| CPU | Snapdragon 8 Elite Gen 5 - 2 x 4,6GHz + 6 x 3,6 GHz |
|---|---|
| RAM | 12GB RAM |
| Speicher | 256GB, 512GB |
| GPU | Adreno 840 |
| Display | 2510 x 1156, 6,6 Zoll 185Hz (AMOLED) |
| Betriebssystem | HyperOS - Android 16 |
| Akkukapazität | 6330mAh |
| Ladegeschwindigkeit | 100 Watt, 50 Watt (kabellos) |
| Speicher erweiterbar | Nein |
| Hauptkamera | 200MP + 50MP (dual) + 8MP (triple) |
| Frontkamera | 32MP |
| USB-Anschluss | USB-C 2.0 (480MBit/s) |
| Kopfhöreranschluss | Nein |
| Entsperrung | Fingerabdruck, Face-ID |
| 4G | 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 18, 19, 20, 26, 28, 66, 38, 40, 41 |
| 5G | 1, 2, 3, 5, 7, 8, 20, 28, 38, 40, 41, 66, 77, 78 |
| NFC | Ja |
| SIM | Dual - nano, eSIM |
| Gewicht | 206g |
| Maße | 157 x 75,3 x 8,8mm |
| Antutu (v11) | 2457757 |
| Benachrichtigungs-LED | Nein |
| Updatezeitraum | 4 Jahre (Android) + 6 Jahre (Sicherheit) |
| Hersteller | Xiaomi |
| Getestet am | 07.10.2026 |
Das Poco F8 Pro war das leistungsstärkste Smartphone im Preisbereich um 400€. Nun soll das Poco F9 Pro in diese Fußstapfen treten. Dafür setzt Xiaomi unter anderem auf eine abgespeckte Version des Qualcomm Top-Prozessors und eine neue 200MP-Kamera. Der Akku fällt ebenfalls etwas größer aus und kabelloses Laden kommt hinzu.
Der Preis liegt derzeit bei knapp 700€, Poco-Preise fallen erfahrungsgemäß aber deutlich. Langfristig sehen wir das Poco F9 Pro bei rund 450€ und bewerten es auf dieser Basis.
Entscheidend ist, was ihr gegenüber dem Poco F8 Pro (zum Test) für den Aufpreis bekommt. Außerdem klären wir, warum das Poco F8 Ultra (zum Test) ausgerechnet zum härtesten Gegner wird.
![]() Poco F8 Pro |
![]() Poco F9 Pro |
![]() Poco F9 Ultra |
|
| Größe | 157,5 x 75,2 x 8mm | 157 x 75,3 x 8,8mm | 164 x 77,9 x 8,7mm |
| Gewicht | 199g | 206g | 235g |
| CPU | Snapdragon 8 Elite - 2 x 4,32GHz + 6 x 3,53GHz | Snapdragon 8 Elite Gen 5 - 2 x 4,6GHz + 6 x 3,6 GHz | Snapdragon 8 Elite Gen 5 - 2 x 4,6GHz + 6 x 3,6 GHz |
| RAM | 12 GB RAM | 12 GB RAM | 12 GB RAM, 16 GB RAM |
| Speicher erweiterbar | Nein | Nein | Nein |
| Display | 2510 x 1156, 6,6 Zoll 120Hz (AMOLED) | 2510 x 1156, 6,6 Zoll 185Hz (AMOLED) | 2608 x 1200, 6,9 Zoll 185Hz (AMOLED) |
| Betriebssystem | Android 16, HyperOS | Android 16, HyperOS | Android 16, HyperOS |
| Akku | 6210 mAh (100 Watt) |
6330 mAh (100 Watt)
kabelloses Laden |
8050 mAh (100 Watt)
kabelloses Laden |
| Kameras | 50 MP + 50MP (dual) + 8MP (triple) | 200 MP + 50MP (dual) + 8MP (triple) | 200 MP + 50MP (dual) + 50MP (triple) |
| Frontkamera | 20 MP | 32 MP | 32 MP |
| Anschlüsse | USB-C 2.0 (480MBit/s), Dual-SIM | USB-C 2.0 (480MBit/s), Dual-SIM | USB-C 3.1 (10GBit/s), Dual-SIM |
| Entsperrung | Fingerabdruck, Face-ID | Fingerabdruck, Face-ID | Fingerabdruck, Face-ID |
| Empfang |
5G: n1, n3, n5, n7, n8, n20, n28, n38, n40, n41, n66, n77, n78 4G: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 18, 19, 20, 26, 28, 66, 38, 40, 41 |
5G: n1, n2, n3, n5, n7, n8, n20, n28, n38, n40, n41, n66, n77, n78 4G: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 18, 19, 20, 26, 28, 66, 38, 40, 41 |
5G: n1, n2, n3, n5, n7, n8, n20, n28, n38, n40, n41, n66, n77, n78 4G: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 18, 19, 20, 26, 28, 66, 38, 40, 41 |
| Zum Testbericht | Zum Testbericht |
Design und Verarbeitung
Das Poco F9 Pro bleibt der Form seines Vorgängers treu. Front, Aluminiumrahmen und Rückseite sind komplett flach, hinten sitzt erneut eine große rechteckige Kamerainsel. Mit 157,5 x 75,3 x 8,8 Millimeter beansprucht das Smartphone dieselbe Grundfläche wie das F8 Pro, ist aber 0,8 Millimeter dicker. Das Gewicht steigt von 199 auf 206 Gramm. Mit seinem 6,59 Zoll großen Display bleibt das F9 Pro dennoch deutlich handlicher als das 6,9 Zoll große F9 Ultra.
Gespart hat Xiaomi an der Rückseite: Statt mattem Glas wie beim Poco F8 Pro gibt es glasfaserverstärkten Kunststoff. Eine Kunststoffrückseite ist in dieser Preisklasse ein Nachteil. Die Front schützt Gorilla Glass 7i. Dank IP68 ist das Poco F9 Pro staubdicht und übersteht bis zu 30 Minuten in 1,5 Meter tiefem Wasser.
Entsperren könnt ihr wie beim Vorgänger per Ultraschall-Fingerabdrucksensor oder per Gesichtserkennung. Beides funktioniert in der Praxis sehr gut. An der Oberseite sitzt der Infrarot-Sender. Der USB-C-Anschluss überträgt Daten wie beim Poco F8 Pro nur mit USB 2.0. Das F9 Ultra schafft mit USB 3 bis zu 10Gbit/s und kann Bild übertragen.
Insgesamt bleibt das Poco F9 Pro sauber verarbeitet und wasserdicht, bei der Rückseite macht Xiaomi gegenüber dem Vorgänger aber einen Schritt zurück.
Lieferumfang des Poco F9 Pro
- USB-A-zu-USB-C-Kabel
- Schutzhülle
- SIM-Nadel
- Kurzanleitung und Garantiekarte
- Displayschutzfolie, ab Werk aufgebracht
Ein Netzteil legt Xiaomi nicht bei. Das ist verschmerzbar, weil das Poco F9 Pro auch an fremden Ladegeräten mit PowerDelivery PPS schnell lädt. Die mitgelieferte Hülle ist hingegen sehr billig.
Display des Poco F9 Pro
Beim Display hat Xiaomi an der richtigen Stelle nachgelegt: bei der Helligkeit. Das flache AMOLED misst 6,59 Zoll und löst mit 2510 x 1156 Pixel auf. Größe und Auflösung entsprechen dem Poco F8 Pro.
Das Display beherrscht 60, 90, 120, 144, 165 und 185Hz. Ohne LTPO regelt das Panel die Bildrate nicht stufenlos herunter. Im Leerlauf und bei Videos schaltet HyperOS auf 60Hz, in Apps nutzt die Einstellung „Standard“ maximal 120Hz. Die von Xiaomi beworbenen 185Hz gibt es nur in Spielen, die eine entsprechend hohe Bildrate unterstützen. Über 120Hz gibt es für das Auge ohnehin keinen Mehrwert. Die 185Hz sind deshalb eine Zahl fürs Datenblatt.
Bei der Helligkeit legt das Poco F9 Pro dagegen kräftig zu. Wir messen eine Spitzenhelligkeit von 3.040 Lux. Das ist ein Topwert und ein großer Sprung gegenüber dem Poco F8 Pro mit 1.930 Lux sowie dem Poco F8 Ultra mit 2.000 Lux. Im Sonnenlicht ist der Bildschirm damit perfekt ablesbar.
Streamingdienste laufen dank Widevine L1 in hoher Auflösung. HDR10+, Dolby Vision, 12 Bit Farbtiefe und DC-Dimming sind ebenfalls an Bord. Der TÜV hat das Display als flimmerfrei zertifiziert. Das Always-on-Display kann mit der Option „Immer“ dauerhaft aktiv bleiben und bietet viele Einstellungsmöglichkeiten.
Insgesamt bietet das Poco F9 Pro ein sehr helles, scharfes Display mit vollständiger Ausstattung, nur die 185Hz bringen euch in der Praxis nichts.
Leistung
- Antutu 11
- Antutu 12
- Geekbench 6
- Geekbench 7
- 3DMark
- Speicher
Als Prozessor dient der Snapdragon 8 Elite Gen 5, allerdings in der „V“-Version und gefertigt im 3-Nanometer-Verfahren. Qualcomm hat bei dieser Version vor allem die Grafikeinheit beschnitten. Das Poco F8 Ultra und das Poco F9 Ultra verwenden die stärkere Variante desselben Chips.
Bei der Rechenleistung liegt das Poco F9 Pro rund 12 Prozent vor dem F8 Pro und nur ganz knapp hinter dem F8 Ultra. Mit dem F9 Ultra liegt es beim Prozessor praktisch gleichauf, der Unterschied zwischen beiden steckt allein in der Grafik.
Bei der Grafik liegt das F9 Pro in unserem Test rund ein Fünftel hinter dem eigenen Vorgänger und sogar unter dem wesentlich günstigeren Poco X8 Pro Max (zum Test). Das kostet bei Amazon mit rund 374€ ungefähr halb so viel und bietet trotzdem die stärkere Grafik.
Xiaomi kombiniert 12GB LPDDR5X-Arbeitsspeicher mit 256GB oder 512GB UFS 4.1 Speicher. Mit 4.214MB/s beim Lesen und 3.946MB/s beim Schreiben erreicht der Speicher Topwerte.
Der CPU-Dauertest zeichnet ein unschönes Bild. Rund zehn Minuten hält das Poco F9 Pro 85 bis 90 Prozent der Spitzenleistung. Danach fällt die Leistung regelmäßig für kurze Zeit auf etwa ein Viertel und steigt anschließend wieder stark an. Über die 30 Minuten bleiben im Schnitt rund drei Viertel der Spitzenleistung übrig. Bei der Grafik läuft es kontrollierter. Nach fünf bis sieben Minuten sinkt die Leistung um 21 Prozent und bleibt anschließend konstant.
Für Apps, Multitasking und aktuelle Spiele reicht die Leistung locker. Wer viel und anspruchsvoll auf dem Smartphone spielt, legt besser den Aufpreis für das Poco F9 Ultra drauf.
Wer nicht zur Gruppe der Smartphone-Gamer gehört, wird von der fehlenden GPU-Leistung nichts merken. Das Poco F9 Pro fühlt sich an wie ein High-End-Smartphone. Sobald es den von uns angepeilten Preisbereich erreicht, ist es in puncto Performance unschlagbar.
System
Auf dem Poco F9 Pro läuft HyperOS 3 auf Basis von Android 16. Xiaomi verspricht vier große Android-Updates und sechs Jahre Sicherheits-Patches. Damit bleibt die Update-Zusage gegenüber dem Vorgänger unverändert.
Ab Werk sind unter anderem Facebook, Instagram, TikTok, Candy Crush, mehrere Amazon-Apps, Spotify, Netflix, WPS Office und AliExpress installiert. Dazu kommen Xiaomis eigene Shop- und Community-Apps. Bei fast 900€ UVP hat das nichts verloren. Die Apps lassen sich entfernen und die Werbung schaltet ihr mit unserer Anleitung ab:
HyperOS 3 zeigt laufende Timer, Anrufe oder Musik rund um die Kameraaussparung in der neuen „Hyper Island“ an. Das erinnert an Apples Dynamic Island. Gemini ist als Assistent eingebunden. Außerdem lässt sich das Smartphone mit Windows-PCs, Macs, iPhones und iPads verbinden.
Insgesamt bietet das Poco F9 Pro ein schnelles System mit langer Update-Zusage, das ihr nach dem Kauf aber erst entrümpeln müsst.
Kamera des Poco F9 Pro
Kamera-Setup
- Hauptkamera: 200MP, f/1.68, 1/1,56 Zoll, 24mm, Autofokus, OIS
- Telekamera: 50MP, f/2.0, 1/2,75 Zoll, 60mm, Autofokus, OIS, 2,5-fach Zoom
- Ultraweitwinkel-Kamera: 8MP, f/2.25, 1/4 Zoll, 15mm
- Selfie-Kamera: 32MP, f/2.2, 1/3,4 Zoll
Die 200MP klingen nach einem gewaltigen Sprung. Der Hauptsensor ist mit 1/1,56 Zoll aber praktisch genauso groß wie der 1/1,55-Zoll-Sensor des F8 Pro mit 50MP. Das F8 Ultra bietet mit 1/1,31 Zoll deutlich mehr Sensorfläche, während F9 Pro und F9 Ultra dieselbe Hauptkamera nutzen. Bei der Telekamera wächst der Sensor nur minimal von 1/2,88 auf 1/2,75 Zoll. Die schwache 8MP-Ultraweitwinkel-Kamera mit festem Fokus bleibt unverändert.
Hauptkamera Tageslicht
Bei Tageslicht liefert die Hauptkamera kräftige, leicht warme und satte Farben. Das F8 Pro war natürlicher abgestimmt. Schärfe und Detailzeichnung überzeugen auch in der 100-Prozent-Ansicht, Ziegel und Geländer bleiben sauber. Der Dynamikumfang passt ebenfalls: Ein heller, bewölkter Himmel brennt nicht aus und in den Schatten bleiben Strukturen erhalten. Die Ergebnisse entsprechen praktisch den Bildern des Poco F9 Ultra.
Hauptkamera Nachtaufnahmen
Nachts entstehen helle Aufnahmen mit wenig Rauschen und guter Schärfe. Unter Kunstlicht zeigt sich jedoch wie beim F8 Pro ein deutlicher Gelbstich. Straßenlaternen und Wandlampen überstrahlen, bekommen helle Lichthöfe und ausgeprägte Sterneffekte. In sehr dunklen Szenen zeichnet das F9 Pro etwas weicher als das F9 Ultra.
Ultraweitwinkel-Kamera
Am Tag passen die Farben zur Hauptkamera und die Bildmitte ist brauchbar. Feine Strukturen wie Ziegel verschwimmen allerdings bereits dort, zum Rand nimmt die Schärfe weiter ab. Für Schnappschüsse, die ihr nur auf dem Smartphone betrachtet, reicht das. Für mehr nicht.
Bei Nacht ist die Ultraweitwinkel-Kamera kaum zu gebrauchen. Die Bilder sind dunkel und matschig, Lampen erzeugen große Lichthöfe und Sterne. Das Poco F9 Ultra zeigt in denselben Situationen deutlich mehr Details.
Zoom-Aufnahmen
Die 2,5-fach-Telekamera produziert bei Tageslicht scharfe und detailreiche Bilder. Ihre Farben fallen noch etwas kräftiger als bei der Hauptkamera aus. Gegenüber einem Ausschnitt aus der Hauptkamera holt sie sichtbar mehr Details heraus. Beim F8 Pro war die Telekamera oft kaum besser als ein digitaler Ausschnitt, beim F9 Pro lohnt sie sich. Das ist ein Fortschritt. Für weit entfernte Motive fehlt trotzdem Reichweite. Die Telekamera des F9 Ultra mit rund 5-facher Vergrößerung kommt wesentlich näher an entfernte Objekte.
In der Dämmerung sind die Ergebnisse noch ordentlich, bei Dunkelheit werden sie weich und eher dunkel. In sehr dunklen Szenen nutzt das Smartphone bei 2,5-facher Vergrößerung ohne Hinweis einen Ausschnitt der Hauptkamera. Das geschah bei drei von zehn Nachtaufnahmen.
Porträt-Aufnahmen
Sowohl die Telekamera mit 2,5-facher Vergrößerung als auch die Hauptkamera bei 2-fachem Zoom trennen das Motiv sauber vom weich dargestellten Hintergrund. Hauttöne wirken natürlich und leicht warm. Die Brennweite von 60mm passt gut für Porträts.
Selfies
Die Selfie-Kamera gibt Hauttöne natürlich wieder und liefert ordentliche Details. Auch der Dynamikumfang stimmt, wobei HDR-Aufnahmen etwas grell aussehen. Insgesamt ist das ein durchschnittliches Ergebnis.
Videos
Die Hauptkamera liefert in 4K mit 60 Bildern pro Sekunde eine schöne Qualität. Die Farben sind kräftig, aber nicht überzeichnet. In dieser Auflösung könnt ihr während der Aufnahme nur zwischen der Hauptkamera und der 2,5-fach-Telekamera wechseln. Auch die Farben bleiben beim Wechsel erfreulich stabil.
Die Stabilisierung der Hauptkamera ist gut. Beim Gehen zeigt sich allerdings ein leichtes Fokuspumpen. Das Problem wirkt weniger ausgeprägt als bei einigen früheren Modellen.
Die Hauptkamera und die Telekamera liefern insgesamt überzeugende Videos, das leichte Fokuspumpen verhindert jedoch ein rundum sauberes Ergebnis.
Deutlich schwächer ist die Ultraweitwinkel-Kamera, die nur in Full-HD mit 30 Bildern pro Sekunde aufnimmt. Sie zeigt weniger Details, matschigere Konturen sowie flauere Farben und eine schwächere Dynamik.
Die Selfie-Kamera schafft 4K mit 30 Bildern pro Sekunde. Selbst bei viel Gegenlicht ist die Dynamik gut. An die Spitzenmodelle reicht sie nicht heran, für die obere Mittelklasse stimmt die Qualität aber. Auch die Stabilisierung überzeugt, lediglich der Bildausschnitt fällt eng aus.
Zwischenfazit Kamera
Die Hauptkamera ist bei Tageslicht stark und bei Nacht gut, kämpft dort aber mit Gelbstich und großen Lichthöfen. Die Telekamera bietet am Tag einen sichtbaren Mehrwert. Die Ultraweitwinkel-Kamera bleibt dagegen schwach. Gegenüber dem F8 Pro ergibt sich kein großer Sprung. Wer großen Wert auf die Kamera legt, fährt mit dem Poco F8 Ultra besser, das einen größeren Hauptsensor und 5-fach-Zoom bietet, aktuell sogar für weniger Geld.
Konnektivität und Kommunikation
Das Poco F9 Pro unterstützt zwei SIM-Karten, eine SIM-Karte zusammen mit einer eSIM oder zwei eSIMs. Gleichzeitig aktiv sind höchstens zwei Nummern. Für Deutschland und Europa sind alle wichtigen Mobilfunkbänder vorhanden:
- 5G: n1/2/3/5/7/8/20/26/28/38/40/41/48/66/77/78
- 4G (LTE): 1/2/3/4/5/7/8/18/19/20/26/28/38/40/41/42/48/66
VoLTE und WLAN-Anrufe sind möglich. Im O2-5G-Netz in Köln erreicht das Smartphone 300Mbit/s im Download und 56Mbit/s im Upload.
WiFi 7 funkt nur im 2,4- und 5-GHz-Band, das 6-GHz-Band fehlt. Bluetooth steigt von 5.4 auf 6.0. Das Smartphone unterstützt SBC, AAC, aptX, aptX HD, aptX Adaptive, ASHA, LDAC und LHDC sowie LE Audio mit LC3 und Auracast. Praktisch alle hochwertigen Bluetooth-Kopfhörer können damit ihren besten Codec verwenden.
NFC steht für Google Wallet bereit. Über den Infrarot-Sender und die vorinstallierte Fernbedienungs-App steuert ihr Fernseher, Klimaanlagen und andere Geräte. Dual-GPS wird für GPS, Galileo, QZSS und BeiDou genutzt, zusätzlich ist GLONASS an Bord. Ein Barometer und UWB fehlen.
Das Poco F9 Pro setzt auf zwei symmetrische Lautsprecher. Bose stimmt den Klang ab, Dolby Atmos unterstützt das Smartphone ebenfalls. Einen zusätzlichen Subwoofer wie beim Poco F9 Ultra und F8 Ultra gibt es nicht. Das Poco F9 Pro spielt sehr laut und liefert einen sauberen, warmen Klang mit einem für ein Smartphone vergleichsweise kräftigen Bass sowie klaren Höhen und Stimmen. Es klingt besser als das F8 Pro und bietet einen wirklich guten Lautsprecher.
Akkulaufzeit des Poco F9 Pro
Der Silizium-Kohlenstoff-Akku bietet 6.330mAh und damit lediglich 120mAh mehr als beim Vorgänger. Das chinesische Redmi K100 Pro (zur Ankündigung), auf dem das Poco F9 Pro basiert, bekommt 8.580mAh. Für Europa fällt der Akku wie schon beim Vorgänger erheblich kleiner aus. Das Poco F9 Ultra hat hierzulande 8.050mAh.
Trotz des etwas größeren Akkus bleibt die Laufzeit praktisch auf dem Niveau des Poco F8 Pro. Das Poco F8 Ultra, das Xiaomi 17T Pro (zum Test) und das Poco X8 Pro Max halten länger durch, das Poco F9 Ultra sogar deutlich länger. Im Alltag schafft das Poco F9 Pro einen Tag mit sehr intensiver Nutzung. Zwei Tage sind nur bei eher wenig Nutzung drin.
Mit Xiaomis 100W-Netzteil lädt der Akku in 51 Minuten von 2 auf 100 Prozent. Nach 30 Minuten stehen 54 Prozent bereit, nach 45 Minuten sind es 89 Prozent. Das F8 Pro war bereits nach 40 Minuten vollständig geladen.
Ein 100W-Netzteil mit PowerDelivery PPS lädt von 1 auf 100 Prozent in 65 Minuten. Nach 15 Minuten zeigt der Akku 38 Prozent, nach 30 Minuten 70 Prozent. Fremde Schnellladegeräte sind damit gut nutzbar, nur die letzten Prozente ziehen sich.
Kabellos nimmt das Poco F9 Pro bis zu 50W auf. Dafür ist eine passende Ladestation von Xiaomi erforderlich, die wir nicht getestet haben. Der Vorgänger unterstützte kabelloses Laden überhaupt nicht. Andere Geräte versorgt das Smartphone mit bis zu 27W per Kabel oder 22,5W kabellos, etwa Kopfhörer oder eine Smartwatch. Zusätzlich stehen eine Ladebegrenzung auf 80 Prozent und ein langsamer Standard-Lademodus bereit.
Testergebnis
Das Poco F9 Pro ist ein leistungsstarkes Oberklasse-Smartphone, das gegenüber dem Vorgänger an einigen Stellen zulegt und an anderen zurückfällt.
Die außergewöhnlichsten Features sind das extrem helle Display und die starke Hauptkamera bei Tageslicht. Natürlich gibt es auch viel erwartbare Oberklasse-Ausstattung: einen sehr schnellen Prozessor, flotten Speicher, IP68, schnelles Laden und sogar kabelloses Laden mit 50W. Die Telekamera ist am Tag erstmals ein klarer Gewinn gegenüber einem Ausschnitt der Hauptkamera.
Die Grafikleistung fällt allerdings schwächer als beim Vorgänger aus, die CPU drosselt unter Dauerlast stark und die Ultraweitwinkel-Kamera bleibt enttäuschend. Dazu kommen die Kunststoffrückseite, die unveränderte Akkulaufzeit, nur USB 2.0 und Videoaufnahmen, die nicht der Preisklasse entsprechen. HyperOS müsst ihr zunächst von zahlreichen Apps und Werbung befreien. Das sind keine Deal-Breaker, aber bei einem Gerät dieser Preisklasse eindeutig Kritikpunkte.
Für den aktuellen Marktpreis von rund 600€ gibt es etwas zu viele Schwächen. Sinkt der Preis auf die von uns angepeilten 450€, ist das Poco F9 Pro ein richtig starkes Paket und tritt in die Fußstapfen des Poco F8 Pro. Das Poco F9 Ultra bietet für rund 100€ Aufpreis deutlich mehr. Solange es verfügbar ist, bleibt aktuell das Poco F8 Ultra (zum Test) für rund 500€ die bessere Wahl und im Preisbereich um 500€ alternativlos. Irgendwann wird es allerdings ausverkauft sein.
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Danke für den Test. Wollte mir gerade das Poco F9 Pro bestellen. Zur Zeit benutze ich noch das F6. Nun wird es wohl das Honor 600 pro. Gibt es bei AliExpress für gute 550€. Ähnliche Ausstattung, und 2 Jahre länger Updates.
Habe es für 699€ – 20€ für die Punkte mit einer Uhr bekommen und zurück geschickt. In erster Linie, weil es schlechtere Lautsprecher als das F8 Ultra hat. Vibrations ist viel besser geworden und jetzt untere Mittelklasse. Es überhitzt beim Test. Sind halt zu viele Abstriche mit dem alten Snapdragon, 8 MP und USB 2.0, daher ging es zurück. Das Magic 9 Pro Max hat besseren Sound, was eigentlich nicht möglich sein sollte aber ja, Xiaomi halt. HyperOS hat mich auch wieder sehr angeekelt.
POCO macht die Redmi-Note-Serie mittlerweile komplett überflüssig.