Seit drei Jahren habe ich den Vorgänger der Htvront Auto Heat Press 2, die Htvront Auto Heat Press (zum Test), im Einsatz und bin sehr zufrieden. Der Hersteller verspricht nun mit der zweiten Version seiner automatischen Transferpresse (auch Hitzepresse oder Heat Press genannt) einige Verbesserungen. Auf dem Papier liest sich alles wieder super. Dazu zählen eine automatische Presse, bei der ihr nicht selbst Hand anlegen müsst, sowie einstellbarer Anpressdruck, einstellbare Temperatur und Dauer. Der reguläre Preis von 459,99 Euro beim Hersteller liegt über dem Durchschnitt vergleichbarer Geräte. Bis zum 26. Oktober um 23 Uhr gibt es die Presse zum Aktionspreis von 289,99 Euro. Ob dieser Aufschlag gerechtfertigt ist, finde ich im Test für euch heraus.
Design und Verarbeitung
Herkömmliche Hitzepressen sind oft kein Hingucker. Sie sehen eher industriell aus und machen sich nicht gut im Büro oder in der Kreativwerkstatt. Htvront geht hier einen anderen Weg. Beim Design hat sich der Hersteller sichtbar Mühe gegeben. Das war schon beim Vorgänger der Fall. Auffällig ist, dass es noch weniger harte Kanten gibt. Außerdem bekommt die neue Version eine dritte Farbvariante. Neben Weiß und Blau gibt es sie nun auch in Lavendel.
Mit 53 x 43,5 x 33 Zentimeter kommt das Gerät nochmal etwas größer daher als die erste Version. Beim Auspacken braucht ihr auch etwas mehr Kraft. Mit 20kg hebt ihr dieses Schwergewicht nicht mal eben mit einer Hand aus dem Karton. Der Hersteller hat mitgedacht und für einen sicheren Halt Griffe unten ins Gehäuse eingelassen. Eine Änderung zum Vorgänger betrifft die herausziehbare Fläche: Einen separaten Griff gibt es dort nicht mehr. Stattdessen sitzt an dieser Stelle eine Einkerbung, in die ihr mit der Hand greift. Das funktioniert ebenfalls gut und spart Material. Die 38 x 38cm große Hitzefläche lässt sich angenehm ohne Ruckeln und Wackeln herausziehen.
Wie unsere „alte“ Htvront Heat Press ist auch die neue sehr gut verarbeitet. Alles wirkt wertig. Nichts wackelt, knarzt oder quietscht. Nur Teile, die sich bewegen sollen, lassen sich auch bewegen. Das Gehäuse besteht aus Kunststoff. An einer etwas versteckten Position fand ich leider einen kleinen Bruch. Er ist vermutlich beim Transport entstanden. Der Zustand der Verpackung deutete auf eine sehr unsanfte Logistik hin. Der Funktion des Geräts schadet das nicht und bei oberflächlichem Hinsehen auch der Optik nicht. Es zeigt aber, dass ihr das Gerät trotz der Wertigkeit behutsam behandeln solltet.
Im Vergleich zum Vorgänger springt noch ein Detail ins Auge: Die Auto Heat Press 2 hat nun ein 7-stufig verstellbares Display. Den Winkel passt ihr selbst an. Arbeitet ihr im Stehen, bleibt es flach im Gehäuse. Im Sitzen lohnt es sich, das Display aufzurichten. Das erhöht den Bedienkomfort nochmal um einige Nuancen. Das Display ist sehr kratzempfindlich. Bereits nach kurzer Zeit wies es einige Kratzer auf. Legt deshalb nichts darauf ab, was die Oberfläche beschädigen könnte.
Lieferumfang
Im Htvront-Shop wählt ihr zwischen verschiedenen Paketen. In jedem Paket liegt die Matte in passender Größe bei, auf die ihr z. B. Textilien auflegt. Dazu gehört ein PTFE-Sheet (Teflon), das ihr auf die Objekte legt, um sie vor der direkten Hitze zu schützen.
Die erweiterten Pakete enthalten zusätzliche Folien und Werkzeuge, bis hin zu einer Mini-Heat-Press im „Premium-Kit“.
Hier eine Übersicht mit den regulären Preisen aus dem offiziellen Hersteller-Shop. Bis zum 26. Oktober um 23 Uhr gelten dort Aktionspreise:
Standard-Kit (459,99 Euro, im Aktionszeitraum 289,99 Euro)
- Bubble Blue automatische Heißpresse
- Hitzebeständige Pressmatte 38 x 38cm
- PTFE-Folie 46 x 30,5cm
Einsteiger-Kit (529,99 Euro, im Aktionszeitraum 331,99 Euro)
- Bubble Blue automatische Heißpresse
- Wärmeübertragungs-Vinyl-Bundle mit 10 Packungen
- Hitzebeständige Pressmatte 38 x 38cm
- Sublimations-HTV für dunkle Stoffe (30,5 x 152cm)
- PTFE-Bundle & Werkzeuge
Premium-Kit (617,99 Euro, im Aktionszeitraum 384,99 Euro)
- Blue automatische Heißpresse
- Hitzebeständige Pressmatte 38 x 38cm
- PTFE-Folien-Bundle
- HTV, Transferpapier, Sublimationspapier & Werkzeuge
- H1 Mini-Heißpresse (zufällige Farbe)
Inbetriebnahme und Bedienung
Die Auto Heat Press 2 packt ihr nur aus, stellt sie auf eine Ablage (z. B. einen Tisch) und schließt sie an den Strom an. Fertig. Ihr müsst nichts schrauben, stecken oder sonst irgendwie montieren. Das Gerät funktioniert wortwörtlich „out of the Box“. Okay, eine kleine Einstellung solltet ihr als Europäer dann doch vornehmen: Stellt die Einheiten am besten auf Grad Celsius und Kilogramm um.
Der Vorgänger war schon herrlich unkompliziert in der Bedienung. Das gilt auch hier. Selbsterklärende Icons auf den Buttons sorgen dafür, dass sich jeder schnell zurechtfindet. Die Anleitung ist entsprechend sehr kompakt. Selbst Einsteiger verstehen innerhalb weniger Minuten, wie sie das Gerät bedienen. Über die Knöpfe stellt ihr Zeit (1-999 Sekunden), Anpressdruck (20-80kg) und Temperatur (100-210 Grad Celsius) ein. Der große Knopf mit dem „R“ (Logo von Htvront) startet den Vorgang. Zudem gibt es wieder den Automatikmodus, der den Pressvorgang auslöst, sobald ihr den Schlitten ins Gerät schiebt. So setzt ihr eine Art „Massenproduktion“ um. Für Standardeinstellungen, die ihr immer wieder braucht, legt ihr vier Favoriten fest. Der Hersteller gibt außerdem vier Voreinstellungen für verschiedene Materialien vor.
Hitzetransfer
- Heizplatte bei 150 Grad: 148,8 Grad in der Mitte, 135,6 bis 148,4 Grad an den Rändern
- Gehäuse: 41,5 Grad an der Vorderkante
Stellt ihr 150 Grad ein, kommen bei der Htvront-Presse am Objekt auch nahezu exakt 150 Grad an. Das zeigte meine Messung. Die Hitze verteilt sich dabei gleichmäßig. Der Unterschied zwischen der Mitte und den äußeren Rändern ist nicht außerordentlich groß. Das sorgt auch bei größeren Druckmotiven für ein homogenes Ergebnis.
Das Gehäuse erhitzt sich dabei nach und nach. Im Test wurde es aber nie so heiß, dass ihr euch ernsthafte Verbrennungen zuziehen könntet. Arbeitet ihr jedoch eine Stunde bei 210 Grad, mag das anders aussehen. Seid daher immer vorsichtig, vor allem wenn Kinder im Haus sind. Zur Sicherheit gibt es noch eine Abschaltautomatik. Bedient ihr die Presse 15 Minuten nicht, schaltet sie sich ab. Das senkt die Brandgefahr und vermeidet unnötigen Stromverbrauch.
Leistung und Einsatzmöglichkeiten
Wie schon der Vorgänger heizt auch die Auto Heat Press 2 auf bis zu 210 Grad Celsius. Damit bringt ihr Motive und Texte auf viele Materialien auf. Neben Textilien verschiedener Art bedruckt ihr auch Leder, Holz, Keramik und Glas. Beschränkungen gibt es eher bei der Form der Objekte. Eine Tasse lässt sich mit diesem Gerät natürlich schwerlich verschönern. Dennoch hat die zweite Version der Presse an Flexibilität gewonnen. Laut Datenblatt bedruckt ihr nun Objekte mit bis zu 4,5cm Höhe. Wir haben nachgemessen und waren überrascht: Vorne betrug die Höhe etwa 4cm, hinten etwa 6cm. Wir vermuten stark, dass das am Transportschaden liegt. In Bewertungen und anderen Tests finden sich keinerlei Hinweise darauf, dass es sich um einen allgemeinen Mangel der Htvront-Hitzepresse handelt.
Wie schon erwähnt, konfiguriert ihr zudem den Anpressdruck in 7 Stufen. Beim Vorgänger ging das nicht. Ihr wählt Werte zwischen 20 und 80 Kilogramm. Das erweitert das Einsatzspektrum zusätzlich. Drucksensibles Material presst ihr lieber mit weniger Kraft, dafür mit etwas mehr Hitze und/oder länger.
Die maximale Nennleistung (Input) beträgt weiterhin 1.500 Watt. Die Stromkosten für einen Druck liegen damit im niedrigen Cent-Bereich. Beim Aufheizen haben wir im Schnitt eine Leistung von 1.375 Watt gemessen.
Htvront Auto Heat Press 2 im Einsatz
Wie schon beim Vorgänger habe ich auch hier die Zeit gemessen, bis das Gerät auf 150 Grad aufgeheizt hatte. Dabei kam ich auf fast exakt die gleiche Dauer von knapp 4 Minuten. Beim Aufheizen ist kein Laut wahrnehmbar: kein Surren, kein Summen, auch sonst nichts. Geräusche entstehen erst beim mechanischen Pressvorgang. Sie bleiben aber im erwartbaren Rahmen und fallen nicht unangenehm auf. Akustische Signale in Form eines Piepens können den einen oder anderen stören. Sie treten z. B. beim Abschalten des Geräts oder am Ende eines Pressvorgangs auf.
Wer einmal mit einer Transferpresse gearbeitet hat, kommt auch mit der Htvront gut zurecht. Objekt auflegen, Folie mit Motiv darauf ausrichten, Schlitten hineinschieben und schon startet der Pressvorgang. Bis zu 80kg Druck sind dabei genug. Meist habe ich nur etwa 50kg genutzt und die Ergebnisse waren super. Nach dem Abkühlen zieht ihr die Trägerfolie sehr leicht ab, das Motiv bleibt fest auf dem Objekt. Keine Blasenbildung, keine Fransen oder abstehenden Ecken. Das kann sich wirklich sehen lassen. Nur die PTFE-Folie bleibt nach dem Pressvorgang regelmäßig oben an der Heizplatte hängen. Mich störte das nicht weiter.
Testergebnis
Komplett neu erfindet sich die Htvront Auto Heat Press 2 nicht, aber im Vergleich zum Vorgänger gibt es einige sehr sinnvolle Weiterentwicklungen. Unseren größten Kritikpunkt an der ersten Version hat Htvront direkt beseitigt: Den Anpressdruck stellt ihr nun variabel ein. Darüber hinaus bedruckt ihr jetzt Objekte mit bis zu 4,5cm Höhe, im Alltag eine deutliche Verbesserung. Die sonstigen Leistungswerte sind gleich geblieben, lediglich Gewicht und Abmessungen fallen etwas höher aus.
Im Test überzeugte die Auto Heat Press 2 weiterhin mit dem tollen Design, der einfachen Bedienung, einem großartigen Automatikmodus und einem insgesamt sehr durchdachten Konzept. Besitzt ihr bereits die erste Version, müsst ihr nicht zwingend upgraden, es sei denn, ihr braucht unbedingt die zusätzliche Flexibilität durch die mögliche Objekthöhe von 4,5cm und den konfigurierbaren Anpressdruck. Steht ihr hingegen vor der Wahl zwischen der ersten und der zweiten Version, solltet ihr definitiv zum neuen Modell greifen. Regulär kostet die Presse 459,99 Euro. Bis zum 26. Oktober um 23 Uhr gibt es sie zum Aktionspreis von 289,99 Euro. Dafür bekommt ihr ein sehr hochwertiges Gerät.
Mit dem Gutschein „SZAUTO2“ erhaltet ihr im Online-Shop des Herstellers 80€ Rabatt. Zusammen mit dem Aktionspreis zahlt ihr bis zum 26. Oktober um 23 Uhr nur 209,99€ statt 289,99€.
Preisvergleich
Newsletter bestellen
Hol Dir die neuesten Infos zu Chinahandys und Gadgets direkt ins Postfach!
Alle News Updates über Telegram.





























