| CPU | Snapdragon 8 Elite Gen 5 - 2 x 4,6GHz + 6 x 3,6 GHz |
|---|---|
| RAM | 12GB RAM, 16GB RAM |
| Speicher | 1 TB, 256GB, 512GB |
| GPU | Adreno 840 |
| Display | 2608 x 1200, 6,9 Zoll 185Hz (AMOLED) |
| Betriebssystem | HyperOS - Android 16 |
| Akkukapazität | 8050mAh |
| Ladegeschwindigkeit | 100 Watt, 50 Watt (kabellos) |
| Speicher erweiterbar | Nein |
| Hauptkamera | 200MP + 50MP (dual) + 50MP (triple) |
| Frontkamera | 32MP |
| USB-Anschluss | USB-C 3.1 (10GBit/s) |
| Kopfhöreranschluss | Nein |
| Entsperrung | Fingerabdruck, Face-ID |
| 4G | 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 18, 19, 20, 26, 28, 66, 38, 40, 41 |
| 5G | 1, 2, 3, 5, 7, 8, 20, 28, 38, 40, 41, 66, 77, 78 |
| NFC | Ja |
| SIM | Dual - nano, eSIM |
| Gewicht | 235g |
| Maße | 164 x 77,9 x 8,7mm |
| Antutu (v11) | 3358067 |
| Benachrichtigungs-LED | Ja |
| Updatezeitraum | 4 Jahre (Android) + 6 Jahre (Sicherheit) |
| Hersteller | Xiaomi |
| Getestet am | 12.10.2026 |
Das Poco F8 Ultra war das günstigste Smartphone mit waschechter High-End-Ausstattung auf dem deutschen Markt. Bei AliExpress-Sales waren regelmäßig Preise von rund 500€ möglich. Nun soll das Poco F9 Ultra seine Nachfolge antreten.
Die größte Neuerung ist der riesige Akku mit 8.050 statt 6.500mAh. Zudem erreicht das Display nun 185Hz. Aber es ist nicht alles besser geworden: So fällt etwa der Sensor der neuen 200MP-Hauptkamera kleiner aus. In diesem Test klären wir, ob das Poco F9 Ultra ein würdiger Nachfolger des Poco F8 Ultra (zum Test) ist.
Bevor wir mit dem Test starten, noch ein Wort zum Preis. Zum Marktstart verlangt Xiaomi satte 1.100€ für das Poco F9 Ultra. Solche Preise sind natürlich Bauernfängerei. Erfahrungsgemäß dürfte das Gerät schon zeitnah für rund 600€ erhältlich sein. Auf dieser Basis bewerten wir es auch.
Dass wir solche Dinge offen ansprechen und Probleme wie den Fokus-Bug nicht unter den Teppich kehren, ist vermutlich auch der Grund, warum Xiaomi uns keine Testgeräte mehr zur Verfügung stellt, uns zu keinem Launch einlädt und keine Vorabinformationen mehr schickt. Dieser Testbericht erscheint daher später als bei den meisten anderen Technik-Magazinen.
Starten wir also mit dem wahrscheinlich ehrlichsten Poco F9 Ultra Test.
![]() Poco F8 Ultra |
![]() Poco F9 Ultra |
![]() Poco F9 Pro |
|
| Größe | 163,3 x 77,8 x 8,3mm | 164 x 77,9 x 8,7mm | 157 x 75,3 x 8,8mm |
| Gewicht | 220g | 235g | 206g |
| CPU | Snapdragon 8 Elite Gen 5 - 2 x 4,6GHz + 6 x 3,6 GHz | Snapdragon 8 Elite Gen 5 - 2 x 4,6GHz + 6 x 3,6 GHz | Snapdragon 8 Elite Gen 5 - 2 x 4,6GHz + 6 x 3,6 GHz |
| RAM | 12 GB RAM, 16 GB RAM | 12 GB RAM, 16 GB RAM | 12 GB RAM |
| Speicher erweiterbar | Nein | Nein | Nein |
| Display | 2608 x 1200, 6,9 Zoll 120Hz (AMOLED) | 2608 x 1200, 6,9 Zoll 185Hz (AMOLED) | 2510 x 1156, 6,6 Zoll 185Hz (AMOLED) |
| Betriebssystem | Android 16, HyperOS | Android 16, HyperOS | Android 16, HyperOS |
| Akku |
6500 mAh (100 Watt)
kabelloses Laden |
8050 mAh (100 Watt)
kabelloses Laden |
6330 mAh (100 Watt)
kabelloses Laden |
| Kameras | 50 MP + 50MP (dual) + 50MP (triple) | 200 MP + 50MP (dual) + 50MP (triple) | 200 MP + 50MP (dual) + 8MP (triple) |
| Frontkamera | 32 MP | 32 MP | 32 MP |
| Anschlüsse | USB-C 3.0 (5GBit/s), Dual-SIM | USB-C 3.1 (10GBit/s), Dual-SIM | USB-C 2.0 (480MBit/s), Dual-SIM |
| Entsperrung | Fingerabdruck, Face-ID | Fingerabdruck, Face-ID | Fingerabdruck, Face-ID |
| Empfang |
5G: n1, n3, n5, n7, n8, n20, n28, n38, n40, n41, n66, n77, n78 4G: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 18, 19, 20, 26, 28, 66, 38, 40, 41 |
5G: n1, n2, n3, n5, n7, n8, n20, n28, n38, n40, n41, n66, n77, n78 4G: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 18, 19, 20, 26, 28, 66, 38, 40, 41 |
5G: n1, n2, n3, n5, n7, n8, n20, n28, n38, n40, n41, n66, n77, n78 4G: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 18, 19, 20, 26, 28, 66, 38, 40, 41 |
| Zum Testbericht | Zum Testbericht |
Design und Verarbeitung
Das Poco F9 Ultra ist ein großer und schwerer Brocken. Wer ein handliches Smartphone sucht, kann hier direkt aufhören zu lesen. Mit 164 x 77,9 x 8,7 Millimeter und 235 Gramm fällt es etwas größer, dicker und spürbar schwerer aus als das Poco F8 Ultra mit 163 x 77,8 x 8,3 Millimeter und rund 220 Gramm.
Der Rahmen besteht aus Aluminium, für die Rückseite verwendet Poco glasfaserverstärkten Kunststoff. Das bewerten wir ausdrücklich als Nachteil gegenüber dem Vorgänger, denn es handelt sich hierbei haptisch einfach um Plastik. Das eigentlich für Mittelklasse-Smartphones gedachte Gorilla Glass 7i schützt das Display. Unser schwarzes EU-Testgerät sieht schlicht aus, alternativ gibt es eine dunkelrote Version. Die auffällige blaue Denim-Rückseite des Vorgängers ist aus der Auswahl verschwunden. Schade!
Die Kamerainsel zieht sich über die gesamte Breite der Rückseite. Neben den Kameras sitzt der Subwoofer des 2.1-Soundsystems mit dem Schriftzug „Sound by Bose“. Um ihn verläuft ein LED-Ring, der als Benachrichtigungslicht dient, sich in der Helligkeit regeln lässt und passend zur Musik pulsiert. Das ist ein nettes Detail, das der sonst schlichten Rückseite etwas Charakter gibt.
Dank IP68 übersteht das Gehäuse 30 Minuten in bis zu 1,5 Meter Wassertiefe. Den IR-Sender platziert Poco auf der Rückseite neben dem Blitz. Zum Entsperren nutzt ihr einen Ultraschall-Fingerabdrucksensor und Face-Unlock. Beides funktioniert im Test hervorragend.
Laut Hersteller überträgt der USB-C-Anschluss Daten mit bis zu 5Gbit/s, in Wirklichkeit erreicht er sogar 10Gbit/s. Einen externen Monitor könnt ihr direkt per USB-C anschließen, das Smartphone gibt das Bild problemlos aus.
Insgesamt stimmen Verarbeitung und Design, das hohe Gewicht ist der Preis für den großen Akku. Zudem ist das Downgrade auf eine Kunststoff-Rückseite schade, der Vorgänger hatte haptisch mehr zu bieten.
Lieferumfang des Poco F9 Ultra
In der Box der EU-Version findet ihr neben dem Smartphone:
- USB-A-zu-USB-C-Kabel
- transparente Schutzhülle
- SIM-Nadel
- Kurzanleitung
- Displayschutzfolie, ab Werk aufgebracht
Ein Netzteil legt Xiaomi nicht bei. Die Schutzhülle ist ziemlich billig.
Display des Poco F9 Ultra
Das AMOLED-Display misst riesige 6,9 Zoll und löst mit 2608 x 1200 Pixel auf. Daraus ergibt sich eine sehr scharfe Darstellung. Größe und Auflösung entsprechen exakt denen des Poco F8 Ultra. Auf LTPO verzichtet Poco erneut. Im Alltag läuft das Panel mit 120Hz und senkt die Rate bei Standbildern auf 60Hz, tiefer geht es ohne LTPO nicht. In unterstützten Spielen stehen zusätzlich 144Hz, 165Hz und 185Hz bereit. Das sind Zahlen fürs Datenblatt. Über 120Hz erkennt das menschliche Auge keinen Mehrwert.
Der echte Fortschritt liegt bei der Helligkeit. Wir messen eine Spitzenhelligkeit von 2.950 Lux. Das Poco F8 Ultra kam auf 2.000 Lux, das neue Modell leuchtet also fast 50 Prozent heller. Damit könnt ihr den Bildschirm selbst in praller Sonne problemlos ablesen.
Volle HDR-Unterstützung mit Dolby Vision und HDR10+ ist an Bord. Widevine L1 erlaubt die Wiedergabe geschützter Inhalte in hoher Auflösung. DC-Dimming reduziert das Flimmern bei niedriger Helligkeit. Ab Werk nutzt das Display das Farbschema „Originalfarbe PRO“ mit natürlicher Abstimmung. Für kräftigere Farben wechselt ihr auf „Lebendig“.
Insgesamt kombiniert das Poco F9 Ultra eine scharfe und natürliche Darstellung mit einer außergewöhnlich hohen Helligkeit. Hier gibt es nichts auszusetzen.
Leistung
Verbaut ist der im 3-Nanometer-Verfahren gefertigte Snapdragon 8 Elite Gen 5. Es handelt sich exakt um denselben Chip wie im Poco F8 Ultra. Mehr Leistung gibt es also nicht, wobei das auch nicht nötig ist.
Die Benchmark-Ergebnisse fallen etwas schlechter aus als beim Vorgänger. Selbst im besten unserer drei Geekbench-6-Läufe liegt das Poco F9 Ultra rund 6 bis 8 Prozent hinter dem F8 Ultra. Das Xiaomi 17 Ultra, das Xiaomi 17 und das Galaxy S26 Ultra bewegen sich mit demselben Prozessor im gleichen Feld. Im Alltag spürt ihr davon nichts. Apps öffnen ohne Wartezeit und das System reagiert immer zügig.
Unser Testgerät kombiniert 12GB LPDDR5X-Arbeitsspeicher mit 256GB UFS-4.1-Speicher. Die größeren Versionen bringen 16GB RAM sowie 512GB oder 1TB Speicher mit. Beim Lesen erreichen wir 4.277MB/s, beim Schreiben 3.981MB/s. Das liegt praktisch auf dem Niveau des F8 Ultra mit 4.300 und 4.200MB/s. Eine Speicherkarte könnt ihr nicht einsetzen.
Ab Werk erweitert das System den Arbeitsspeicher auf dem Papier um 8GB. Dafür reserviert es einen Teil des viel langsameren Flash-Speichers. Die echten 12GB RAM reichen locker aus, deshalb schaltet ihr diese Funktion besser ab.
Die Kühlung ist eine Schwachstelle. Im 30-minütigen CPU-Test hält der Prozessor anfangs rund 85 bis 90 Prozent seiner Spitzenleistung und sinkt dann auf knapp 80 Prozent. Ab etwa Minute 17 schwankt er zwischen 35 und 90 Prozent. Bei einem zehnminütigen Geekbench-Lauf erwärmt sich der Akku von knapp 30 auf fast 38 Grad.
Im Grafiktest sinkt die Leistung über 20 Runden gleichmäßig um 29 Prozent. Harte Einbrüche in einzelnen Runden bleiben aus. Das entspricht fast genau dem Wert des F8 Ultra mit rund 30 Prozent.
Die Leistungsreserven reichen für jedes aktuelle Spiel auch mit hohen Einstellungen. Wer nur gelegentlich spielt, muss sich deshalb keine Sorgen machen. Anspruchsvolle Smartphone-Gamer dürften das deutliche Thermal Throttling bei langen Sitzungen aber in ein paar Jahren zu spüren bekommen. Für alle anderen Nutzer ist es egal.
Das Poco F9 Ultra ist ein pfeilschnelles Smartphone und kennt Wartezeiten in der Alltagsnutzung kaum.
System
Auf dem Poco F9 Ultra laufen Android 16 und HyperOS 3. Xiaomi verspricht vier große Android-Updates sowie sechs Jahre Sicherheits-Patches.
Bei der vorinstallierten Software bleibt Xiaomi einer alten Unsitte treu. Elf Spam-Apps warten ab Werk auf euch: TikTok, Facebook, Instagram, Candy Crush Saga, Netflix, Spotify, AliExpress, WPS Office und drei Amazon-Apps. Dazu kommen der Mi Browser und der Xiaomi-App-Store GetApps, der sich auf dem Startbildschirm direkt mit neun Benachrichtigungen meldet. Das ist bei einem Smartphone dieser Preisklasse schon frech. Mit unseren Anleitungen räumt ihr das System auf:
„HyperConnect“ verbindet das Smartphone mit Windows-PCs, Macs, iPhones und iPads. So tauscht ihr Dateien aus oder übertragt den Bildschirm. „Hyper Island“ zeigt Live-Informationen rund um die Frontkamera. Gemini und „Circle to Search“ sind ebenfalls integriert.
Insgesamt bietet HyperOS 3 viele Funktionen und einen langen Update-Zeitraum, startet aber mit viel unnötiger Software und aufdringlichen Benachrichtigungen.
Kamera des Poco F9 Ultra
Beim F8 Ultra machte die Kamera einen großen Schritt nach vorn. Nun erhöht Xiaomi die Auflösung der Hauptkamera von 50 auf 200 Megapixel, verkleinert gleichzeitig aber den Sensor. Neu bedeutet hier nicht unbedingt besser. Die Fotos bleiben stark, bei der Qualität gibt es gegenüber dem Vorgänger aber keinen Fortschritt.
Kamera-Setup
- Hauptkamera: 200 Megapixel, f/1.68, 1/1.56 Zoll, 24mm, Autofokus, OIS
- Telekamera: 50 Megapixel, f/3.0, 1/2.76 Zoll, 120mm, Autofokus, OIS, 5-fach-Zoom
- Ultraweitwinkel-Kamera: 50 Megapixel, f/2.4, 1/2.88 Zoll, 17mm, fester Fokus
- Selfie-Kamera: 32 Megapixel, f/2.2, 1/3.4 Zoll, fester Fokus
Der Hauptsensor misst 1/1.56 Zoll statt 1/1.31 Zoll beim F8 Ultra. Das sind rund 30 Prozent weniger Sensorfläche, damit landet die Hauptkamera wieder auf dem Niveau des Poco F7 Ultra (zum Test) mit 1/1.55 Zoll. Noch deutlicher wird die Sache im Vergleich zum F9 Pro: Das teurere Ultra nutzt exakt dieselbe Hauptkamera wie das günstigere Pro-Modell. Telekamera und Ultraweitwinkel-Kamera bleiben in derselben Größenklasse wie beim Vorgänger. Das Xiaomi 17T Pro setzt dagegen auf einen größeren 1/1.3-Zoll-Hauptsensor und ebenfalls auf eine 5-fach-Telekamera. Mehr Megapixel garantieren keine besseren Fotos.
Hauptkamera Tageslicht
Bei Tageslicht zeichnet die Hauptkamera sehr viele Details auf. Laub und Backsteinfugen bleiben selbst in der 100-Prozent-Ansicht scharf.
Die Abstimmung fällt kräftig und eher warm aus. Gelbe Fassaden, sattes Grün und Herbstlaub leuchten, während die Software Schatten stark aufhellt. Das ergibt helle und lebhafte Bilder. An bewölkten Tagen geht dabei teilweise die Zeichnung in den Wolken verloren. Das Poco F9 Pro nimmt an denselben Motiven praktisch identische Bilder auf.
Hauptkamera Nachtaufnahmen
Nachts hellt das Poco deutlich auf, ohne Fassaden ihrer Details zu berauben. Türlampen und beleuchtete Fenster bleiben erkennbar und brennen nur selten aus. Das gelingt dem Ultra an denselben Motiven besser als dem Poco F9 Pro.
Das Poco zeichnet nachts wärmer und macht aus dunklen Schatten sichtbar hellere Flächen. Feine Strukturen könnten schärfer sein. Gefällige Nachtbilder bekommt ihr trotzdem.
Ultraweitwinkel-Kamera
Mit 17mm erfasst die Ultraweitwinkel-Kamera weniger von der Szene als das Poco F9 Pro mit 15mm. Tagsüber passen die Farben gut zur Hauptkamera, helle und dunkle Bereiche wirken ausgewogen. In der Bildmitte bleiben viele feine Strukturen erhalten. Gegen die einfache 8MP-Ultraweitwinkel-Kamera des F9 Pro gewinnt das Ultra klar.
Auch nachts sehen die Bilder in der Gesamtansicht überraschend hell und brauchbar aus. Lampen bleiben kontrolliert. In der Vergrößerung verschmelzen feine Strukturen allerdings zu weichen Flächen. Da ein Autofokus fehlt, könnt ihr mit dieser Kamera keine Makrofotos aufnehmen.
Zoom-Aufnahmen
Die Telekamera mit 120mm liefert tagsüber scharfe Bilder mit kräftigen Farben und gutem Kontrast. Das Poco F9 Pro zoomt lediglich 2,5-fach mit 60mm und kann bei weit entfernten Motiven nicht mithalten.
Bei Nacht bleiben die Zoom-Aufnahmen brauchbar, zeigen aber sichtbare Glättung. Blattwerk vor dunklem Himmel sieht teilweise wie gemalt aus. In vier von zehn dunklen Szenen wechselt die Kamera-App bei 5-facher Vergrößerung auf einen Ausschnitt der Hauptkamera. Dann verschwimmen feine Details deutlich stärker. Das Foto der Litfaßsäule mit den Plakaten in der Galerie ist so ein Ausschnitt der Hauptkamera.
Porträt
Der Porträtmodus bietet zwei Stufen mit 48mm und 120mm. Die Freistellung gelingt sauber, selbst an den Ohren vor hellem Himmel entstehen keine auffälligen Fransen. Hauttöne erscheinen natürlich und warm. Poren und Fältchen bleiben sichtbar, einen starken Weichzeichner setzt Poco nicht ein. Mit der Telekamera verschwimmt der Hintergrund besonders kräftig.
Selfies
Die Selfie-Kamera löst mit 32MP auf und hat einen festen Fokus. Auf Armlänge trefft ihr den scharfen Bereich. Hauttöne wirken natürlich, und auch mit Bäumen und Himmel im Hintergrund bleibt das Gesicht richtig belichtet. In der Vergrößerung schärft die Software stark nach, wodurch die Haut etwas kratzig aussieht. Das ist ein durchschnittliches Ergebnis.
Videos
Die Hauptkamera nimmt in 4K mit 60 Bildern pro Sekunde auf und liefert auch bei starkem Gegenlicht eine sehr schöne Qualität. Die Farben sind lebendig, aber noch realistisch. Dazu kommen viele Details, eine gute Schärfe und eine sehr ruhige Stabilisierung. Anders als beim Poco F9 Pro tritt beim Gehen kein Fokusstottern auf. Der ruhige Fokus ist bei Videos ein klarer Vorteil des Poco F9 Ultra gegenüber dem Pro-Modell.
Auch in 4K mit 60 Bildern pro Sekunde könnt ihr fließend zwischen allen rückseitigen Kameras wechseln. Die Ultraweitwinkel-Kamera ist etwas stärker gesättigt und erreicht qualitativ nicht das Niveau der Hauptkamera. Bei guten Lichtbedingungen sind ihre Aufnahmen aber in Ordnung.
Beim Zoomen wechselt das Smartphone bei 5-facher Vergrößerung auf die Telekamera. Deren Bild ist gut stabilisiert und bleibt ruhig, wenn ihr das Smartphone entsprechend stillhaltet. Die Qualität ist gut, erreicht aber nicht das Niveau der Telekameras echter High-End-Smartphones. Selbst eine 7-fache Vergrößerung ist noch brauchbar.
Die Selfie-Kamera nimmt lediglich in 4K mit 30 Bildern pro Sekunde auf. Warum hier keine 60fps möglich sind, ist nicht nachvollziehbar. Die Qualität und Darstellung sind gut, bei sehr viel Licht im Hintergrund kommt die Kamera aber an ihre Grenzen. Unter günstigeren Lichtbedingungen wirkt das Bild stimmig, und die Stabilisierung arbeitet sehr gut. Die Soundqualität des Mikrofon ist durch die Bank gut!
Zwischenfazit Kamera
Das Poco F9 Ultra hat eine gute Kamera. Bei der Hardware macht es gegenüber dem F8 Ultra aber keinen Schritt nach vorn. Der kleinere Hauptsensor liefert weiterhin detailreiche Bilder mit kräftigen Farben. Einen Grund zum Umsteigen bietet die Kamera nicht.
Konnektivität und Kommunikation
Das Poco F9 Ultra ist ein Dual-SIM-Smartphone mit zwei Slots für SIM-Karten, dazu kommt eSIM. Zwei SIM-Karten können gleichzeitig aktiv sein.
- 5G: n1/n2/n3/n5/n7/n8/n20/n26/n28/n38/n40/n41/n48/n66/n77/n78
- 4G (LTE): 1/2/3/4/5/7/8/18/19/20/26/28/38/40/41/42/48/66
VoLTE und WLAN-Anrufe unterstützt das Smartphone ebenfalls. Im 5G-Netz von O2 erreichen wir 342Mbit/s im Download und 61Mbit/s im Upload.
Das Poco funkt mit WiFi 7, verzichtet aber auf das 6-GHz-Band. Bei dem von Xiaomi angepeilten Preis sollte das nicht fehlen. Bluetooth 6.0 unterstützt aptX HD, aptX Adaptive, LDAC, LHDC sowie LE Audio mit LC3.
Dual-GPS nutzt ihr mit GPS, Galileo und BeiDou, zusätzlich steht GLONASS bereit. Die Standortbestimmung klappte im Test problemlos. Mit NFC bezahlt ihr kontaktlos. Über den IR-Sender und die Fernbedienungs-App steuert ihr Fernseher, Stereoanlagen und weitere Geräte. UWB und ein Barometer fehlen.
Das 2.1-System „Sound by Bose“ kombiniert zwei Stereo-Lautsprecher mit dem Subwoofer auf der Rückseite. Der Aufbau entspricht praktisch dem des F8 Ultra, auch die Lautstärke liegt etwa auf demselben Niveau. Sie ist ausreichend, aber nicht überragend. Die Klangqualität ist ausgezeichnet und bietet sehr saubere Mitten und Höhen sowie einen für ein Smartphone überraschend kräftigen und tiefen Bass. Der Sound ist definitiv eine Stärke des Poco F9 Ultra.
Akkulaufzeit des Poco F9 Ultra
Xiaomi verbaut im Poco F9 Ultra einen riesigen, 8.050mAh starken Silizium-Kohlenstoff-Akku. Das sind rund 24 Prozent mehr Kapazität als beim F8 Ultra mit 6.500mAh.
Im PCMark Battery Test hält das Poco F9 Ultra deutlich länger durch als das Poco F8 Ultra, das Poco X8 Pro Max, das Xiaomi 17T Pro und das Xiaomi 17 Ultra. In unserem Vergleich schaffen nur das Oppo Find X9 Ultra und das OnePlus Nord 6 eine noch längere Laufzeit. Übersetzt in den Alltag ist das Poco F9 Ultra ein echtes Zwei-Tage-Smartphone. Bei normaler Nutzung sind zwei volle Tage drin, auch intensiv genutzt kommt ihr locker durch den ersten Tag und in den zweiten hinein.
Mit einem passenden Xiaomi-Netzteil lädt das Poco F9 Ultra über 100W HyperCharge von 3 auf 100 Prozent in 54 Minuten. Nach 15 Minuten zeigt der Akku 33 Prozent, nach 30 Minuten sind es 54 Prozent. Das F8 Ultra war bereits nach 40 Minuten vollständig geladen. Der größere Akku fordert hier seinen Preis, 54 Minuten sind für diese Kapazität aber immer noch extrem schnell.
An einem 100W PowerDelivery PPS Netzteil dauert eine vollständige Ladung 66 Minuten. In der ersten halben Stunde lädt das Poco damit sogar etwas schneller als mit dem Xiaomi-Netzteil, danach fällt die Geschwindigkeit deutlich ab.
Kabellos lädt das Smartphone mit bis zu 50W. Das passende Xiaomi-Ladepad stand uns für den Test nicht zur Verfügung. Andere Geräte versorgt das Poco kabellos mit bis zu 22,5W und per Kabel mit bis zu 27W. Zum Schutz des Akkus könnt ihr eine feste Lade-Obergrenze von 80 Prozent einschalten.
Testergebnis
Das Poco F9 Ultra ist ein Smartphone mit klarem Profil: mehr Akku und ein viel helleres Display, aber weder mehr Leistung noch bessere Kamera als beim Vorgänger.
Die außergewöhnlichsten Features sind der riesige Akku mit sehr langer Laufzeit, das extrem helle Display und die starke 5-fach-Telekamera. Natürlich gibt es auch Top-Leistung, eine hochwertige Verarbeitung mit IP68, das ungewöhnliche 2.1-Lautsprechersystem mit Subwoofer und schnelles Laden, sogar kabellos.
Auf der Negativseite stehen der kleinere Hauptsensor gegenüber dem Vorgänger, die nur durchschnittliche Ultraweitwinkel-Kamera, die starke Drosselung unter Dauerlast, die Kunststoff-Rückseite, viel vorinstallierte Software und das hohe Gewicht. Das sind keine Deal-Breaker, aber bei dem von Xiaomi angepeilten Preis eindeutig Kritikpunkte.
Sinkt der Preis auf rund 600€, ist das Poco F9 Ultra ein richtig starkes Paket und hat auf dem aktuellen Markt kaum Konkurrenz. Der riesige Akku und der extrem starke Prozessor machen es dann zu einem würdigen Nachfolger des Poco F8 Ultra (zum Test). Solange dieses noch verfügbar ist, bleibt es für 500 bis 550€ die bessere Wahl, weil es fast dieselbe Ausstattung bietet. Irgendwann wird es jedoch ausverkauft sein.
Wer jetzt kaufen und einen größeren Hauptsensor haben möchte, findet im Xiaomi 17T Pro (zum Test) für rund 720€ die passende Alternative. Ansonsten könnt ihr bedenkenlos zum Poco F8 Ultra greifen oder auf den Preisverfall des F9 Ultra warten.
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Kommt zu den beiden Handys npch ein Test?🤔
Zu wann ist der Test für das Poco f9 Ultra geplant ? Aktuell kommen immer mehr Angebote rein aber würde gerne vorher den Test abwarten.
Servus,
also bis November solltest du in jedem Fall noch warten, die Preise sind unserer Einschätzung nach noch gar nicht gut. Unsere Test kommen spätestens bis Mitte Oktober, zu beiden Geräten.
beste Grüße
Jonas
Bei Amazon gibt es schon ein paar gute Angebote
Seid mir nicht böse aber für 900€ kaufe ich kein Poco! Für das Geld kann ich mir auch ein Oppo Find X9 Pro kaufen. Vermutlich ist es in fast jeder Hinsicht dem Poco überlegen. Das Poco war zu Beginn als es noch ~350€ gekostet hat ein sehr interessantes Telefon. Jetzt nicht mehr!
Ich würde mir wünschen, ihr würdet die Sensorgrößen der einzelnen Kameras mit nennen, denn da findet man oft in solchen Modellen kleinere Sensoren vor, die sich stark auf die Bildqualität auswirken. 1200 €, auch wenn bereits günstiger zu haben, ist ein happiger Preis fûr ein Poco Smartphone. Zumal Updates bei diesen oft hinterher hinken und die Zeiträume reduziert sind. Bei den aktuellen Modellen fragt man sich, wo da noch der Unterschied zur Xiaomiserie ist, denn von den Specs her sehe ich den erstmal nicht. Im Gegenteil, hier scheint ja z.T. bessere Technik oder mindestens gleichwertige verbaut zu sein.
Mein F8 pro ist noch auf Sicherheitsupdate 01.12.2025 und hat seit Februar kein Update mehr bekommen. Ich rate mittlerweile von den Poco ab.
Wenn ich das so lese 😏 dann frage ich mich, wer muss wirklich so naiv sein und diese Poco Handys kaufen und auch noch für diese absurden Preise. Ich besitze momentan das Oneplus 15 und habe es bei Tradingshenzhen für 590 Euro gekauft. Das Einzige, was es nicht hat, ist eSIM, aber Software, Vibrationsmotor, Display und die Helligkeit kann kein Poco Handy bieten ich werde es so lange behalten bis es keine Updates mehr erhält
Xiaomi wirbt mit drei Jahre Updates und 5 Jahre Sicherheitsupdates. Leider hinterfragt das Smartzone zu selten ob sie das auch dauerhaft einhalten. Display, Vibrationsmotor und Helligkeit interessieren mich nur am Rande.
Es muss safe sein, wenn die Bankingapp drauf läuft.
Servus, dass ein Stand von Dezember 2025 im September 2026 nicht mehr passt, ist klar. Dein Ärger ist damit nachvollziehbar. Zum “Hinterfragen”: Zum Testzeitpunkt können wir seriös nur die Herstellerangabe nennen. Ob eine Zusage über Jahre trägt, lässt sich am Erscheinungstag eines Geräts schlicht nicht prüfen. Da gibt es zunächst wenig zu hinterfragen. Einordnen lässt sich dagegen die Historie, und die spricht bei Xiaomi seit Jahren dafür: lange Versorgung, zuverlässig ausgeliefert. Bei der Menge an Geräten im Portfolio hakt es dann eben auch mal irgendwo. Nebenbei: Das F8 Pro bekommt laut Xiaomi 4 Jahre System- und 6 Jahre Sicherheitsupdates, nicht… Weiterlesen »
Das OnePlus 15 kriegt jeden Monat zuverlässig seine Updates (Sicherheitspatch August 2026), die Software läuft einfach smooth, absolut keine Hänger oder Ruckler, also ich bin absolut zufrieden. Ich hätte paarmal probiert mit Xiaomis, aber leider nie zufrieden gewesen.
das Poco F8 Ultra ist bei amazon wie erwartet bereits ausverkauft. Nur noch über Dritthändler oder gebraucht zu bekommen.