Stromanbieter wechseln 2027: So spart ihr beim Strom
Die durchschnittlichen Stromkosten der meisten Haushalte in Deutschland sind aktuell viel höher, als das, was der Markt eigentlich hergibt. In diesem Artikel zeige ich euch, warum sich ein jährlicher Anbieterwechsel auch für die Wechselsaison 2027 lohnt, wie dieser mit wenig Aufwand verbunden ist und worauf ihr bei Boni und der Tarifwahl achten solltet.
Neu dabei sind dieses Jahr Sonderaktionen außerhalb der Vergleichsportale und lokale Anbieter, die gerade bei Wärmepumpen richtig interessant sind.
Bei Stromtarifen gibt es grundsätzlich einen Grundpreis und einen Arbeitspreis. Das kann etwas verwirrend wirken, gerade wenn manche Leute Geschichten erzählen, wie wenig sie denn für eine kWh zahlen. Hier solltet ihr euren eigenen Verbrauch gut kennen, denn ab einem bestimmten Punkt (bei mir sind es im eigenen Haus rund 2.000kWh Haushaltsstrom plus 6.000kWh für die Wärmepumpe) lohnt sich ein niedriger Arbeitspreis. Wirklich entscheidend ist der Gesamtpreis inkl. Boni über 12 Monate, nicht nur Grundpreis oder Arbeitspreis. Die meisten von euch sollten zwischen 3.000 und 4.000kWh verbrauchen. Pro Elektroauto könnt ihr bei 10.000km im Jahr nochmal 1.500 bis 2.000kWh draufrechnen. Durchschnittshaushalte liegen etwa bei:
- 1-Person-Haushalt: eher 1.500 bis 2.000kWh
- 2-Personen: ca. 2.000 bis 3.000kWh
- 3 bis 4 Personen: ca. 3.000 bis 4.000kWh und mehr
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Der aktuelle Durchschnittsstrompreis in Deutschland liegt laut dem Bundesverband für Energie und Wasserwirtschaft (BDEW) bei 37 Cent pro kWh (Strompreisanalyse August 2026, im Vorjahr waren es noch rund 40 Cent). Wenn ihr jetzt den Anbieter wechselt, könnt ihr euch Preise von rund 30 Cent pro kWh inklusive Bonus sichern, während die Grundversorgung bei rund 40 Cent liegt.
In unserer Vergleichsrechnung weiter unten spart ihr bei 3.500kWh gegenüber der Grundversorgung rund 310 bis 360 Euro im ersten Jahr. Wenn ihr euren Stromverbrauch grundsätzlich reduzieren und noch mehr sparen wollt, schaut gerne bei unseren Tests zu Balkonkraftwerken vorbei.
Die besten Speicher für Balkonkraftwerke
Was sich 2027 ändert
Der Bund zahlt 2027 weiter einen Zuschuss zu den Übertragungsnetzentgelten, aber weniger. Laut Verivox bedeutet das für Haushalte nur rund 12 Euro Mehrkosten im Jahr bei 4.000kWh. Wichtiger ist der Blick auf den Großhandel: Der Börsenstrompreis lag im September 2026 um 73% über dem Vorjahr, und das kommt mit Verzögerung in den Neutarifen an. Eine Senkung der Stromsteuer ist zwar politisch angekündigt, beschlossen ist aber nichts. Wer jetzt wechselt, sichert sich deshalb die aktuellen Neukundenpreise für 12 Monate, bevor diese Entwicklung bei den Anbietern ankommt.
Die üblichen Gerüchte beim Anbieterwechsel
Die Gerüchteküche reicht von zusätzlichen Kosten bis hin zu Problemen bei Reparaturen an der hauseigenen Infrastruktur für die Stromversorgung. Auch die Pleite eines Anbieters und damit das Ausbleiben einer Stromlieferung machen nach wie vor die Runde. Schauen wir uns die häufigsten Unwahrheiten zum Thema Stromanbieterwechsel jetzt ganz genau an und danach kommen die wirklich hilfreichen Tipps.
Zusätzliche Gebühren

Ein Lieferantenwechsel selbst ist gesetzlich kostenlos, aber je nach Verbrauch und Messsystem fallen unterschiedliche Kosten an.
Kein Strom bei Pleite des Anbieters
Solltet ihr euch für einen kleineren Stromanbieter entschieden und dieser sich verkalkuliert hat, dann sitzt ihr definitiv nicht im Dunkeln. Ihr landet dann automatisch in der Ersatzversorgung beim örtlichen Grundversorger, höchstens für drei Monate, danach greift die normale Grundversorgung. Die Preise dort können höher sein, aber der Strom fließt immer weiter und ihr könnt jederzeit in einen neuen Vertrag wechseln. Ein aktuelles Beispiel: grüüün hat seine rund 200.000 Privatkunden nur bis 31.10.2026 beliefert, seit 01.11. sind sie in der Ersatzversorgung.
Langwieriges und kompliziertes Wechselverfahren
Dank MaLo-ID (Marktlokations-ID) und Anpassung des Energiewirtschaftsgesetzes ist gesetzlich festgelegt, dass ein Wechsel werktags innerhalb von 24 Stunden erledigt sein sollte. Das gilt seit 06.06.2025 und bedeutet innerhalb dieser Zeit “Meldung alter Anbieter → Netzbetreiber → neuer Anbieter”, denn mit eurer MaLo-ID ist die Verbrauchsstelle eindeutig zu identifizieren. Laufzeit und Kündigungsfrist eures alten Vertrags bleiben davon übrigens unberührt, der neue Vertrag startet erst, wenn der alte endet. Von 24 Stunden kann ich in der Praxis zwar noch nicht berichten, aber es geht schon deutlich schneller und dauert nur wenige Tage bis zur Bestätigung des neuen Liefertermins. Damit sind aber in der Regel auch rückwirkende Anmeldungen, wie sie in der Vergangenheit üblich waren, nicht mehr möglich. Wie immer gilt, dass hier niemals die Stromversorgung unterbrochen wird, auch wenn es Komplikationen beim Wechselprozess gibt.
Die wichtigen Punkte und Regeln beim Anbieterwechsel
Nahezu alle Anbieter setzen auf eine Kombination aus sogenannten Sofortboni und Neukundenboni. Der Neukundenbonus wird meist erst nach 12 Monaten voller Belieferung ausgezahlt. Der Sofortbonus hingegen innerhalb von wenigen Monaten nach dem Vertragswechsel. Da es sich hier grundsätzlich um Cashback handelt, müsst ihr die Unternehmen, egal ob groß oder klein, meist auf die Auszahlung aufmerksam machen. Während ich die Erfahrung gemacht habe, dass Sofortboni meist problemlos und ohne Aufforderung ausgezahlt werden, ist das mit den Boni nach den 12 Monaten und natürlich bei erfolgter Kündigung nicht ganz so einfach. Es wird gerne mal “vergessen” und eine oder zwei Mails sind notwendig.
Im letzten Jahr war die Auszahlung des Bonus nach 12 Monaten bei mir etwas Chaos, gekommen ist er am Ende aber, die Sofortboni kamen alle. Ich achte inzwischen deshalb darauf, nicht zu viel Bonus erst nach 12 Monaten zu bekommen, sondern lieber direkt.
Kündigung nicht vergessen
Direkt nach der Bestätigung eures Vertrages solltet und könnt ihr auch die fristgerechte Kündigung einreichen. In den großen Portalen wie Check24 oder Verivox gibt es ohnehin Erinnerungsfunktionen, die euch nach den 12 Monaten auf einen erneuten Wechsel aufmerksam machen. Da der Wechsel mittlerweile wirklich schnell vonstattengeht, müsst ihr euch hier auch keinen Stress machen. Zudem dürfen sich neue Stromverträge nicht mehr um 12 Monate verlängern und sind wie Handyverträge auf 1 Monat begrenzt bei Verlängerung. Das könnte bei alten Verträgen aber noch anders sein.
Keine 24-Monatsverträge
Der Strommarkt ist auch ohne dynamischen Stromvertrag dynamisch und 24-Monatsverträge lohnen sich damit in der Regel nicht. Der größte Vorteil ist, dass ihr 2 Jahre Ruhe habt, aber ehrlich gesagt ist der Wechsel eines Anbieters mittlerweile nicht mehr als 5 Minuten Arbeit. Vergleicht hier also genau und macht es nur, wenn der Preisvorteil es euch wirklich wert ist. Gerade schwankt der Markt besonders stark, sich da zwei Jahre festzulegen, ergibt kaum Sinn.
MaLo-ID beim Netzbetreiber erfragen
Mit der Nummer auf eurem Stromzähler solltet ihr eure MaLo-ID beim Netzbetreiber oder aktuellen Lieferanten erfragen, dann könnt ihr die beim nächsten Wechsel angeben und der Prozess ist schnell und unkompliziert erledigt. Ggf. findet ihr die ID auch schon auf eurer aktuellen Jahresrechnung.
Kalkuliert eure monatlichen Abschläge eher niedrig
Dieser Tipp gilt insbesondere für kleinere Anbieter. Wenn ihr euren Stromverbrauch etwas niedriger angibt, fällt auch euer monatlicher Abschlag niedriger aus. Im Zweifel überzahlt ihr euren Anbieter und bekommt im Falle einer Pleite eures kleinen Anbieters kein Geld mehr zurück. Kalkuliert also lieber so, dass ihr dem Anbieter nach 12 Monaten Laufzeit noch etwas Geld schuldet und nicht umgekehrt. Das sichert euch im Zweifel ab. Dennoch solltet ihr euren Stromverbrauch unbedingt realistisch angeben, nur eben nicht überzahlen.
Tipps und Tricks beim Wechsel des Stromanbieters
Wie viel ihr beim Stromsparen könnt, hängt auch etwas damit zusammen, wie viel Aufwand und Arbeit ihr betreibt. Ähnlich wie bei Handyverträgen auch, haben die großen Vergleichsportale zwar nicht mehr die allerbesten Angebote, aber sie sind äußerst einfach und praktisch zu nutzen, wobei ihr bei Problemen auch einen großen Namen im Rücken habt. Hier geht meine Empfehlung klar an Verivox oder Check24: Gegenüber dem Grundversorger sind die Portale gut, wenn ihr jedes Jahr unkompliziert und schnell wechseln wollt.
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Gebt eure Adresse ein und ihr bekommt einen riesigen Vergleich mit vielen verschiedenen Anbietern präsentiert. Die „Empfehlungen“ der Anbieter nicht unbedingt ernst nehmen. Richtet euch nach dem Gesamtpreis, wenn ihr euren Jahresverbrauch bereits kennt. Dabei ist der günstigste angezeigte Tarif nicht automatisch der, den ihr auch bekommt: Bei 6.000kWh in Neuötting war der beste Portaltarif bei Check24 zuletzt nur mit 5,2 von 10 Punkten bewertet und mit dem Hinweis „Aktuell hohe Ablehnungsquote“ versehen. Vorsicht ist bei dynamischen Stromtarifen geboten, denn die sehen in der Übersicht sehr attraktiv aus, sind das aber in der Regel definitiv nicht.
Die allerbesten Angebote gibt es mittlerweile oft außerhalb der Vergleichsportale, meist direkt auf den Anbieterseiten und sind auch lokal sehr unterschiedlich geregelt. Das bedeutet, ihr müsst dann für eure eigene Region und Standort eine gesonderte Recherche betreiben. So lässt sich nochmal deutlich mehr sparen, aber es ist auch viel mehr Aufwand als die zwei Klicks im Vergleichsportal pro Jahr.
Sonderaktionen außerhalb der Vergleichsportale
Im Dezember 2025 lief zum Beispiel die EnBW-Aktion über Lidl Plus und OBI, mit der ich in Oberbayern auf effektiv 16 Cent pro kWh kam. Ähnlich funktioniert die MediaMarkt Tarifwelt, wo es zum Strom- oder Gastarif einen eScooter für 1 Euro und MediaMarkt-Gutscheine gibt. Und über Payback oder Cashback-Portale wie Shoop geben Energieanbieter regelmäßig Punkte oder Cashback zusätzlich zum normalen Bonus, solche Aktionen laufen oft nur wenige Wochen, deshalb nenne ich hier bewusst kein Enddatum.
Diese Aktionen tauchen in Verivox oder Check24 fast nie auf, ihr müsst mit eurer eigenen PLZ selbst nachrechnen.
Vergleichsrechnung für drei Regionen
Für die Rechnung im Oktober 2026 habe ich bei Check24 mit maximal 12 Monaten Laufzeit und mindestens 12 Monaten Preisgarantie nach Festpreistarifen gesucht, die Kosten im ersten Jahr inklusive Boni verglichen.
| Region und Verbrauch | Grundversorgung | günstigster Portaltarif |
|---|---|---|
| Neuötting (84524), 2.000kWh | 920€ (E.ON) | 591€ |
| Neuötting (84524), 3.500kWh | 1.368€ | 1.009€ |
| Neuötting (84524), 6.000kWh | 2.114€ | 1.784€ |
| Saarbrücken (66111), 2.000kWh | 848€ (Energie SaarLorLux) | 585€ |
| Saarbrücken (66111), 3.500kWh | 1.343€ | 1.032€ |
| Saarbrücken (66111), 6.000kWh | 2.169€ | 1.854€ |
| Köln (50667), 2.000kWh | 907€ (RheinEnergie) | 644€ |
| Köln (50667), 3.500kWh | 1.379€ | 1.060€ |
| Köln (50667), 6.000kWh | 2.166€ | 1.838€ |
Gegen die Grundversorgung spart ihr mit dem günstigsten Portaltarif überall rund 260 bis 360 Euro im ersten Jahr.
Lokale Anbieter und Wärmepumpenstrom
Gerade beim Wärmepumpenstrom macht ihr die größten Sprünge außerhalb der Portale, wenn ihr lokal sucht. Rechnet die Stadtwerke und Regionalversorger eures Orts und der Nachbarorte direkt auf deren Websites mit eurer PLZ, prüft auch den Wärmepumpentarif eures Grundversorgers und haltet das Ergebnis dann gegen Check24 und Verivox.
Wärmepumpentarife nach §14a
Wärmepumpen, die seit 01.01.2024 in Betrieb gehen, müssen nach §14a EnWG steuerbar sein, der Netzbetreiber darf sie bei Engpässen drosseln. Im Gegenzug sinken die Netzentgelte, und zwar je nach Modul:
- Modul 1: pauschaler Rabatt auf die Netzentgelte, rund 130 bis 150 Euro im Jahr.
- Modul 2: eigener Zähler, deutlich reduzierter Netzentgelt-Arbeitspreis.
- Modul 3: zusätzlich zeitvariable Netzentgelte, braucht ein intelligentes Messsystem.
Die Vergleichsportale bilden die neuen Modul-2-Tarife kaum ab, viele Wärmepumpentarife bei Check24 sind ausdrücklich nur „für Wärmepumpen vor 01.01.2024“ gekennzeichnet. Besonders günstige Wärmepumpentarife liegen laut Stiftung Warentest (Oktober 2026) im Schnitt unter 22 Cent pro kWh.
Meine Stromverträge für 2027
Die Wärmepumpe mit 6.000kWh im Jahr lief 2026 über EnBW, wo ich dank des hohen Bonus der damaligen Lidl-Plus-Aktion effektiv rund 18 Cent pro kWh zahlte. Für 2027 wechsle ich zum Tarif „WÄRME Ökostrom“ des regionalen Versorgers EVIS, der mich im ersten Jahr 1.106 Euro kostet (17,29 Cent pro kWh, 9 Monate ohne Grundpreis). Der beste Modul-2-Tarif bei Check24 kostet rund 1.467 Euro, und die E.ON-Grundversorgung für Wärmepumpen liegt mit rund 1.199 Euro dazwischen, der EVIS-Vorteil steckt also im Neukundenrabatt.
Dynamische Stromtarife: Für fast jeden gilt „Finger weg“
Dynamische Stromtarife mögen spannend und besonders wirken. Gerade wenn ihr wie ich den Tibber Pulse nutzt und damit auch Zugriff auf die aktuellen Preise habt. Aber selbst in meinem Set-up mit zwei Elektroautos rechnet sich das nicht, bzw. ist denkbar kompliziert einzurichten für wenige Euros, die ihr letztendlich spart.
Dynamische Stromtarife können zusammen mit viel Speicher im Haus und Elektroautos in Kombination mit einer Hausautomatisierung viel Spaß machen. Ich habe inzwischen ein Haus mit Wärmepumpe und zwei E-Autos und habe mich trotzdem bewusst für Festpreise entschieden. Aber Fakt ist, dass sich diese Tarife bei den meisten Haushalten nicht lohnen. In günstigen Phasen Energie abzugreifen, ist für die meisten normal arbeitenden Menschen nicht möglich. Und selbst wenn das klappt, müsst ihr in den Hochpreisphasen (vor allem im Winter) häufig teuren Strom einkaufen. Gemittelt schafft ihr es somit kaum an die Preise der normalen Stromtarife heranzukommen. Eine Verivox-Auswertung für das 1. Halbjahr 2026 zeigt das deutlich: Eine Familie mit 4.000kWh zahlte im dynamischen Tarif 645 Euro, der Festpreistarif mit Bonus lag bei 481 Euro. Die Ausnahme bleibt ein großer verschiebbarer Verbrauch (E-Auto, Wärmepumpe, Speicher) plus Smart Meter plus Automatisierung. Mehr dazu in unserem Artikel zum Smart-Meter-Gesetz und dynamischen Tarifen. Festpreise mit rund 30 Cent für die Kilowattstunde sind momentan die bessere Wahl.
Häufige Fragen zum Stromanbieterwechsel
Fazit: So kommt ihr immer an günstigen Strom
Gerade im Hinblick auf die Elektromobilität und für Besitzer von Elektroautos lässt sich mit einem regelmäßigen Anbieterwechsel richtig viel Geld sparen. Dazu müsst ihr einmal im Jahr bei Verivox oder Check24 den Vergleich öffnen und einen neuen Anbieter mit den geringsten Gesamtkosten wählen. 2027 sinkt der Bundeszuschuss zu den Netzentgelten und die Börsenpreise steigen, die aktuellen Neukundenpreise solltet ihr euch deshalb jetzt für 12 Monate sichern. Wer mehr rausholen will, prüft zusätzlich die Sonderaktionen außerhalb der Portale und, vor allem mit Wärmepumpe, die lokalen Anbieter vor Ort. Die Vergleichsportale und auch der neue Stromanbieter übernehmen natürlich auch die Kündigung beim alten Anbieter und sorgen für einen reibungslosen Übergang. Ihr könnt auch nicht zwei Verträge gleichzeitig haben, das lässt der lokale Messstellenbetreiber nicht zu.
Je nach Verbrauch spart ihr so jedes Jahr mehrere hundert Euro an Stromkosten. Für möglichst wenig Stress solltet ihr Sofortboni den Neukundenboni vorziehen, aber wenn ihr nachfragt und dranbleibt, dann klappt das meistens auch problemlos. Übrigens muss ich aus meiner Erfahrung sagen, dass die Größe des Anbieters hier nicht entscheidend ist, denn ich hatte die meisten Probleme mit einem sehr großen Stromanbieter, wenn es um Cashback ging.
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Danke für den interessanten und lehrreichen Beitrag! Ich wechsle auch schon seit vielen Jahren jährlich, allerdings wohl nie wieder zu e.on. Auch wenn das ein namhafter Anbieter ist, wird da auch nicht alles regelgerecht gehandhabt. Nach meinem Wechsel dahin vor 2 Jahren klappte zu Beginn nicht viel: keine Daten im Onlineportal (aber Vertragsbeginn ersichtlich), kein Abschlag eingezogen, kein Sofortbonus ausgezahlt, Anfragen diesbezüglich einfach als erledigt abgehakt. Erst die Schlichtungsstelle Energie hat mir zu meinem Bonus und normalen Bedingungen verholfen. Am Vertragsende hat dann zum Glück alles geklappt inkl. Neukundenbonus.
Ich empfehle mal als weiteren Faktor neben dem Preis mehr Details zum Strommarkt aus der Anstalt:
https://www.youtube.com/watch?v=cBteDvsktVU&list=PLhtjufTH4Nq4H6dzR4Ccq1NUUea5VtKqc&index=3&pp=iAQB
Fazit:
Wenn ihr nachhaltigen Ökostrom wollt, lohnt sich vor dem Anbieterwechsel ein Blick in den Ökostromreport von RobinWood:
https://www.robinwood.de/oekostrom-report-2025
Den Stromanbieter regelmäßig zu prüfen und ggf. zu optimieren ist sinnvoll.
Ich habe Tibber und bin damit zufrieden. Bei uns passt das gut. Die Spülmaschine läuft nachts, die Waschmaschine am Wochenende wenn es günstiger ist, kein e Auto. Sonst keine Anpassungen außer bei den seltenen extrem Preisspitzen. Live den Verbrauch zu sehen ist dazu ne nette Spielerei die bei Preisspitzen auch hilfreich sein kann.
Die Konkurrenz kommt hier beim Vergleich nur mit Wechselbonus etwas günstiger.
Aber das Setting muss passen, sonst ist man woanders besser aufgehoben. Mit Strom würde ich nicht heizen wollen. Im Sommer kühlen ist dagegen meist spottbillig.
Servus, also ich kenne wirklich keinen, wo sich das ohne große Automatisierung und eAutos, die zuhause stehen lohnen kann. Was ist denn dein effektiver Preis pro kWh und wo wohnst du (also die Region reicht :))? Das ist nämlich auch sehr relevant. Strom ist bei mir Nachts nichts günstig, sondern von 9-11 gibt es den bei Sonnenschein hier geschenkt. Danke auf jeden Fall für den Beitrag und ich bin gespannt :).
beste Grüße
Jonas
Hallo,
ich hatte dieses Jahr von Januar bis Oktober 30, 32, 27, 25, 23, 24, 27, 25, 26, 27ct/kw, Grundpreis 11,91€, wohne in RLP, hier hat es viel Windkraft. keine Ahnung ob das einen Einfluss hat.
Bei der Konkurrenz ist der Grundpreis zu hoch. Tibber hat Ökostrom, der ist woanders dann auch meist teurer. Deswegen ist das für mich kein schlechtes Paket im Vergleich zu den Neukundenpreisen bei anderen, für andere aber vielleicht schon mit einem anderen Profil.
Ich kann da nur zustimmen. Hatte das für uns (Einfamilienhaus mit Wärmepume, E-Auto, PV auf dem Dach mit Speicher) auch durchkalkuliert. Im Jahr werden 4500 kWh zugekauft, wirklich benötigt wird der Zukauf nur im Winter, dann aber massiv. Mit aktueller Verivox-Berechnung für meine Region (nördliches NRW) bin ich bei einem der großen Anbieter bei 11€ Grundpreis pro Monat und ca 32ct/kWh. Davon abzuziehen sind dann aber 360€ Wechselbonus. Wenn ich den auf die 4500 verbrauchten kWh umrechne, macht das pro kWh 8ct Bonus. Also zahle ich effektiv 11€ Grundgebühr und 24ct/kWh durch den Bonus und jährlichen Wechsel. Selbst bei effektiver… Weiterlesen »
interessanter Bericht, ich selber wechsle den Anbieter auch alle 2-3 Jahre, ist relativ easy über die beiden Portale. Nehme allerdings immer die “bekanntesten” Anbieter, da ist wohl die Chance etwas größer, das die nicht Pleite gehen. Die Frage, können die mich auch ablehnen als Neukunde , wenn ich z.B. nach einigen Jahren immer wieder kündige und dann doch wieder einen neuen Vertrag abschließe. Wäre interessant für mich, kannst Du ggf. was dazu sagen. Vielen Dank
Servus, danke für den Kommentar. Es ist nicht so, als würden da jetzt andauernd Anbieter pleite gehen, das ist mir in 15 Jahren einmal passiert und gerade durch den mittlerweile super schenllen Wechselmöglichkeiten, ist das auch noch weniger ein Thema. Zum Thema immer Neukudne und Wechsel: Das sind alles private Konzerne und die können sich aussuchen, wen sie als Kunden haben wollen. Aber solange du immer deine Abschläge beglichen hast, sollten die dafür keinen Grund haben. Nur weil du nach einem Jahr kündigst, bist du ja kein “schlechter” Kunde. Es gibt auch Unmengen an günstigen Anbietern, wenn die dich alle… Weiterlesen »