| CPU | Snapdragon 7s Gen 3 - 1 x 2,5GHz + 3 x 2,4GHz + 4 x 1,8GHz |
|---|---|
| RAM | 8GB RAM |
| Speicher | 256GB |
| GPU | |
| Display | 2772 x 1272, 6,8 Zoll 144Hz (AMOLED) |
| Betriebssystem | My UX - Android 16 |
| Akkukapazität | 6500mAh |
| Ladegeschwindigkeit | 45 Watt |
| Speicher erweiterbar | Ja |
| Hauptkamera | 200MP + 2MP (dual) |
| Frontkamera | 32MP |
| USB-Anschluss | USB-C 2.0 (480MBit/s) |
| Kopfhöreranschluss | Nein |
| Entsperrung | Fingerabdruck, Face-ID |
| 4G | 1, 2, 3, 5, 7, 8, 20, 26, 28, 32, 38, 40, 41 |
| 5G | 1, 3, 5, 7, 8, 20, 28, 38, 40, 41, 75, 77, 78 |
| NFC | Ja |
| SIM | Dual - nano, eSIM |
| Gewicht | 197g |
| Maße | 162,7 × 75,7 × 8,5 mmmm |
| Antutu (v11) | 1006909 |
| Benachrichtigungs-LED | Nein |
| Updatezeitraum | 3 Jahre (Android) + 6 Jahre (Sicherheit) |
| Hersteller | Motorola |
| Getestet am | 24.10.2026 |
So langsam wird es in Motorolas Edge-70-Reihe unübersichtlich. Denn zum Max-, Pro-, Non-Pro und Fusion-Modell gesellt sich jetzt das Motorola Edge 70 Plus. Plus klingt nach dem gewissen Mehr im Gegensatz zum normalen Edge 70. Nur ob das wirklich so ist, wird der Test zeigen.
Die unverbindliche Preisempfehlung von 599€ klingt auf jeden Fall selbstbewusst und liegt verdächtig nahe am Pro-Modell. So dürft ihr hoffen, eine ähnlich gute Leistung wie beim Pro-Modell zu erhalten. Ein Blick ins Datenblatt enttäuscht dann aber herb. Die Ausstattung liegt selbst unter dem Fusion-Modell, das im Handel für rund 300€ erhältlich ist. Also ist das Motorola Edge 70 Plus eine Mogelpackung?
Design und Verarbeitung
Motorola bleibt seiner Linie treu und designt das Edge 70 Plus wie seine Brüder. Ein angenehmes, organisches Design mit einem Curved-Display auf der Vorderseite, abgerundeten Kanten und der griffigen Rückseite aus Silikon. Und natürlich sind die Farben in Zusammenarbeit mit Pantone entstanden. Die Farbe von unserem Testgerät nennt sich „Milky Blue“, das ist ein angenehmes Türkis. Daneben gibt es noch ein dunkles Grün und ein auffällig designtes Grau. Schwarz überlässt Motorola seinen langweiligen Konkurrenten. Mit 162,7 x 75,7 x 8,5 Millimeter ist es für solch ein großes Smartphone kompakt. Das liegt hauptsächlich an den abgerundeten Kanten, die die wahre Größe gut kaschieren.
Die Anzeige ist zu allen Enden leicht abgerundet. So lassen sich Schutzgläser nur schwer aufbringen und ihr müsst euch auf den Schutz des Gorilla Glass 7i verlassen. Die Displayränder sind angenehm dünn, speziell zu den Seiten mit nur 2 mm. Oben beträgt der Bildschirmrand 3mm, genauso wie unten. So wirkt das Display des Motorola Edge 70 Plus modern. Der optische Fingerabdruckscanner wurde allerdings tief verbaut, aus meiner Sicht zu tief. So lässt sich das Smartphone zwar mit einer Hand entsperren, aber es liegt nicht sicher in der Hand. Zudem versagte bei zwei von zehn Versuchen die Erkennung meines Daumens. Als Alternative steht wie üblich „Face Unlock“ zur Verfügung.
Auf der rechten Seite des Kunststoffrahmens sitzen der Powerbutton und die Lautstärkewippe. Unten verbirgt sich der Hybridslot für SIM-Karte und microSD-Karte, dazu ein Mikrofon, der USB-C-2.0-Anschluss und der zweite Teil des Stereolautsprechers. Zudem hat Motorola im oberen Rahmen ein zweites Mikrofon integriert. Trotz des geringen Gewichts von nur 197 Gramm wirkt das Smartphone stabil und solide. Die Übergänge zwischen einzelnen Materialien sind tadellos und die Spaltmaße gleichmäßig. Aber am Ende bleibt es Kunststoff und es fehlt die kühle Haptik von Metall.
- mit mitgelieferter Hülle
- Größenvergleich: Edge 70 Plus vs. Pixel 11 Pro
Auf der Rückseite befindet sich ein glänzendes Motorola-Logo und hier greift das Plus-Modell die Formsprache seiner Brüder auf: ein Kameramodul mit drei Kameraöffnungen und einem LED-Flash. Allerdings ist dieses Modell lediglich nach IP64 geschützt, also nur gegen Spritzwasser. Der Hersteller verspricht aber, dass Stürze dem Smartphone wenig anhaben können und es nach MIL-STD-810H-Standard getestet wurde.
Insgesamt gefällt mir die Verarbeitung des Smartphones ausgesprochen gut und durch die griffige Rückseite liegt es jederzeit sicher in der Hand, zumindest ohne Hülle.
Lieferumfang des Motorola Edge 70 Plus
Wie von Motorola gewohnt, verpackt der Hersteller sein Smartphone in einer duftenden Schachtel. Sobald ihr diese öffnet, empfängt eure Nase ein angenehmer Duft. Möglicherweise soll das vom eher kargen Lieferumfang ablenken. Neben einem 1m langen USB-C-Kabel liegen noch eine Kurzanleitung, eine SIM-Nadel und eine transparente Schutzhülle aus Polycarbonat dabei. Diese ist von eher mäßiger Qualität und schützt euer Smartphone nur unzureichend. Dazu ist die Hülle extrem rutschig, sodass es schnell passieren kann, dass ihr das Motorola Edge 70 Plus aus der Hand verliert.
Display
Das Display des Motorola Edge 70 Plus ist eine der großen Stärken des Smartphones. Es scheint direkt vom Pro-Modell übernommen zu sein, denn mit 6,78 Zoll ist es identisch, ebenso bei der Auflösung von 2712 x 1272 Pixel. Daher beträgt die Pixeldichte gute 450 Pixel pro Zoll und einzelne Pixel sind definitiv nicht auszumachen. LTPO wäre schön gewesen, aber so bietet das Smartphone nur eine Abstufung von 60, 90 und 120Hz im normalen Betrieb. Die versprochenen 144Hz Bildwiederholfrequenz schaltet Motorola nur in ausgewählten Spielen frei. Die maximale Helligkeit des Smartphones ist ein wenig tricky, denn der Lichtsensor reagiert seltsam. Haltet ihr das Smartphone ins Sonnenlicht, steigt die Helligkeit auf rund 1.700 Lux. Wartet ihr dann einen Augenblick und haltet das Smartphone erneut ins Licht, erhöht sich die Helligkeit auf die vollen gemessenen 2.320 Lux.
Damit ist die Ablesbarkeit im Sonnenlicht jederzeit gegeben und die 10-Bit-Anzeige überzeugt ab Werk mit lebendigen Farben. Glücklicherweise lässt euch Motorola die Wahl, den Weißpunkt entsprechend euren Vorlieben anzupassen. Und auch sonst bleiben wenig Wünsche offen, da der erweiterte Farbraum unterstützt wird, genauso wie HDR10+ und HDR HLG. Nur Dolby Vision fehlt in dieser Aufzählung.
Selbstredend ist auch Widevine Level 1 dabei, sodass ihr die üblichen Streaming-Dienste in bester Auflösung schauen könnt. Aber ein Always-On-Display fehlt, was bei rund 500€ ein paar Interessenten verärgern dürfte. So gibt es nur eine Some-Times-On-Anzeige oder eine dezente Randbeleuchtung.
Leistung
- Geekbench V.7
- Geekbench V.5
- Antutu V.10
- Antutu V.11
- Antutu V.12
Den verbauten Snapdragon 7s Gen 3 kennen wir bereits aus dem Edge 70 Fusion (zum Test). Der Prozessor ist ein wenig älter und wird im 4-Nanometer-Verfahren gefertigt. Er setzt sich zusammen aus einem Prime-Core (Cortex-A720) mit maximal 2,5GHz sowie drei weiteren Cortex-A720-Kernen mit 2,4GHz. Dazu kommen vier Energiesparkerne im Cortex-A520-Design mit maximal 1,8GHz. Die CPU ist eindeutig der Mittelklasse zuzuordnen und das spiegelt sich auch im täglichen Gebrauch wider. So sind die meisten Animationen flüssig und ein Stocken oder Ruckeln ist im alltäglichen Betrieb nicht zu sehen. Öffnet ihr allerdings ein etwas aufwändigeres Programm wie die Foto-App, vergehen ein, zwei Sekunden, bis sich die App öffnet. Hier liefert die Konkurrenz im selben Preisbereich wesentlich stärkere Produkte.
Zumindest verbaut Motorola im Edge 70 Plus 8GB Arbeitsspeicher und 256GB UFS-3.1-Speicher. Somit ist es auch Multitasking-fähig und es bleibt genug Platz für Fotos, Videos und Apps, zumal sich der Speicher mit einer microSD-Karte problemlos erweitern lässt. Von Throttling war die leistungsschwache CPU nicht betroffen und auch wenn ihr das Smartphone stärker fordert, wird es nicht mehr als lauwarm.
Falls ihr mit dem Smartphone spielt, sind bei ausgewählten Spielen bis zu 144Hz Bildwiederholrate zu erreichen. Dafür hat der Hersteller „GameTime“ integriert, um diese freizuschalten. Nur ist die verbaute GPU, Adreno 810, meist zu schwach, um diese hohen Bildwiederholraten zu erreichen.
System
Da Android 17 schon vor der Tür steht und auf einigen wenigen Geräten wie dem Google Pixel 11 bereits verfügbar ist, setzt der Hersteller beim Edge 70 Plus noch auf Android 16 mit dem Überzug Moto UI. Diese Oberfläche setzt hauptsächlich im optischen Bereich auf Abgrenzung zu Stock-Android, bleibt im Funktionsumfang aber recht nah daran. Dazu gibt es die üblichen Gesten bei Motorola, die im Alltag praktisch sein können. So aktiviert etwa eine schnelle Hackbewegung die Taschenlampe. Leider verzichtet der Hersteller nicht auf Bloatware im Auslieferungszustand, die ihr aber problemlos deinstallieren könnt.
- “Installationsvorschläge”
- Bloatware
AI macht auch bei Motorola nicht Halt und der Hersteller nennt seine Kreation Moto AI. Nur der Mehrwert erschließt sich nicht wirklich, denn mit Gemini ist das Google-eigene Produkt ebenfalls installiert, das euch deutlich mehr bietet. Während des Testzeitraumes lief das System stabil und ohne Abstürze. Sämtliche Menüpunkte sind in deutscher Sprache verfügbar und das System wirkt aufgeräumt und in sich konsistent, anders als ihr das vielleicht von Nothing OS kennt. Regelrecht genervt haben im Testzeitraum die Installationsvorschläge. Trotz Ablehnung fragte das System zwei weitere Male, ob ich nicht Opera oder Perplexity installieren möchte. Bei den Updates hängt Motorola weiterhin hinterher und bietet für das Edge 70 Plus drei große Android-Updates und fünf Jahre Sicherheitsupdates. Somit ist mit Android 19 und 2031 Schluss mit weiteren Updates. Hier bietet die Konkurrenz einfach mehr.
Kamera des Motorola Edge 70 Plus
Das Motorola Edge 70 Plus spart sich zusätzliche Kameras, was in dem Preisbereich schwer zu erklären ist. Verbaut ist eine 200-Megapixel-Hauptkamera mit optischer Stabilisierung, aber eine Ultraweitwinkelkamera oder Zoomkamera fehlen komplett. Die mikrige 2-Megapixel-Makrokamera hätte sich der Hersteller sparen können.
- Hauptkamera: 200MP (Samsung Isocell HP5), f/1,8, 1/1.56 Zoll, Autofokus, OIS, EIS
- Makrokamera: 2MP, f/2,4
- Frontkamera: 32MP (OmniVision OV32), f/2,0, AF, EIS
Zwar versucht der Hersteller, diesen Malus mit einer umfangreichen Kamera-Software auszugleichen, aber 200 Megapixel werden auch in der Mittelklasse geboten. So gibt es das übliche Pixel-Binning, RAW-Support und KI-generierte Farbprofile. So wechselt ihr zwischen einem natürlichen und einem lebhaften Farbstil.
Hauptkamera
- 2x Zoom
- 4x Zoom
- 30x Zoom
- 4 x Zoom
Die Hauptkamera des Motorola Edge 70 Plus ist überraschend stark und setzt ihre theoretische Leistung gut um. Die Aufnahmen überzeugen bei Helligkeit und Kontrast. Auch im Gegenlicht gelingen tolle Aufnahmen und die Kantenglättung ist mehr als solide. Ein richtiges zweites Farbprofil existiert nicht, aber auch im Standardprofil überzeugen die Farben. Motorola stellt euch eine Art KI-Farbprofil zur Verfügung, das anhand eurer Einstellungen die Farbdarstellung anpasst. Eine nette Spielerei, aber überflüssig.
Die Aufnahmen sind durchweg scharf und zeigen eine Vielzahl von Details. Die Software bietet eine 2-fache und eine 4-fache digitale Vergrößerung. Insbesondere der 2-fache Zoom ist brauchbar, der 4-fache Faktor ist schon mit Qualitätseinbußen verbunden. Der maximale Zoomfaktor von 30x ist nur theoretisch sinnvoll. So wird die fehlende Telephotokamera zumindest teilweise ausgeglichen. Ein Zugriff auf alle 200 Megapixel ist möglich, lässt aber die Dateigröße unnötig anschwellen. Im Pro-Modus könnt ihr die Aufnahmen auch im RAW-Modus speichern. Schnappschüsse mit der Kamera sind möglich, solange die App schon geöffnet ist. Der Fokus wurde im Test unter allen Bedingungen zügig gefunden.
Nachtaufnahmen
- 2x Zoom
- 4x Zoom
Auch in der Nacht präsentiert sich das Motorola Edge 70 Plus entsprechend stark. Die Software wechselt automatisch in den Nachtmodus und passt den Belichtungsmodus entsprechend an. Leider ist die optische Stabilisierung nicht perfekt und es können verwackelte Aufnahmen entstehen, vornehmlich wenn ihr den Zoom nutzt. Der Kontrast und auch der Dynamikumfang sind ohne Tadel. Externe Lichtquellen werden gut in die Aufnahmen eingebunden, bei stimmigen und neutralen Farben. Ein eventuelles Bildrauschen eliminiert die Software gut.
Makrokamera
Obwohl die Makrokamera nur 2 Megapixel besitzt und wir diese in der Vergangenheit oft genug kritisiert haben, gehört sie zu den Besseren. Die Aufnahmen sind brauchbar, auch wenn die Bildgröße klein ist und daher auch wenig Details geboten werden. Die Helligkeit ist gut und auch die Schärfe der Aufnahmen stimmt. Auch die Farben gehen in Ordnung.
Portraits
- 24mm
- 50mm
Bei den Portraitaufnahmen macht das Motorola Edge 70 Plus dagegen keine gute Figur, was vordergründig an den Farben liegt. Diese sind zu knallig und lassen die Bilder unnatürlich wirken. Auch die Hautfarbe ist zu stark ausgeprägt. Ebenso ist die Belichtung nicht fehlerfrei. Zumindest passen der Fokus und die Schärfe der Aufnahmen. Der Bokeh-Effekt ist ein wenig zu grob und hätte gerne fließender sein dürfen.
Selfies
Ein gutes Bild liefert dagegen wieder die Frontkamera, mit angenehm scharfen Aufnahmen und einer natürlichen Hautfarbe. Auch die Belichtung ist stimmig. So reiht sich das Motorola Edge 70 Plus in die gute Edge-70-Reihe ein, in der bisher alle Frontkameras überzeugen konnten.
Videos
Bei Videos seid ihr mit beiden Kameras auf 4K und 30fps beschränkt, was eher für ein Mittelklasse-Smartphone spricht. Die Qualität der Aufnahmen ist trotzdem gut und die elektronische Stabilisierung gleicht Bewegungen gut aus. Die Tonqualität ist trotz Wind astrein und auch der Fokus wird sicher gefunden und gehalten. Nur bei schnellen Schwenks kommen beide Sensoren ins Straucheln.
Fazit zur Kamera
Die Hauptkamera des Motorola Edge 70 Plus ist ohne jeden Zweifel stark aufgestellt, trotzdem vermisst ihr eine Ultraweitwinkelkamera, zumal das Kameraplateau Platz dafür hätte. Noch besser wäre eine Telephotokamera statt der Makrokamera gewesen, aber das bietet erst das Edge 70 Pro. So seid ihr in der Auswahl eingeschränkt und solltet euch eher bei der Konkurrenz umsehen, falls ihr gerne Aufnahmen mit dem Smartphone macht.
Konnektivität und Kommunikation
Alles, was das Motorola Edge 70 Fusion kann, kann das Edge 70 Plus auch. Allerdings muss die zweite SIM-Karte als eSIM eingerichtet werden. Eine zweite physische SIM-Karte wird nicht unterstützt. Natürlich funkt das Smartphone sowohl im 4G- als auch im 5G-Netz und die Frequenzen sind für den deutschen Raum vollkommen ausreichend. Der Test fand im O2-Netz statt, dort überzeugt das Gerät mit einem guten Empfang. Voice over LTE und Voice over WiFi sind im System integriert und verbessern die Sprachqualität für Telefonate. Die Verständlichkeit während des Telefonates war ausgezeichnet, solange ihr euch in einer ruhigen Umgebung aufhaltet. Straßenlärm konnte nicht vollständig eliminiert werden. Die SAR-Werte betragen 0,99W/kg Kopf und 1,49W/kg Körper.
- 4G: 1/2/3/5/7/8/20/26/28/32/34/38/40/41/42/71
- 5G: n1/n3/n5/n7/n8/n20/n26/n28/n38/n40/n41/n71/n75/n77/n78
In den heimischen Wänden funkt das Smartphone mit maximal WiFi 6E, das mit einer guten Reichweite und stabilen Datenraten punktet. Auch nach drei Wänden vom Router war die Übertragungsrate hervorragend. Mit Bluetooth 6.0 bietet das Smartphone einen modernen Standard, und Kopfhörer sowie andere Geräte ließen sich problemlos koppeln. aptX und LDAC unterstützt das Motorola Edge 70 Plus ebenfalls, sodass ihr Musik nahezu verlustfrei hören könnt.
Bei der Navigation ist das Smartphone durch den Snapdragon-Chip auf 3 Meter Genauigkeit begrenzt, aber schon in Fensternähe gelang die Standortbestimmung und auch hier punktet das Gerät mit einem astreinen Empfang. Ein wenig mager ist hingegen der Stereolautsprecher, der zwar recht laut ist, bei höheren Lautstärken aber blechern klingt. Insbesondere den Tiefen fehlt es an Volumen. Das NFC hat im Test tadellos funktioniert und Motorola hat dem Plus-Gerät die übliche Armada an Sensoren spendiert, inklusive eines E-Kompasses. Insofern kann das Smartphone den Teilbereich Konnektivität solide abschließen.
Akkulaufzeit des Motorola Edge 70 Plus
Das Motorola Edge 70 Plus ist mit einem 6.500mAh großen Akku ausgestattet und Motorola spart sich anders als beim 70 Fusion zwei Versionen. Damit ist das Smartphone solide aufgestellt und zwei Tage Nutzung sind locker möglich. Die Benchmark-Ergebnisse geben den realen Wert nur unzureichend wieder. So musste ich mit rund 6 Stunden Screentime pro Tag das Edge 70 Plus nach dem zweiten Tag laden. Beeindruckend war der geringe Stand-by-Verbrauch von lediglich 1 bis 2% in der Nacht. Eine Stunde YouTube belastet den Akku mit 5 Prozent.
Beim Laden macht das Motorola Edge 70 Plus einen Schritt zurück und kann maximal mit 45 Watt geladen werden. Dazu benötigt ihr ein passendes Netzteil mit USB-Power-Delivery. So vergehen 71 Minuten, bis das Smartphone wieder vollständig geladen ist. Kabelloses Laden, das es in den vergangenen Generationen der Edge-Serie häufiger gab, fehlt hier. Aber Reverse-Laden von Bluetooth-Kopfhörern oder anderen Gadgets unterstützt das Edge 70 Plus. Trotzdem ist für ein Smartphone, das rund 500€ kostet, die Ausstattung eher mau.
Testergebnis
Am Ende des Tests fällt die Einordnung des Motorola Edge 70 Plus nicht schwer. Ein Plus ist dieses Modell definitiv nicht, es ist eher das Einstiegsmodell der Edge-70-Reihe. Denn zur Wahrheit gehört auch, dass es mit dem Redmi Note 14 Pro+ (zum Test) vor 18 Monaten schon ein ähnliches Modell gab, zwar mit kleinerem Akku, aber besserer Ausstattung. Und das preiswerte Edge 70 Fusion (zum Test), das wir vor kurzer Zeit testen durften, hat eine Ultraweitwinkelkamera, eine bessere Zertifizierung gegen Wasser, lädt schneller und liegt nur bei der Akkugröße zurück. Insofern muss das Plus-Modell ordentlich im Preis sinken, denn die unverbindliche Preisempfehlung von 599€ ist einfach absurd. Rein von der Leistung gehört dieses Smartphone eindeutig in die Mittelklasse. So sprechen vorrangig die gute Anzeige und der microSD-Slot zur Erweiterung des Speichers für das Smartphone. In allen anderen Dingen liegt es hinter der Konkurrenz, auch wenn die Hauptkamera wirklich solide Ergebnisse liefert. Echte Motorola-Fans sollten eher Richtung des Pro-Modells (zum Test) schielen oder, wenn es noch leichter und dafür kleiner sein darf, ist auch das normale Edge 70 (zum Test) eine gute Wahl. Abseits von Motorola geht unsere Empfehlung zum Realme 16 Pro+ (zum Test) oder, wenn ihr Wert auf Leistung legt, zum Poco X8 Pro (zum Test) oder Pro Max (zum Test). Sollte der Preis auf unter 350 € sinken, dann sollte das Motorola Edge 70 Plus eure Beachtung finden, falls ihr auf eine gute Hauptkamera und Anzeige Wert legt.
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Motorola Phones in allen Ehren, aber dass sie die Update-Politik und Gesetzesvorgaben der EU so auslegen, dass sie massiv zum Nachteil der Kunden sind, ist für mich das No-Go schlechthin. Nein danke.