auf dem Papier nicht üppig. In der Praxis hat mich das kein bisschen gestört, für meine Augen wird alles sehr scharf dargestellt. Nebenbei spart die überschaubare Auflösung vermutlich sogar etwas Akku.
Nicht zu jeder Zeit überzeugt hat mich der Touchscreen. Er reagiert in 90% der Zeit solide, ist aber nicht so präzise wie bei einem Smartphone. Ab und zu habe ich einen Button nicht sauber getroffen und musste noch einmal tippen. Auch hier klickt es sich am Karoo 3 durchweg präziser. Ein echtes Problem ist das nicht, es fällt vor allem auf, wenn ihr beide Geräte direkt nebeneinander nutzt. Die Bedienung auf dem BSC500 ist erfreulich intuitiv und klar an Android orientiert.
Einrichtung, App und Konnektivität
Für die Nutzung braucht ihr die iGPSport-App auf dem Smartphone. Ich nutze sie, um Routen zu synchronisieren, das Navi einzustellen und nach der Fahrt meine Daten anzuschauen. Sie ist einfach aufgebaut und funktioniert ohne Zicken, vermutlich genauso gut wie die App von Hammerhead.
- Die Smartphone-App ist ordentlich!
- unter “Roadbook” habt ihr eure Routen
- einfach per .gpx-Datei
- oder Import direkt von Komoot
- Updates kommen und bieten neue Features
- es gibt genug Einstellungen
- auch verschiedene Fahrräder kann man hinzufügen
- Sensoren (z.B. Schaltung oder Puls) koppelt man ganz simpel
Kopplung und Ökosystem
Bei der Kompatibilität wurde ich positiv überrascht. Ich konnte das BSC500 problemlos mit all meinen Geräten koppeln:
- Elektronische Schaltung: SRAM AXS und Shimano Di2 (oder Campagnolo EPS) wurden sofort erkannt und die Daten live während der Fahrt eingespielt.
- Herzfrequenz: mein Magene-Brustgurt lief direkt, ebenso die Huawei Watch, die ihren Puls live teilt.
- Powermeter: am Rennrad kommen Watt und Trittfrequenz sauber an. Von den Magene Powermeter Pedalen bekommt es auch die erweiterten Daten wie Lastverteilung auf dem Pedal.
- Eigenes Ökosystem: habt ihr das smarte Radar-Rücklicht iGPSport SR mini (zum Test) oder eine passende Beleuchtung, koppelt und steuert ihr sie direkt über das Navi.
Dazu kommen praktische Kleinigkeiten: Musiksteuerung für die Smartphone-Wiedergabe, Steuerung einer Action-Kamera von Insta360 oder DJI und Smartphone-Benachrichtigungen, die zuverlässig auf dem Display landen. Sogar smarte Erinnerungen wie „trink etwas” sind dabei. Das BSC500 ist außerdem E-Bike-kompatibel und zeigt dann Werte wie den Akkustand, ich fahre allerdings kein E-Bike.
Routen über Komoot und die iGPSport-App
Die Fahrten landen nach dem Beenden zuverlässig und akkurat bei Strava und TrainingPeaks. Routen plane ich in Komoot oder suche mir eine fertige heraus. In der iGPSport-App gehe ich dann auf „Route hinzufügen”, wähle sie aus und synchronisiere sie mit einem Klick aufs Navi.
Das sind zwei Klicks mehr als beim Karoo, hat aber einen Vorteil: Der Navi-Speicher wird nicht mit Routen zugemüllt, ihr habt nur das drauf, was ihr wirklich braucht. Schade ist, dass eine Einteilung in Kategorien fehlt. Beim Karoo sortiere ich nach Rennrad und Gravel oder lege Favoriten an, etwa fünf Lieblingsrunden für den Feierabend. Beim BSC500 müsst ihr bei vielen Routen etwas suchen.
In der Praxis: Datenseiten, Widgets und iClimb
Am meisten Zeit verbringt ihr mit dem Blick auf die Datenseiten, und hier macht das BSC500 vieles richtig.
- die Karte zeigt genug Infos an
- frei konfigurierbare Datenseiten
- das Rerouting ist solide
- eine Art Schnelleinstellungen und Menü für Benachrichtigungen
Datenseiten und Widgets
Ihr könnt euch viele Seiten einrichten. Ein paar Vorlagen sind vorgegeben, komplett frei ist es nicht, aber bei rund zehn Datenseiten mit verschiedenen Layouts findet jeder seine Ansicht. Wer damit nicht zurechtkommt, dem ist schwer zu helfen.
Ich habe meistens die Karte oben und darunter vier Felder wie Geschwindigkeit und den aktuellen Gang, also zum Beispiel vorn 48 und hinten 17. Die Karte bleibt dabei groß genug. Direkt danach folgt bei mir eine reine Datenseite mit acht Feldern: Fahrzeit, Distanz, Restdistanz, Höhenmeter und Puls, am Rennrad zusätzlich die Werte vom Powermeter und die Trittfrequenz, damit ich meine 90 Umdrehungen pro Minute im Blick habe.
- Die Seiten konfiguriert man am Smartphone in der App
- die iClimb Seite gefällt mir gut!
- viele Widgets, ausprobieren lohnt sich
Die Datenfeld-Widgets lassen sich sogar während der Fahrt anpassen. Die grafischen sind richtig gut gemacht: den Puls sehe ich als Durchschnitt, Maximum und aktuellen Wert, dasselbe geht mit der Leistung. Praktisch finde ich auch das Widget für den Akkustand der Schaltung, so sehe ich rechtzeitig, wenn das Schaltwerk hinten bald leer ist. Ich habe eigentlich alles gefunden, was ich brauche.
Einen echten Wermutstropfen gibt es aber: Das BSC500 zeichnet die genutzten Gänge nicht auf. Nach der Fahrt sehe ich Geschwindigkeit, Watt und Puls, aber nicht, welche Gänge ich wie oft gefahren bin. Genau diese Daten fände ich spannend, denn daraus lässt sich ableiten, ob ein größeres oder kleineres Kettenblatt sinnvoll wäre.
- nach der Fahrt sieht man die wichtigsten Daten:
- viele Graphen
- aber ein paar (Nerd-) Informationen fehlen
iClimb 3.0 am Berg
Die Kletterfunktion iClimb 3.0 ist ein echtes Highlight. Fahrt ihr auf einen langen Anstieg zu, seht ihr die aktuelle Steigung in Prozent, die verbleibenden Höhenmeter und den Berg als farbcodierten Graphen. Rot heißt steiler, und so lässt sich die Kraft gut einteilen. Ich lasse mir zusätzlich den Gang anzeigen, damit ich weiß, ob ich unten noch einen Rettungsanker habe.
Eine Karte ist dann gut, wenn sie viele Informationen zeigt, und das macht das BSC500 ordentlich. Straßen werden breit dargestellt, Trails und kleine Wege als dünne Linien. An das Detailniveau des Karoo 3 kommt sie nicht ganz heran, aber ich finde mich damit gut zurecht. Während der Fahrt kann ich sogar mein eigenes Rerouting machen: Ich sehe auf der Karte, welche Straße im Ort die richtige ist, und biege einfach ab.
Das automatische Rerouting funktioniert nur, wenn ihr vor der Fahrt die iGPSport-App auf dem Handy startet. Dann berechnet das Navi die Route bei einer Abweichung neu. Das ist nicht so souverän wie beim Karoo, aber ihr kommt gut zurecht. Auch die Funktion „nach Hause navigieren” ist dabei, wahlweise über die schnellste Route oder als Rückweg der gefahrenen Strecke.
Mein Tipp: Beschäftigt euch vorab einmal in Ruhe mit dem Gerät und klickt euch durch die Menüs. Denn wenn ihr nach 60 Kilometern nicht mehr wisst, wo eure Route ist, habt ihr keinen Nerv mehr, euch neu einzuarbeiten.
GPS-Genauigkeit und Akkulaufzeit
Bei der Genauigkeit könnt ihr aus drei Modi wählen, je nachdem, wie viele Satelliten das Navi nutzen soll und ob Dualband aktiv ist. Ich habe es auf der präzisesten Stufe gelassen. Die Genauigkeit ist gut, ab und zu liegt die Spur etwas neben der Straße, und enge Kurven zeichnet das BSC500 manchmal als vier Punkte statt als runde Linie. Niemand fährt eine Kurve eckig, aber auf die aufgezeichnete Distanz und Strecke hat das keinen Einfluss.
Beim Akku hat mich das BSC500 überzeugt. Auf einer dreistündigen Fahrt in der Sonne mit dauerhaft aktivem Display habe ich genau 20 Prozent verbraucht. Hochgerechnet sind das rund 15 Stunden, das reicht locker für einen ganzen Tag im Sattel. Der Hersteller wirbt mit 24 Stunden. Wer die Energiesparmodi aktiviert und die Genauigkeit etwas herunterstellt, holt noch mehr heraus. Das Display lässt sich unterwegs außerdem ausschalten und über die linke Power-Taste bei Bedarf wieder aufwecken.
Interessant wird es beim Blick auf die eigenen Geschwister im iGPSport-Regal, das iGPSport BSC300 (zum Test) und das größere iGPSport BiNavi (zum Test). Der wichtigste Unterschied steckt im Display.
Das BiNavi nutzt eine transflektive Anzeige. Sie verwendet das Umgebungslicht, wird also bei praller Sonne sogar klarer, ohne dafür Akku zu verbrauchen. Das erklärt die längere Laufzeit von bis zu 35 Stunden. Der Nachteil: Bei Dämmerung und Nacht braucht so ein Display die Hintergrundbeleuchtung.
- das BSC500 muss in der Sonne die Helligkeit hochschrauben, das Magene C606 v2 ist transflektiv, was man einfach immer ablesen kann
Das BSC500 geht mit seinem transmissiven Display den umgekehrten Weg. Es ist hell, farbig und detailreich und spielt seine Stärke bei wenig Licht aus, zieht dafür aber mehr Strom. Beide Ansätze haben also ihre Berechtigung, es kommt darauf an, wann ihr am meisten fahrt.
Dafür hat das BSC500 zwei Dinge, die den teureren Modellen fehlen: einen eingebauten Lautsprecher für Sprachansagen ohne Smartphone und eine elektronische Klingel, die sich mit den versteckten Tasten einer Di2-Schaltung koppeln lässt. Die Sprachansagen sind nett, ich persönlich finde die optische Ansage aber praktischer, wenn mir das Navi einfach anzeigt, dass ich einen Kilometer geradeaus fahren kann, und dann erst abbiegen muss. Wer viel Wert auf Trainingsanalyse legt, sollte wissen, dass die Flaggschiffe hier mehr bieten, etwa mehr Anpassung und ausführlichere Auswertungen.
Trainingsmodi
Das BSC500 bringt auch Indoor-Training und Trainingsmodi mit, bei denen ihr gezielt auf bestimmte Wattzahlen fahrt. Ich habe das nur kurz angetestet. Wer seinen Fokus wirklich auf strukturiertes Leistungstraining legt, greift vermutlich ohnehin gleich zu Garmin oder Wahoo. Zum Reinschnuppern ins Training reicht das BSC500 aber allemal.
Spannend finde ich noch einen Modus zum gemeinsamen Fahren, bei dem sich mehrere iGPSport-Fahrer zusammenschließen. Jonas ist großer iGPSport-Fan, der freut sich bestimmt, wenn wir das demnächst gemeinsam testen. 😉
Technische Daten im Vergleich
Zum Schluss die harten Zahlen im direkten Vergleich. Neben dem BSC500 und meinem Karoo 3 stehen hier auch das größere iGPSport BiNavi und der Magene C606 v2, den ich parallel im Einsatz hatte.
| Hammerhead Karoo 3 | iGPSport BSC500 | Magene C606 v2 | iGPSport BiNavi | |
|---|---|---|---|---|
| Abmessungen | 102,8 x 61,7 x 19,9 Millimeter | 100,5 x 57,2 x 14,7 Millimeter | 97 x 57 x 17,6 Millimeter | 101 x 60 x 14,5 Millimeter |
| Gewicht | 118 Gramm | 107 Gramm | 107 Gramm | 103 Gramm |
| Display | 3,2 Zoll, 480 x 800 Pixel | 3,3 Zoll, 320 x 480 Pixel | 2,8 Zoll, keine Herstellerangabe | 3,5 Zoll, 320 x 480 Pixel |
| Displayart | transflektiv (Farb-LCD) | transmissiv (Farb-LCD) | transflektiv | transflektiv |
| Akku | 3.200mAh, bis 15 Stunden | 2.300mAh, bis 25 Stunden | keine mAh-Angabe, bis 25 Stunden | 1.250mAh, bis 35 Stunden |
| System und Software | Android mit Hammerhead-App | natives System mit iGPSport-App | natives System mit OneFitLap-App | natives System mit iGPSport-App |
| Preis | 300 bis 350€ | rund 160€ | 169€ | rund 240€ |
Die Einordnung ist aus meiner Praxiserfahrung recht einfach:
- Für die meisten Fahrer: Das BSC500 ist die Empfehlung. Es navigiert zuverlässig, kann alles Wichtige und kostet nur die Hälfte eines Premium-Geräts.
- Für Sonnenanbeter und Ultra-Distanzen: Das iGPSport BiNavi mit transflektivem Display und bis zu 35 Stunden Akku ist die Alternative aus dem eigenen Haus.
- Für Navigations-Perfektionisten: Der Hammerhead Karoo 3 bleibt die Referenz bei Karten und Rerouting, kostet aber das Doppelte. Wer sich schon ein teures Fahrrad kauft, spart dann nicht an der Elektronik.
Nebenbei bemerkt: Ich hatte während der Testphase parallel den Magene C606 v2 im Einsatz. Auch das ist ein solides Navi, das in der Praxis ordentlich funktioniert, aber man merkt deutlich, dass iGPSport vor allem bei der Software die Nase vorn hat. Dazu aber bald mehr in einem eigenen Test. 😉
Testergebnis
Ich war wirklich erstaunt, wie gut das iGPSport BSC500 funktioniert. Für den Test habe ich meinen Karoo 3 zur Seite gelegt und nur ab und zu zur Kontrolle der Genauigkeit mitgenommen. Mein ehrliches Ergebnis: Ich könnte dauerhaft auf das BSC500 umsteigen. Das hätte ich vorher nicht gedacht, und dabei spart man sich glatt die Hälfte des Preises.
Für rund 160€ bekommt ihr ein großes, scharfes Display, eine solide Karte und eine Kompatibilität, die keine Wünsche offenlässt. Powermeter, elektronische Schaltung, Brustgurt, Radar-Rücklicht, Strava und Komoot, alles läuft ohne Gefrickel. Der Akku hält einen ganzen Tag, und die Kletterfunktion iClimb 3.0 ist am Berg richtig nützlich.
Keine Rose ohne Dornen: Das automatische Rerouting ist schwächer als beim Karoo, die genutzten Gänge werden nicht aufgezeichnet, und die gespeicherten Routen lassen sich nicht in Kategorien sortieren. Das sind aber Punkte, die vor allem Vielnutzer und Datensammler stören. Für alle anderen fällt es im Alltag kaum ins Gewicht.
Am Ende bleibt für mich die einfache Rechnung, mit der ich angefangen habe: 160€ für ein Navi, das Fahrradfahren spürbar mehr Spaß macht, sind gut angelegt. Wer bisher mit dem Handy in der Tasche losgefahren ist und ständig anhalten musste, wird den Unterschied auf der ersten Tour merken. Das iGPSport BSC500 ist genau dafür das richtige Werkzeug, ohne dass ihr dafür tief in die Tasche greifen müsst.
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