| CPU | Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6 - 2 x 5GHz + 3 x 4GHz + 3 x 3,7GHz |
|---|---|
| RAM | 12GB RAM, 16GB RAM |
| Speicher | 1 TB, 256GB, 512GB |
| GPU | Adreno 850 |
| Display | 2868 x 1320, 6,8 Zoll 120Hz (AMOLED) |
| Betriebssystem | Magic UI - Android 17 |
| Akkukapazität | 8800mAh |
| Ladegeschwindigkeit | 100 Watt, 80 Watt (kabellos) |
| Speicher erweiterbar | Nein |
| Hauptkamera | 200MP + 200MP (dual) + 50MP (triple) |
| Frontkamera | 55MP |
| USB-Anschluss | USB-C 3.0 (5GBit/s) |
| Kopfhöreranschluss | Nein |
| Entsperrung | Fingerabdruck, Face-ID |
| NFC | Ja |
| SIM | Dual - nano, eSIM |
| Gewicht | 233g |
| Maße | 162 x 77 x 8,6mm |
| Antutu (v11) | 4218039 |
| Benachrichtigungs-LED | Nein |
| Updatezeitraum | 7 Jahre (Android & Sicherheit) |
| Hersteller | Honor |
| Getestet am | 31.10.2026 |
Mit dem Honor Magic 9 Pro Max schickt der Hersteller sein neues Flagship ins Rennen, das es bisher nur in China zu kaufen gibt. Vorgestellt hat Honor es Anfang Oktober 2026 zusammen mit dem kleineren Honor Magic 9, und die Ausstattung liest sich beeindruckend: eine Kamerapartnerschaft mit Arri, zwei Kameras mit je 200MP, der neue Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6 und ein 8.800mAh-Akku. Als Import ist das Magic 9 Pro Max bei Tradingshenzhen ab 977€ für die Version mit 12/256GB zu haben, unser Testgerät mit 12/512GB kostet dort 1.067€.
Im Test schauen wir uns vor allem an, wie sich die China-Version im deutschen Alltag schlägt: Gibt es Probleme mit den Google-Diensten oder dem Netzempfang? Wir klären außerdem, was der Sprung vom Honor Magic 8 Pro (zum Test) bringt und ob die Kamera hält, was die Arri-Partnerschaft verspricht. Die Europa-Version mit Global-ROM soll laut Honor erst im Januar 2027 kommen. Da sind Vivo und Oppo mit ihren Pro Max Geräten aktuell schneller.
![]() Honor Magic 8 Pro |
![]() Honor Magic 9 Pro Max |
|
| Größe | 161 x 75 x 8,6mm | 162 x 77 x 8,6mm |
| Gewicht | 219g | 233g |
| CPU | Snapdragon 8 Elite Gen 5 - 2 x 4,6GHz + 6 x 3,6 GHz | Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6 - 2 x 5GHz + 3 x 4GHz + 3 x 3,7GHz |
| RAM | 12 GB RAM | 12 GB RAM, 16 GB RAM |
| Speicher erweiterbar | Nein | Nein |
| Display | 2808 x 1256, 6,7 Zoll 120Hz (AMOLED) | 2868 x 1320, 6,8 Zoll 120Hz (AMOLED) |
| Betriebssystem | Android 16, Magic UI | Android, Magic UI |
| Akku |
6270 mAh (100 Watt)
kabelloses Laden |
8800 mAh (100 Watt)
kabelloses Laden |
| Kameras | 50 MP + 200MP (dual) + 50MP (triple) | 200 MP + 200MP (dual) + 50MP (triple) |
| Frontkamera | 50 MP | 55 MP |
| Anschlüsse | USB-C 3.0 (5GBit/s), Dual-SIM | USB-C 3.0 (5GBit/s), Dual-SIM |
| Entsperrung | Fingerabdruck, Face-ID | Fingerabdruck, Face-ID |
| Empfang |
5G: n1, n2, n3, n5, n7, n8, n12, n20, n25, n28, n38, n40, n41, n66, n75, n77, n78 4G: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 13, 17, 18, 19, 20, 25, 26, 28, 32, 34, 38, 39, 40, 41 |
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| Zum Testbericht |
Design und Verarbeitung
Das Design des Magic 9 Pro Max ist eigenwillig. Front und Rahmen wirken wie beim iPhone abgekupfert, dazu kommt im typischen China-Look ein riesiges, rundes Kameramodul auf der Rückseite. Die berüchtigte „Kochplatte“ ist wohl kaum ein gelungenes Design-Element. Auf der Kamerainsel prangt ein Arri-Schriftzug.
An der Haptik gibt es dagegen nichts auszusetzen. Das Metallgehäuse fühlt sich gut an und liegt stabil in der Hand. Mit 161,6 x 77 x 8,6 Millimeter, 233 Gramm ist das Smartphone groß und schwer. Zum Vergleich: Das Magic 8 Pro kommt auf 161 x 75 x 8,6 Millimeter, 219 Gramm. Das Magic 9 Pro Max ist also breiter und 14 Gramm schwerer. Im Alltag macht sich das Gewicht bemerkbar, störend finde ich es aber nicht. Der Rahmen besteht aus Aluminium, die Rückseite aus Glas. Zudem ist das Gerät nach IP68, IP69 und IP69K zertifiziert. Neben unserem silbernen Testgerät gibt es die Farben Grün und Schwarz.
Powerbutton und Lautstärkewippe sitzen rechts, dazu gibt es einen Kamera-Knopf an der Seite. Entsperren könnt ihr per Fingerabdrucksensor oder per 3D-Gesichtsentsperrung mit eigener Tiefenkamera neben der Selfie-Kamera. Beides funktioniert problemlos.
Der USB-C-Anschluss arbeitet laut unserer Messung mit 5Gbit/s (USB 3.0). Honor legt allerdings nur ein USB-2.0-Kabel bei, für das volle Tempo braucht ihr ein eigenes USB-3-Kabel. Eine Bildausgabe per DisplayPort ist ebenfalls möglich. An der Oberseite sitzt ein IR-Sender.
Insgesamt ist das Magic 9 Pro Max sauber verarbeitet und fühlt sich hochwertig an, geschmacklich bleibt die Kochplatte auf der Rückseite aber grenzwertig.
Lieferumfang des Honor Magic 9 Pro Max
Im Karton findet sich ordentlich Zubehör:
- 100W-Netzteil
- USB-A auf USB-C-Kabel
- Schutzhülle aus Silikon
- SIM-Nadel
Eine Displayschutzfolie ist ab Werk nicht aufgebracht. Die Hülle wirkt eher billig, schützt das Gerät aber gut.
Display des Honor Magic 9 Pro Max
Das Magic 9 Pro Max hat ein 6,8 Zoll großes OLED-Display mit LTPO-Technik und einer Auflösung von 2868 x 1320 Pixel. Die Darstellung ist jederzeit gestochen scharf, wobei Honor auch intelligent (oder dauerhaft) auf 2390 x 1100 Pixel wechselt. Bei der Bildwiederholrate gibt es drei Modi: „Dynamisch“ als Werkseinstellung passt die Rate bis 120Hz an den Inhalt an und geht bei statischem Bild auf 1Hz herunter.
Bei der Helligkeit messen wir 2.200 Lux in der Spitze, Honor selbst nennt sogar 10.000 Lux. Das ist ein durchschnittlicher Wert, aber etwas mehr als beim Magic 8 Pro mit 1.870 Lux. Zum Vergleich: Das Google Pixel 11 Pro XL kommt auf 2.900 Lux, das Vivo X300 Ultra (zum Test) auf 3.090 Lux. Im Sonnenlicht bleibt die Anzeige damit gut ablesbar.
Volle HDR-Unterstützung gibt es mit Dolby Vision, HDR10, HDR10+ und HLG, AV1-Videos dekodiert die Hardware direkt. Einen dicken Haken hat die China-Version aber: Widevine gibt es nur in Stufe L3. Streaming-Apps wie Netflix oder Prime Video laufen damit höchstens in niedriger Auflösung, unser DRM-Check meldet maximal 540p. HD und 4K sind gesperrt. Für Serienfans ist das ein echter Minuspunkt.
Insgesamt ist das Display des Magic 9 Pro Max scharf, flüssig und ausreichend hell; nur Widevine L3 trübt das Bild.
Leistung
Der Prozessor ist der Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6, Qualcomms neuer Spitzenchip, gefertigt in 2 Nanometer.
Gegenüber dem Magic 8 Pro legt das Magic 9 Pro Max rund 13 Prozent in AnTuTu zu, dazu kommen rund 10 Prozent mehr CPU-Leistung im Mehrkern-Test und 19 Prozent mehr Grafikleistung. Im Grafik-Test 3DMark Wild Life Extreme gehört es zu den schnellsten Smartphones, die wir je gemessen haben: Nur die Gaming-Smartphones RedMagic 11S Pro (zum Test) und RedMagic 11 Pro liegen knapp davor, Xiaomi 18 Pro Max und Oppo Find X10 Pro Max knapp dahinter. Im Alltag öffnet sich alles ohne Wartezeit, und auch anspruchsvolle Games könnt ihr problemlos zocken.
Je nach Version stehen 12 oder 16GB RAM zur Verfügung, unser Testgerät hat 12GB. Der Speicher ist UFS 4.1 mit 256GB, 512GB oder 1TB. Wir messen 4.443MB/s beim Lesen und 4.439MB/s beim Schreiben, das sind Top-Werte. Ab Werk ist zudem eine „RAM-Erweiterung“ um 12GB aktiv. Dafür borgt sich das System Flash-Speicher, der viel langsamer ist als echter RAM. Schaltet die Funktion besser ab.
Unter Dauerlast zeigt sich die Kehrseite. Im CPU-Dauertest über 30 Minuten fällt die Leistung in den ersten zehn Minuten langsam auf rund 75 Prozent, danach pendelt sie zwischen rund 15 und 85 Prozent. Das ist starkes Thermal Throttling. Auch im Grafik-Dauertest über 20 Runden liegt die Stabilität bei nur 52,5 Prozent, die Leistung halbiert sich also fast. In den ersten fünf Runden fällt sie gleichmäßig, danach im Sägezahnmuster. Die Ausgangsleistung ist aber so hoch, dass auch der gedrosselte Wert noch genügt.
Für Spieler heißt das: Die Leistung reicht für aktuelle Spiele in hohen Einstellungen. In Zukunft könnte es aber eng werden, denn die Spitzenleistung hält nicht lange durch.
System
Ab Werk läuft Android 17 mit MagicOS 11. Da es das Magic 9 Pro Max bisher nur aus China gibt, ist die Software-Situation der entscheidende Punkt im Alltag. Die gute Nachricht vorweg: Die Systemsprache Deutsch ist vorhanden, die vorinstallierten China-Apps lassen sich löschen, und der Google Play Store ist schnell installiert. Ich habe das Gerät nach unserer Anleitung eingerichtet (Anleitung: Honor Smartphones aus China einrichten), und es hat alles super geklappt. Google Wallet und Banking-Apps laufen.
Was nicht geht: Wear-OS-Smartwatches lassen sich nicht koppeln, der Google-Standortverlauf fehlt, und ein anderer Launcher lässt sich nicht einrichten. Dazu kommt das bereits erwähnte Widevine L3 beim Streaming. Android Auto unterstützen Honor-Smartphones aus China dagegen problemlos.
Ein praktischer Hinweis noch: MagicOS beendet Apps im Hintergrund recht konsequent. Damit Messenger und Apps mit Hintergrunddienst zuverlässig laufen, stellt ihr sie in der App-Start-Verwaltung auf „Manuell“ mit Auto-Start und Hintergrundaktivität.
Bei den Updates kam während unseres Tests ein OTA-Update auf MagicOS 11.0.0.111 an. Eine verbindliche Updatezusage für die China-Version nennt Honor nicht. Das ist typisch für China-Smartphones, die Hersteller versorgen die Geräte trotzdem normal mit Updates.
Insgesamt funktioniert die China-Version mit MagicOS 11 in Deutschland erstaunlich gut, solange ihr ohne Wear-OS-Uhr leben könnt.
Kamera des Honor Magic 9 Pro Max
Auf dem Papier fährt das Honor Magic 9 Pro Max eines der stärksten Kamera-Setups des Jahres auf: gleich zwei Kameras mit 200 Megapixeln und eine große Hauptkamera. In der Praxis liefert es gute Fotos, gegen die extrem starke Konkurrenz reicht es in unserem Kameravergleich der vier Pro-Max-Modelle aber nur für den letzten Platz. Am stärksten ist das Honor beim Zoom.
Kamera-Setup
- Hauptkamera: 200 Megapixel, f/1.57, 1/1.28 Zoll, 24mm, Autofokus, OIS
- Telekamera: 200 Megapixel, f/2.6, 1/1.4 Zoll, 85mm, Autofokus, OIS, 3,5-fach Zoom
- Ultraweitwinkel-Kamera: 50 Megapixel, f/2.0, 1/2.88 Zoll, 12mm, Autofokus
- Selfie-Kamera: 55 Megapixel, f/2.0, quadratischer Sensor
Gegenüber dem Vorgänger Magic 8 Pro steigt vor allem die Auflösung der Hauptkamera auf 200 Megapixel, Telekamera und Ultraweitwinkel-Kamera bleiben unverändert. Die Selfie-Kamera nutzt ihren quadratischen Sensor für Fotos im Hoch- und Querformat, ohne dass ihr das Handy drehen müsst. Daneben sitzt eine 3D-Kamera für die Gesichtsentsperrung.
Hauptkamera Tageslicht
Draußen liefert die Hauptkamera kräftige, sehr satte Farben mit tiefblauem Himmel, in Innenräumen wirken die Bilder dagegen neutral bis nüchtern. Der Dynamikumfang fällt im direkten Vergleich zu gering aus, Schattenpartien unter Bäumen werden schnell dunkel. Die Details sind gut, wirken in der 100-Prozent-Ansicht aber leicht digital nachgeschärft.
Hauptkamera Nachtaufnahmen
Nachts sind die Aufnahmen hell, sauber und ohne sichtbares Rauschen, der Fokus sitzt. Helle, angestrahlte Fassaden fressen aber aus, Bäume und Flächen wirken in der Vergrößerung verwaschen, und der Weißabgleich schwankt. Im Vergleich liegt das Honor hinter der Konkurrenz.
Ultraweitwinkel-Kamera
Mit 12mm bekommt ihr viel aufs Bild, am Rand fällt dafür eine deutliche Verzerrung auf. Tagsüber stimmen die Farben, in der Vergrößerung wirken die Aufnahmen aber weich.
Nachts werden die Bilder deutlich dunkler und detailärmer als bei den Vergleichsgeräten, Rauschen ist dagegen kein Thema.
Zoom-Aufnahmen
Die Telekamera mit 85mm ist die Stärke des Honor: am Tag knackscharf, mit gutem Dynamikumfang und stimmigen Farben. Auch Nahaufnahmen gelingen dank der kurzen Naheinstellgrenze von rund 15 Zentimetern mit natürlicher Hintergrundunschärfe.
Nachts legt sich ein deutlicher Grünstich über die Aufnahmen der Telekamera. Positiv ist, dass die Bilder sehr hell sind. Allerdings gehen dabei etwas mehr Details verloren als bei manchem Konkurrenten.
Porträt-Aufnahmen
Schärfe und Fokus stimmen, die Motivabtrennung ist sauber. Mit der Hauptkamera zeigen die Hauttöne aber einen Gelbstich, mit der Telekamera mit 85mm einen Gelb-Grünstich. Eigentlich wären die Ergebnisse sehr gut, aber wegen der Farbabstimmung können wir hier kein Lob verteilen.
Selfies
Die Selfie-Kamera liefert ordentlich scharfe Aufnahmen, die aber etwas flach wirken, und die Gesichter sind weniger gut ausgeleuchtet. Einen Autofokus hat sie nicht.
Videoaufnahmen
Alle rückseitigen Kameras und auch die Selfie-Kamera filmen in 4K mit 60fps. Die Hauptkamera überzeugt mit sehr guter Stabilisierung, guter Dynamik und eher zurückhaltenden, natürlichen Farben statt übersättigter Töne. Bei der Ultraweitwinkel-Kamera wirken die Farben weniger natürlich und die Qualität fällt sichtbar ab. Ab 3,5-facher Vergrößerung schaltet die App auf die Telekamera um: gute Qualität, ruhige Stabilisierung selbst beim Gehen mit starkem Zoom, sauberer Autofokus. Einen spürbaren Komfortgewinn gibt es bei der Selfie-Kamera: Dank des quadratischen Sensors filmt ihr im Querformat, während ihr das Handy ganz normal hochkant haltet. Das ist ideal fürs Vlogging, mit natürlichem Bild und guter Qualität. Auch der Ton ist gut!
Während der Aufnahme lässt sich nicht zwischen Selfie-Kamera und Rückkameras wechseln, dafür müsst ihr die Aufnahme unterbrechen. Insgesamt ist das Magic 9 Pro Max für Videoaufnahmen ein wirklich gutes Smartphone; im High-End-Bereich bekommt ihr fast alles, was ihr braucht.
Zwischenfazit Kamera
Das Honor Magic 9 Pro Max hat ein gutes Kamera-Setup und knüpft an die Leistung des Vorgängers an. Ihr bekommt am Tag exzellente Fotos und Videos von allen drei Kameras, und auch bei Nacht sind Haupt- und Telekamera noch sehr gut. Die Selfies ordnen wir als durchschnittlich ein. Schade ist, dass die Porträts eine unnatürliche Hautfarbe zeigen.
Einen Vergleich mit den Pro-Max-Modellen von Oppo, Vivo und Xiaomi findet ihr in unserem großen Kameravergleich der vier Pro-Max-Modelle. Trotz des insgesamt guten Ergebnisses zeigt sich dort, dass die Konkurrenz noch mehr liefert.
Konnektivität und Kommunikation
Das Magic 9 Pro Max nimmt zwei SIM-Karten auf, dazu kommt eine eSIM mit bis zu zwei Profilen. Die eSIM-Funktion ist bei der China-Version neu. Die eSIM bucht sich problemlos ins Netz ein und liefert mobile Daten. Wir haben aber eine Besonderheit bei ausländischen eSIMs mit Roaming festgestellt: Dort kann es dazu kommen, dass Honor nicht zurückwechselt, wenn es von einem Netz abgewiesen wird. Sollte euch dieses Problem begegnen, solltet ihr in den Mobilfunk-Einstellungen das funktionierende Netz manuell auswählen.
Eine offizielle Liste der 4G- und 5G-Bänder veröffentlicht Honor für die China-Version nicht, und Angaben auf Seiten wie Kimovil sind grundsätzlich reine Fantasie. Wir haben das Gerät im LTE-Netz auf Band 1, 7, 20 und 28 gesehen und hatten keine Probleme im 5G-Netz (NSA) von Vodafone und O2. LTE-Band 20 ist also dabei, damit sollte es hierzulande keine Einschränkung geben. Fehlt Flagships aus China ein LTE-Band, ist es normalerweise genau dieses.
Bei der drahtlosen Verbindung gibt es WiFi 7, allerdings nur im 2,4- und 5-GHz-Band, das 6-GHz-Band fehlt. Bluetooth 6.3 ist an Bord, mit den Codecs SBC, AAC, aptX, aptX HD, aptX Adaptive, LDAC und LE Audio. Dual-GPS (GPS, Galileo und BeiDou auf mehreren Frequenzen) sowie GLONASS und NavIC sorgen für die Standortbestimmung, die im Test auf rund 3 Meter genau klappte. NFC gibt es natürlich, und über den IR-Sender mit Fernbedienungs-App steuert ihr Fernseher, Klimaanlage und mehr. UWB und ein Barometer fehlen.
Die Lautsprecher sind eine der größten Stärken des Magic 9 Pro Max: sehr laut, mit kräftigem Bass und viel Volumen. Für mich klingt das Honor noch besser als das Vivo X300 Ultra und mindestens auf dem Niveau des Xiaomi 17 Ultra (zum Test). Der Sound ist wirklich ausgezeichnet.
Akkulaufzeit des Honor Magic 9 Pro Max
Der Akku des Magic 9 Pro Max hat 8.800mAh. Das Magic 8 Pro kam auf 6.270mAh, das sind also rund 40 Prozent mehr Kapazität.
Im PCMark-Akkutest hält das Magic 9 Pro Max rund ein Viertel länger durch als das Magic 8 Pro. Das ist ein sehr gutes Ergebnis, ganz an die Spitze reicht es trotz des riesigen Akkus aber nicht: Das Oppo Find X9 Ultra (zum Test) und das Poco F9 Ultra laufen noch einmal deutlich länger.
Im Alltag ist das trotzdem mehr als genug. Selbst an einem intensiven Tag bekommt ihr das Honor kaum leer, zwei Tage am Stück sind problemlos drin. Wer das Smartphone wenig nutzt, kommt sogar auf drei Tage.
Mit dem beiliegenden 100W-Netzteil ist der Akku in knapp einer Stunde voll, nach einer halben Stunde ist er schon über die Hälfte geladen. Das Magic 8 Pro war mit seinem kleineren Akku etwas schneller. Anders sieht es mit einem fremden Netzteil aus: Über ein Netzteil mit PowerDelivery PPS dauert die Ladung extrem lange, fast drei Stunden für 90 Prozent. China-Smartphones unterstützen PowerDelivery oft nur sehr eingeschränkt, und das Magic 9 Pro Max bildet da keine Ausnahme. Nutzt also das beiliegende Netzteil. Kabellos lädt das Honor laut Hersteller mit bis zu 80W; getestet haben wir das nicht, da uns kein spezielles Honor-Ladepad zur Verfügung stand. Andere Geräte lädt es per Kabel mit bis zu 27W und auch kabellos.
Testergebnis
Das Honor Magic 9 Pro Max ist auf dem Papier eines der stärksten Smartphones des Jahres, und in vielen Bereichen liefert es genau das ab. Auf der Habenseite stehen eine Spitzenleistung, ein riesiger Akku mit zwei Tagen Laufzeit, ausgezeichnete Lautsprecher, eine starke Telekamera, sehr gute Videos und eSIM in der China-Version.
Auf der Negativseite steht aber auch einiges: Die Fotos sind gut, im Vergleich mit der extrem starken Pro-Max-Konkurrenz reicht es trotzdem nur für den letzten Platz; am stärksten ist das Honor beim Zoom. Unter Dauerlast drosselt es kräftig, an einem Netzteil mit PowerDelivery PPS lädt es quälend langsam, und wegen Widevine L3 gibt es bei Netflix und Co. höchstens niedrige Auflösung. Dazu kommen die Einschränkungen der China-Version, etwa keine Wear-OS-Uhren, und das eigenwillige Design.
Als Import ab 977€ ist das Magic 9 Pro Max ein spannendes Gerät für alle, die Zoom, Klang und Leistung über alles stellen und mit der China-Version leben können. Ein wirklich gutes Preis-Leistungs-Verhältnis können wir dem Gerät aber nicht attestieren. Für ein 1.000€-Smartphone sind das einfach zu viele Nachteile. Wer vor allem die besten Fotos will, schaut sich im großen Kameravergleich der vier Pro-Max-Modelle die Konkurrenz an. Eine günstigere Alternative mit langer Laufzeit ist das Poco F9 Ultra (zum Test). Wer eine ähnliche Ausstattung mit besserer Kamera möchte, greift zum Xiaomi 18 Pro Max oder noch besser zum Xiaomi 17 Ultra (zum Test).
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Schade, dass es Honor generell schon seit Jahren nicht schafft, bei der Fotoqualität mit der Konkurrenz von Xiaomi, Oppo und Vivo mitzuhalten.