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Noch immer ist die Nutzung von Dashcams in Deutschland mit einigen Auflagen verbunden, die allerdings von der Botslab Dash Cam HK40 Plus in unserem Test alle umgesetzt werden. Doch nicht nur rechtliche Aspekte sind für jeden Dashcam-Nutzer relevant, denn auch die Qualität der Aufnahme, die Installation und das Abrufen der Videos sollten überzeugen. Ob das alles dieser Kamera gelingt, verrät unser ausführlicher Test.
Der Lieferumfang der Botslab Dash Cam HK40 Plus
Neben der eigentlichen Kamera fällt der Lieferumfang der Dashcam von Botslab durchweg positiv auf. So ist im Gesamtpaket der Stromadapter für den Zigarettenanzünder genauso vorhanden wie ein USB-C-auf-USB-C-Kabel mit einer Länge von 3,40 Metern. Weiterhin gibt es ein einfaches Werkzeug aus Kunststoff, das zum späteren Abmachen von der Autoscheibe gedacht ist.
Praktisch ist außerdem das Mikrofasertuch, das ein wenig an ein Brillenputztuch erinnert und dazu dient, die Front- oder Heckscheibe vor dem Anbringen zu säubern. Für einen optimalen Halt gibt es gleich zwei elektrostatische Aufkleber („ESD-Sticker”), die einfach auf die gesäuberte Stelle geklebt werden.

Neben der eigentlichen Kamera ist im Lieferumfang alles an Zusatzmaterial enthalten, außer einer MicroSD-Karte.
Abgerundet wird der Lieferumfang durch eine kompakte Anleitung sowie durch einen Quick Starter Guide, der einige QR-Codes beinhaltet. Hier können Nutzer ein Installationsvideo via YouTube ansehen, die kostenlose Botslab-App herunterladen oder weitere Informationen zu den Funktionen der HK40 Plus aufrufen.
Schade ist lediglich, dass keine SD-Karte dem Lieferumfang beiliegt. Zwar empfiehlt der Hersteller die Nutzung der hauseigenen Botslab SD-Karte mit mindestens 64 GB Speicherplatz, doch muss diese bei Bedarf selbst angeschafft werden. Zu einer U3 Class 10 MicroSD-Karte eines Drittanbieters könnt ihr hier problemlos greifen, sofern diese schnell genug ist.
Installation & Aufbau: Die Botslab Dash Cam HK40 Plus im Test
Wer einen Blick in die Bedienungsanleitung wirft oder das Aufbauvideo via YouTube ansieht, wird mit dem Einbau der Dashcam im eigenen Auto fast keine Probleme haben. Scheibe säubern, Folie ankleben, Botslab Dash Cam HK40 Plus anbringen und daraufhin das Kabel mit dem Adapter und der Kamera verbinden. Mehr muss nicht beachtet werden.
Einziges Manko ist das Verlegen des Kabels, denn da die Dashcam ohne Akku funktioniert, ist eine ständige Stromanbindung via Kabel notwendig. Damit dies den Beifahrer nicht stört, sollte es über die Sonnenblende an die Seite am Fenster vorbei unter das Handschuhfach verlegt werden. Das ist etwas umständlich und je nach Fahrzeugmodell nicht ganz einfach.
Wird dann der Motor gestartet beziehungsweise die Stromzufuhr hergestellt, schaltet sich die Dashcam automatisch ein und entsprechend wieder aus, sobald der Motor ausgeschaltet oder die Stromzufuhr unterbrochen wird.
Die Botslab App
Die native App des Herstellers ist zwar vollkommen optional, doch unser Test mit der Botslab Dash Cam HK40 Plus hat gezeigt, dass die App-Nutzung absolut empfehlenswert ist. Das Smartphone oder Tablet lässt sich entweder per Bluetooth oder WLAN an die Dashcam anschließen, was gewohnt einfach funktioniert. Einfach in der App die Suche nach dem Gerät starten und darauf achten, dass dieses eingeschaltet ist. Das Koppeln ist in weniger als einer Minute abgeschlossen.
Dann sind sämtliche Funktionen direkt verfügbar: Eine Live-Übertragung kann per App verfolgt werden, was beim Ausrichten der Dashcam beim ersten Einrichten hilfreich ist. Außerdem lassen sich sämtliche gespeicherte Videos aufrufen und sogar eine Zeitrafferfunktion ist vorhanden.
Die wichtigsten Features sind jedoch in den Einstellungen versteckt: Hier lassen sich der Startton ausschalten, die Auflösung anpassen und darüber hinaus viele Aufnahmefunktionen finden. Dabei lohnt es sich, die verschiedenen Funktionen genau zu prüfen und den eigenen Ansprüchen entsprechend anzupassen.
Vor allem die Sensibilität bei Notaufnahmen und die Leerlauf-Autoabschaltung für Fahrzeuge, die selbst bei ausgeschaltetem Motor noch Strom abgeben, sind praktisch.
Die technischen Daten der Botslab Dash Cam HK40 Plus
Spezifikationen im Überblick
| Modell | HK40 Plus |
| Auflösung | 4K UHD |
| Sichtfeld | 150° |
| Blende | F1.5 |
| Konnektivität | Bluetooth, 2,4 GHz/5 GHz Wi-Fi |
| Betriebstemperatur | -20°C bis 70°C |
| Speicher | MicroSD (32 bis 512 GB) |
| Bewegungserkennung | G-Sensor |
| Parküberwachung | Ja (mit zusätzlichem Hardwire-Kit) |
Diese Dashcam konnte in unserem Test mit einer ganzen Reihe von überzeugenden Funktionen punkten. Das beginnt bereits mit der Ausrichtung, denn der um 360 Grad drehbare Arm sorgt dafür, dass der perfekte Winkel für jedes Automobil gewählt werden kann, egal ob auf der Vorder- oder Rückseite. Der Aufnahmewinkel beträgt 150 Grad, es gibt eine eingebaute Parküberwachung dank G-Sensor und eine Loop-Aufnahme, die automatisch ältere Videoaufnahmen überschreibt.
Gerade die Parküberwachung kann hilfreich sein, da sie automatisch bei Stößen die Aufnahme sichert. Hierfür ist jedoch eine durchgängige Stromversorgung per Hardwire-Kit notwendig, das separat erworben werden muss.
Außerdem werden nicht alle SD-Karten unterstützt. Das beginnt bereits bei der Größe, denn unter 32 GB Speicherplatz erkennt die interne Software entsprechende Modelle gar nicht erst. Gleiches gilt für MicroSD-Karten mit mehr als 512 GB Speicherplatz. Auch rät Botslab dazu, eine U3 Class 10 MicroSD-Karte zu nutzen, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Wer also noch eine alte DigiCam-SD-Karte herumliegen hat, kann diese wahrscheinlich nicht nutzen.
Der verbaute Superkondensator sorgt dafür, dass selbst bei einem Stromausfall nach einem Unfall keine Daten verloren gehen. Selbst Temperaturen von -20 bis 70 Grad Celsius sind für die Dashcam kein Problem.
Design und Verarbeitung
Rein optisch betrachtet unterscheidet sich die Botslab Dash Cam HK40 Plus nicht wirklich von anderen Konkurrenzprodukten. Das schwarze Design wird durch die große Linse abgerundet und gefällt, nicht zuletzt deshalb, weil schlichte Formen und Rundungen zu jedem Ambiente passen und somit für alle gängigen Fahrzeuge eingesetzt werden können.
Die Außenhülle besteht aus festem Kunststoff, der eine angenehme Haptik hat. Wirklich häufig dürfte die Dashcam jedoch nicht angefasst oder bewegt werden. Der Power-Button lässt sich problemlos erreichen und selbst während der Autofahrt schnell finden.
Einen kleinen Kritikpunkt gibt es bezüglich der SD-Karte beziehungsweise des SD-Kartenslots zu äußern. Denn das Einfügen der SD-Karte ist etwas fummelig und mühselig, da es keinen spürbaren Widerstand oder gar ein Klickgeräusch gibt, sobald die Karte vollständig eingeführt wurde. Auch das Herausnehmen ist etwas nervig, da ihr mit dem Fingernagel auf die SD-Karte drücken müsst.
Qualität der Aufnahme: Auflösung von 4K
Eine ständige Videoaufnahme ist in Deutschland verboten, denn die aktuelle Rechtslage verbietet eine solche permanente Aufzeichnung. Die Dashcam umgeht dies genauso wie alle anderen modernen Modelle auf dem Markt.
Sobald die SD-Speicherkarte voll ist, überschreibt die interne Software automatisch die ältesten Segmente. Eine Ausnahme hiervon bieten allerdings die Notfallaufnahmen, die automatisch ausgelöst werden: Sobald der Auslöser automatisch greift, wird das aktuelle Zeitsegment in einen schreibgeschützten Ordner verschoben. Bei Unfällen bleibt die Aufnahme also garantiert bestehen.
Allerdings zeigt unser Test der Botslab Dash Cam HK40 Plus, dass der Auslösemechanismus sehr empfindlich reagiert. Hier reicht es schon, über einen Bordstein zu fahren oder ein Schlagloch zu erwischen. Dies überprüften wir sowohl in einem VW Caddy als auch in einem Hyundai i30. In beiden Fahrzeugen löste der Mechanismus gleichermaßen aus.
Da eine Minute Videoaufnahme in etwa 168 MB Speicherplatz benötigt und in einer Testfahrt vom eigenen Haus zum Supermarkt und zurück der Mechanismus dreimal ausgelöst hat, ist die Speicherkarte recht schnell voll. Die SD-Karte muss daher regelmäßig manuell geprüft und entsprechende Videoaufnahmen gelöscht werden, bevor sie den gesamten Speicherplatz belegen.
Die Aufnahme selbst ist absolut zufriedenstellend (siehe Video oben). Die Aufnahmequalität von 4K UHD zeigt jedes Detail und ist somit ideal, um etwaige Unfälle genau aufzuzeichnen. Selbst bei Nacht werden dank „Ultra-Nachtsicht-Modus” und der großen Blende alle Umgebungselemente sichtbar festgehalten.
Testergebnis
Die Botslab Dash Cam HK40 Plus liefert in unserem Test eine überzeugende Leistung ab: Die Aufnahmequalität in 4K UHD ist lückenlos und fehlerfrei und selbst bei Nacht überzeugt die Videoqualität. Der Aufbau und die Anbindung von Smartphone und Tablet funktionieren einfach und sind selbst für technisch nicht versierte Menschen schnell durchzuführen. Kritik gibt es lediglich in Bezug auf die ständige Kabelanbindung, was je nach Automodell mit etwas Aufwand verbunden ist. Gleiches gilt für die benötigte MicroSD-Karte, die nicht im Lieferumfang enthalten ist. Alles in allem ist die Dashcam von Botslab jedoch ideal für alle, die ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis suchen. Wer jedoch ein Rundumpaket sucht, sollte einen Blick auf das Botslab Dashcam G980H 4-Kanal System (zum Test) werfen.
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