Xperia 10 VI: Sony bricht sein Update-Versprechen
Sony hat das Update-Versprechen des Xperia 10 VI gebrochen. Die Japaner hatten eigentlich angekündigt, dass das Mittelklassemodell drei große OS-Updates kriegen soll. Nun ist schon nach zwei Updates Schluss. Sicherheitsupdates soll es hingegen weiterhin geben.
Was ihr zu dem Vorfall wissen müsst und ob auch andere Smartphones von Sony betroffen sind, erfahrt ihr in den folgenden Zeilen!
Sony bricht Update-Versprechen: kein Android 17 fürs Xperia 10 VI
Das Sony Xperia 10 VI (zum Test) ist ein Smartphone der Mittelklasse, das 2024 mit Android 14 erschienen ist. Damals hat Sony drei große Android-Updates und Sicherheitsupdates für vier Jahre versprochen. Letzteres soll weiterhin gelten, aber nach den erfolgten Updates auf Android 15 und Android 16 wird es Android 17 nicht mehr für das Smartphone geben. Grund dafür sind laut Hersteller Einschränkungen in Zusammenhang mit der Speicherkonfiguration.
Einerseits möchten wir Sony dafür loben, dass sie sich überhaupt öffentlich geäußert haben. Andererseits ist die Begründung natürlich wenig glaubwürdig. Denn: Das Xperia 10 VII (zum Test) bietet ebenfalls 8GB RAM und 128GB Speicher, ist mit Android 15 erschienen und soll sogar vier große OS-Updates erhalten. Das Xperia 10 VIII (zur Ankündigung) hat auch nicht mehr RAM oder Speicher und bekommt Updates weit über Android 17 hinaus.
Unser Engagement hinsichtlich Sicherheitsupdates bleibt hingegen unverändert. Sony wird […] vier Jahre lang […] Sicherheitsupdates bereitstellen. Dieses Problem […] hat keine Auswirkungen auf andere Xperia-Modelle. Wir entschuldigen uns aufrichtig für etwaige Unannehmlichkeiten und bedanken uns für Ihr Verständnis.
Abgesehen von dieser Entschuldigung bekommen betroffene Kunden aber nichts von Sony. Eine Entschädigung wird in der Mitteilung nicht in Aussicht gestellt.
Unsere Einschätzung
Die Begründung von Sony wirkt auf uns fadenscheinig. Deutlich wahrscheinlicher ist, dass Qualcomm den kostenlosen Treibersupport für den Snapdragon 6 Gen 1 eingestellt hat und die Verkaufszahlen des Sony Xperia 10 VI nicht ausreichen, um eigene Entwicklungsarbeit für das Update zu rechtfertigen. Die Nachfolger haben nämlich beide den deutlich neueren Snapdragon 6 Gen 3 verbaut. Das ist aber nur eine Vermutung unsererseits.
Einen Präzedenzfall schafft Sony mit diesem Verhalten indes nicht. OnePlus hatte Android Nougat für das OnePlus 2 versprochen, aber nie geliefert. Das HTC One M7 hat Android 5.1 nicht erhalten. In der jüngeren Vergangenheit ist es Motorola, die sich nicht an die Vorgabe der EU halten möchte.
Wie seht ihr dieses Thema? Ist es ein Vertrauensverlust für Sony? Wir freuen uns auf eure Einschätzung in den Kommentaren!
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weiterhin lässt sich die EU-Updategarantie umgehen, allerdings hat diese EU- Gesetzgebung derzeit den Effekt, dass immer mehr Hersteller eine Updategarantie von weit über 4 Jahren bieten, man hat also durch diese Gesetzgebung eine deutlich größere Auswahl an Geräten die langjährige Updates bekommen.
Mir persönlich sind Updates nicht so wichtig, aber wenn ohnehin nicht sonderlich glaubwürdige EU Vorgaben nicht völlig zur Lachnummer verkommen sollen, wäre es an der Zeit, den Vorgaben nun entsprechende Taten folgen zu lassen. Bereits bei den vollmundigen Ankündigungen bezüglich verpflichtend wechselbaren Akkus hat sich die EU gegenüber den Herstellern als wenig potent erwiesen.
Servus, also eine Lachnummer würde ich das nicht nennen, jedenfalls nicht, wenn man nicht erwartet, dass jede Vorgabe als unfehlbares Gesetz sofort und mit voller Härte durchgesetzt wird. Grundsätzlich hat sich durch die Regeln wirklich einiges getan. Beim wechselbaren Akku gebe ich dir teilweise recht: Die Idee eines einfach selbst tauschbaren Akkus wie früher war von Anfang an ziemlich realitätsfern, und das haben Fachleute auch damals schon gesagt. Versucht wurde es trotzdem, jetzt gibt es eben die Ausnahme, die die Hersteller nutzen. Trotzdem ist die Ersatzteilversorgung besser geworden, und bei vielen Herstellern kann man den Akku inzwischen zu halbwegs humanen… Weiterlesen »
Hi Jonas! Eine reichlich überteuerte Spassveranstalltung…
“… und bei vielen Herstellern kann man den Akku inzwischen zu halbwegs humanen Preisen tauschen lassen. ~ Perfekt ist es nicht, aber deutlich besser als vorher. Für uns Verbraucher also im Ergebnis eine gute Sache!”
Sorry, aber das sehe ich anders: Den Zweitakku hatte ich früher dabei und konnte ihn unterwegs sofort austauschen, sobald dies nötig wurde. Im übrigen kostete dieser unter 20 Euro…
LG aus Wien
Servus,
klar, der Zweitakku für unter 20 Euro war praktisch. Nur verlangst du damit, dass die EU eine Industrie zurückdreht, die sich seit über zehn Jahren komplett anders entwickelt hat. Und mal ehrlich: Wasserdichte, dünne Geräte wollten damals alle unbedingt haben, das passt mit einem Wechselakku einfach schlecht zusammen.
Dafür kommt ein aktuelles Smartphone heute locker über einen Tag, viele deutlich mehr. Unterwegs wechseln muss man da eigentlich nichts mehr.
Beste Grüße nach Wien
Jonas