Kleine, smarte Displays als Würfel, die Uhrzeit, Wetter oder eigene Bilder anzeigen, gehören auf AliExpress zu den Dauerbrennern unter den Schreibtisch-Gadgets. Das GeekMagic SmallTV Ultra ist eines der bekanntesten Modelle dieser Art und kostet dort rund 6 bis 7€, mit Aktionen teils auch darunter. Auf einem 1,54 Zoll kleinen Display zeigt es Uhrzeit und Wetter, aber auch eigene Bilder und GIFs.
Mit dem Seeed Studio XIAO ePaper-Display (zum Artikel) hatten wir schon ein Display für Home-Assistant-Bastler im Check, das allerdings rund zehnmal so viel kostet. Direkt beim Hersteller liegt die SmallTV Ultra bei rund 20 bis 29 US-Dollar, das größere Modell SmallTV Pro mit stärkerem Chip, mehr Speicher und Touch-Taste kostet bei Amazon rund 30€. Mein Ergebnis vorweg: Für unter 10€ ist die SmallTV Ultra ein super Gadget für alle, die ein Smart Home laufen haben und etwas darstellen wollen, aber auch nur fürs Wetter ist es schon schön. Was der kleine Würfel kann, erfahrt ihr im Folgenden.
| Bestellt | 6. Oktober 2026 bei AliExpress (GeekMagic Outlet Store) |
|---|---|
| Angekommen | 12. Oktober 2026 |
| Lieferzeit | 6 Tage |
| Versand ab | China, AliExpress Selection |
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Lieferumfang der GeekMagic SmallTV Ultra
Im Karton sind enthalten:
- GeekMagic SmallTV Ultra
- USB-A-auf-USB-C-Kabel
- Karte mit QR-Code zur Anleitung
Ein Netzteil ist nicht dabei, ihr braucht also einen freien USB-Anschluss oder ein eigenes Netzteil. Laut Anleitung funktioniert ein USB-C-auf-USB-C-Kabel nicht, es muss ein USB-A-Anschluss sein. Strom zieht der Würfel mit 5V/1A, einen Akku gibt es nicht.
Design und Verarbeitung
Das SmallTV Ultra ist ein kleiner Würfel mit einem 1,54 Zoll großen IPS-Display, das mit 240 x 240 Pixeln auflöst. Laut Hersteller wiegt das Gerät 35 Gramm. Nachgemessen komme ich auf Abmessungen von 35 x 36 x 45mm. Unten ist das Gehäuse 45mm tief, oben nur 36mm, dadurch steht der Würfel leicht nach hinten geneigt und das Display schaut etwas nach oben. Die Blickwinkel sind in Ordnung. Der einzige Anschluss ist eine USB-C-Buchse auf der Rückseite, daneben sitzen Lüftungsschlitze, auf der Unterseite klebt ein Prüfaufkleber. Der Chip ist ein ESP8266, WLAN funktioniert nur im 2,4-GHz-Band.
Einrichtung des smarten Displays
Die Einrichtung ist sehr einfach. Beim ersten Start zeigt der Würfel seine IP-Adresse an, über die ihr ihn im Browser einrichtet. Hinter dem QR-Code auf der beigelegten Karte liegen Anleitungen und die Firmware. Ich habe zuerst ein kurzes Firmware-Update eingespielt, aktuell ist Version 9.0.50. Seitdem läuft das Gerät dauerhaft an einem USB-A-Anschluss meines Heimservers.
Die Weboberfläche ist in die Reiter Network, Weather, Time, Pictures und Settings aufgeteilt. Den Wetter-Ort legt ihr per Stadtname oder OpenWeatherMap-Stadt-ID fest, die Zeitzone wird automatisch aus dem Ort übernommen. Die Farben der Ziffern lassen sich einstellen, ebenso das 12- oder 24-Stunden-Format. Außerdem gibt es Einstellungen für die Helligkeit, einen Nachtmodus mit Zeitplan, einen Werksreset und die Möglichkeit, Firmware-Updates direkt über die Oberfläche einzuspielen.
Anzeigen im Alltag
Sieben Ansichten stehen zur Auswahl: eine Wetteruhr, eine Wettervorhersage für drei Tage, ein Fotoalbum, drei verschiedene Uhr-Stile und eine einfache Wetteruhr. Ein automatischer Wechsel zwischen den Ansichten ist als experimentelle Funktion vorhanden. Die Wetterdaten kommen von OpenWeatherMap, mit dem eingebauten Schlüssel aktualisiert die Anzeige alle 20 Minuten. Zeigt der Würfel falsches Wetter oder eine falsche Zeit an, empfiehlt GeekMagic einen eigenen kostenlosen OpenWeatherMap-Schlüssel, der nach ein bis zwei Stunden aktiv ist. Eigene JPG-Bilder und GIFs ladet ihr über die Weboberfläche hoch, GIFs müsst ihr vorher auf 240 x 240 Pixel bringen. Die Bilder laufen als Diashow mit einstellbarem Intervall, rund 1MB Speicher stehen dafür bereit.
Die Helligkeit lässt sich einstellen: Tagsüber ist das Display in Räumen mit voller Helligkeit gut ablesbar, nachts stelle ich es einfach niedriger oder ganz aus. Das Wetter stimmt, sobald der Ort richtig eingetragen ist. Nach der Einrichtung stand bei mir zunächst ein falscher Ort drin, Seoul, das ließ sich in der Weboberfläche aber schnell ändern. Im Dauerbetrieb lief das WLAN stabil, nur einmal blieb das Display nach einem WLAN-Abbruch dunkel, dazu mehr im nächsten Abschnitt.
Home Assistant
Die Original-Firmware ist nicht quelloffen. Wer tiefer einsteigen will, findet mit ESPHome eine alternative Firmware für Bastler. Für Home Assistant gibt es eine Integration, die Bilder an die Original-Firmware schickt, ohne dass ihr das Gerät umflashen müsst.
Ich nutze diese Community-Integration und bin damit gut gefahren. Eigene Dashboards mit Daten aus Home Assistant lassen sich damit problemlos bauen, auch Benachrichtigungen oder Ähnliches. Bei mir läuft eine Seite „Verbrauch“ für die PV-Anlage mit der Kurve des Hausverbrauchs der letzten 6 Stunden, darunter Netzbezug, Solarleistung und Akkustand. Eine Automation schaltet das Display von 23 bis 6 Uhr aus. Einmal blieb das Display nach einem WLAN-Abbruch dunkel, weil die Integration einen falschen Helligkeitswert behalten hatte. Seitdem setzt die Automation die Helligkeit beim Einschalten fest auf 50 Prozent, seither läuft alles stabil. Inzwischen zeigt der Würfel wieder die Wetteruhr der Original-Firmware als Standard, die Verbrauchsseite hole ich bei Bedarf über Home Assistant zurück. Zu beachten: Die Integration stammt aus der Community und ist laut Entwickler noch in einem frühen Stadium.
Testergebnis
Für unter 10€ ist die GeekMagic SmallTV Ultra für mich ein super Gadget für alle, die ein Smart Home laufen haben und Daten darstellen wollen. Aber auch nur als Wetteranzeige macht der kleine Würfel eine gute Figur auf dem Schreibtisch. Das Display ist mit 1,54 Zoll zwar winzig, die Einrichtung im Browser ist aber einfach erledigt. Über die Community-Integration binde ich den Würfel in Home Assistant ein und zeige dort meine eigene Verbrauchsseite, ohne die Firmware anfassen zu müssen.
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