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Marstek auf der Intersolar 2026 – die neuen Venus E Speicher

Bei schönstem Sommerwetter lockte die diesjährige Intersolar 2026 wieder zahlreiche Besucher in die Münchner Messehallen. Die Messe umfasst alle Neuheiten im Bereich der Solar-, Speicher- und Energietechnik. Selbstverständlich darf bei so einem Event der Energiespezialist Marstek nicht fehlen. Mit der neuen Marstek Venus E-Serie hat der Hersteller gleich drei neue Speichersysteme im Programm, die sich sowohl an Betreiber einer kleinen Solaranlage (Balkonkraftwerk) als auch an Besitzer vollwertiger Dach-PV-Anlagen richten.

Marstek Intersolar Titel 2026

Mit der Vorgängerserie wie dem Venus E 3.0 (zum Test) oder dem Venus A konnte uns der Hersteller durch hohe Leistungswerte und ein konkurrenzlos günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugen. Gespannt auf die neue Produktpalette statteten wir Marstek auch in diesem Jahr einen Besuch auf der Intersolar 2026 ab. Wir haben für Euch alle Eindrücke zur Messe und den neuen Venus E Speichersystemen auch in einem Video festgehalten.

Marstek auf der Intersolar 2026

Der Messestand von Marstek präsentiert sich offen und weitläufig und ist wie in den vergangenen Jahren sehr gut besucht. Zahlreiche Besucher informieren sich über die neuen Systeme, begutachten das Produktportfolio und lassen sich beraten. Neben der aktuellen Venus E-Serie hat der Hersteller auch viele weitere Produkte im Gepäck.

Marstek InterslarStand Messtand 2026

Neben Heimspeichersystemen und Wechselrichtern wecken natürlich vor allem die neuen kompakten Kleinspeicher des Herstellers unser Interesse. Mit dem Marstek Venus E-Mini, Venus E 4.0, Venus E Max und dem Venus E Pro präsentiert Marstek gleich vier neue Speichersysteme, die sich sowohl von ihrer Größe als auch von ihrer Leistungsfähigkeit deutlich unterscheiden. Somit könnt Ihr je nach Eurem individuellen Bedarf das für Euch passende System auswählen. Bis auf das Pro-Modell handelt es sich bei der neuen Venus E-Serie um reine AC-Speicherlösungen. Das bedeutet, dass die Speicher nicht direkt über die Solarmodule geladen werden, sondern vorrangig mittels PV-Überschuss einer bestehenden Solaranlage. Dabei kann es sich um ein Balkonkraftwerk oder eine vollwertige Dach-PV-Anlage handeln. In unserem Video schauen wir uns die Speichersysteme einmal genau an und geben Euch einen Überblick über die möglichen Einsatzgebiete.

Das Marstek Venus E-Mini

Das neue Marstek Venus E-Mini definiert die Einstiegsklasse und richtet sich an Käufer mit einem geringeren Strombedarf. Mit einer Gehäusetiefe von nur knapp 10 Zentimetern und rund 20 Kilogramm Gewicht lässt sich das Venus E-Mini, trotz 2kWh Kapazität, extrem platzsparend an der Wand montieren. Optisch sind die neuen Venus-Systeme definitiv ein Hingucker, wobei die glänzende Oberfläche schon speziell ist. Das abgerundete Gehäuse in Verbindung mit der Hochglanzfront sorgt für eine sehr stimmige Optik.

 

Technisch setzt Marstek auf langlebige LiFePO4-Zellen, die auf über 10.000 Ladezyklen ausgelegt sind. Der integrierte bidirektionale Wechselrichter leistet maximal 1,5kW beim Laden und Entladen. Bei einem Stromausfall schaltet das System in unter 15 Millisekunden um und sichert so kritische Verbraucher ab. Wie bei allen AC-Speichern ist ein sinnvoller Betrieb nur mittels Smart-Meter möglich. Die neue Venus E-Reihe unterstützt neben dem hauseigenen Smart-Meter auch viele Drittanbieter wie den Shelly Pro 3EM oder den Everhome Eckotracker.

Das Marstek Venus E 4.0

Marstek Venus E 4 2

Der Marstek Venus E 4.0 führt das Konzept der AC-gekoppelten Heimspeicher in der Generation 4.0 fort und richtet sich an Haushalte mit höherem Energiebedarf. Wie der kleinere Mini wird das System einfach über eine herkömmliche Steckdose eingebunden. Im Vergleich zum Vorgänger (Version 3.0) wurde das Gerät kompakter gebaut und bringt trotz einer beachtlichen Speicherkapazität von 5kWh ein reduziertes Gewicht von nur noch 47 Kilogramm auf die Waage. Das sind satte 13 Kilogramm weniger.

Technisch setzt Marstek modernste LiFePO4-Zellen mit einer Lebenserwartung von mindestens 10.000 Ladezyklen ein. Der integrierte bidirektionale Wechselrichter wurde spürbar aufgewertet und leistet nun bis zu 3kW beim Laden und Entladen.

Für den Fall eines Blackouts ist eine vollwertige Notstromsteckdose mit einer Umschaltzeit von 10 Millisekunden vorhanden. Gesteuert wird das System über eine KI-gestützte App, die über Smart-Meter eine Null-Einspeisung realisiert oder den Akku gezielt bei günstigen Börsenstrompreisen lädt. Neu hinzugekommen ist die Unterstützung für portables Laden von Elektrofahrzeugen. Diese wird durch das Marstek EV-Ladegerät realisiert, das den Ladevorgang dynamisch nach Strompreis und Solarüberschuss planen kann. Marstek integriert zudem ein neues Annäherungsdisplay, das sich automatisch einschaltet, sobald sich eine Person nähert.

Das Marstek Venus E Max

Als größte Ausbaustufe der Serie rundet der Marstek Venus E Max das Portfolio oben ab und richtet sich an Haushalte mit hohem Energiebedarf. Statt kompakter Abmessungen liefert das Venus E Max eine Kapazität von satten 10kWh. Das Prinzip der unkomplizierten AC-Einbindung bleibt identisch, allerdings verlangt die hohe Kapazität nach spürbar mehr Leistung. Der integrierte bidirektionale Wechselrichter leistet somit beim Laden und Entladen bis zu 3,6kW.

Die technischen Grundlagen teilt sich der Max mit dem 4.0. Im Inneren stecken die neuen LiFePO4-Zellen, die ebenfalls auf über 10.000 Ladezyklen ausgelegt sind. Über die KI-gestützte App lässt sich auch dieser Großspeicher per Smart-Meter für eine Null-Einspeisung konfigurieren oder mit günstigem Börsenstrom aufladen. Wer perspektivisch noch größere Pläne hat, kann das System per Smartbox auf bis zu 30kWh Kapazität und 10,8kW Lade-/Entladeleistung erweitern.

Das Marstek Venus E Pro

Mit dem Marstek Venus E Pro präsentiert der Hersteller ein außergewöhnliches Konzept im Bereich der Balkonkraftwerk-Speicher. Zusätzlich zum reinen AC-Betrieb integriert Marstek einen 3.000W Hochvolt-MPPT-Eingang mit einem Spannungsbereich von 50-500V. Somit können 2-8 Solarmodule in Reihe an das Speichersystem angeschlossen werden. Der Vorteil dieser Verschaltung liegt im wesentlich geringeren Verkabelungsaufwand. Da alle Module hintereinander geschaltet werden, gibt es nur ein MC-4-Kabelpaar, das an das Speichersystem angeschlossen werden muss. Das spart nicht nur Geld für Verkabelung, sondern ermöglicht auch einen wesentlich einfacheren Aufbau. Allerdings solltet Ihr auch hier beachten, dass bei Gleichspannungen ab 120V äußerste Sorgfalt geboten ist. Der Anschluss und die DC-Installation (Solarmodule) sollten nach Möglichkeit nur von einer Elektrofachkraft ausgeführt werden.

In der Basisversion steht mit dem Venus E Pro eine Grundkapazität von 2,08kWh zur Verfügung. Mit bis zu 5 Zusatzakkus lässt sich diese auf bis zu 12,48kWh erhöhen. Der bidirektionale Wechselrichter bietet eine Leistung von 2.000W, die sowohl für den Ladebetrieb als auch für die Einspeisung in das Stromnetz zur Verfügung steht. Weiterhin integriert Marstek eine Off-Grid-Steckdose im identischen Leistungsspektrum, die kurzzeitig sogar bis zu 2.400W bereitstellen kann.

Die Marstek Smartbox

Marstek Smart Box

Alle neuen Venus-Speichersysteme lassen sich mit der kommenden Marstek Smartbox intelligent vernetzen. Somit können jeweils bis zu drei Speichersysteme zu einer Einheit zusammengeschlossen werden. In dieser Konfiguration verdreifacht sich nicht nur die Speicherkapazität, sondern auch die maximal mögliche Lade-/Entladeleistung.

Einschätzung der Redaktion

Die neue Marstek Venus E-Reihe ist mehr als nur eine einfache Produktpflege. Vom kompakten 2-kWh-Mini über den optimierten Venus E 4.0 bis zum massiven 10-kWh-Max decken die neuen Speicher jede Haushaltsgröße ab. Während vor allem die Abmessungen deutlich reduziert wurden, erhöht sich im gleichen Atemzug die Ausgangsleistung spürbar. In Verbindung mit der Smartbox können die Systeme selbst energiehungrige Haushalte problemlos versorgen. Wir sind gespannt auf die ersten Testgeräte und die Preisgestaltung der neuen Serie.

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