Getränkekühlschränke mit Glastür kennt ihr aus Bars, Kiosken und Tankstellen. Als kompakte Geräte für zuhause stehen sie inzwischen auch im Büro, im Partykeller oder im Hobbyraum. Der Euhomy BR001 fasst laut Hersteller 126 Dosen, hat eine Glastür mit blauer Innenbeleuchtung und kühlt auf 0 bis 16 Grad. Bei Amazon kostet er rund 210€, bei AliExpress mit Gutschein rund 130€.
Ich habe den Euhomy BR001 eine Weile im Büro betrieben, mit Messsteckdose und Thermometer im Fach. Er kühlt zuverlässig und leise, beim Verbrauch kommt es hingegen stark auf die eingestellte Temperatur an. Wie sich der Euhomy im Alltag geschlagen hat, erfahrt ihr im Folgenden.
| Bestellt | 6. Oktober 2026 bei AliExpress (Euhomy Store) |
|---|---|
| Angekommen | 10. Oktober 2026 |
| Lieferzeit | 4 Tage |
| Versand ab | Lager in Deutschland, Zustellung per DHL |
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Verpackung und Energielabel
Der Euhomy BR001 ist sehr gut verpackt. Styropor schützt das Gerät im Karton sicher vor Transportschäden, mein Exemplar kam unbeschädigt an. Im Innenraum sind die Regaleinschübe zusätzlich mit Klebeband gesichert, damit sie unterwegs nicht verrutschen.
Außen auf dem Karton klebt das Energielabel. Es zeigt die Effizienzklasse F, einen Verbrauch von 100kWh im Jahr und eine Lautstärke von 43dB(A) in der Geräuschklasse D. Statt eines Volumens in Litern nennt das Label 26 Weinflaschen, weil der BR001 offiziell als Weinlagergerät eingestuft ist. Klasse F ist bei Kühlgeräten eine schwache Einstufung. Die 100kWh entsprechen bei einem Strompreis von rund 35 Cent pro Kilowattstunde etwa 35€ im Jahr.
Inbetriebnahme
Ein Aufkleber auf dem Gerät verlangt, den Kühlschrank vor dem ersten Einschalten 24 Stunden aufrecht stehen zu lassen. Der Grund: Das Öl im Kompressor muss sich nach dem Transport setzen, bevor dieser anläuft. Das ist bei Kühlgeräten üblich.
Ein zweiter Aufkleber fordert, die Schutzfolie am Gehäuse zu entfernen. Das ist in der Praxis richtig nervig: Die Folie reißt ständig ab, und an mehreren Stellen ist Nacharbeit nötig, sonst sieht das Gehäuse fleckig und ungepflegt aus. Das grobe Abziehen dauerte etwa 5 Minuten, für Kleberreste und saubere Ecken kamen noch einmal gut 30 Minuten dazu.
Außer dem Kühlschrank mit festem Netzkabel liegt nur eine Anleitung bei, die vier Regale stecken bereits im Gerät. Mehr ist nicht dabei, mehr braucht es aber auch nicht.
Design und Verarbeitung
Der Euhomy-Kühlschrank steckt in einem schwarzen Gehäuse. Die Glastür ist von einem Rahmen eingefasst und trägt den Euhomy-Schriftzug. An den Seiten sind Griffmulden eingelassen, die das Tragen erleichtern. Hinten befinden sich Kompressor und Lamellen, das Netzkabel ist fest mit dem Gerät verbunden. Laut Hersteller misst der Kühlschrank 795 x 445 x 485 Millimeter (Höhe x Breite x Tiefe) und wiegt 23,5 Kilogramm. Ab Werk sitzt der Türanschlag (von vorne gesehen) rechts, er lässt sich aber wechseln. Ein Schloss gibt es nicht.
Die Tür schließt dicht und zieht sich auf den letzten Zentimetern leicht zu, fällt aber nicht von allein zu. Beim Öffnen beschlägt die Glastür, weil warme Raumluft auf das kalte Glas trifft. Der Beschlag verschwindet aber schnell wieder. Dank verstellbarer Füße steht der Kühlschrank gerade und wackelt nicht.
Insgesamt ist der BR001 solide verarbeitet, die Glastür macht Eindruck, und mit eingeschalteter Beleuchtung sieht er im Raum richtig gut aus.
Innenraum und Bedienung
Im Innenraum stehen vier Regale aus Draht bereit. Oben befindet sich das Bedienfeld mit Temperaturanzeige und Tasten, über das sich die Zieltemperatur einstellen lässt. Eine blaue Innenbeleuchtung setzt den Inhalt hinter der Glastür in Szene. Laut Typenschild hat der Kühlschrank 90 Liter Nutzinhalt, der Hersteller wirbt mit 126 Dosen. Wie viele Dosen wirklich hineinpassen, hängt stark von ihrer Größe und der Regalaufteilung ab, deshalb verlasse ich mich auf die Literangabe. Ohne Regale sollten zwei Kästen Bier mit je 20 Flaschen Platz finden.
Die vier Gitterregale lassen sich herausnehmen und in der Höhe verstellen. Die Bedienung läuft über drei Tasten oben im Innenraum: „Licht an/aus“, „Plus“ und „Minus“. Die Temperatur stellt ihr gradgenau zwischen 0 und 16 Grad ein, das ist praktisch, wenn ihr etwa Wein bei 12 Grad lagern wollt. Beim Einstellen zeigt die zweistellige Anzeige den gewählten Wert, sonst die aktuelle Temperatur im Fach. Diese schwankt bei eingestellten 4 Grad laut meinem Thermometer zwischen 2,5 und 6,8 Grad. Bei eingestellten 12 Grad pendelt sie zwischen 12 und 16,4 Grad, das Fach liegt im Mittel also gut 2,5 Grad über der Einstellung. Wollt ihr Wein wirklich bei 12 Grad lagern, stellt ihr deshalb besser 10 Grad ein.
Das Licht leuchtet ausschließlich blau, lässt sich nur ein- oder ausschalten und ist nicht besonders hell. Für Stimmung reicht es, zum Suchen im hinteren Regal eher nicht, wie ihr auf den Bildern seht. Die Beleuchtung braucht laut meiner Messsteckdose rund 2W, im Dauerbetrieb sind das knapp 18kWh im Jahr, also rund 6€.
Kühlleistung, Lautstärke und Verbrauch
Einstellen lassen sich 0 bis 16 Grad. Das Energielabel nennt 43dB(A) und einen Verbrauch von 100kWh im Jahr. Abtauen müsst ihr manuell, auch wenn die Werbung stellenweise von „frostfrei“ spricht. Laut Datenblatt stimmt das nicht. Als Kältemittel dient R600a. Der Warnaufkleber „C5H10“ am Gerät bezieht sich nicht auf das Kältemittel, sondern auf das brennbare Schäummittel der Isolierung (Cyclopentan).
Abkühlen
Für die Messung steckte der Netzstecker in einer Messsteckdose, ein Funkthermometer lag frei im Fach. Im Büro herrschten rund 22,5 Grad, eingestellt waren 4 Grad. Beim ersten Einschalten lief der Kompressor im leeren Gerät 41 Minuten am Stück, die Luft im Fach kühlte dabei von 23 auf 6,5 Grad ab. Danach arbeitete er im Takt: rund 16 Minuten an, rund 36 Minuten aus. Bei eingestellten 4 Grad pendelt die Luft im Fach zwischen 2,5 und 6,8 Grad, im Mittel liegt sie bei rund 4,5 Grad. Im Schnitt stimmt die Einstellung also.
Befüllt sieht es so aus: Morgens habe ich sechs Flaschen Bier mit Raumtemperatur und ein sehr großes Glas Wasser mit 25 Grad eingeräumt, im Wasser steckte ein Temperaturfühler. Der Kompressor lief danach wieder 41 Minuten durch. Das Wasser hatte nach einer Stunde 18 Grad, nach zwei Stunden 11 Grad und nach rund drei Stunden 9 Grad. Die Flaschen waren nach drei Stunden richtig kalt. Große Mengen brauchen also Zeit. Plant ihr eine Party, räumt ihr die Getränke am Vortag ein. Nach dem Öffnen der Tür springt der Kompressor übrigens gleich wieder an.
Zur Einordnung: 4 Grad sind für Softdrinks gut, für Bier etwas kalt. Pils und Helles schmecken bei 6 bis 7 Grad besser, und das spart obendrein Strom.
Nach dem Umstellen von 4 auf 12 Grad blieb der Kompressor gut drei Stunden aus, bis sich das Fach erwärmt hatte. Danach arbeitete er wieder im Takt: jeweils etwa 17 Minuten Kühlen mit rund 50W, dann zwei bis zweieinhalb Stunden Pause. Ein Takt dauert damit rund 2,5 Stunden. Zum Vergleich: Bei 4 Grad waren es 16 Minuten an und 36 Minuten aus.
Lautstärke und Verbrauch des Euhomy-Kühlschranks
Im Büro liegt der Grundpegel bei 38dB(A). Läuft der Kompressor, messe ich vor dem Gerät 40 bis 42dB(A), dazu kommt zeitweise ein leises Gluckern des Kältemittels. In den Kompressorpausen springt etwa einmal pro Stunde für 15 Minuten ein Lüfter an, dabei brummt der Kühlschrank leicht mit rund 42dB(A). Das Label nennt 43dB(A). Bei geschlossener Tür stört der Kühlschrank im Büro nicht, im Schlafzimmer würde ich ihn trotzdem nicht aufstellen.
Beim Kühlen zieht der Euhomy BR001 41 bis 59W, im Mittel rund 49W, beim Anlaufen für eine Sekunde deutlich mehr. Bei 4 Grad und leerem Fach kam ich über den Tag gerechnet auf durchschnittlich rund 16W. Das sind etwa 0,39kWh am Tag oder rund 140kWh im Jahr, bei 35 Cent pro Kilowattstunde also knapp 50€. Bei 12 Grad habe ich über knapp fünf Tage durchschnittlich 9,6W gemessen. Das entspricht rund 0,23kWh am Tag oder 84kWh im Jahr, bei 35 Cent knapp 30€. Das Dauerlicht mit rund 2W ist in diesem Wert schon enthalten. Das Label nennt 100kWh im Jahr, gemessen bei 12 Grad. Diesen Wert unterbietet der Euhomy BR001 im Test, bei 4 Grad braucht er dagegen rund doppelt so viel wie bei 12 Grad. Gemessen habe ich bei geschlossener Tür und bereits kalten Getränken im Fach, durch häufiges Öffnen kommt also noch etwas dazu.
Büro oder Garage
Laut Typenschild deckt der Euhomy-Kühlschrank die Klimaklassen SN, N und ST ab. Damit ist er für Umgebungstemperaturen von 10 bis 38 Grad ausgelegt. Im Büro ist das unproblematisch. In einer Garage funktioniert er nur dann zuverlässig, wenn es dort auch im Winter nicht kälter als 10 Grad wird. Das Typenschild nennt außerdem 220 bis 240 Volt und 0,6A, eine Wattangabe fehlt. Für mich ist der Euhomy ideal für Partykeller oder Partyraum. Dank der geringen Lautstärke eignet er sich aber auch fürs Büro. Er ist allerdings recht groß, auf den Schreibtisch passt er nicht 😉.
Testergebnis
Der Euhomy BR001 lässt sich gradgenau von 0 bis 16 Grad einstellen, kühlt zuverlässig und bleibt dabei im Büro angenehm leise. Die Verarbeitung ist solide, und die Glastür mit Beleuchtung macht im Raum richtig was her. Damit ist er ideal für Partykeller und Büro. Abzüge gibt es für die mühsam zu entfernende Schutzfolie und das ausschließlich blaue, recht schwache Licht. Beim Verbrauch kommt es auf die Temperatur an: Bei 12 Grad bleibt er unter dem Labelwert, bei 4 Grad braucht er rund doppelt so viel Strom wie bei 12 Grad. Für Bier stellt ihr besser 6 bis 7 Grad ein, das schmeckt und spart Strom.
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