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Oppo Find X10 im Test

Getestet von Benjamin Kalt am Bewertung: 91%
Vorteile
  • IP68/69-Zertifizierung
  • tadellose Verarbeitung
  • USB-3.0-Anschluss
  • AMOLED mit 144Hz
  • im Alltag tolle Performance
  • sehr gutes Kamera-Setup
  • zwei Tage Akkulaufzeit
  • Aufladen in 69 Minuten
Nachteile
  • schwacher Lieferumfang
  • belegbarer Knopf ist sehr limitiert
  • Display könnte noch heller sein
  • Performance auf Vorjahresniveau
Springe zu:
CPU MediaTek Dimensity 9600M - 1 x 4,2 GHz + 3 x 3,5 GHz + 4 x 2,7 GHz
RAM 12GB RAM
Speicher 256GB, 512GB
GPU Mali-G1 Ultra
Display 2768 x 1272, 6,6 Zoll 144Hz (AMOLED)
Betriebssystem ColorOS - Android 17
Akkukapazität 7150mAh
Ladegeschwindigkeit 80 Watt, 50 Watt (kabellos)
Speicher erweiterbar Nein
Hauptkamera 200MP + 50MP (dual) + 200MP (triple)
Frontkamera 50MP
USB-Anschluss USB-C 3.0 (5GBit/s)
Kopfhöreranschluss Nein
Entsperrung Fingerabdruck, Face-ID
4G 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 13, 17, 18, 19, 20, 25, 26, 28, 32, 66, 38, 39, 40, 41
5G 1, 2, 3, 5, 7, 8, 12, 20, 25, 28, 38, 40, 41, 66, 75, 77, 78
NFC Ja
SIM Dual - nano, eSIM
Gewicht 210g
Maße 156,5 x 74,3 x 8,4mm
Antutu (v11) 3114687
Benachrichtigungs-LED Nein
Updatezeitraum 5 Jahre (Android) + 6 Jahre (Sicherheit)
Hersteller
Getestet am 21.10.2026

Das Oppo Find X10 ist in Deutschland auf den Markt gekommen und ich habe es seit einigen Wochen schon im Einsatz. Mit seinem 6,6-Zoll-Bildschirm sitzt es ein bisschen zwischen den Stühlen: Weder handelt es sich um ein kompaktes, noch um ein allzu großes Flaggschiff. Die Ausstattung kann auf dem Papier aber voll überzeugen.

Oppo Find X10 Banner II

Mit an Bord ist der Dimensity 9600M von MediaTek, bei dem es sich quasi um den Dimensity 9500 aus dem Vorjahr handelt, dessen Leistung aber bereits voll überzeugen konnte. Es sind 12GB RAM vorhanden und es gibt ein hochauflösendes AMOLED-Display mit 144Hz. Auf der Rückseite stehen drei Kameras bereit, darunter eine Telekamera mit 200MP.

Die Namenspartnerschaft mit Hasselblad ziert weiterhin das Kamera-Element. Kombinieren wir all das mit dem Preis von weit über 1.000€, wird klar, dass Oppo die High-End-Kunden in Deutschland ansprechen möchte. Ob das mit diesem Smartphone funktionieren könnte, lest ihr in diesem Testbericht!

Design & Verarbeitung des Oppo Find X10

Das Oppo Find X10 ist in Deutschland in den Farben Glacier Blue, Mist Grey sowie Glow Coral zu haben. Die Abmessungen betragen 156,5 x 74,3 x 8,4 Millimeter. Das Gewicht liegt bei 210 Gramm. Mit an Bord sind ein USB-C-Anschluss (USB 3.0, 5Gbit/s), Stereo-Speaker mit einem relativ vollen Klang und ein Ultraschall-Fingerabdrucksensor unter dem Display. Letzterer hat im Test überzeugt und entsperrte das Find X10 schnell und zuverlässig.

Oppo Find X10 Banner IV

Interessant ist die Platzierung des Infrarot-Senders, denn er sitzt im Kamera-Element auf der Glasrückseite. Ihr müsst also immer die Rückseite des Smartphones in Richtung des jeweils zu steuernden Gerätes halten. Bleiben wir bei der Rückseite, denn die gefällt mir optisch sehr gut, ist aber überdurchschnittlich glatt. Dasselbe gilt für den matten Metallrahmen. Bei dem Google Pixel 10 Pro (zum Test) habe ich einen besseren Grip.

An der Verarbeitung und der Materialauswahl habe ich ansonsten nichts auszusetzen. Dank der schmalen Displayränder wirkt auch die Optik insgesamt modern. Eine IP68- sowie IP69-Zertifizierung ist vorhanden. Außerdem steht ein Dual-SIM-Slot bereit. Ich persönlich hätte mir einen noch etwas kompakteren Aufbau gewünscht, aber das ist pure Geschmackssache. Schade ist, wie eingeschränkt die Optionen zur Belegung des belegbaren Knopfes sind.

Oppo Find X10 Banner I

Nicht ganz überzeugend war für mich der Lieferumfang. Mit an Bord ist ein Kabel von USB-A auf USB-C (USB 2.0). Wenn ich dann meine Daten auf das Oppo Find X10 übertragen möchte, werde ich vom Smartphone dazu aufgefordert, das mitgelieferte Kabel zu verwenden. Super Idee, jeder kennt Smartphones mit USB-A-Anschluss. Und viele SuperVOOC-Ladegeräte haben ebenfalls einen USB-C-Anschluss. Das ist alles nicht unbedingt durchdacht. Ein Netzteil liegt natürlich nicht bei und auch ansonsten verzichtet Oppo auf Extras.

Display des Oppo Find X10

Oppo Find X10 Banner VI

An Bord des Oppo Find X10 ist ein AMOLED-Display mit 6,6 Zoll, 2768 x 1272 Pixel und LTPO von 1Hz bis 120Hz. In bestimmten Spielen sollen sogar 144Hz unterstützt werden. Es stehen diverse Einstellungen bereit und ein Always-on-Display mit vielen Optionen gibt es ebenfalls.

Display Helligkeit (in Lux) Einheit: Lux
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2.450 Lux
1.880 Lux
1.850 Lux
1.780 Lux
1.770 Lux
1.700 Lux
1.700 Lux
0
600
1.200
1.800
2.400
3.000
3.600
4.200
4.800
5.400
6.000

Im Automatikmodus haben wir bei einem 100%-Fenster eine Spitzenhelligkeit von 1.850 Lux gemessen. Im manuellen Modus waren höchstens 1.350 Lux möglich. Minimal konnten wir eine Helligkeit von 2 Lux erreichen.

Oppo Find X10 Banner V

Mit diesen Werten gehört das Oppo Find X10 nicht zur absoluten Spitzenklasse, kommt aber sofort danach. In meinem Alltag hat das AMOLED-Panel jederzeit einen guten Job gemacht. Allerdings würden wir uns für ein Flaggschiff dieser Preisklasse schon mehr wünschen. Die Konkurrenz bietet teils deutlich hellere Bildschirme. Alle relevanten HDR-Standards, darunter Dolby Vision und HDR10+, sind mit an Bord.

Leistung und Speicher

Im Oppo Find X10 kommt der neue MediaTek Dimensity 9600M zum Einsatz, der, anders als der Dimensity 9600 Pro, nicht im 2-Nanometer-Verfahren hergestellt wird. Vielmehr handelt es sich quasi um einen Dimensity 9500 mit kleinen Verbesserungen. Dazu gibt es bei uns in Deutschland 12GB RAM und wahlweise 256GB oder 512GB UFS-4.1-Speicher. Die Varianten mit 16GB RAM respektive mit 1TB Speicher gibt es nur in China.

Antutu (v11)
smartzone logo
MediaTek Dimensity 9600 Pro 4.213.519
MediaTek Dimensity 9600 Pro 4.198.091
Snapdragon 8 Elite Gen 5 3.945.888
Snapdragon 8 Elite Gen 5 3.705.844
Snapdragon 8 Elite Gen 5 3.517.700
Exynos 2600 3.277.905
MediaTek Dimensity 9600M 3.114.687
Snapdragon 8 Elite Gen 5 3.028.901
Snapdragon 8 Gen 5 3.010.029
Google Tensor G6 1.524.640
Google Tensor G6 1.371.600
0
500.000
1.000.000
1.500.000
2.000.000
2.500.000
3.000.000
3.500.000
4.000.000
4.500.000
5.000.000
Antutu (v10)
smartzone logo
Snapdragon 8 Elite Gen 5 2.793.500
MediaTek Dimensity 9600M 2.782.338
Snapdragon 8 Elite Gen 5 2.664.549
Snapdragon 8 Elite Gen 5 2.657.881
Exynos 2600 2.439.101
Snapdragon 8 Gen 5 2.314.011
Snapdragon 8 Elite Gen 5 2.150.100
0
300.000
600.000
900.000
1.200.000
1.500.000
1.800.000
2.100.000
2.400.000
2.700.000
3.000.000
Geekbench Single (v6)
0
500
1.000
1.500
2.000
2.500
3.000
3.500
4.000
4.500
5.000
Geekbench Multi (v6)
0
2.000
4.000
6.000
8.000
10.000
12.000
14.000
16.000
18.000
20.000
3D Mark (Wildlife Extreme)
0
800
1.600
2.400
3.200
4.000
4.800
5.600
6.400
7.200
8.000

Die Performance des Dimensity 9600M habe ich hingegen als sehr gut empfunden. Das untermauern auch unsere Benchmark-Vergleiche mit anderen Topmodellen. Allerdings wäre es natürlich auch falsch, nicht zu kritisieren, dass Oppo in einem Smartphone für 1.300€ nicht den aktuellsten Chip verbaut. Dieser bleibt dem Oppo Find X10 Pro Max vorbehalten.

Allerdings hat auch das Oppo Find X10 mit Problemen beim Hitzemanagement zu kämpfen. Nach 30 Minuten drosselt die CPU auf 52% der ursprünglichen Leistung und der Stresstest von 3DMark spuckt eine Stabilität von 52,4% aus.

System: schnelles und funktionsreiches ColorOS 17 mit Apple-Optik

Auf unserer EU-Version des Oppo Find X10 läuft ColorOS 17 auf Basis von Android 17 mit Sicherheitsupdate vom 1. Oktober, was zum Zeitpunkt des Tests aktuell ist. Wir rechnen mit fünf OS-Updates und sechs Jahren Sicherheitsupdates, weil dies das Versprechen beim Vorgänger ist. Damit ist Oppo nicht auf einem Niveau mit Samsung und Google.

Im Vergleich mit Google ist auch das User Interface der Software komplett anders. Das ist mir teilweise negativ aufgefallen: Wenn ich zum Beispiel einen neuen Bildschirmhintergrund wählen möchte, steht Google Fotos nicht als Quelle zur Verfügung, sondern nur die auf dem Gerät gespeicherten Bilder. Ich muss also den Umweg über die Google Fotos-App gehen.

Ich bin außerdem kein Fan der dreigeteilten Wischgeste auf dem Startbildschirm. Wische ich links nach unten, kommen die Benachrichtigungen. Rechts sind die Schnelleinstellungen und in der Mitte ist die globale Suche. 6,6 Zoll sind für mich persönlich einfach nicht ausreichend kompakt, um treffsicher mit einer Hand die korrekte Geste auszuführen. Die Optik erinnert in weiten Teilen an iOS, wobei, wie immer, hie und da die Designsprache von Google auftaucht.

Insgesamt hat ColorOS auf mich sehr performant gewirkt, bietet aber nicht so viele Features wie HyperOS und ist nicht so aufgeräumt wie die Pixel-Software. Allerdings ist es, bis auf gar nicht so wenig vorinstallierte Drittanbieter-Bloatware, frei von Werbung.

Kameras des Oppo Find X10: zweimal 50MP, zweimal 200MP

Bleiben wir noch kurz bei der Software: In der Kamera-App von Oppo ist die Option für Live-Aufnahmen beziehungsweise bewegte Fotos im Untermenü „Video“. Außerdem speichert die Kamera von Oppo gerne mal den falschen Standort, die falsche Uhrzeit oder auch beides in den EXIF-Daten. Das sind Bugs, bei denen Oppo nachbessern muss.

Oppo Find X10 Banner III

Zum Glück ist sehr potente Hardware mit an Bord. Bis auf kleinere Probleme in bestimmten Situationen hat das Setup mit zweimal 200MP und zweimal 50MP einen tollen Job gemacht:

  • Hauptkamera: 200MP (Samsung HPE), 1/1,4 Zoll, f/1.6-Blende, 23 Millimeter Brennweite, OIS, Autofokus
  • Ultraweitwinkel: 50MP (Samsung JN5), 1/2,75 Zoll, f/2.0-Blende, 15 Millimeter Brennweite, Autofokus
  • Telekamera: 200MP (Samsung HP5), 1/1,56 Zoll, f/2.6-Blende, 65 Millimeter Brennweite (2,8x), OIS, Autofokus
  • Frontkamera: 50MP (Samsung JN5), f/2.0-Blende, 18 Millimeter Brennweite, Autofokus

Eine Besonderheit: Die Standardauflösung des Oppo Find X10 liegt über alle Sensoren bei 26MP. Das Modell ist zudem mit einem externen Telekonverter von Hasselblad kompatibel. Außerdem kann Oppo auch bei den Videos überzeugen: Das Find X10 bietet 4K/60 auf den vier Sensoren, während die beiden 200MP-Kameras zusätzlich 4K/120 und 8K/30 können. Außerdem sind ein Log-Bildprofil und Open-Gate-Aufzeichnung mit dabei.

Hauptkamera

Am Tage macht die Hauptkamera des Oppo Find X10 sehr detailreiche, dabei aber nicht überschärft wirkende Bilder mit verhältnismäßig natürlichen Farben. Der Weißabgleich ist treffsicher und auch mit dem Autofokus hatte ich keinerlei Probleme. Beim Einfrieren von Bewegungen ist die Hauptkamera bereits bei gutem Licht unterdurchschnittlich.

In der Nacht trifft das Oppo Find X10 die Umgebungshelligkeit recht gut, wirkt aber, obwohl der Weißabgleich zu Gelbtönen zu tendieren scheint, ein wenig steril. Außerdem kommt es selten zu einem Problem, bei dem ein Rotstich die Nachtaufnahmen plagt. Dies gilt für alle Sensoren des Find X10 und sollte durch ein Update ausgebessert werden können. Das Find X10 verringert die Auflösung bei schlechtem Licht automatisch auf 12,5MP.

Ultraweitwinkel

Mich haben die Tageslichtaufnahmen der Ultraweitwinkelkamera positiv überrascht, denn der Detailgrad nimmt gegenüber der Hauptkamera nur geringfügig ab. Auch bei den Farben ist kaum eine Abweichung festzustellen. Die Ultraweitwinkelkamera ist bei Tag richtig gut.

Bei Nacht wirken Bewegungen verschwommen und der Detailreichtum kann erstmals klar merkbar nicht mit der Hauptkamera mithalten. Insgesamt finde ich die Ergebnisse jedoch sehr solide.

Telekamera

Im Vergleich mit der Hauptkamera vergrößert die Telekamera ungefähr dreifach, was nicht super viel ist, aber schon einen sehr schönen Effekt ermöglicht. Wie so oft hatte ich mit der Telekamera am meisten Spaß, denn sie bietet ebenfalls einen überdurchschnittlich hohen Detailgrad und fertigt am Tag ohne Probleme sehr schöne und stimmige Aufnahmen an.

Bei Dunkelheit werden dunkle Teile des Bildes manchmal etwas zu hell, aber ansonsten sind die Aufnahmen sehr gut. Wenn Oppo den selten auftretenden Rotstich auf allen Sensoren mit einem Update beheben kann, bekommt ihr hier ein dem Preis absolut angemessenes Setup.

Frontkamera & Portraits

Selfies mit der 50MP-Frontkamera sind bei Bedarf sehr weitwinklig und können ebenfalls mit einer guten Bildschärfe und nicht allzu aufdringlichen Farben überzeugen. Ich habe bei den Mitbewerbern allerdings schon schönere Hauttöne gesehen.

Der Portraitmodus gehört zweifelsohne zu den besseren am Markt und kann mit einer, bei Bedarf, sichtbaren Abstufung der künstlichen Unschärfe überzeugen.

Konnektivität und Kommunikation

Oppo integriert fast die ganze Palette in das Find X10. Mit an Bord sind WiFi 7, LTE und 5G mit Dual-SIM und eSIM-Option, Bluetooth 6.2, GPS und NFC. Wenn ihr eine eSIM verwendet, belegt sie dauerhaft den zweiten Slot. Die Optionen für Dual-SIM sind also SIM + eSIM und SIM + SIM.

Über Bluetooth werden die Codecs AAC, SBC, LDAC, aptX, aptX HD und LHDC unterstützt. GPS arbeitet im Dual-Band, ist präzise und hat mich immer schnell geortet. Der 5G-Empfang war tadellos und auch mit meinem WiFi 6E-Netzwerk gab es zu keinem Zeitpunkt Probleme. Nicht mit an Bord ist eigentlich nur Ultrabreitband.

Akkulaufzeit und Ladegeschwindigkeit des Oppo Find X10

Akkulaufzeit (60Hz) Einheit: Stunden
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8.000 mAh 29,8 Std
7.300 mAh 27,2 Std
6.330 mAh 25,5 Std
7.150 mAh 25 Std
6.300 mAh 24,7 Std
5.115 mAh 19,8 Std
5.200 mAh 19,7 Std
4.300 mAh 19,3 Std
4.850 mAh 15,5 Std
0
5
10
15
20
25
30
Ladegeschwindigkeit Einheit: Minuten
smartzone logo
100 Watt 40 min
120 Watt 40 min
90 Watt 55 min
100 Watt 55 min
80 Watt 69 min
90 Watt 71 min
45 Watt 76 min
25 Watt 77 min
30 Watt 81 min
30 Watt 89 min
0
10
20
30
40
50
60
70
80
90
100

Der Akku des hier getesteten EU-Modells ist mit 7.150mAh kleiner als bei der China-Variante mit 8.000mAh. Das hat an der in meinem Alltag sehr guten Laufzeit allerdings nur wenig geändert. Das Oppo Find X10 hat bei mir für zwei Tage gehalten. Nur mit der Fahrt nach Berlin, mit konstanten 5G-Uploads der Bilder auf Google Fotos, konnte ich den Akku innerhalb eines Tages so weit leeren, dass es für einen zweiten nicht mehr gereicht hätte.

Wie schon beim Vorgänger läuft der Akku-Benchmark leider nur mit 60Hz. Über USB-C lädt das Oppo Find X10 mit 80W über den Standard SuperVOOC. Ein entsprechendes Ladegerät müsst ihr separat erwerben. Tut ihr das, dauert das Aufladen von 3% auf 100% 69 Minuten. Die anfangs vorgegebene Geschwindigkeit hält das Find X10 bis etwa 90% durch. Der Rest dauert dann etwas länger. Kabellos wird mit 50W geladen. Außerdem wird Reverse-Laden unterstützt, per Kabel und kabellos.

Testergebnis

Getestet von
Benjamin Kalt

Das Oppo Find X10 ist durch die Bank ein sehr gutes Smartphone, dessen Highlight der Akku mit langer Laufzeit und kurzer Ladezeit ist. Diesbezüglich kriegt ihr bereits beim Flaggschiff ohne Pro die absolute Spitzenklasse geboten. In allen anderen Bereichen muss das Find X10 jeweils minimal Federn lassen, allein schon, um den Respektabstand zum Find X10 Pro Max zu wahren.

Das Gehäuse ist schick und die Verarbeitung tadellos, aber das Oppo Find X10 ist auffallend rutschig. Ich bin außerdem kein Fan der vorab angebrachten Schutzfolie. Die Stereo-Speaker sind gut, aber nicht herausragend. Der Bildschirm hat eine hohe Auflösung und bietet 144Hz, könnte aber ein Stück heller sein. Die Leistung ist rundum überzeugend, aber der Dimensity 9600M ist auf dem Niveau der Vorjahresmodelle.

Letztendlich legitimiert das sehr überzeugende Kamera-Setup das Oppo Find X10 vollends als vollwertiges Flaggschiff. Die Bilder und Videos sind sehr überzeugend, wenngleich noch ein paar Bugs behoben werden müssen. Bei der Konnektivität ist die eingeschränkte eSIM-Funktionalität das Haar in der Suppe. Das Fehlen von UWB fällt sowieso kaum einem auf.

Rundum ist das Oppo Find X10 eine gute Wahl, aber zum Marktstart einfach noch zu teuer. Das gilt aber natürlich für fast jedes aktuelle Flaggschiff-Smartphone. Wir hoffen, dass sich die Preise mit der Zeit in Richtung oder besser unter 1.000€ bewegen.


Gesamtwertung
91%
Design und Verarbeitung
90 %
Display
90 %
Leistung und System
85 %
Kamera
90 %
Konnektivität
90 %
Akku
100 %

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Kommentare

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3 Kommentare
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Lutz Bernd
Gast
Lutz Bernd
3 Stunden her

Hätte ich das Oneplus 15 nicht noch da liegen, wäre das Find X10 gekauft.

Scharvogel
Gast
Der alte Papa
1 Stunde her
Antwort an  Lutz Bernd

Sowas kompaktes ist schon cool aber nur als Chinaversion mit dem größeren Akku.

sunny
Gast
sunny
3 Stunden her

zum Glück gibt es Realme, die Oppo-Preise sind für mich völlig überzogen in Europa.

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