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Mould King 13197 The Flying Dutchman im Test: Riesiges Piratenschiff aus Klemmbausteinen

Getestet von TomG am
Vorteile
  • mehrere Bauabschnitte
  • sehr gute Qualität der Steine
  • sehr gute Klemmkraft
  • gute Anleitung in Papier
  • geringer Preis pro Teil
Nachteile
  • nicht modular
  • wenig Details
Mould King 13197 The Flying Dutchman mit Verpackung
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Mit über 4.400 Teilen und einer Länge von 84 Zentimetern gehört der Mould King 13197 „The Flying Dutchman“ zu den ganz großen Klemmbaustein-Schiffen. Mould King selbst ruft für das Set 160€ auf, bei Amazon ist es immer mal wieder für um die 130€ zu haben.

Mould King 13197 The Flying Dutchman fertig aufgebaut in der Seitenansicht

Wir haben den fliegenden Holländer in rund zehn Stunden aufgebaut. Wie gut Verpackung, Anleitung, Steine und Bauspaß beim großen Geisterschiff ausfallen, lest ihr in diesem Test.

Hardfacts Daten
Hersteller Mould King
Name des Sets „The Flying Dutchman“ (Der fliegende Holländer)
Set-Nummer 13197
Anzahl der Teile 4.459+
Preis Hersteller Mould King 162€ (Stand: 09/2026)
Altersangabe 14+
Gewicht 3,5kg (aufgebautes Set)
Grundfläche Länge 84cm, Breite 31cm, Höhe 58cm
Aufbauzeit ca. 10 Stunden

Unboxing & erster Eindruck

Die Verpackung selbst ist eher düster und nicht sehr einladend gestaltet. Auf der Vorderseite ist das Schiff glänzend im Meeressturm abgebildet. Dass in diesem Karton ein wahrhaftig großes Schiff steckt, lässt sich auf den ersten Blick nicht erahnen. Es sei denn, ihr schaut auf die Teilezahl: 4.459 Teile.

Funfact: Je nach Händler findet ihr unterschiedliche Teileangaben, häufig sind es 4.364. Auf unserem Karton stehen 4.459+ Teile. Zudem gab es mit dem 13138 ein kleineres Vorgängermodell mit rund 3.650 Teilen, das in manchen Shops unter gleichem Namen läuft.

Das ist schon eine Hausnummer und verspricht langen Bauspaß. Auf der Rückseite ist das Schiff aus einer anderen Perspektive abgebildet, dazu kommen drei vergrößerte Teilausschnitte. Doch spannender sind die Abmessungen im vierten Bild rechts unten: 84cm Länge, 31cm Breite und 58,6cm Höhe. Mit dieser Größe passt das Schiff nicht in eine normale Vitrine.

Öffnet ihr den Karton, schlägt das Klemmbausteinherz schneller. Denn der Karton ist bis zum Anschlag mit Teiletüten gefüllt, mehr passt da nicht hinein. Von anderen großen Herstellern kenne ich deutlich größere Kartons mit spürbar mehr Luft. Für mich ist es eine große Freude, den Karton so voll zu sehen. Das fertige Schiff bringt stolze 3,5kg auf die Waage. Die Tüten sind nach 12 Bauabschnitten nummeriert, und eine gedruckte Anleitung liegt ebenfalls bei, was ich persönlich sehr gut finde. Somit steht dem Bauspaß nichts mehr im Wege.

Anleitung

Die Anleitung liegt als kleines Buch in Papierform bei. Schön ist, dass die benötigten Teile angegeben und teilweise in Originalgröße dargestellt werden. Bei einer Platte wird die Anzahl der Noppen direkt angezeigt, dadurch entfällt händisches Nachzählen. Wo die Teile verbaut werden, seht ihr an der runden Umrandung. Von anderen Herstellern kenne ich es, dass bereits verbaute Teile leicht transparenter erscheinen, um das Ganze übersichtlicher zu machen. Das fehlt hier leider. Die Anleitung ist in 12 Abschnitte aufgeteilt. Jeder Bauabschnitt benötigt ca. 45 Minuten, wobei ich das Bauen genieße und keinen Bausprint hinlegen möchte. Am Ende der Anleitung vermisse ich eine Übersicht aller Klemmbausteine, die im Set verbaut werden. Die Farben in der Anleitung weichen von den Farben der Klemmbausteine ab. Das kenne ich leider auch von anderen Herstellern. Beim Bauen müsst ihr daher genau darauf achten, welche braune Fliese ihr nehmt.

Die Klemmbausteine

Die Qualität der normalen Klemmbausteine ist sehr hoch (es sind GoBricks-Steine). Sie haben fast alle eine ordentliche Klemmkraft, und Farbabweichungen gibt es kaum. Die Ausnahme sind ein paar Sonderteile. Einige Sonderteile setzt ihr zudem aus mehreren Elementen selbst zusammen. Die Farbabweichungen spielen in diesem Set keine große Rolle, da die Teile zum Schluss nicht mehr sichtbar sind.

Die Pin-Verbinder bei den selbst gebauten Kanonen haben eine zu schwache Klemmkraft. Während des Aufbaus hat sich einer bei mir gelöst, und ich kann nicht mehr zuordnen, wo das passiert ist, da ich an die Stelle nicht mehr herankomme.

Habt ihr ein Teil falsch zusammengesteckt, lässt es sich wieder lösen, jedoch nicht mit dem mitgelieferten Teiletrenner. Zwei flache Klemmbausteine bekommt ihr damit nicht auseinander. Dafür lassen sie sich mit ihm mit Schlagkraft befestigen.

Im Set gibt es weder bedruckte Teile noch Aufkleber.

Bauspaß

Es macht unfassbar viel Spaß zu sehen, wie das Schiff an Größe gewinnt. Im ersten Bauabschnitt entsteht ein Großteil des Rumpfes. Dafür werden große Sonderteile verwendet, was ich sehr begrüße, da das Schiff dadurch an Stabilität gewinnt. In anderen Sets habe ich mich durch aufwändige, langweilige Grundplatten gequält.

Teilweise müsst ihr beim Bauen darauf achten, an welcher Stelle ihr das Schiff anfasst, um nicht versehentlich bereits verbaute Klemmbausteine zu lösen oder das Schiff zum Kippen zu bringen. Mit ein bisschen Übung gelingt das aber gut. Beim Bau fällt jedoch schnell auf, dass dies ein Displayset ist und nichts für detailverliebte Klemmbausteinliebhaber. Es ist einfach Masse und im Detail leider keine Klasse. Das Heck glänzt innerlich vor Leerstand. Hier hätte gut die Kajüte des Kapitäns entstehen können, stattdessen bleibt nur ein leerer Raum. Vielleicht soll das als Geheimversteck für den eigenen Schatz dienen 😉. Für modular gewöhnte Klemmbausteinbauer ist das natürlich eine Enttäuschung. Hier bleibt viel Potential ungenutzt.

Der Sage nach soll die Besatzung des fliegenden Holländers nicht sichtbar sein. Passend dazu enthält das Set keine Figuren. Über einen Geisterkapitän hätte ich mich dennoch gefreut. Das Set ist an der einen oder anderen Stelle etwas kniffelig zu bauen, was aber immer gut lösbar ist. Der vorletzte Bauabschnitt mit der Schnur hat mir persönlich keinen Spaß gemacht. Zwischenzeitlich habe ich überlegt, die Schnüre mit den Knoten wegzulassen, aber genau diese Schnüre machen das Schiff optisch erst komplett. Im letzten Bauabschnitt entsteht ein Podest, auf das ihr das Schiff setzt. Am Ende bleiben wenige Teile übrig.

Das fertige Schiff ist sehr imposant und begeistert durch seine Größe.

Bilder vom fertigen Schiff

Testergebnis

Getestet von
TomG

Wer Bock hat, ein richtig großes Schiff mit 38 Kanonen zu bauen, ist beim Mould King 13197 genau richtig. Der Bauspaß ist hoch, die Steine überzeugen mit guter Qualität und Klemmkraft, und die gedruckte Anleitung führt verständlich durch die zwölf Bauabschnitte. Am Ende steht ein 84 Zentimeter langes Geisterschiff, das in jedem Raum Blicke auf sich zieht.

Klar ist aber auch: Das ist ein Display-Set. Wer Wert auf Details legt und liebevoll ausgestattete Innenräume erwartet, wird hier enttäuscht. Das leere Heck zeigt, wie viel Potenzial verschenkt wurde. Wer lieber ein Set mit Licht und Effekten möchte, wirft einen Blick auf unseren Test des Lumibricks Game Stack 17005 oder das blinkende DJ-Pult von Pantasy.

Mir persönlich hat der Aufbau trotzdem sehr viel Freude gemacht. Mit rund 3 Cent pro Teil ist das Preis-Leistungs-Verhältnis für ein Set dieser Größe hervorragend. Wer ein imposantes Schaustück sucht, bekommt hier viel Schiff fürs Geld.

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