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RedMagic 12 Pro im Test

Getestet von Manuel am Bewertung: 88% Preis-Leistungs-Tipp!
Vorteile
  • exzellente Verarbeitung
  • brachiale Leistung
  • flaches und besonderes Design
  • ultra geiles Display ohne Unterbrechung
  • effektive Kühlung
  • starke Akkulaufzeit
Nachteile
  • kein LTPO-Display
  • nur Mittelklasse-Kameras
  • keine eSIM
Springe zu:
CPU Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6 - 2 x 5GHz + 3 x 4GHz + 3 x 3,7GHz
RAM 12GB RAM, 16GB RAM
Speicher 1 TB, 256GB, 512GB
GPU Adreno 850
Display 2688 x 1216, 6,8 Zoll 185Hz (AMOLED)
Betriebssystem MyOS - Android 17
Akkukapazität 8400mAh
Ladegeschwindigkeit 80 Watt, 80 Watt (kabellos)
Speicher erweiterbar Nein
Hauptkamera 50MP + 50MP (dual)
Frontkamera 16MP
USB-Anschluss USB-C 3.1 (10GBit/s)
Kopfhöreranschluss Nein
Entsperrung Fingerabdruck, Face-ID
4G 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 17, 18, 19, 20, 26, 28, 34, 66, 38, 39, 40, 41
5G 1, 2, 3, 5, 7, 8, 20, 28, 38, 40, 41, 66, 77, 78
NFC Ja
SIM Dual - nano
Gewicht 223g
Maße 163,0 x 76,0 x 8,6mm
Antutu (v11) 4529937
Benachrichtigungs-LED Nein
Updatezeitraum 2 Jahre (Android) + 5 Jahre (Sicherheit)
Hersteller
Getestet am 03.11.2026

Das neue RedMagic 12 Pro ist erschienen und RedMagic beweist einmal mehr, dass Design und Gaming sich nicht ausschließen. Eine der ungewöhnlichsten Smartphonereihen geht in die nächste Runde. Ein Kühlkreislauf und ein aktiver Lüfter, gepaart mit einem der schnellsten Prozessoren für Mobilfunkgeräte in einem ikonischen Gehäuse, lassen das Testerherz höherschlagen. Schlagartig wirken all die Samsungs, Googles und Xiaomis ziemlich öde und langweilig. Man kann von RedMagic als Hersteller halten, was man möchte, muss aber die Innovationskraft und auch den Mut anerkennen, solche Produkte für den Markt zu entwickeln.

Mit 899€ im Einstieg ist das RedMagic 12 Pro alles andere als günstig, aber angesichts der neuen Hardwarepreise für Komponenten fast schon als Schnäppchen zu bezeichnen. Denn es geht bei 12GB RAM und 256GB Festspeicher los. Mit 16GB und 512GB kostet es 999€, mit 16GB und 1TB 1.199€. Verkaufsstart ist der 18.11.2026. In den letzten zwei Wochen durfte sich das Smartphone im Alltag beweisen und neben mir als Tester freute sich mein Sohn genauso darauf, dem Gerät beim Gaming auf den Zahn zu fühlen. Am Ende stand auch die Frage: Taugt das RedMagic 12 Pro sogar als Alltagssmartphone oder bleibt es in der Gamingecke gefangen?

Design und Verarbeitung

Das RedMagic 12 Pro ist eine echte Augenweide, wenn man außergewöhnliche Smartphones mag. Vorn wie hinten gibt es eine Menge zu entdecken. Mit 163,0 x 76,0 x 8,6 Millimeter ist es für ein solch großes Smartphone relativ kompakt und am meisten beeindruckt die hervorragende Verarbeitungsqualität. Das Smartphone wirkt wie aus einem Stück und unterstreicht dies mit einem Gewicht von 223 Gramm. Der Aluminiumrahmen geht auf der Rückseite perfekt in das gehärtete Glas über. Alle Buttons sind perfekt integriert und man kann dem Hersteller nur ein Lob aussprechen für die Verarbeitungsqualität. Mein privat genutztes Google Pixel Pro erreicht diese Qualität nicht und sie liegt auch ein Stück über der des Konzernbruders Nubia Z80 Ultra. Schaltet man das Smartphone ein, wird man nur von einem großen Display mit wirklich verschwindend geringen Displayrändern empfangen. Diese konnten gegenüber dem Vorgänger nochmals verkleinert werden und betragen rundum nur 2,2mm. Auch im Vergleich zum Nubia Z80 Ultra (zum Test) fallen die verkleinerten Displayränder auf und das RedMagic 12 Pro ist ein Stück kompakter.

Die Frontkamera ist wie schon beim Vorgänger im Alltag unsichtbar, da RedMagic an der Under-Display-Kamera festhält. Der Fingerabdruckscanner funktioniert nach dem Ultraschallprinzip, ist ausreichend hoch positioniert und erkennt den Daumen ohne Probleme. Zum Entsperren kann aber auch Face Unlock verwendet werden. Rechts sind alle Bedienelemente des RedMagic 12 Pro positioniert. Links findet man nur den Lufteinlass des Lüfters. Das RedMagic 12 Pro ist trotzdem nach IPX8 zertifiziert, sodass Wasser dem Smartphone wenig anhaben kann. (RedMagic wirbt zusätzlich mit IP68 und IP69, die aber nur für das Gerät ohne den Lüfterbereich gelten sollen. Das ist ziemlicher Unsinn, denn der Lüfter sitzt ja im Gerät.)

Auf der Unterseite sind der Dual-SIM-Slot, ein zweites Mikrofon und der andere Teil des Lautsprechers verbaut. Der USB-C-3.1-Anschluss kann auch Bildsignale übertragen. Richtig faszinierend ist hingegen die Rückseite des Smartphones. RedMagic hat an einem glatten Design festgehalten und einen Kamerahügel sucht man bei diesem Smartphone vergebens. So finden sich unter dem Glas die Kameras, der LED-Blitz und sichtbar der Wasserkreislauf. Damit ist das RedMagic 12 Pro im Betrieb ein echter Hingucker, da der Hersteller auch eine entsprechende Beleuchtung verbaut hat. RedMagic zeigt noch mehr vom Innenleben, etwa den Kühlkreislauf, und auch die Induktionsladespule wurde interessant ins Gehäuse integriert.

Test redmagic12pro Verarbeitung 6

Neben unserem schwarzen Testgerät (Nightfreeze) gibt es noch eine silberne Variante (Subzero), eine blaue (Skyfrost) soll später folgen. Alle drei haben eine transparente Rückseite. Als Schutzglas verwendet RedMagic auf der Rückseite Gorilla Glass 7i, das einen ausreichenden Schutz gegen Kratzer bietet. Durch den großzügigen Einsatz von Glas ist das Smartphone auch entsprechend rutschig. So ist eine griffsichere Hülle Pflicht. Displayschutzgläser lassen sich problemlos aufbringen. Für mich ist das RedMagic 12 Pro eines der schönsten Smartphones im Jahr 2026, das auch durch eine hervorragende Verarbeitung glänzen kann.

Lieferumfang des RedMagic 12 Pro

RedMagic 12 Pro

Der Lieferumfang des RedMagic 12 Pro ist ausreichend. Zwar fehlt ein Netzteil, aber der Hersteller legt zumindest eine passable Schutzhülle bei, um die Kanten des Smartphones zu schützen. Dazu kommt ein 1 Meter langes USB-C-Ladekabel. Die Displayschutzfolie ist schon blasenfrei auf der Anzeige aufgebracht. Wer ab dem 12.11.2026 für 1€ einen Early-Bird-Gutschein kauft, bekommt ein 80W-Netzteil dazu und spart 30€ beim Kauf.

Display des RedMagic 12 Pro

RedMagic 12 Pro

Das Display des RedMagic 12 Pro ist ein echter Kracher. Durch die unsichtbare Frontkamera schaut man auf eine große Displayfläche mit 6,85 Zoll ohne Unterbrechung. Die Auflösung beträgt gute 2688 x 1216 Pixel im 20:9-Format. Natürlich ist ein AMOLED-Display mit einer maximalen Bildwiederholungsrate von 185Hz verbaut. Aber man muss weiterhin auf LTPO verzichten, sodass die Bildwiederholungsrate nicht unter 60Hz sinken kann. Auch die 185Hz werden nur in ausgewählten Spielen erreicht. Im Alltag verbleibt es bei dem üblichen Wechsel zwischen 60Hz, 90Hz und 120Hz. Die maximale Helligkeit liegt bei 2.200 Lux. Somit ist die Anzeige auch im Sonnenlicht problemlos ablesbar.

Display Helligkeit (in Lux) Einheit: Lux
0
300
600
900
1.200
1.500
1.800
2.100
2.400
2.700
3.000

Die Konkurrenz bietet teilweise höhere Helligkeiten, was im Alltag keinen wirklichen Mehrwert bringt, aber in den Vergleichstabellen gut aussieht. An der Ablesbarkeit der Anzeige gab es nichts zu bemängeln. Die Farben sind satt und der Kontrast ist technologiebedingt sehr hoch. Ab Werk ist der Bildschirm recht neutral abgestimmt und die Farbgenauigkeit liegt bei Delta E unter 1. Die Anzeige unterstützt den erweiterten Farbraum und RedMagic selbst gibt an, dass 100% des DCI-P3-Farbraumes abgedeckt werden.

Dazu kommt die Unterstützung von HDR10 und HDR HLG sowie Widevine Level 1. Damit lassen sich alle üblichen Pay-to-View-Streaming-Anbieter in bester Qualität genießen. Nur Dolby Vision und HDR10+ fehlen. Ein voll nutzbares Always-on-Display rundet das Paket ab. Der Hersteller hat verschiedene Vorlagen installiert, die angepasst werden können. Ebenso lässt sich der Bildschirm umfangreich konfigurieren. Auch die Farbtemperatur und der Weißabgleich lassen sich anpassen. Am Ende bleiben wenig Wünsche offen.

Leistung

Im RedMagic 12 Pro ist der Qualcomm Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6 verbaut, also die schnellere Variante des Snapdragon 8 Elite Gen 6. In China heißt das gleiche Smartphone RedMagic 12 Pro+. Diese CPU setzt auf insgesamt 8 Kerne und wird in 2 Nanometern gefertigt. Der Cluster ist im Format 2 + 3 + 3 aufgebaut und setzt durchgehend auf die neuen Oryon-Kerne der 4. Generation. Der maximale Takt beträgt 5 GHz. Auch die Adreno-GPU ist alles andere als leistungsschwach.

Antutu (v11)
smartzone logo
Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6 4.529.937
Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6 4.407.530
Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6 4.218.039
Snapdragon 8 Elite Gen 5 Leading Version 4.160.716
Snapdragon 8 Elite Gen 5 3.884.292
Snapdragon 8 Elite Gen 5 3.864.000
Snapdragon 8 Elite Gen 5 3.358.067
MediaTek Dimensity 9600M 3.114.687
0
500.000
1.000.000
1.500.000
2.000.000
2.500.000
3.000.000
3.500.000
4.000.000
4.500.000
5.000.000
Geekbench Single (v6)
0
400
800
1.200
1.600
2.000
2.400
2.800
3.200
3.600
4.000
Geekbench Multi (v6)
0
2.000
4.000
6.000
8.000
10.000
12.000
14.000
16.000
18.000
20.000
3D Mark (Wildlife Extreme)
0
1.000
2.000
3.000
4.000
5.000
6.000
7.000
8.000
9.000
10.000

So verwundern die Ergebnisse in den Benchmarks nicht. In den synthetischen Benchmarks lässt der Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6 die Muskeln spielen. In diesem Smartphone verbaut RedMagic zusätzlich den selbst entwickelten Gaming-Chip RedCore R5, der unter anderem Touch-Eingaben, Hochskalierung und Zwischenbildberechnung übernimmt, sowie einen eigenen Displaychip für die 185Hz.

Dazu verbaut RedMagic mindestens 12GB Arbeitsspeicher und 256GB Festspeicher. In unserem Testmodell sind es sogar satte 16GB im LPDDR6-Format und UFS-4.1-Speicher mit 512GB. Im Alltag ist die Bedienung einfach rasend schnell. Damit ist das RedMagic 12 Pro eines der schnellsten Smartphones im Jahr 2026. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Unterschiede zum Vorgänger im Alltag kaum zu spüren sind. Mein Nubia Z80 Ultra mit dem Vorgängerprozessor ist genauso reaktionsschnell. Aber der Unterschied zu meinem Google Pixel 11 Pro ist schon zu spüren.

Gaming

Die absolute Paradedisziplin, und dafür wurde das Smartphone schließlich gebaut, ist das Gaming mit dem RedMagic 12 Pro. Dazu hat der Hersteller eine eigene Spieleumgebung integriert, die beim Spielen sinnvolle Unterstützung leisten kann. So können die Schultertasten entsprechend belegt werden, die Samplingrate des Touchscreens auf bis zu 5.000Hz erhöht oder Sperrbereiche definiert werden. Auch die Touchpads mit einer Abtastrate von 520Hz können überzeugen. Dazu kann die RGB-Beleuchtung in vielfältiger Weise angepasst werden.

Das Kühlsystem ist dabei mehr als nur schmückendes Beiwerk. Die Kombination aus passiver Kühlung, Lüfter und Kühlkreis kann den Prozessor relativ gut in Schach halten. So ist das RedMagic 12 Pro kaum von Thermal Throttling betroffen. Dabei wurden maximale Temperaturen von 38°C gemessen. Aber das Lüfterrauschen ist mit 42dB(A) dann schon hörbar. Egal, welche Spiele ich aus dem Play Store heruntergeladen habe, alle konnten problemlos in höchster Auflösung wiedergegeben werden. Mein Sohn als ambitionierter Fortnite-Spieler war regelrecht begeistert vom RedMagic 12 Pro und zum Zocken ist das Smartphone exzellent geeignet. Durch das Fehlen des Punch-Holes kann auch diese Fläche genutzt werden.

Test Redmagic12Pro USB

Oder man nutzt den USB-C-3.1-Anschluss zur Ausgabe des Bildes auf einen Monitor. Leider kann die Auflösung nicht angepasst werden und mit meinem Ultra-Wide-Monitor gab es schwarze Ränder an den Seiten. Bei 16:9 passiert dies nicht.

System

Auf dem RedMagic 12 Pro läuft RedMagic OS 12. Dieses basiert auf dem aktuellen Android 17 und ähnelt, wen wundert es, MyOS von Nubia. Das System selbst ist recht bunt und komplett in Deutsch verfügbar. Die Übersetzungen sind meistens passend, bis auf wenige Ausnahmen. Mir gefällt das Design und in den Einstellungen findet man sich gut zurecht, denn die Menüpunkte sind logisch aufgebaut. Das Smartphone lässt sich umfangreich an die persönlichen Vorlieben anpassen und optisch sind verschiedene Themen vorhanden.

Ein wenig Bloatware ist auf dem RedMagic 12 Pro installiert, die sich restlos entfernen lässt. Nur der interne Browser lässt sich deaktivieren, aber nicht deinstallieren. Gemini ist natürlich auch mit an Bord, aber der Hersteller hat sich noch für einen Zusatz namens RedMagic AI+ entschieden. Hier sind Live-Übersetzung oder Transkripte möglich. Das Thema Updates und Support ist bei RedMagic seit jeher schwierig. Dennoch verspricht der Hersteller seit der 11-Pro-Serie offiziell zwei Jahre System- und fünf Jahre Sicherheitsupdates (letztere erscheinen vierteljährlich). Während des Testzeitraumes kam es zu einem Update.

Kamera des RedMagic 12 Pro

RedMagic 12 Pro

Die Kamerasensoren blieben gegenüber den Vorgängern komplett unangetastet, nur die überflüssige Makrokamera wurde entfernt. Damit ist zu erwarten, dass die Ergebnisse recht ähnlich ausfallen.

  • Hauptkamera: 50MP (OmniVision OV50E40), 1/1,55 Zoll, f/1,88, OIS, EIS
  • Ultraweitwinkelkamera: 50MP (OmniVision OV50D40), 1/2,88 Zoll, f/2,0
  • Frontkamera: 16MP (OmniVision OV16A), 1/2,77 Zoll, f/2,0, UDC

Die Ausstattung würde man eher in einer besseren Mittelklasse vermuten, aber nicht in einem Flaggschiff. Aber der Fokus liegt auf Gaming und nicht auf Fotos; dafür ist der Konzernbruder Nubia zuständig. Trotzdem sind OIS und EIS für die Hauptkamera verbaut und der Hersteller setzt auf das übliche 4:1-Pixelbinning bei den 50-Megapixel-Sensoren. Die Kamerasoftware ist nicht sehr umfangreich und lässt einen reinen Porträtmodus vermissen. Aber im Pro-Modus sind RAW-Aufnahmen möglich.

Hauptkamera bei Tageslicht

Die Aufnahmen der Hauptkamera sind am Tag nicht mehr als guter Durchschnitt. Wie vorher zu erwarten, passen die Aufnahmen eher in die Mittelklasse. Die Farben sind recht ausgeprägt. Dafür ist der Kontrast gut und auch die Helligkeit der Aufnahmen stimmig. Der Fokus wurde im Testzeitraum meistens gut gefunden, aber bei den Details liegen wir ebenfalls auf Mittelklasse-Niveau. Auch in der Schärfe besteht Luft nach oben. Glücklicherweise bereitet Gegenlicht dem Sensor wenig Probleme, sodass besonders ausdrucksvolle Aufnahmen entstehen können. Der 2-fache digitale Zoom ist dabei recht passabel, denn Qualitätseinbußen halten sich in Grenzen.

Die Hauptkamera wird ebenfalls für Makroaufnahmen genutzt, die nur leidlich gelingen. Der Fokusbereich ist relativ eng und die Aufnahmen wirken leicht unscharf.

Nachtaufnahmen der Hauptkamera

Nachtaufnahmen sind nun wirklich nicht die Stärke des RedMagic 12 Pro. Die Software bemüht sich redlich und glücklicherweise wird Bildrauschen gut eliminiert. Aber es fehlt an einem richtigen Nachtprogramm, um die Belichtungszeit anzupassen. So werden die Aufnahmen relativ dunkel, auch wenn die Schärfe grundsätzlich passt. Aber wie bereits erwähnt, wären mit der richtigen Belichtungszeit bessere Aufnahmen möglich.

Ultraweitwinkel-Kamera

Trotz des kleinen Sensors weiß die Ultraweitwinkel-Kamera am Tag zu überzeugen. Zwar bereitet ihr Gegenlicht ein wenig Probleme, aber die grundsätzliche Schärfe und vor allem die Perspektive stimmen in den Aufnahmen. Die Farben sind, wie schon bei der Hauptkamera, kräftig, aber noch zu tolerieren. Der Fokus wird richtig gesetzt und auch der Kontrast in den Aufnahmen kann überzeugen. Insofern ist die Ultraweitwinkel-Kamera eine gute Ergänzung zur Hauptkamera am Tag. Nur in der Nacht ist die Kamera ein Komplettausfall. Es gelingen keine wirklich schönen Aufnahmen.

Selfies

Die Frontkamera unter dem Display ist schon vom Vorgänger bekannt und auch im Nubia aktiv. Zumindest am Tag bei der richtigen Ausleuchtung sind die Aufnahmen akzeptabel. Zwar sind die Aufnahmen immer noch recht weichgezeichnet und Details im Gesicht fehlen, aber damit lässt sich halbwegs leben. Denn fällt das Licht falsch, berechnet die Kamera Schatten ebenfalls falsch und es entstehen Strukturen im Gesicht, die gar nicht vorhanden sind. In der Nacht versagt die Kamera dann komplett, sodass die Frontkamera das schwächste Modell in diesem Trio darstellt.

Videos

Videos sind mit 8K und 30fps möglich, allerdings fehlt dann die Stabilisierung. Deshalb würde ich auf 4K und 60fps reduzieren, denn hier ist eine elektronische Stabilisierung der Aufnahmen vorhanden. Die Videoaufnahmen sind recht gut und das Fokuspumpen des Vorgängers war im Test nicht zu erkennen. Auch Windgeräusche werden passabel reduziert, wobei die richtigen Flaggschiffe hier wesentlich stärker aufgestellt sind, da ein Wechsel zwischen den Objektiven nicht möglich ist.

Zwischenfazit Kamera

Insgesamt sind die Kameras nicht besser als gehobene Mittelklasse. Insbesondere die Frontkamera hat arge Probleme, obwohl der Hersteller in den letzten Generationen Fortschritte mit der Under-Display-Kamera gemacht hat. Hier sollten die Ansprüche des Nutzers nicht allzu hoch sein. Vornehmlich für Nachtaufnahmen sollte man zu einem anderen Modell greifen.

Konnektivität und Kommunikation

RedMagic 12 Pro

Im Bereich Konnektivität gibt sich das RedMagic 12 Pro keine Blöße. Im Testzeitraum war der Empfang jederzeit stabil, auch auf dem Land, und die Anzahl ist für den europäischen Bereich vollkommen ausreichend.

  • 4G: 1/2/3/4/5/7/8/12/17/18/19/20/26/28/38/39/40/41/42/66
  • 5G: n1/2/3/5/7/8/20/26/28/38/40/41/66/77/78/

Die Empfangsstärke lag spürbar über der meines Google Pixel 11 Pro und auch das Band 20 ist im Smartphone verbaut. Zur Steigerung der Gesprächsqualität werden sowohl Voice over LTE als auch Voice over Wi-Fi integriert. Mein Gesprächspartner konnte mich wunderbar verstehen und auch die Geräuschreduzierung liegt auf einem guten Niveau, erreicht aber nicht ganz die meines Google-Smartphones. Es werden zwei physische SIM-Karten unterstützt, aber eSIM fehlt. Hier gibt es aber entsprechende Nachrüstlösungen wie EIOTCLUB eSIM (zum Test).

Ebenso stark präsentiert sich das RedMagic 12 Pro im heimischen WLAN und mit WiFi 7 wird ein moderner Standard unterstützt. Neben dem starken Datendurchsatz überzeugt vorwiegend die Empfangsstärke. Wo normalerweise andere Smartphones nach drei Wänden einknicken, konnte das Smartphone von RedMagic noch mit guten Übertragungsraten glänzen. Für den Nahbereich ist Bluetooth 6.0 verbaut. So oder so, alle Geräte ließen sich problemlos koppeln und mit aptX und LDAC sind zwei hochwertige Codecs für Bluetooth-Kopfhörer verbaut. LHDC fehlt überraschenderweise. Für die Navigation setzt der Hersteller auf Dual-Band-GPS und die üblichen Navigationssysteme wie Galileo, GPS, GLONASS und BeiDou. Die Genauigkeit lag sowohl in Fensternähe als auch im Außenbereich bei drei Metern. Gemeinsam mit dem E-Kompass ergibt sich eine einwandfreie Navigation.

NFC ist zum mobilen Bezahlen oder Auslesen des Personalausweises verbaut. Das haptische Feedback des RedMagic 12 Pro ist überraschend gut und passt absolut in die Preisklasse. Es überzeugt mit einem feinen, taktilen Feedback, das ähnlich stark wie beim Google ist. Genauso stark zeigt sich der Stereolautsprecher. Dieser glänzt mit einer starken Lautstärke und überraschend gutem Sound. Selbst der Ansatz von Bass ist zu erkennen. Ansonsten verbaut der Hersteller die übliche Anzahl an Sensoren, inklusive des IR-Sensor wie bei Nubia.

Akkulaufzeit des RedMagic 12 Pro

Beim Thema Akku greift RedMagic in die Vollen und verbaut einen riesigen Akku mit 8.400mAh im Gehäuse. Auch wenn es die reinen Benchmarks nicht wiedergeben, kann die Laufzeit definitiv überzeugen. Es ist nunmal so, dass das Smartphone beim Akkutest in den Leistungsmodus schaltet und diesen mit voller Leistung absolviert. Das passt auch zu den Ergebnissen, die ich beim Spielen erzielt habe, denn eine Stunde Gaming verbraucht rund 15% des Akkus bei voller Bildwiederholungsrate. YouTube ist von diesem Problem nicht betroffen und der Verbrauch dort liegt pro Stunde bei lächerlichen 3%. So lässt sich mit dem RedMagic 12 Pro, solange man nicht spielt, locker zwei Tage arbeiten, bevor man es neu laden muss. Bei geringer Nutzung sind auch drei Tage möglich. Das Always-on-Display belastet den Akku mit rund 12 Prozent pro Tag. Für das Spielen selbst gibt es einen Bypass-Modus. So wird die Energie aus dem Kabel direkt zum Spielen verwendet und nimmt nicht den Umweg über den Akku. Das schont den Akku ungemein.

Akkulaufzeit Einheit: Stunden
smartzone logo
8.050 mAh 23,9 Std
8.500 mAh 23,2 Std
8.800 mAh 19,7 Std
7.200 mAh 10,8 Std
7.500 mAh 10,3 Std
8.400 mAh 7,2 Std
0
5
10
15
20
25
30
Akkulaufzeit (60Hz) Einheit: Stunden
smartzone logo
8.050 mAh 28,7 Std
8.500 mAh 27,5 Std
8.800 mAh 25,9 Std
7.150 mAh 25 Std
5.000 mAh 15,7 Std
7.500 mAh 12,5 Std
7.200 mAh 12,2 Std
8.400 mAh 8,4 Std
0
5
10
15
20
25
30
Ladegeschwindigkeit Einheit: Minuten
smartzone logo
60 Watt 43 min
100 Watt 53 min
100 Watt 54 min
100 Watt 56 min
80 Watt 57 min
80 Watt 58 min
80 Watt 60 min
80 Watt 69 min
0
10
20
30
40
50
60
70
80

Zum Aufladen des RedMagic 12 Pro benötigt man ein entsprechendes USB-Power-Delivery-Netzteil. Mit dem bewährten Novoo RG120 (zum Test) lässt sich das Smartphone in weniger als einer Stunde laden. Auch kabelloses Aufladen wird unterstützt. Der Hersteller gibt an, bis zu 80 Watt Ladeleistung kabellos übertragen zu können. Hierfür wird aber ein spezieller Ladeadapter von Nubia benötigt. Qi 2.2 wird nicht unterstützt. Ich habe das kabellose Laden nach rund 6 Stunden abgebrochen und bin dabei auf rund 55% Ladung gekommen. So ist das kabellose Laden eher über Nacht sinnvoll, wenn ein passendes Ladepad zur Verfügung steht. Kabelloses Rückwärtsaufladen wird genauso unterstützt wie per Kabel.

Testergebnis

Getestet von
Manuel

Am Ende ist das RedMagic 12 Pro ein faszinierendes Stück Hardware, das die starke Leistung des Qualcomm Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6 besser umsetzen und kühlen kann, als jedes andere Flagship auf dem Markt. Der verbaute Kühlkreislauf mit Lüfter ist nicht nur Show, sondern auch effektiv. Das Gehäuse wirkt wie aus einem Guss ohne störenden Kamerahügel und die Anzeige mit ihren minimalen Bildschirmrändern ist erstklassig.

Der Verzicht auf LTPO wirkt nur wie ein kleiner Makel, denn dank des riesigen Akkus von 8.400mAh ist die Laufzeit überragend. Damit ist das RedMagic 12 Pro auch für den Alltag gut geeignet, solange man keine besonders guten Kameras und eSIM benötigt. Insbesondere Selfies sind nicht die Stärke des Smartphones. Aber der Rest kann vollständig überzeugen und es bleibt zu hoffen, dass RedMagic auch bei Updates endlich abliefert. Wirkliche Alternativen für das RedMagic 12 Pro sind rar und am ehesten sind hier die Vorgänger zu nennen. Ansonsten bleibt der Griff zu den üblichen Flaggschiffen, die alle eine bessere Kamera mitbringen, aber beim Speicher und der Leistung Kompromisse erfordern und preislich deutlich über dem RedMagic 12 Pro liegen. Lobenswert ist der faire UVP-Preis von 899€, den heutzutage kein Hersteller mehr bieten kann.

Das RedMagic 11S Pro (zum Test) ist kaum langsamer, aber preiswerter und bietet ebenfalls den Kühlkreislauf.


Gesamtwertung
88%
Design und Verarbeitung
95 %
Display
95 %
Leistung und System
100 %
Kamera
55 %
Konnektivität
90 %
Akku
95 %

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