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Geekom GeekBook M16 Laptop im Test

Getestet von Manuel am Preis-Leistungs-Tipp!
Vorteile
  • gute Verarbeitung
  • Fingerabdruckscanner
  • QWERTZ-Layout mit Beleuchtung
  • mattes Display
  • starke CPU
  • astreine Laufzeit
  • schnelle Ladezeit
Nachteile
  • Lüfter unter Last hörbar
  • RAM nicht erweiterbar
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Das GeekBook M16 ist ein klassischer Laptop im 16-Zoll-Format. Ich konnte das Gerät in den letzten drei Wochen ausgiebig testen. Im Alltag zeigten sich einige Schwächen, aber auch viele Stärken. Gleichzeitig beweist Geekom, dass dem Hersteller der deutsche Markt wichtig ist, denn erstmals ist eine vollständige QWERTZ-Tastatur verbaut.

Test Geekom M16 Produktbilder 3

Mit rund 900€ ist das GeekBook M16 kein Schnäppchen, was sich angesichts der verbauten Komponenten aber schnell relativiert. Die Verteuerung der Hardwarekomponenten macht auch bei Geekom nicht halt. Dennoch schnürt der Hersteller ein attraktives Gesamtpaket. Eine starke Intel-CPU, 16GB RAM, ein Aluminiumgehäuse und ein riesiger, 99,9Wh starker Akku lassen auf eine lange Laufzeit und hohe Produktivität abseits der Steckdose hoffen.

Design und Verarbeitung

Die Abmessungen von 355 x 250 x 16,7 Millimeter entsprechen dem üblichen Standard. Erste Pluspunkte sammelt das Gerät bei der Haptik durch das großzügig verwendete Aluminium. Sowohl die Basis als auch der Displaydeckel sind daraus gefertigt. Mit Designspielereien hält sich der Hersteller bei dem 1,75kg schweren Notebook zurück und verleiht ihm damit einen unaufgeregten, hochwertigen Look. Die Verarbeitung ist tadellos, wenngleich mein MacBook Neo (zum Test) noch ein Stück höherwertiger wirkt. Die Spaltmaße sind in Ordnung und alle Teile sind passgenau integriert.

Öffnet ihr das GeekBook M16, fällt das straffe Scharnier auf, weshalb sich der Laptop nicht mit einer Hand aufklappen lässt. Gleichzeitig hält das Scharnier das Display sicher in Position und es wackelt auch beim Schreiben nicht im Geringsten. Ein Öffnungswinkel von bis zu 180 Grad ist möglich. Die Displayränder rechts und links sind mit 4mm angenehm dünn, während im oberen Rahmen die 2-Megapixel-Kamera verbaut ist. Für die persönliche Sicherheit ist ein mechanischer Schieber integriert, um die Kamera bei Bedarf abzudecken.

Die vollwertige Tastatur im QWERTZ-Design mit einer vierstufigen Beleuchtung rundet den positiven Ersteindruck ab. Endlich gehören Tastaturaufkleber der Vergangenheit an, womit ihr ein ungestörtes Tippgefühl erhaltet. Wie üblich kommt ein Chiclet-Layout zum Einsatz, mit 16 x 16 Millimeter großen Tasten. Das Tippgefühl ist eher weich und gefühlt ein wenig unpräzise. Die Ursache liegt am minimalen Spiel der Tasten in der Basis. Allerdings fällt dies nur auf, wenn ihr, wie ich, straffe Tastaturen von Cherry wie die Stream bevorzugt. An das Tippgefühl auf dem GeekBook M16 gewöhnt ihr euch jedoch schnell, da der grundsätzliche Hub und der Anschlag passen. So lassen sich Texte gut auf dem Notebook schreiben, gegebenenfalls mit passender Beleuchtung. Nur die rechte Shift-Taste ist ein wenig klein. Ebenfalls positiv ist der im Powerbutton integrierte Fingerabdruckscanner zu werten. Er erkannte meinen Zeigefinger zum Entsperren von Windows stets zuverlässig.

Die Anschlüsse verteilen sich wie üblich an den Seiten des GeekBook M16, worauf ich später genauer eingehe. Das Touchpad ist mit 135 x 89 Millimeter großzügig gestaltet und leise. Das Auslösen der Schalter erfolgt mechanisch. Es unterstützt Multitouch, und die Finger gleiten gut über den verwendeten Kunststoff.

Lieferumfang, Upgrademöglichkeiten und System

Der Lieferkarton deutet es schon an, mit wem sich das GeekBook M16 vergleichen möchte. Der Lieferumfang ist pragmatisch mit dem 100-Watt-GaN-Ladegerät, einem 1,8m langen USB-C-Kabel und der Kurzanleitung. Dazu gesellt sich eine kleine Dockingstation, die zwar die USB-C-Schnittstelle blockiert, aber zwei weitere USB-A-Anschlüsse, einen USB-C-Anschluss zum Laden und einen RJ45-Anschluss mitbringt.

Löst ihr die T5-Schrauben auf der Unterseite, erhaltet ihr Zugang zum Innenleben des M16. Dabei solltet ihr vorsichtig vorgehen, denn die Backplate ist durch unzählige Plastiknasen zusätzlich gesichert. Es empfiehlt sich, ein Plektrum zu verwenden und von der Scharnierseite aus anzufangen, um das Aluminium nicht zu beschädigen. Der M.2-2280-PCIe-Gen-4-NVMe-SSD-Steckplatz ist bereits mit einem OEM-Modell von Kingston belegt, aber der zweite M.2-2230-PCIe-Gen-4-NVMe-SSD-Steckplatz ist noch frei für eine weitere schnelle SSD, auch wenn die geringe Baulänge von 30mm die Auswahl einschränkt. Nicht tauschen lässt sich dagegen das Kommunikationsmodul, wobei das Notebook mit WiFi 6e und Bluetooth 5.4 schon astrein ausgestattet ist. Auch die 16GB RAM im LPDDR5-Format mit 6.400MHz sind ausreichend. Der Arbeitsspeicher ist fest verlötet, einen SO-DIMM-Slot besitzt das Notebook nicht.

Als Betriebssystem ist Windows 11 Pro vorinstalliert, inklusive deutschem Sprachpaket. Die Suche nach Schadsoftware verlief ergebnislos und auch Bloatware spart sich der Hersteller. Dennoch empfehle ich eine Neuinstallation, da der Windows-Key im BIOS hinterlegt ist. Alle Treiber sind installiert, lediglich die Intel-Treiber für den Chipsatz und die Grafik habe ich nach dem ersten Start aktualisiert. Lobenswert ist die Supportseite von Geekom, die sämtliche Treiber, ein neues BIOS und sogar das angepasste Windows-11-Abbild bereithält. So lässt sich einfach ein Rettungsstick erstellen. Im AMI-BIOS selbst gibt es wenig anzupassen. Die meisten Punkte dienen rein der Information, allerdings könnt ihr hier die Boot-Reihenfolge anpassen.

Test Geekom M16 OS 3

Linux stellt für das GeekBook M16 kein Problem dar. Unter Linux Mint wurden alle Komponenten sofort erkannt, sodass der Nutzung nichts im Wege steht. Einzig die verschiedenen Leistungsmodi müsst ihr manuell konfigurieren.

Anschlüsse

Das GeekBook M16 bietet einen guten Kompromiss aus Anschlüssen und Flexibilität. Der Abstand zwischen den einzelnen Anschlüssen ist ausreichend groß, sodass auch ein größerer USB-Stick nicht stört.

  • 1x HDMI 2.0
  • 1x USB 4.0 (40Gbit/s) | Daten, Display
  • 1x USB-C 3.2 Gen 2 (10Gbit/s), voller Funktionsumfang
  • 2x USB-A 3.2 Gen 1 (5Gbit/s)
  • 1x 3,5mm Kopfhörer-/Mikrofon-Kombianschluss

Dabei unterstützt das M16 bis zu drei externe Monitore, allerdings verzichtet ihr in diesem Fall auf die Lademöglichkeit des Notebooks über USB-C. Ein Aufbau mit zwei externen Monitoren funktionierte im Test problemlos und dürfte für die meisten Anwender ausreichen. Die beiliegende Dockingstation erweitert die Anschlussvielfalt zusätzlich. Lediglich ein microSD-Kartenslot wäre nett gewesen.

Beim Einsatz der beiliegenden Dockingstation belegt ihr zwar einen USB-C-Anschluss, gewinnt dafür jedoch folgende Ports:

  • 2x USB-A 3.2 Gen 1 (5Gbit/s)
  • 1x HDMI 2.0
  • 1x USB-C PD-Ladeanschluss
  • 1x RJ45 (1Gbit/s)

Auf diese Weise lässt sich problemlos ein zweiter Monitor über den zusätzlichen HDMI-Port verbinden. Auf das modernere HDMI 2.1 verzichtet der Hersteller grundsätzlich.

Display

Test Geekom M16 Produktbilder 14

Wie der Name GeekBook M16 schon andeutet, ist der Bildschirm 16 Zoll groß und hat eine klassenübliche Auflösung von 1920 x 1200 Pixel. Damit ist die Schärfe befriedigend. Positiv sind dagegen das matte Display und die ausreichende maximale Helligkeit von 330 Lux zu bewerten. Für Arbeiten im Sonnenlicht reicht das natürlich nicht, aber im Alltag wird das Notebook von Geekom hell genug. Die Ablesbarkeit ist in Ordnung, leidet jedoch bei seitlicher Betrachtung, was auf ein IPS-Panel schließen lässt. Die Bildwiederholfrequenz beträgt die üblichen 60 Hertz.

Ab Werk ist die Anzeige des Notebooks sehr kühl abgestimmt, und die Farbtemperatur muss für eine korrekte Farbwiedergabe angepasst werden. Unsere Messwerte spiegeln den Eindruck wider, und bis auf den Tonwert schneidet die Anzeige des M16 gut ab. Hier hilft eine Kalibrierung für eine natürliche Farbwiedergabe. Nach der Kalibrierung werden weiterhin 98 Prozent des sRGB-Farbraums abgedeckt. Der Gammawert von 2,2 ab Werk ist optimal. Auch die Ausleuchtung des Bildschirms ist homogen. Als kleinen Service stellen wir euch das kalibrierte Farbprofil des GeekBook M16 als Download zur Verfügung. Dieses könnt ihr mit dieser Anleitung einbinden.

Leistung

Mit dem Intel Core Ultra 9 185H geht der Hersteller in die Vollen und verbaut eine ehemalige Spitzen-CPU im M16. Ende 2023 vorgestellt, liefern die insgesamt 16 Kerne immer noch genügend Leistung für den Alltag. Die CPU stammt aus der Meteor-Lake-H-Reihe und hat 6 P-Cores, 8 E-Cores und 2 E-Cores mit deutlich reduziertem Takt. Der maximale Takt beträgt 5,1GHz und die P-Cores unterstützen Hyperthreading, daher lassen sich 22 Threads gleichzeitig bearbeiten. Geekom hat bei maximaler Leistung eine dauerhafte TDP von 55 Watt freigegeben. Das schlägt sich sowohl im Akkuverbrauch als auch in der Lautstärke nieder. Mit maximal 45dB(A) ist das Geekom M16 hörbar und die Kühlung anscheinend am Limit, denn der Takt wird deutlich reduziert. Dafür halten sich die Temperaturen meistens in Grenzen, dank des aggressiven Lüfterprofils. Den 20-minütigen Stresstest mit Prime95 absolvierte das Notebook ohne Probleme, allerdings erwärmte sich das Chassis merklich. Viel angenehmer zum Arbeiten sind der Energiesparmodus oder der ausbalancierte Modus. Insbesondere im Energiesparmodus bleibt der Lüfter manchmal aus, was eine entspannte Nutzung ermöglicht. Das Lüftergeräusch ist recht hochfrequent, daher sind auch die minimalen 37dB(A) hörbar.

Test Geekom M16 Spiel

Dank der integrierten Intel Arc 8-Core iGPU könnt ihr auf dem GeekBook M16 auch ein Spiel wagen. Eine Runde Frostpunk war kein Problem für die GPU, bei einer annehmbaren Framerate mit vollen Details. Vornehmlich für ältere Spiele reichen die 8 X-Cores aus, allerdings geht dies erneut mit einer entsprechenden Geräuschkulisse einher. Dank des ausreichenden Arbeitsspeichers und der schnellen SSD fühlte sich die Bedienung des Laptops jederzeit flüssig an.

Benchmarks

Geekbench Single (v6)
0
400
800
1.200
1.600
2.000
2.400
2.800
3.200
3.600
4.000
Geekbench Multi (v6)
0
2.000
4.000
6.000
8.000
10.000
12.000
14.000
16.000
18.000
20.000
3DMark Timespy
0
500
1.000
1.500
2.000
2.500
3.000
3.500
4.000
4.500
5.000

Übertragungsgeschwindigkeiten

Test Geekom M16 Produktbilder 22

Die verbaute PCIe-4.0-SSD ist pfeilschnell und erreicht hervorragende Übertragungswerte, solange der Cache ausreicht. Es kommt günstiger QLC-NAND zum Einsatz. Ebenso schnell arbeiten die USB-Anschlüsse, während ihr veraltetes USB 2.0 am GeekBook M16 vergebens sucht. Dadurch gehen Datentransfers auf externe Speichermedien zügig vonstatten.

SSD Benchmark (read)
0
800
1.600
2.400
3.200
4.000
4.800
5.600
6.400
7.200
8.000
SSD Benchmark (write)
0
800
1.600
2.400
3.200
4.000
4.800
5.600
6.400
7.200
8.000

Das Bluetooth-5.4-Modul arbeitet unauffällig und verbindet sich zuverlässig mit externer Peripherie. Richtig gut schnitt dagegen das verbaute WiFi 6e ab, denn der Empfang war tadellos. Anscheinend hat der Hersteller die Antennen gut ins Gehäuse integriert, denn auch die Übertragungsraten überzeugten.

Kamera, Mikrofon und Lautsprecher

Test Geekom M16 Kamera

Die verbaute 2-Megapixel-Frontkamera ist passabel und für Videotelefonate ausreichend. Mit ausreichend Licht seid ihr für euer Gegenüber gut zu erkennen. Das interne Mikrofon ist für ruhige Umgebungen brauchbar. Dank der 3,5mm-Klinkenbuchse könnt ihr jedoch problemlos externe Headsets, Kopfhörer oder Mikrofone anschließen. Die Leistung reicht für die übliche Impedanz von 32 Ohm aus. Die verbauten Stereolautsprecher tragen zwar ein DTS-X-Siegel, liefern aber eine eher durchschnittliche Qualität ab. Während die maximale Lautstärke mehr als ausreicht, klingt der Sound stark höhenbetont und unausgewogen, woran auch der integrierte Equalizer wenig ändert. Damit liegt das GeekBook M16 allerdings auf dem Level vieler anderer Notebooks.

Akkulaufzeit

Der Akku des GeekBook M16 ist mit 99,9Wh überdurchschnittlich groß. Mit einer sparsameren CPU ließen sich hier sicherlich neue Bestwerte aufstellen, doch der Intel Core Ultra 9 185H fordert seinen Tribut. Dennoch können sich die Ergebnisse sehen lassen, sodass ihr mit dem M16 gut über den Tag kommt, selbst wenn ihr zwischenzeitlich die CPU fordert.

Die starken Benchmarkergebnisse unterstreichen die Leistung des Notebooks abseits der Steckdose. Ihr ladet das Gerät komfortabel über USB-C auf, wobei das beigelegte kompakte Netzteil maximal 100W Ladeleistung liefert. Hierbei setzt der Hersteller auf Power Delivery, sodass ihr auch problemlos andere Netzteile mit passender Leistung nutzen könnt. Mit dem beiliegenden Netzteil kann die Ladezeit überzeugen. In einer Stunde ist das M16 wieder zu 50 Prozent geladen. Für eine vollständige Ladung vergehen 120 Minuten bei gleichzeitiger moderater Nutzung. Wenn ihr das Notebook im ausgeschalteten Zustand ladet, ist der Akku in rund 90 Minuten wieder vollständig gefüllt, was angesichts der Kapazität astrein ist.

Der Energieverbrauch des GeekBook M16 hängt stark vom Nutzerprofil ab. Im Idle taktet das Notebook sauber herunter, sodass die Leistungsaufnahme bei eingeschaltetem Bildschirm bei nur 7 Watt liegt. Unter voller Belastung lassen sich an der Steckdose hingegen bis zu 74 Watt messen.

Testergebnis

Getestet von
Manuel

Das GeekBook M16 hat am Ende nur einen wirklichen Nachteil, und das ist die Kühlung. Wird die CPU gefordert, dreht der Lüfter auf. Gleichwohl arbeitet der Laptop auch flüsterleise, wenn ihr das Energiesparprofil nutzt und auf maximale Leistung verzichtet. Diesem Nachteil stehen viele positive Aspekte gegenüber, die das M16 zu einem richtig guten Notebook machen. Angefangen bei der guten Verarbeitung über die matte Anzeige und die beleuchtete QWERTZ-Tastatur bis hin zur starken CPU liefert das Gerät ab. Gekrönt wird die Leistung durch einen starken Akku bei einem geringen Gewicht. So braucht sich das GeekBook M16 gegenüber der Konkurrenz nicht zu verstecken und ist eine Kaufempfehlung, solange ihr mit den Lüftungsgeräuschen leben könnt.

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