Magcubic hat sich mit sehr günstigen Mini-Beamern einen Namen gemacht. Mit dem HY450MAX geht die Marke jetzt eine Nummer größer: ein Full-HD-Beamer mit LCD-Technik, Autofokus und Android 14. Er hängt in einem Bügelstandfuß und lässt sich darin drehen, bis er an die Decke projiziert. Der Hersteller verspricht 1.100 ANSI-Lumen, bei AliExpress kostet er rund 100€, bei Amazon rund 150€.
Mit dem Magcubic HY300 Pro hatten wir schon einen Beamer der Marke im Test, der deutlich dunkler war als angegeben. Mit 1.100 ANSI-Lumen wirbt auch der Blitzwolf BW V11 (zum Test), wir haben bei ihm 650 ANSI-Lumen gemessen. Der HY450MAX tritt außerdem gegen den Oscal PV800 Pro (zum Test) und den Blackview PV1000 Max (zum Test) an. Ob der HY450MAX hält, was er verspricht, erfahrt ihr in diesem Test.
| Bestellt | 6. Oktober 2026 bei AliExpress (magcubic-direct Store) |
|---|---|
| Angekommen | 10. Oktober 2026 |
| Lieferzeit | 4 Tage |
| Versand ab | Lager in Polen, Zustellung per DHL |
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Die Versandfolie kam stark eingerissen an, der Karton und der Beamer darin waren unbeschädigt.
Design und Verarbeitung
Der HY450MAX ist ein weißer, würfelförmiger Kasten mit abgerundeten Kanten. Vorne sitzen das Objektiv mit silbernem Ring und daneben ein kleines Sensorfenster für Autofokus und Trapezkorrektur, darunter ein Lüftungsgitter. Laut Hersteller misst er 230 x 240 x 127 Millimeter und wiegt 2370 Gramm. Die Verarbeitung ist gut, wenngleich der Beamer aufgrund des geringen Gewichts billig wirkt.
Der Beamer hängt in einem Bügelstandfuß und lässt sich darin stufenlos neigen, bis das Objektiv senkrecht nach oben zeigt. Damit projiziert er ohne Stativ an die Decke. Auf der Unterseite sitzen vier Gummifüße und vier Gewindeeinsätze, ein klassisches Stativgewinde gibt es nicht. Das Typenschild nennt nur das Modell und 110 bis 240 Volt, eine Angabe zu Helligkeit oder Leistungsaufnahme fehlt.
Insgesamt wirkt der HY450MAX schlicht und sauber verarbeitet, der drehbare Standfuß ist im Alltag praktisch.
Lieferumfang des Magcubic HY450MAX
Im Karton liegen:
- Beamer mit fest montiertem Standfuß
- Fernbedienung mit Mikrofontaste
- Netzkabel
- Kurzanleitung auf Deutsch
Ein HDMI-Kabel und Batterien für die Fernbedienung liegen nicht bei.
Anschlüsse
Auf der Rückseite gibt es nur das Nötigste: einen HDMI-Eingang, einen USB-A-Anschluss für Speichersticks und den Powerbutton. Daneben liegen ein großes Lüftungsgitter und unten die Buchse für das Netzkabel, das Netzteil ist eingebaut. Einen Kopfhörer- oder Audioausgang und einen LAN-Anschluss hat der HY450MAX nicht, der Ton geht also nur über die eingebauten Lautsprecher oder per Bluetooth raus.
System und Software
Als Betriebssystem läuft Android 14 auf einem Allwinner H726. Darauf liegt eine eigene Oberfläche von Magcubic, also kein Google TV und auch kein zertifiziertes Android TV. Zu den Speicherkonfigurationen gibt es unterschiedliche Angaben. Tatsächlich bietet der Beamer 2GB Arbeitsspeicher und 16GB Massenspeicher. Ins Netz geht er per WiFi 6, dazu kommt Bluetooth 5.4.
Leider hat der HY450MAX keine Google-Zertifizierung und unterstützt nur Widevine L3. Damit laufen sämtliche Streaming-Dienste nur in SD. Wer Netflix und Co. in voller Auflösung will, findet bei Magcubic das Schwestermodell HY450GT mit Google TV, das bei Amazon rund 190€ kostet. Eine offizielle Chromecast-Unterstützung gibt es nicht. Stattdessen setzt Magcubic auf Miracast, das Windows- und Android-Geräte nativ ansteuern können. Medien mit AC3- und DTS-Ton spielt der Beamer per USB nicht ab.
Direkt am Gerät gibt es keinerlei Tasten zur Steuerung. Dafür seid ihr zwingend auf die beiliegende Fernbedienung angewiesen. Alternativ schließt ihr Maus oder Tastatur am USB-Port an. Die Fernbedienung funktioniert zuverlässig, obwohl die Befehle teils verzögert ankommen und manchmal mehrfaches Drücken nötig ist. Die Oberfläche reagiert träge.
Bildqualität
Das LCD-Panel löst nativ mit 1920 x 1080 Pixeln auf. Das „8K“ in der Produktbeschreibung bedeutet nur, dass der Chip 8K-Videos abspielen kann, der Beamer zeigt sie in Full-HD an. Magcubic verspricht 1.100 ANSI-Lumen, bei Amazon nennt der Händler für dasselbe Modell nur 800. Beim Kontrast stehen 2.000:1 auf der Herstellerseite und 10.000:1 bei Amazon. Mit einem Projektionsverhältnis von 1,0 braucht ihr für ein 100-Zoll-Bild rund 2,2 Meter Abstand, möglich sind laut Hersteller 35 bis 135 Zoll.
- Tageslicht
- Abgedunkelter Raum
- Dunkelheit
Laut Magcubic beherrscht der Beamer Autofokus, automatische Trapezkorrektur an allen vier Ecken, Hinderniserkennung und Leinwanderkennung. Die automatische Trapezkorrektur arbeitet sowohl nach dem Einschalten als auch nach dem Verschieben des Geräts zuverlässig und schnell. Auch der Autofokus überzeugt. Allerdings sind die Ecken des Bildes sichtbar unscharf. Das fällt vor allem bei Schrift auf.
Laut Hersteller liegt die Helligkeit des HY450MAX bei 1.100 ANSI-Lumen. Im Test messen wir knapp 750 ANSI-Lumen, damit ist er heller als der Blitzwolf BW V11, für den derselbe Wert angegeben ist. Bei Tageslicht ist der Beamer somit nicht zu empfehlen. In abgedunkelten Räumen liefert er bis knapp 80 Zoll ein gutes Bild, im Dunkeln sind auch 100 Zoll drin.
Die Farben sind gut, und auch der Kontrast überzeugt für die Preisklasse. Das größte Problem des Magcubic HY450MAX ist eindeutig die Bildschärfe an den Rändern. Für Gaming eignet sich der Beamer nicht, da die Eingabeverzögerung spürbar ist.
Sound und Emissionen
Magcubic gibt 15W für die Lautsprecher an. Dabei handelt es sich um einen Mono-Lautsprecher auf der linken Gehäuseseite. Er klingt leider sehr blechern und eignet sich daher nicht für Filmabende. Greift hier besser zu Bluetooth-Kopfhörern oder -Lautsprechern.
Die Leistungsaufnahme des Magcubic hängt von der eingestellten Helligkeit ab. Auf der höchsten Helligkeitsstufe (gemessene 750 ANSI-Lumen) verbraucht der Beamer 120 Watt, auf der niedrigsten 78 Watt. Die Lüfter sind mit knapp 50dB(A) alles andere als leise. Vor allem wenn ihr nur den internen Lautsprecher nutzt, hört ihr sie dauerhaft.
Testergebnis
Für 150€ bekommt ihr hier einen guten Beamer. Mit gemessenen knapp 750 ANSI-Lumen erreicht er die angegebenen 1.100 ANSI-Lumen zwar bei Weitem nicht, ist aber heller als der Blitzwolf BW V11, der mit demselben Wert wirbt. In abgedunkelten Räumen liefert der Magcubic HY450MAX bis etwa 80 Zoll ein gutes Bild, im Dunkeln sind es 100 Zoll. Farben und Kontrast sind für den Preis ordentlich. Der drehbare Standfuß ist praktisch, zumal der zuverlässige Autofokus und die Trapezkorrektur das Bild nach jedem Verschieben schnell wieder ausrichten.
Bei der Software und bei der Schärfe gibt es allerdings Abstriche. Die Bildecken sind sichtbar unscharf, was vor allem bei Schrift stört. Da der Beamer nur Widevine L3 unterstützt, laufen Netflix und Co. lediglich in SD. Die Oberfläche reagiert träge, der Mono-Lautsprecher klingt blechern und die Lüfter sind laut. Wer den Beamer vor allem für Streaming-Dienste nutzen will, sollte auf ein Modell mit offiziellem Google TV setzen oder einen der üblichen Streaming-Sticks bereithalten. Mit einem HDMI-Zuspieler wie dem Fire TV Stick und einem externen Bluetooth-Lautsprecher ist der HY450MAX dagegen ein solider und günstiger Einstieg. Bei AliExpress gibt es ihn zeitweise für unter 100€, dann ist er sogar ein richtiges Schnäppchen!
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