Vivo X500 Pro & Pro Max ausprobiert: Global-Version oder China-Import?
Seit Anfang Oktober nutzen wir das Vivo X500 Pro Max in der China-Version im Alltag. Daneben liegt das X500 Pro in der Global-Version. Pünktlich zum Marktstart in Deutschland wissen wir deshalb schon, wo sich der Import lohnt und wo nicht.
- Beim Pro Max ist die China-Version diesmal die spannendere Wahl: Sie hat den größeren Akku mit 8.000mAh statt 6.750mAh in Europa und kostet als Import deutlich weniger.
- Beim X500 Pro sieht die Sache anders aus. Hier bekommt ihr fast alles vom großen Bruder, nur im handlichen Format mit 6,36 statt 6,85 Zoll und 197 statt 228 Gramm. Der Akku ist in der Global-Version zudem genauso groß wie in China: 6.510mAh.
- Beim Vivo X300 Pro (zum Test) war das noch anders. Dort hatte die Global-Version nur 5.440mAh statt 6.650mAh. Spoiler: Beim Pro Max rechnet sich der Import.
Technische Daten im Überblick
Beide Modelle teilen sich den MediaTek Dimensity 9600 Pro aus der 2nm-Fertigung sowie die Kamerasensoren von Haupt-, Ultraweitwinkel- und Selfie-Kamera. Dazu kommen flache AMOLED-Displays mit LTPO und bis zu 144Hz, Schutz nach IP68 und IP69, 90W per Kabel und 40W kabellos sowie OriginOS 7 auf Basis von Android 17. Für die Global-Versionen verspricht Vivo fünf große Android-Updates und sieben Jahre Sicherheitsupdates.
- rechts das massive X500 Pro Max
Das Pro Max hat das größere Display mit 3168 x 1440 Pixel, eine 200MP-Telekamera statt 64MP, die stärkere Stabilisierung der Hauptkamera, vier statt drei Mikrofone und den größeren Akku.
In der Vergleichstabelle sind unsere beiden Testgeräte hinterlegt, beim Pro Max also die Werte der China-Version. Das Modell für Europa hat nur einen 6.750mAh großen Akku.
![]() Vivo X500 Pro |
![]() Vivo X500 Pro Max |
|
| Größe | 152 x 71,9 x 8,1mm | 163 x 76,8 x 8,1mm |
| Gewicht | 197g | 229g |
| CPU | MediaTek Dimensity 9600 Pro - 1 x 4,55 GHz + 3 x 4,5 GHz + 4 x 3,1 GHz | MediaTek Dimensity 9600 Pro - 1 x 4,55 GHz + 3 x 4,5 GHz + 4 x 3,1 GHz |
| RAM | 12 GB RAM | 12 GB RAM, 16 GB RAM |
| Speicher erweiterbar | Nein | Nein |
| Display | 2660 x 1216, 6,4 Zoll 144Hz (AMOLED) | 3168 x 1440, 6,9 Zoll 144Hz (AMOLED) |
| Betriebssystem | Android, OriginOS | Android 17, OriginOS |
| Akku |
6510 mAh (90 Watt)
kabelloses Laden |
8000 mAh (90 Watt)
kabelloses Laden |
| Kameras | 50 MP + 64MP (dual) + 50MP (triple) | 50 MP + 200MP (dual) + 50MP (triple) |
| Frontkamera | 50 MP | 50 MP |
| Anschlüsse | USB-C 3.1 (10GBit/s), Dual-SIM | USB-C 3.1 (10GBit/s), Dual-SIM |
| Entsperrung | Fingerabdruck, Face-ID | Fingerabdruck, Face-ID |
| Empfang |
5G: n1, n2, n3, n5, n7, n8, n20, n25, n28, n38, n40, n41, n66, n77, n78 4G: 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 18, 19, 20, 25, 26, 28, 34, 66, 38, 39, 40, 41 |
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Hier findet ihr schon mal die Benchmarkergebnisse des Vivo X500 Pro Max. Der MediaTek Dimensity 9600 Pro liefert definitiv mehr als genug Leistung:
- AnTuTu v11
- Geekbench 6
- 3D Mark Wild Life Extreme
- AnTuTu v12
- Geekbench 7
Kamera des Vivo X500 Pro und X500 Pro Max
Haupt-, Ultraweitwinkel- und Selfie-Kamera nutzen bei beiden Modellen dieselben Sensoren und wurden gemeinsam mit Zeiss entwickelt. Den Unterschied machen die Telekamera sowie Stabilisierung und Motiv-Tracking der Hauptkamera. Die Hauptkamera nutzt den Sony Lytia L910 im 1/1,28-Zoll-Format und stabilisiert beim Pro Max bis 3 Grad, beim X500 Pro bis 1,5 Grad.
| Vivo X500 Pro | Vivo X500 Pro Max | |
|---|---|---|
| Hauptkamera | 50MP, Sony Lytia L910, 1/1,28 Zoll, f/1,57, 24mm | 50MP, Sony Lytia L910, 1/1,28 Zoll, f/1,57, 24mm |
| Stabilisierung | OIS, Gimbal bis 1,5 Grad | OIS, Gimbal bis 3 Grad |
| Telekamera | 64MP, Sony Lytia 610, 1/2,0 Zoll, f/2,52, 85mm | 200MP, Samsung HP0, 1/1,4 Zoll, f/2,67, 85mm |
| Tele-Makro | ab 18cm | ab 15cm |
| Ultraweitwinkel-Kamera | 50MP, 1/2,75 Zoll, f/2,0, 15mm | 50MP, 1/2,75 Zoll, f/2,0, 15mm |
| Selfie-Kamera | 50MP, 1/2,76 Zoll, f/2,0, Autofokus | 50MP, 1/2,76 Zoll, f/2,0, Autofokus |
| Telekonverter | 200mm | 200mm und 400mm |
| Video | 4K mit 240 Bildern, 4K Log in 10 Bit | 4K mit 240 Bildern, 4K Log in 10 Bit |
| Mikrofone | drei | vier |
Beim Pro Max nutzt die 3,5-fach-Telekamera einen 200MP-Sensor im 1/1,4-Zoll-Format. Er verfolgt Motive mit 60 Bildern pro Sekunde, und nur hier passt der große Telekonverter mit 400mm. Das X500 Pro setzt auf den neuen 64MP-Sensor Sony Lytia 610 und filmt damit ebenfalls in 4K mit 120 Bildern pro Sekunde.
Wie gut schlägt sich das Vivo X500 Pro Max gegen die Konkurrenz? Schaut dafür gerne in unseren Artikel „Kameravergleich: Die vier Pro-Max-Modelle 2026 im Duell“ rein.
Pro Max im Vergleich: Vivo, Oppo, Xiaomi und Honor
China-Version oder Global-Version
Da viele von euch sicherlich mit dem günstigeren Import liebäugeln, haben wir die China-Version des Pro Max auf ihre Alltagstauglichkeit in Deutschland geprüft. Die Basis ist auf beiden Geräten gleich: Android 17, OriginOS 7 und derselbe Sicherheitspatch. Menüs und Einstellungen sind identisch aufgebaut.
- Systemsprache Deutsch, nur vereinzelt chinesische Begriffe
- Play Store lässt sich nachrüsten
- Google Wallet zum kontaktlosen Bezahlen funktioniert
- Banking-Apps laufen problemlos
- Android Auto nutzbar
- Widevine L1 für Streaming in voller Auflösung
- vorinstallierte China-Apps lassen sich restlos entfernen
- VoLTE und WLAN-Telefonie
- eSIM beim Pro Max mit dabei
- kein Quick Share für den Austausch mit iPhones
- Google-Standortverlauf nicht verfügbar
- Google Maps ohne Sprachsteuerung
- WearOS-Uhren nicht nutzbar
- WiFi 7 ohne 6-GHz-Band
- links: Global Version – rechts: China Version
- Schnelleinstellungen / Benachrichtigungen sind auf Wunsch gleich
- Global: links vom Startbildschirm ist Google Discover – in China ein eigenes Menü
- Einstellungen
- verfügbaren Sprachen
- Über das Gerät
Was funktioniert beim chinesischen Vivo X500 Pro Max:
- Deutsch steht als Systemsprache bereit. Nur vereinzelt tauchen chinesische Reste auf, etwa im Kalender-Widget.
- Play Store und Play-Dienste lassen sich nachinstallieren und sind bei Import-Händlern meist schon vorinstalliert.
- Das Gerät ist bei Google zertifiziert und der Bootloader gesperrt. Banking-Apps und Google Wallet laufen.
- Kontaktloses Bezahlen hat in unserem Test geklappt.
- VoLTE, WLAN-Anrufe und Android Auto funktionieren ebenfalls.
- Beide Versionen unterstützen Widevine L1.
Was fehlt beim chinesischen Modell und was ist anders:
- Google-Apps sind ab Werk nicht installiert, lassen sich aber nachinstallieren. Stattdessen sind Vivos App-Store, der Vivo-Browser und chinesische Dienste vorinstalliert.
- Links vom Startbildschirm liegen Kacheln für WeChat und Alipay. Das KI-Menü BlueAI ist auf den chinesischen Markt zugeschnitten.
- Am meisten vermissen wir Quick Share: Auf dem globalen X500 Pro klappt der Dateiaustausch mit iPhones, auf dem China-Pro-Max fehlt die Funktion.
- Auch 6-GHz-WLAN fehlt laut Vivo.
- Das China-X500 Pro Max hat diesmal sogar eine eSIM verbaut. Für das normale Pro gibt es eSIM-Adapter.
Von früheren Vivo-Geräten aus China kennen wir weitere Einschränkungen. WearOS-Uhren lassen sich nur mit Abstrichen nutzen, und Google-Standortverlauf sowie Sprachsteuerung in Google Maps fehlen. Ein offizielles Updateversprechen gibt es für die China-Version nicht. Beim Vivo X300 Ultra (zum Test) kamen die Updates trotzdem zuverlässig. Wie ihr Play Store und zuverlässige Benachrichtigungen einrichtet, zeigt unsere Anleitung zum Einrichten von Vivo-Smartphones aus China. Beim Import übernimmt außerdem der Händler die Garantie.
Die Global-Version bringt Gemini und die Google-Apps ab Werk mit. Beim Einrichten war nur Facebook vorinstalliert, sonst ist das System aufgeräumt. Nach drei Wochen mit der China-Version können wir sagen: Ist sie einmal eingerichtet, merkt ihr kaum einen Unterschied.
Preise in Deutschland & Import aus China
Preise & Marktstart in Deutschland
| Speicher | UVP in Deutschland (vorläufig) | |
|---|---|---|
| Vivo X500 Pro | 12GB + 256GB | 1.399€ |
| Vivo X500 Pro Max | 12GB + 256GB | 1.599€ |
Bestellen könnt ihr beide ab dem 27. Oktober im Vivo-Store und im offiziellen Vivo-Store bei Amazon. Bis 30. November legt Vivo dem Pro Max ein Imaging Grip Kit und dem X500 Pro die Headphones Studio gratis bei. Mit dem Code “50FORX500” gibt es in beiden Stores zusätzlich 50€ Rabatt. Das X500 Pro kostet so viel wie das X300 Pro zum Start, allerdings mit 12GB + 256GB statt 16GB + 512GB. Das Pro Max liegt 400€ darüber.
Import über Tradingshenzhen
Bei Tradingshenzhen gibt es beide Modelle als China-Version:
| Vivo X500 Pro | Vivo X500 Pro Max | |
|---|---|---|
| 12GB + 256GB | 1.027€ | 1.007€ |
| 12GB + 512GB | 1.207€ | 1.157€ |
| 16GB + 512GB | 1.297€ | 1.247€ |
| 16GB + 1TB | 1.467€ | 1.417€ |
Die Lieferung dauert rund zwei Wochen, ein Jahr Garantie ist inklusive. Tradingshenzhen liefert die China-Version mit deutscher Systemsprache und vorinstalliertem Play Store aus.
Beim Vivo X500 Pro Max mit 12GB + 256GB stehen 1.599€ gegen 1.007€, also 592€ Unterschied. Dazu gibt es den größeren Akku. Beim X500 Pro sind es 1.399€ gegen 1.027€ und damit 372€, bei gleichem Akku.
Beim Pro Max lohnt sich der Import! Mehr Akku, ca. 600€ Ersparnis und eine China-Software, die hierzulande ohne große Hürden läuft. Beim Vivo X500 Pro greift ihr besser zur Global-Version: Der Akku ist gleich groß, und Garantie, eSIM und Quick Share gibt es obendrauf.
Welche Version würdet ihr nehmen? Schreibt es uns in die Kommentare!
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