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Vivo X500 Pro Max im Test

Getestet von Erik Schmid am Bewertung: 90%
Vorteile
  • enorme Akkulaufzeit
  • 90W Kabel & 40W kabelloses Laden
  • Dimensity 9600 Pro mit viel Leistung
  • starke 200MP-Telekamera
  • sehr gute Hauptkamera
  • exzellente Verarbeitung und schickes Design
  • top Display
  • sehr guter Ultraschall-Fingerabdrucksensor
Nachteile
  • starkes Throttling unter Last
  • eher hohes Gewicht
  • schwache Ultraweitwinkel-Kamera nachts
  • kleinerer Akku der Global-Version
  • teuer
Springe zu:
CPU MediaTek Dimensity 9600 Pro - 1 x 4,55 GHz + 3 x 4,5 GHz + 4 x 3,1 GHz
RAM 12GB RAM, 16GB RAM
Speicher 1 TB, 256GB, 512GB
GPU Mali-G2 Ultra NX - 1800MHz
Display 3168 x 1440, 6,9 Zoll 144Hz (AMOLED)
Betriebssystem OriginOS - Android 17
Akkukapazität 8000mAh
Ladegeschwindigkeit 90 Watt, 40 Watt (kabellos)
Speicher erweiterbar Nein
Hauptkamera 50MP + 200MP (dual) + 50MP (triple)
Frontkamera 50MP
USB-Anschluss USB-C 3.1 (10GBit/s)
Kopfhöreranschluss Nein
Entsperrung Fingerabdruck, Face-ID
4G 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 13, 17, 18, 19, 20, 25, 26, 28, 32, 34, 66, 38, 39, 40, 41
5G 1, 2, 3, 5, 7, 8, 12, 20, 25, 28, 38, 40, 41, 66, 75, 77, 78
NFC Ja
SIM Dual - nano, eSIM
Gewicht 229g
Maße 163 x 76,8 x 8,1mm
Antutu (v11) 4198091
Benachrichtigungs-LED Nein
Updatezeitraum 5 Jahre (Android) + 7 Jahre (Sicherheit)
Hersteller
Getestet am 06.11.2026

Das Vivo X500 Pro Max ist das neue, größte Modell von Vivos Pro-Reihe und beerbt das X300 Pro. Mit 200MP-Telekamera und ZEISS-Branding gibt sich das X500 Pro Max klar als Kamera-Smartphone zu erkennen. Dazu kommen der MediaTek Dimensity 9600 Pro aus der 2nm-Fertigung, ein großer Akku und ein 6,85 Zoll großes Display.

Vivo X500 Pro Max Test Vorderseite mit Verpackung

Für wen lohnt sich das Max gegenüber dem X500 Pro? Wer das größere Display, die stärkere Telekamera und mehr Akku will, ist hier richtig. Das X500 Pro bleibt die handlichere Alternative, ein eigener Test folgt.

Vivo X300 Pro vorgestellt Beitragsbild
Vivo X300 Pro
vivo X500 Pro Max Starry Gray Beitragsbild 900
Vivo X500 Pro Max
vivo X500 Pro Sunny White Beitragsbild 900
Vivo X500 Pro
Größe 161,2 x 75,5 x 8mm 163 x 76,8 x 8,1mm 152 x 71,9 x 8,1mm
Gewicht 226g 229g 197g
CPU MediaTek Dimensity 9500 - 1 x 4,2 GHz + 3 x 3,5 GHz + 4 x 2,7 GHz MediaTek Dimensity 9600 Pro - 1 x 4,55 GHz + 3 x 4,5 GHz + 4 x 3,1 GHz MediaTek Dimensity 9600 Pro - 1 x 4,55 GHz + 3 x 4,5 GHz + 4 x 3,1 GHz
RAM 12 GB RAM, 16 GB RAM 12 GB RAM, 16 GB RAM 12 GB RAM, 16 GB RAM
Speicher erweiterbar Nein Nein Nein
Display 2800 x 1260, 6,8 Zoll 120Hz (AMOLED) 3168 x 1440, 6,9 Zoll 144Hz (AMOLED) 2660 x 1216, 6,4 Zoll 144Hz (AMOLED)
Betriebssystem Android 16, OriginOS Android 17, OriginOS Android 17, OriginOS
Akku 6550 mAh (90 Watt)
kabelloses Laden
8000 mAh (90 Watt)
kabelloses Laden
6510 mAh (90 Watt)
kabelloses Laden
Kameras 50 MP + 200MP (dual) + 50MP (triple) 50 MP + 200MP (dual) + 50MP (triple) 50 MP + 64MP (dual) + 50MP (triple)
Frontkamera 50 MP 50 MP 50 MP
Anschlüsse USB-C 3.0 (5GBit/s), Dual-SIM USB-C 3.1 (10GBit/s), Dual-SIM USB-C 3.1 (10GBit/s), Dual-SIM
Entsperrung Fingerabdruck, Face-ID Fingerabdruck, Face-ID Fingerabdruck, Face-ID
Empfang 5G: n1, n2, n3, n5, n7, n8, n20, n25, n28, n38, n40, n41, n77, n78
4G: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 18, 19, 20, 25, 26, 28, 34, 66, 38, 39, 40, 41
5G: n1, n2, n3, n5, n7, n8, n12, n20, n25, n28, n38, n40, n41, n66, n75, n77, n78
4G: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 13, 17, 18, 19, 20, 25, 26, 28, 32, 34, 66, 38, 39, 40, 41
5G: n1, n2, n3, n5, n7, n8, n20, n25, n28, n38, n40, n41, n66, n75, n77, n78
4G: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 17, 18, 19, 20, 25, 26, 28, 32, 66, 38, 39, 40, 41
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Preise & Global-/China-Version

In Deutschland startet das Pro Max mit 12GB RAM und 256GB Speicher für 1.599€ UVP. Mit 512GB sind es 1.799€, mit 1TB 2.199€. Wir haben die China-Version über Tradingshenzhen importiert: Dort gibt es das Smartphone mit 12GB und 256GB ab rund 1.000€, die Version mit 12GB und 512GB kostet rund 1.160€.

Wer die Global-Version kauft, bekommt fast dieselbe Hardware. Unterschiede gibt es nur beim Akku, beim Lieferumfang und bei der Software. Darauf gehen wir in den jeweiligen Abschnitten ein. Die wichtige Frage lautet: Ist das X500 Pro Max als Import das bessere Kamera-Spitzenmodell?

Design und Verarbeitung

Das Vivo X500 Pro Max ist groß und schwer, das spürt ihr in der Hand. Es misst 163 x 76,8 x 8,1 Millimeter. Unser schwarzes Testgerät bringt 225 Gramm auf die Waage. Hier macht sich der riesige Akku bemerkbar.

Der Rahmen besteht aus Aluminium, die Rückseite ist zweifarbig im Two-Tone-Look gehalten. Uns gefällt dieser Look sehr gut. Unser Testgerät kommt in Schwarz und Dunkelgrau mit Glasfaser-Rückseite. Dominierendes Element ist der große runde Kamera-Ring mit Rändelung und ZEISS-Logo. Das Kameramodul steht trotzdem deutlich hervor. Auf dem Tisch kippelt das Smartphone nur marginal.

Front und Rückseite sind flach gehalten. Das Display schützt laut Vivo ein „Armor Glass“, das bei Stürzen robuster sein soll. Gegen Wasser und Staub ist das X500 Pro Max nach IP68 und IP69 abgedichtet. Die Verarbeitung gibt sich keine Blöße: kein Flex, keine Spaltmaße, nichts knarzt.

Links am Rahmen gibt es eine Zusatztaste, die sich frei belegen lässt. Wir haben sie im Alltag etwa als Schnellstart für die Kamera oder Taschenlampe genutzt. Rechts liegen Lautstärkewippe und Powerbutton, beide mit festem Druckpunkt. Der 3D-Ultraschall-Fingerabdrucksensor funktioniert sehr gut: Er entsperrt schnell und zuverlässig.

Insgesamt ist das X500 Pro Max ein massives, erstklassig verarbeitetes Flagship, das mit Größe und Gewicht den Preis für den Riesenakku einfordert.

Lieferumfang des Vivo X500 Pro Max

In der Box der China-Version findet ihr neben dem Smartphone:

  • 90W-Netzteil mit China-Stecker
  • USB-C-Kabel
  • farblich passende Schutzhülle
  • SIM-Nadel und Anleitungen

Die Global-Version kommt ohne Netzteil aus, hier liegen nur Hülle, Kabel, SIM-Nadel und Anleitung bei. Wer schnell laden will, braucht also ein eigenes Netzteil. Optional bietet Vivo Telekonverter an, ein 200mm-Modell für beide Pro-Modelle und ein 400mm-Modell exklusiv für das Pro Max. Dazu bringen wir einen eigenen Artikel.

Display des Vivo X500 Pro Max

Auf der Vorderseite prangt ein 6,85 Zoll großes AMOLED-Display mit LTPO-Technik. Die Auflösung beträgt 3168 x 1440 Pixel, was einer Dichte von 507ppi entspricht. Ab Werk war bei uns allerdings die niedrigere Stufe mit 2772 x 1260 Pixel aktiv, von Vivo „Ultra HD“ genannt. Die volle Auflösung müsst ihr in den Einstellungen einschalten. Den Unterschied seht ihr kaum. Texte und Kanten sind auf beiden Stufen knackscharf.

Die Bildwiederholrate reicht von 1Hz bis 144Hz, zur Auswahl stehen die Modi „Standard“, „Intelligente Anpassung“ und „Hoch“. Die vollen 144Hz werden im Alltag quasi nie genutzt, außer in manchen Spielen. Wichtiger ist die adaptive Absenkung auf 1Hz, die Strom spart.

Vivo nennt für das Display eine Spitzenhelligkeit von bis zu 4.400 Lux, lokal und bei HDR-Inhalten. Unsere Messung ergab 2.560 Lux im Automatikmodus und 980 Lux bei manueller Regelung. Sehr hell ist das Panel in jedem Fall, es liegt auf Spitzenniveau und bleibt draußen einwandfrei ablesbar.

Display Helligkeit (in Lux) Einheit: Lux
smartzone logo
3.090 Lux
2.560 Lux
2.100 Lux
2.100 Lux
2.070 Lux
1.730 Lux
0
400
800
1.200
1.600
2.000
2.400
2.800
3.200
3.600
4.000

Es gibt volle HDR-Unterstützung, und Widevine L1 ist auch in der China-Version an Bord. Streaming in voller Qualität ist also kein Problem. Dazu kommen 10-Bit-Farbtiefe und eine PWM-Dimmung mit 2.160Hz, die das Flimmern bei niedriger Helligkeit deutlich reduziert. Ein vollwertiges Always-on-Display darf nach Belieben konfiguriert werden.

Insgesamt ist das Display hell, scharf und flimmerarm, die 144Hz sind dagegen eher Marketing als echter Gewinn.

Leistung

Im Vivo X500 Pro Max arbeitet der MediaTek Dimensity 9600 Pro, gefertigt im 2-Nanometer-Verfahren bei TSMC. Er nutzt folgende Prozessorkerne: 2x Arm C2 Ultra mit 4,55GHz, 3x Arm C2 Pro mit 4,35GHz und 3x Arm C2 Pro mit 3,1GHz. Dazu kommt eine GPU vom Typ Mali-G2 Ultra NX.

Antutu (v11)
smartzone logo
Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6 4.407.530
Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6 4.218.039
MediaTek Dimensity 9600 Pro 4.198.091
Snapdragon 8 Elite Gen 5 4.075.522
Snapdragon 8 Elite Gen 5 3.918.182
Snapdragon 8 Elite Gen 5 3.791.684
MediaTek Dimensity 9500 3.779.661
0
500.000
1.000.000
1.500.000
2.000.000
2.500.000
3.000.000
3.500.000
4.000.000
4.500.000
5.000.000
Antutu (v12)
0
500.000
1.000.000
1.500.000
2.000.000
2.500.000
3.000.000
3.500.000
4.000.000
4.500.000
5.000.000
Geekbench Single (v6)
0
500
1.000
1.500
2.000
2.500
3.000
3.500
4.000
4.500
5.000
Geekbench Multi (v6)
0
2.000
4.000
6.000
8.000
10.000
12.000
14.000
16.000
18.000
20.000
3D Mark (Wildlife Extreme)
0
1.000
2.000
3.000
4.000
5.000
6.000
7.000
8.000
9.000
10.000

In den CPU-Benchmarks liegt das Pro Max klar vor dem Vivo X300 Pro und zählt zu den schnellsten Android-Geräten, die wir bislang in der Redaktion hatten. Bei der Grafikleistung im 3DMark muss es sich dagegen dem Vorgänger sogar leicht geschlagen geben. Praktisch spielt das keine Rolle: Im Alltag ist das X500 Pro Max sehr schnell. Apps starten ohne Verzögerung, und das System reagiert sofort.

Beim Arbeitsspeicher stehen 12GB oder 16GB LPDDR5X zur Wahl, unser Testgerät kommt mit 16GB. Der interne Speicher nutzt UFS 4.1 und erreicht bei uns rund 4.540MB/s beim Lesen und 4.200MB/s beim Schreiben. Wartezeiten gibt es hier praktisch nicht.

Die Schwachstelle ist die Dauerlast. Unter Volllast wird das Gerät richtig heiß. Im 3DMark erschien bei uns sogar die Warnmeldung, das Telefon sei zu heiß. Den CPU-Stresstest bricht es einfach nach ca. 8 Minuten ab und die App beendet sich. Unter langer Volllast drosselt das X500 Pro Max deutlich und wird spürbar heiß. Im Alltag und bei normalen Spielesessions merkt ihr davon nichts. Beim Gaming läuft das Pro Max ansonsten souverän. Aktuelle Spiele laufen flüssig in hohen Einstellungen, das Gehäuse wird dabei warm, aber nicht dramatisch heiß.

System

Das Vivo X500 Pro Max startet mit Android 17 und OriginOS 7 darüber. Der Sicherheitspatch unseres Testgeräts stammt vom September 2026. OriginOS ist auf der China- und der Global-Version ähnlich aufgebaut. Auch das chinesische System ist nach der ersten Einrichtung und dem Aufräumen sehr gut nutzbar, ungefähr auf dem Niveau der Global-Version, und bringt sehr viele Zusatzfunktionen und Tools mit.

Bei den Updates verspricht Vivo für die Global-Version fünf große Android-Updates plus sieben Jahre Sicherheits-Patches. Für die China-Version gibt es kein offizielles Versprechen. Beim Vivo X300 Ultra (zum Test) kamen die Updates auf der China-Version trotzdem zuverlässig an.

Auf der China-Version ist viel China-Software ab Werk installiert: ein eigener App-Store, ein KI-Assistent, eine Kurzvideo-App, und links vom Startbildschirm liegt eine Seite mit Kacheln für chinesische Bezahl-Apps. Ihr müsst also erst ordentlich aufräumen, bevor sich das Gerät wie gewünscht anfühlt. Das meiste lässt sich deinstallieren. Wie das geht, zeigt unsere Anleitung zum Entfernen von Bloatware.

Den Play Store haben wir nachgerüstet. Das Gerät besteht die Google-Integritätsprüfung in allen drei Stufen. Google Wallet und Banking-Apps laufen, und das kontaktlose Bezahlen an der Kasse hat im Test problemlos geklappt.

China-Version: Wir haben das Vivo X500 Pro Max als China-Version gekauft. Folgendes betrifft nicht die Global-Version!

  • deutsche Systemsprache, nur vereinzelt chinesische Begriffe
  • Play Store lässt sich nachrüsten
  • Google Wallet zum kontaktlosen Bezahlen
  • Banking-Apps laufen
  • Android Auto nutzbar
  • Widevine L1
  • vorinstallierte China-Apps lassen sich entfernen
  • VoLTE und WLAN-Telefonie

  • kein Quick Share
  • kein Google-Standortverlauf
  • Google Maps ohne Sprachsteuerung
  • Wear-OS-Uhren nur mit Einschränkungen
  • Wi-Fi 7 ohne 6-GHz-Band

Wie ihr die China-Version einrichtet und Benachrichtigungen zuverlässig zum Laufen bekommt, steht in unserer Anleitung zur Einrichtung der Vivo-China-Version. Alle Unterschiede zwischen China- und Global-Version beim X500 haben wir zudem in einem eigenen Artikel zum Vergleich der Versionen zusammengefasst. Die Global-Version kommt mit Google-Apps und Gemini ab Werk und beherrscht Quick Share inklusive Dateiaustausch mit iPhones.

Insgesamt funktioniert die China-Version in Deutschland nach einmaligem Aufräumen sehr gut, Einschränkungen gibt es nur für Wear-OS-Nutzer und für alle, die Quick Share brauchen.

Kamera des Vivo X500 Pro Max

Die Kamera ist der Schwerpunkt des X500 Pro Max und entstand wieder in Zusammenarbeit mit ZEISS. Die 200MP-Telekamera mit 85mm ist die größte Stärke, die Hauptkamera liefert auf hohem Niveau ab und auch die Zoomkamera ist richtig stark.

Kamera-Setup

  • Vivo X500 Pro Max Test Kameramodul in der HandHauptkamera: 50MP (Sony LYTIA L910), f/1,57, 1/1,28 Zoll, 24mm, Autofokus, OIS
  • Telekamera: 200MP (Samsung HP0), f/2,67, 1/1,4 Zoll, 85mm, Autofokus, OIS, 3,5-fach-Zoom
  • Ultraweitwinkel-Kamera: 50MP (Samsung JN5), f/2,0, 1/2,75 Zoll, 15mm, Autofokus
  • Selfie-Kamera: 50MP (Samsung JN1), f/2,0, 1/2,76 Zoll, 20mm, Autofokus

Die Hauptkamera kombiniert einen großen Sensor mit starker optischer Stabilisierung, die Telekamera setzt auf einen großen 200MP-Sensor und ist das Aushängeschild des Setups. Die Ultraweitwinkel-Kamera mit ihrem kleinen 1/2,75-Zoll-Sensor ist Standardkost und bleibt hinter der riesigen Ultraweitwinkel-Kamera des Vivo X300 Ultra zurück.

Hauptkamera Tageslicht

Bei Tageslicht liefert die Hauptkamera knackscharfe Bilder mit vielen Details. Die Farben fallen kräftig, aber natürlich aus, nichts wirkt übersättigt. Der Dynamikumfang ist sehr hoch: Helle Fassaden in praller Sonne bleiben strukturiert, während die Schattenpartien sauber durchgezeichnet sind. Bei Blumen und anderen Naheinstellungen entsteht ein schönes, natürliches Bokeh, ganz ohne Software-Trickserei. Einziger Wermutstropfen: Bei starkem Gegenlicht zeigen sich an Kanten leichte Farbsäume. Innenräume nimmt die Kamera hell und sauber auf. Auch der 2-fach-Zoom aus der Hauptkamera liefert saubere, detailreiche Ergebnisse. Wer auf die vollen 50 Megapixel umschaltet, bekommt noch etwas mehr Feinzeichnung.

Hauptkamera Nachtaufnahmen

Nach Einbruch der Dunkelheit bleibt das Niveau hoch. Die Aufnahmen sind hell, die Schärfe ist sehr gut, und der Look ist warm abgestimmt, ohne unnatürlich zu wirken. Lichtquellen hält die Kamera gut unter Kontrolle, aber Laternen strahlen etwas rein. Rauschen tritt kaum auf. Der Dynamikumfang bleibt auch im Dunkeln breit und der Weißabgleich stabil. Schwächer sieht es beim 2-fach-Zoom aus: Hier verliert die Hauptkamera bei wenig Licht sichtbar an Schärfe.

Ultraweitwinkel-Kamera

Tagsüber macht die Ultraweitwinkel-Kamera einen guten Job. Die Bilder überzeugen mit kräftigen Farben, zum Rand hin werden sie allerdings weicher. Nachts fällt sie deutlich ab: Es gibt weniger Details, feine Strukturen verschmieren sichtbar. Die Ultraweitwinkel-Kamera ist die schwächste Linse im Setup. Wer oft Weitwinkel-Aufnahmen bei wenig Licht macht, sollte das wissen. Tagsüber geraten kräftige Grüntöne gelegentlich etwas plakativ. Nachts stimmen Dynamik und Weißabgleich weiterhin. Es fehlt vor allem an Zeichnung.

Zoom-Aufnahmen

Die 3,5-fach-Telekamera ist das Highlight des X500 Pro Max. Sie liefert sehr viele Details, tolle Farben und ein schönes Bokeh. Auch für Nahaufnahmen eignet sie sich sehr gut, denn als Tele-Makro fokussiert sie schon ab 15cm. Selbst der 10-fach-Zoom ist super nutzbar. Mit der Reichweite ergeben sich ganz neue Möglichkeiten in der Praxis. Grenzen zeigen sich bei Nacht in sehr dunklen Ecken, dann wirken Details mitunter gemalt. Aber es ist immer noch erstaunlich: Die Bilder sind heller, als die Szene es tatsächlich ist. Zwischen den Zoomstufen gibt es Unterschiede: Ab 7-fach wirken die Bilder knackiger als in den Stufen darunter. Bei 10-fach greift die Nachschärfung sichtbarer ein. Fürs Teilen reicht die Qualität trotzdem. Zu den optionalen Telekonvertern bringen wir einen eigenen Artikel.

Porträt-Aufnahmen

Porträts gelingen mit 2-fach-Zoom (50mm) und mit der 85mm-Telekamera gleichermaßen gut. Die Hauttöne wirken sehr natürlich, die Motivabtrennung arbeitet sauber bis in die Haarspitzen, und das Bokeh sieht angenehm weich aus. Personen fotografiert ihr mit diesem Gerät einfach gern. Mit kurzer Brennweite bleibt die Freistellung dezent. Je länger die Brennweite, desto natürlicher wirkt das Bokeh.

Selfies

Die Selfie-Kamera arbeitet mit 20mm Brennweite und liefert scharfe Bilder mit gutem Dynamikumfang. Für Gruppen-Selfies ist der Blickwinkel weit genug, mehrere Personen bekommt ihr ohne Verrenkungen ins Bild. Die Hauttöne wirken lebensecht und bleiben auch bei wenig Licht brauchbar. Die Detailzeichnung fällt allerdings ungleichmäßig aus: Weiche Partien wechseln sich mit hart nachgeschärften Bereichen wie Bartstoppeln ab.

Videos

Aufgenommen wird mit bis zu 8K bei 30 Bildern pro Sekunde und 4K bei bis zu 120 Bildern. Mit der Hauptkamera sind sogar 4K mit 240 Bildern möglich, das ist allerdings ein reiner Zeitlupenmodus. Dazu kommen Log-Aufnahmen mit 10 Bit und Dolby Vision. Für den Ottonormalnutzer ist das Software-Overkill, diese Ausstattung zielt klar auf Filmer. Die Kamera-App ist entsprechend umfangreich. Ihr müsst euch erst zurechtfinden, dafür gibt es sehr viele Optionen. Es ist eben ein Profi-Smartphone und der “Pro”-Modus bietet immens viel:

Vivo X500 Pro Max Test Videos

Die Stabilisierung arbeitet sehr gut, die Hauptkamera bügelt Bewegungen fast gimbal-artig glatt. Vier Mikrofone sorgen für astreinen Ton. Die Farben sind im Video zurückhaltender abgestimmt als bei Fotos. Der Kontrast stimmt über alle drei Rückkameras hinweg. Nachts bleibt die Hauptkamera stark, während die Telekamera weicher wird und sichtbarer rauscht.

Zwischenfazit Kamera

Das X500 Pro Max setzt auf eine starke Hauptkamera und eine exzellente Telekamera, während die Ultraweitwinkel-Kamera das schwächste Glied bleibt. Wie sich das X500 Pro Max gegen Oppo, Xiaomi und Honor schlägt, zeigt unser Kameravergleich der vier Pro-Max-Modelle.

Konnektivität und Kommunikation

Vivo X500 Pro Max Test USB C SIM SlotDas Vivo X500 Pro Max ist ein Dual-SIM-Smartphone mit zwei Slots für SIM-Karten. Zum Thema eSIM: Die Global-Version unterstützt eSIM offiziell. Die China-Version kann ebenfalls eSIM. Mit einem europäischen Profil hat das bei uns reibungslos funktioniert. Eine Alternative sind eSIM-Adapter.

LTE-Band 20 ist auch in der China-Version an Bord, sodass das Gerät problemlos in deutschen Netzen funkt. VoLTE und WLAN-Anrufe funktionieren. Die unterstützten Bänder der China-Version im Überblick:

  • 5G: n1/n2/n3/n5/n7/n8/n18/n20/n25/n26/n28/n34/n38/n39/n40/n41/n48/n66/n77/n78/n79
  • 4G (LTE): 1/2/3/4/5/7/8/18/19/20/25/26/28/34/38/39/40/41/42/43/48/66

Die Bänder der DE-Version:

  • 5G: n1/n2/n3/n5/n7/n8/n12/n20/n25/n26/n28/n38/n40/n41/n66/n71/n75/n77/n78/n79
  • 4G (LTE): 1/2/3/4/5/7/8/12/13/17/18/19/20/25/26/28/32/34/38/39/40/41/42/43/48/66/71

Beim WLAN setzt Vivo auf Wi-Fi 7, allerdings mit einem Unterschied: Die China-Version kommt ohne 6-GHz-Band, die Global-Version unterstützt es. Bluetooth 6.0 ist mit den Codecs LDAC, aptX HD und LHDC 5.0 an Bord. NFC für kontaktloses Bezahlen und ein Infrarot-Sender sind ebenfalls vorhanden. Was fehlt, ist UWB, und auch ein Barometer gibt es nicht. In dieser Preisklasse ist das ein Kritikpunkt.

An der Unterseite findet sich der USB-C-Anschluss nach USB 3.1 mit 10Gbit/s und DisplayPort-Ausgang. Das Smartphone lässt sich also auch an einen Monitor anschließen, und verwandelt sich dort sogar in einen Mini-PC-Ersatz. Der Vibrationsmotor vibriert straff und präzise.

Die Ortung war in unserem Test schnell und auf 1m sehr genau. Dual-GPS wird bei GPS, Galileo und BeiDou genutzt. Die Stereo-Lautsprecher sind brauchbar und alltagstauglich. Für Videos, Podcasts und Freisprechen reichen sie locker. Auf dem Niveau von Xiaomi, Honor oder Apple spielen die Lautsprecher allerdings nicht.

Akkulaufzeit des Vivo X500 Pro Max

Vivo verbaut im X500 Pro Max einen Akku mit einer Kapazität von 8.000mAh, allerdings nur in der China-Version. Die Global-Version muss mit 6.750mAh auf zwei Zellen auskommen, das sind rund 14 Prozent weniger Akkuenergie. Zum Vergleich: Das X300 Pro hatte in der China-Version noch 6.650mAh.

Akkulaufzeit (60Hz) Einheit: Stunden
smartzone logo
8.000 mAh 29,9 Std
7.050 mAh 29 Std
8.500 mAh 27,5 Std
8.800 mAh 25,9 Std
6.800 mAh 24,5 Std
6.550 mAh 22,5 Std
6.600 mAh 20,6 Std
0
5
10
15
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25
30

Im PCMark-Benchmark, bei 200 Lux Displayhelligkeit, 60Hz und der niedrigeren Auflösung, hält die China-Version fast 30 Stunden durch. Der PC Mark Benchmark läuft auf dem Vivo X500 Pro Max mit maximal 60 Hertz: Die Laufzeit unterscheidet sich nur durch die Displayauflösung.

Die Global-Version haben wir nicht gemessen. Rechnerisch kommt sie mit dem kleineren Akku auf rund 25 Stunden. Da die China-Version ohne Google-Dienste im Hintergrund meist etwas sparsamer läuft, dürfte die Global-Version eher darunter liegen.

Im Alltag überzeugt die Ausdauer vollauf: Reichweitenangst kommt mit dem Pro Max nie auf. Zwei Tage bei intensiver Nutzung sind drin.

Ladegeschwindigkeit Einheit: Minuten
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100 Watt 49 min
100 Watt 49 min
90 Watt 50 min
100 Watt 53 min
90 Watt 54 min
100 Watt 56 min
90 Watt 71 min
0
10
20
30
40
50
60
70
80

Die maximale Ladeleistung schafft das Vivo X500 Pro Max mit dem 90W-Netzteil mit eigener Schnellladetechnik. Von 2 auf 100 Prozent vergehen 71 Minuten, nach 33 Minuten stehen 50 Prozent im Akku, nach 53 Minuten 80 Prozent. Das ist langsamer als beim X300 Pro mit seinen rund 54 Minuten, was am deutlich größeren Akku liegt. Angesichts der Kapazität ist das Tempo ordentlich.

Kabellos lädt das X500 Pro Max mit bis zu 40W, allerdings nur mit Vivos Vertical Wireless FlashCharger 2. Mit einem normalen USB-C-Netzteil per Power Delivery und PPS haben wir in der Spitze 55W gemessen. Beim Spielen lässt sich das Bypass-Laden aktivieren, bei dem der Strom direkt ins System fließt und den Akku schont. Ein Ladelimit zum Schutz des Akkus und eine Restlaufzeit-Anzeige sind ebenfalls an Bord.

Testergebnis

Getestet von
Erik Schmid

Das Vivo X500 Pro Max ist ein Spitzenmodell mit starken Kameras und ausdauerndem Akku: groß, schwer und in vielen Disziplinen an der Spitze. Die außergewöhnlichsten Features sind die 200MP-Telekamera und die Akkulaufzeit der China-Version von locker zwei Tagen. Natürlich gibt es auch ein sehr helles Display, hohe Leistung, einen sehr guten Ultraschall-Fingerabdrucksensor, Schutz nach IP68/69 und sogar schnelles kabelloses Laden.

Auf der anderen Seite ist das Gerät groß und schwer, was im Alltag spürbar bleibt. Unter Dauerlast wird es heiß und drosselt die Leistung deutlich. Im Alltag ist das egal, für Dauer-Gamer aber ein Thema. Ein Snapdragon-Chip hätte in der Preisklasse vermutlich doch mehr Prestige. Die Ultraweitwinkel-Kamera ist nachts schwach. Die Lautsprecher sind nur ordentlich. Die China-Version bringt viel China-Software mit, die ihr erst aufräumen müsst, und Quick Share fehlt.

Die Global-Version kostet ab 1.599€ (12GB + 256GB) und hat dafür sogar den kleineren Akku. Die spannende Wahl ist der China-Import ab rund 1.000€ mit größerem Akku. Hier bietet das Vivo X50 Pro Max ein starkes Gesamtpaket. Über die UVP hierzulande müssen wir gar nicht diskutieren: Das ist krank teuer und das Gerät auch nicht wert.

Alternativen sind der Vorgänger Vivo X300 Pro (zum Test), solange erhältlich, und das kompaktere Vivo X500 Pro, dessen Test folgt. Außerdem hat das Vivo X300 Ultra (zum Test) ein noch besseres Kamera-Setup und das Xiaomi 18 Pro Max eine ähnlich gute Kamera plus rückseitiges Display. Wer die Kameras im Detail vergleichen will, findet alles in unserem Kameravergleich der vier Pro-Max-Modelle.


Gesamtwertung
90%
Design und Verarbeitung
90 %
Display
90 %
Leistung und System
85 %
Kamera
90 %
Konnektivität
90 %
Akku
95 %

Preisvergleich

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