Startseite » Gadgets » Saugroboter » DJI Romo P2 im Praxistest – das macht der Flagship-Roboter jetzt besser
Zum Anfang

DJI Romo P2 im Praxistest – das macht der Flagship-Roboter jetzt besser

Getestet von Erik Schmid am
Vorteile
  • exzellente Navigation ohne Laserturm
  • sehr gute Teppichreinigung
  • Wischarm mit enormer Reichweite
  • angenehm leise im Betrieb
  • Roboterbeine für höhere Schwellen
  • Akku reicht für die ganze Wohnung
  • umfangreiche App mit Matter
  • transparentes Design
  • wirksame Reinigungsflüssigkeit
Nachteile
  • „85% leiser" nicht nachmessbar
  • kein Wischsystem mit Walze
  • Wassermenge nicht pro Raum speicherbar
  • teures Zubehör, eigene Kartuschen
  • Teppichboost frisst den Akku
  • lokaler Datenmodus erst Ende 2026
Springe zu:

DJI ist als Drohnenhersteller groß geworden und baut inzwischen Powerstations, Actioncams und seit Ende 2025 auch Saugroboter. Der erste Anlauf war für ein Erstlingswerk erstaunlich gut, hatte aber klare Schwächen: mittelmäßige Teppichreinigung und einen zu hohen Preis. Mit der Romo 2 Serie legt DJI nach, und der DJI Romo P2 ist das Top-Modell der Reihe.

DJI ROMO P2 Test Head

Wie viel sich getan hat, zeigt schon der Blick auf das Datenblatt: 36.000Pa statt 25.000Pa, ein Wischarm, der 123 Grad zur Seite ausschwenkt, und Roboterbeine, die das Gerät über Schwellen heben. Wer wissen will, wo die erste Generation stand, findet das beim DJI Romo P (zum Test) von Jonas.

Ich habe den Romo P2 einen Monat lang in einer 90-Quadratmeter-Wohnung laufen lassen, auf Laminat, Fliesen im Bad und in der Küche sowie Teppichboden im Wohnzimmer. Zuvor war bei mir der Narwal Freo 20 (zum Test) im Einsatz. Vorweg: Bei einem der acht Werbeversprechen kommen wir zu einem anderen Ergebnis als DJI.

Der Romo P2 kostet 1.299€. Vom 9. bis 30. September ruft DJI zum Verkaufsstart 1.059€ auf, im eigenen Store und bei Amazon. Damit startet die zweite Generation 600€ unter der ersten, die mit 1.899€ an den Markt ging und heute für 849€ zu haben ist.

Modellübersicht der Romo 2 Serie

International bringt DJI zwei Modelle plus ein Bundle. Interessant ist dabei vor allem, wie klein die Abstände sind.

Modell Roboter Basisstation Preis
DJI Romo A2 identisch mit dem P2: 36.000Pa, 123-Grad-Wischarm, Roboterbeine weiß, nur Reinigungsflüssigkeit, kein UV-Licht 1.199€ (Aktion: 1.049€)
DJI Romo P2 36.000Pa, 123-Grad-Wischarm, Roboterbeine transparent, Reinigungsflüssigkeit und Bodendeo, UV-Licht am Staubbeutel 1.299€ (Aktion: 1.059€)
DJI Romo Clean More Combo wie Romo P2 wie Romo P2, dazu das Zubehörset 1.349€ (Aktion: 1.099€)

Der A2 bekommt exakt denselben Roboter wie das Top-Modell. Saugleistung, Wischarm und Beinmechanik sind gleich, gespart wird ausschließlich an der Station: kein zweites Fach für das Bodendeo, kein UV-Licht zur Desinfektion und ein weißes statt transparentes Gehäuse.

Nur ist die Ersparnis winzig. Regulär trennen die beiden 100€, in der Aktion vom 9. bis 30. September sind es ganze 10€. Wer im September zuschlägt, hat keinen Grund, zum A2 zu greifen. Ähnlich beim Clean More Combo: Legt 50€ auf den P2 drauf und nehmt dafür das Zubehörset mit, das einzeln 140€ kostet. Die Verbrauchsmaterialien braucht ihr ohnehin irgendwann.

Preis-Einordnung: Beim Vorgänger lautete unser Urteil, 1.899€ seien schlicht zu viel. Diese Kritik hat DJI angenommen. 1.299€ sind für ein Spitzenmodell mit dieser Ausstattung ein normaler Preis, und mit 1.059€ zum Start ist der Romo P2 sogar günstiger als die Topmodelle von Dreame, Ecovacs oder Roborock zur Markteinführung.

Lieferumfang & Zubehör

DJI ROMO P2 Test Lieferumfang 3

Im Karton liegen:

  • Saugroboter mit vormontierter Gummi-Rollenbürste
  • Basisstation mit Bodenplatte
  • Netzkabel
  • Reinigungsflüssigkeit
  • Bodendeo
  • Bedienungsanleitung

Damit ist schon alles dabei, womit ihr starten könnt. Ersatzpads, Ersatzfilter und ein zweiter Staubbeutel sind nicht dabei, und die zweite Rollenbürste mit Borsten, die beim Romo P noch beilag, ist beim Romo P2 Zubehör. Falls der Roboter ab Werk leicht feucht wirkt: Das ist normal, DJI testet jedes Gerät vor dem Versand mit klarem Wasser auf Dichtigkeit.

Wir haben das Zubehör der Clear-More-Combo mitgeschickt bekommen. DJI ruft im eigenen Shop recht hohe Preise auf:

  • Zubehörset (Rollenbürste, Seitenbürsten, vier Paar Wischpads, zwei Filter): 140€
  • Rollenbürste mit Borsten und Gummi: 23€
  • Staubbeutel für die Basisstation: 22€
  • Seitenbürste: 20€
  • Reinigungsflüssigkeit: 16€

Dazu kommt, dass Reinigungsflüssigkeit und Bodendeo in DJI-eigenen Kartuschen stecken und die Station automatisch dosiert. Ihr könnt den Verbrauch also nicht umgehen und seid an DJI gebunden. Andere Hersteller lösen das besser: Ecovacs hat schlicht einen nachfüllbaren Tank, in den auch Reiniger vom Discounter passt.

Ein Trost für Umsteiger: Wischpads, Staubbeutel und beide Rollenbürsten sind mit der ersten Generation identisch. Nur Seitenbürste und Filter sind neu. Der Drittanbietermarkt, der sich um die erste Generation gebildet hat, bedient damit auch den Romo P2.

Design und Verarbeitung

DJI ROMO P2 Test Design Station Roboter

Am transparenten Auftritt hält DJI fest, allerdings weniger radikal als beim Vorgänger. Der Roboter ist jetzt halbtransparent und weiß eingefärbt, die Station kommt im gleichen Weiß daher. Man sieht weiterhin Motoren, Leitungen und Sensoren durchschimmern, das Ganze wirkt aber ruhiger als der komplett durchsichtige Romo P.

Ich finde den Look weiterhin großartig, meine Frau findet ihn hässlich. Damit ist eigentlich alles gesagt: Kein anderer Saugroboter am Markt polarisiert so, und wer ein unauffälliges Gerät sucht, ist hier falsch.

Die Abmessungen liegen bei 351 x 351 x 98 Millimeter, 4900 Gramm. Mit 9,8 Zentimetern Bauhöhe bleibt der Romo P2 höher als ein Roborock Saros 10R mit 8 Zentimetern, was ihr bei niedrigen Möbeln einplanen solltet. Dafür verzichtet DJI komplett auf einen Laserturm auf dem Dach. Die Verarbeitung ist tadellos, nichts knarzt oder wirkt nach Sparmaßnahme, und der Blick ins Innere bestätigt den Eindruck.

Unten sitzen zwei Seitenbürsten, von denen eine ausschwenkt, dazu die geteilte Rollenbürste und zwei rotierende Wischpads. Neu sind die Roboterbeine, die den Roboter über Schwellen heben, statt ihn wie bisher darüber zu schieben. Die Staubbox zieht ihr nach hinten heraus, sie fasst 215ml und damit 45ml weniger als beim Vorgänger.

Servicestation des DJI Romo P2

ROMO P2 Test Base station FunktionenDie Station misst 425 x 453 x 440 Millimeter und bringt 10000 Gramm auf die Waage. Hinten sitzen die Tanks mit 4l Frischwasser und 3,2l Schmutzwasser, der Staubbeutel fasst 2,4l. Zwei Fächer nehmen Reinigungsflüssigkeit und Bodendeo auf, beides wird automatisch dosiert.

Beim Waschen der Pads hat DJI nachgelegt. Vier Hochdruckdüsen spülen die Waschwanne, das Wasser wird auf bis zu 80 Grad erhitzt statt auf 60 Grad wie beim Romo P, und der Schmutzwassereinlass ist mit 16 Millimetern so groß, dass auch Katzenstreu und größere Krümel mit abgesaugt werden. Die Wanne selbst hat eine neue Oberfläche, in die sich Schmutz nicht mehr festsetzen soll. DJI verspricht daraus 365 Tage wartungsfreien Betrieb, meint damit aber ausdrücklich nur die Waschwanne. Wasser nachfüllen, Schmutzwasser leeren und Verschleißteile tauschen müsst ihr weiterhin selbst.

Nach einem Monat kann ich sagen: Die Wanne sah tatsächlich noch sauber aus, und aus der geschlossenen Station kommt kein Geruch. Beim Öffnen des Schmutzwassertanks riecht es nach einer Woche trotzdem (aber nicht nach wenigen Tagen schon), daran ändert auch das UV-Licht am Staubbeutel nichts. Einmal die Woche solltet ihr ihn mindestens ausleeren.

Das Bodendeo ist die kurioseste Ausstattung des Geräts. Ihr riecht es tatsächlich, allerdings nur, wenn ihr euch zum Boden hinunterbeugt. Es ist eher ein Geruchsneutralisator als ein Duftspender, eine Parfümwolke in der Wohnung müsst ihr also nicht befürchten. Die Reinigungsflüssigkeit dagegen wirkt sichtbar, vor allem in der Küche, wo der Romo P2 im Entfettungsmodus langsamer fährt und mit mehr Druck nachschrubbt.

Praxiseinsatz mit dem DJI Romo P2

Navigation und Objekterkennung

DJI ROMO P2 Test Navigation

DJI verzichtet weiterhin auf einen ausfahrbaren Laserturm und navigiert über drei Solid-State-Lidar-Einheiten, zwei Fischaugenkameras und ein Licht an der Unterseite, das den Boden ausleuchtet. Das funktioniert hervorragend. Der Roboter zieht saubere Bahnen, findet zuverlässig in jeden Raum, verhakt sich nicht und rempelt nichts an. Kabel bleiben liegen, Kleidung auf dem Boden wird umfahren, und auch im dunklen Wohnzimmer arbeitet er ohne Einschränkung weiter.

Das war schon beim Vorgänger die größte Stärke. Die Erkennung transparenter Objekte ist neu dazugekommen. Sie greift laut DJI allerdings nur bei festen Gegenständen ab 6 Zentimetern Höhe, eine flach liegende Plastiktüte fällt also weiterhin durch das Raster. Insgesamt navigiert der Romo P2 so souverän wie kaum ein zweiter Saugroboter, und das ohne Laserturm auf dem Dach.

Saugleistung im Alltag

Auf dem Datenblatt stehen 36.000Pa, ein Plus von 44 Prozent gegenüber dem Romo P. Wie immer sagt die Zahl allein wenig, weil kein Hersteller nach derselben Norm misst.

Auf Hartboden gibt es nichts zu bemängeln. Krümel, Staub und Haare nimmt der Romo P2 in einem Durchgang auf, in den Ecken hilft die ausschwenkende Seitenbürste nach. Interessanter ist der Teppich, denn genau da ist die erste Generation gescheitert.

Auf Teppichboden ist der Fortschritt deutlich sichtbar. Der Romo P2 senkt auf erkanntem Teppich eine Platte ab, die sich an den Boden anlegt und den Unterdruck im Saugraum erhöht. Das Ergebnis: Der Flor wird aufgerichtet, und ihr seht anschließend genau, welche Bahnen der Roboter gezogen hat. Der extra Teppich-Boost zieht aber auch ordentlich Akku!

Haare wickeln sich an der Gummi-Rollenbürste kaum auf. Die Bürste ist in der Mitte geteilt, und die beiden Seitenbürsten übergeben Haare direkt an sie, statt sie an den Enden zu sammeln.

Insgesamt ist die Saugleistung auf Hartboden wie auf Teppich sehr stark, und die alte Teppichschwäche ist damit erledigt.

Wischleistung im Detail

Gewischt wird weiterhin mit zwei rotierenden Pads, nicht mit einer Walze samt eigener Wasserzufuhr. Das ist der größte Rückstand auf die aktuelle Konkurrenz, denn Geräte von Narwal oder Dreame wischen mit einer Walze, die dauerhaft mit frischem Wasser versorgt wird und das Schmutzwasser ableitet. Ein Pad schiebt den Dreck dagegen eine Weile mit.

DJI ROMO P2 Test Extra large outward swingDafür hat DJI an anderer Stelle etwas gebaut, das sonst niemand hat. Der rechte Wischarm schwenkt 123 Grad zur Seite aus und kommt damit 12,4 Zentimeter über den Korpus hinaus. Beim Vorgänger waren es 68 Grad und 4,6 Zentimeter. Im Arm sitzt ein eigener Lidar, der die Umgebung abtastet, während der Arm ausfährt. Der Roboter tastet sich also nicht blind an die Fußleiste heran, sondern weiß, wo sie ist.

In der Praxis merkt ihr das an genau den Stellen, an denen Saugroboter sonst scheitern: an Fußleisten, in rechtwinkligen Ecken, zwischen Stuhlbeinen und unter freischwebenden Schränken. Bei der Kantenreinigung ist der Romo P2 das beste Gerät, das ich bisher hier hatte.

DJI ROMO P2 Test Four way high pressure water flowErkennt der Roboter eine Pfütze, arbeitet er den Rest des Raums zuerst ab und kümmert sich erst danach um die Flüssigkeit, dann mit voll ausgeschwenktem Arm. Räder und Seitenbürste bleiben dabei außerhalb der nassen Fläche, und anschließend fährt er zum Waschen zurück zur Station. Nach einem Monat sehen die Wischpads noch sehr gut aus. Ihr könnt sie aber auch per Klettverschluss abnehmen und in die Waschmaschine geben.

Die Pads bleiben immer am Roboter, ablegen kann er sie in der Station nicht. Sie werden auf Teppich nur angehoben. Das war beim Romo P ein Kritikpunkt, weil die Teppichreinigung ohnehin schwach war. Jetzt, wo der Teppich sauber wird, hat sich das für mich erledigt.

Insgesamt wischt der Romo P2 an den Rändern besser als jeder Konkurrent, in der Fläche schlagen ihn die Walzen-Systeme aber weiterhin.

Hindernisüberwindung

ROMO P2 Test Obstacle crossingDie auffälligste Neuerung sind die Roboterbeine. Statt über eine Schwelle zu klettern, hebt der Romo P2 die Radaufhängung an, bevor er sie überhaupt berührt. DJI gibt 4cm für eine einzelne Kante und 8,5cm für Doppelstufen an. Der Vorgänger blieb schon bei 2cm hängen.

Türschwellen habe ich in meiner Wohnung keine, ein 3cm hohes Brett nimmt der Romo P2 aber ohne Anlauf und kommt genauso sauber wieder herunter. Die 8,5cm bleiben damit eine Herstellerangabe, und sie gilt ausdrücklich nur für zwei gestapelte Stufen mit einem Absatz dazwischen, nicht für eine einzelne Kante.

Praktisch gelöst: Schwellen lassen sich in der App von Hand in die Karte einzeichnen. Der Roboter weiß dann vorher, wo er die Beine ausfahren muss.

App und Automatisierung

Die DJI Home App ist umfangreich, übersichtlich und lässt sich weit automatisieren. Matter wird unterstützt, mehrere Etagenkarten sind möglich, und die Kartenbearbeitung ist gegenüber der ersten Generation deutlich moderner geworden. Neu ist eine Schmutzkarte, die als Heatmap zeigt, wo sich Dreck sammelt, dazu eine Zeitleiste, die nach jeder Fahrt aufschlüsselt, wo der Roboter nachgewischt hat und warum.

Das Wichtigste im Alltag: Für jeden Raum lässt sich das Bodenmaterial hinterlegen, also Holz, Fliese oder Teppich, dazu eine eigene Teppichstrategie. Danach regelt der Romo P2 Saugkraft und Umgang mit dem Teppich selbstständig, und das funktioniert gut.

Eine Kleinigkeit fehlt mir trotzdem, und sie fällt täglich auf. Ich hätte gern pro Raum dauerhaft festgelegt, wie viel Wasser und wie viele Durchgänge ich möchte: im Bad und in der Küche mehr Wasser, auf dem Laminat weniger, im Flur gründlicher. Das muss ich vor jeder Fahrt neu einstellen. Narwal, Ecovacs, Dreame und Roborock haben das seit Jahren gelöst. Bei einem Gerät, das seine Reinigungsstrategie sonst mit KI selbst wählt, ist das die kuriosere Lücke.

Beim Romo P2 dient die Kamera vor allem der Hinderniserkennung und dem Sprachassistenten, für den Fernzugriff aufs Videobild ist beim ersten Mal eine Zwei-Faktor-Anmeldung nötig. Kamera und Mikrofon lassen sich in der App jederzeit abschalten, freigegebene Daten könnt ihr löschen. Dazu kommt ein lokaler Datenmodus, der die App vom Internet trennt, damit keine Aufnahmen auf fremden Servern landen. Zum Marktstart gibt es diesen Modus allerdings noch nicht, DJI nennt als Termin Ende 2026.

Ein Ärgernis bleibt der WLAN-Empfang. In einer 90-Quadratmeter-Wohnung mit zentral stehendem Router meldet die App an mehreren Stellen eine schwache Verbindung.

Akkulaufzeit und Lautstärke

Der Akku ist mit 5.000mAh unverändert geblieben, obwohl der Saugmotor deutlich stärker geworden ist. In der Praxis reicht das trotzdem: Meine Wohnung schafft der Romo P2 in einem Durchgang. Für 25 Quadratmeter über drei Räume, erst saugen und dann wischen, braucht er 70 Minuten und 42 Prozent Ladung.

Stromintensiv wird nur die höchste Saugstufe mit Teppichboost. Mein 20 Quadratmeter großes Wohnzimmer mit Teppichboden kostet in dieser Einstellung gut eine Stunde und 60 Prozent Akku. Mit dem Rest fährt der Roboter anschließend trotzdem noch die restliche Wohnung auf mittlerer Stufe mit Wischen ab. Wer die ganze Wohnung dauerhaft auf Maximum reinigen lässt, kommt an die Grenze, im Alltag merkt ihr davon nichts. Nachgeladen wird ohnehin bei jedem Zwischenstopp zum Waschen der Pads.

Lautstärke im Betrieb

Hier wird es interessant, denn DJI wirbt bei der Romo 2 Serie mit 85 Prozent Geräuschreduzierung gegenüber der ersten Generation. Zuerst der Alltagseindruck: Der Romo P2 ist ein leiser Saugroboter. Die Antriebsräder hört ihr praktisch nicht, und auf Standardstufe läuft er bei mir täglich im Homeoffice mit, während ich am Schreibtisch sitze.

Gemessen sieht es anders aus. Hier die Werte aus einem Meter Abstand:

  • Wischen: 52dB(A)
  • Saugstufe Standard: 58dB(A)
  • Saugstufe Maximum: 62dB(A)
  • Trocknen der Wischpads: 44dB(A)
  • Reinigung der Wischpads in der Station: 55 bis 64dB(A)
  • Absaugen der Staubbox in die Station: 70dB(A) für rund zehn Sekunden

Das Werbeversprechen können wir damit nicht bestätigen. Der Romo P liegt in unserem damaligen Test bei 55dB(A) auf Standard, 58dB(A) auf Maximum und 65dB(A) beim Absaugen, also überall unter den Werten des Nachfolgers. Ein direkter Vergleich ist das nicht, weil beide Geräte in unterschiedlichen Wohnungen von unterschiedlichen Testern gemessen wurden. Die Richtung ist trotzdem eindeutig, und die von DJI beworbenen 38dB(A) beim reinen Wischen erreicht der Roboter in einer normalen Wohnung nicht.

Erklären lässt sich das gut. Leiser geworden ist die Mechanik, und zwar spürbar: DJI verbaut jetzt Motoren direkt in den Rädern und hat das Getriebe des Wischmotors überarbeitet. Lauter geworden ist die Luft, weil 36.000Pa und ein höherer Luftdurchsatz nun einmal irgendwo hörbar werden. Ein gleichmäßiges Rauschen stört im Alltag weniger als Surren und Klackern, deshalb wirkt der Romo P2 leiser, als das Messgerät anzeigt.

Wirklich laut ist nur das Absaugen der Staubbox mit 70dB(A), das dauert aber keine zehn Sekunden. Unangenehmer ist das Trocknen der Pads: 44dB(A) klingen wenig, es ist aber ein gleichmäßiges Brummen, das ihr in einer ruhigen Wohnung über Stunden wahrnehmt.

Insgesamt bleibt der Romo P2 ein leiser Saugroboter, den beworbenen Sprung gegenüber der ersten Generation können wir aber nicht messen.

Testergebnis

Getestet von
Erik Schmid

Mit dem Romo P2 hat DJI genau da nachgelegt, wo der erste Romo geschwächelt hat. Die Teppichreinigung ist keine Baustelle mehr, sondern eine Stärke: Die absenkbare Andruckplatte richtet den Flor auf, und man sieht dem Teppich nach der Fahrt an, dass er sauber ist. Der Wischarm schwenkt weiter aus als bei jedem anderen Gerät, das ich hier hatte, und trifft dank eigenem Lidar tatsächlich die Kante. Die Navigation ist weiterhin das, was DJI von der Konkurrenz abhebt, und das ganz ohne Laserturm auf dem Dach.

Zwei Dinge relativieren das Bild. Gewischt wird weiterhin mit zwei Pads statt mit einer Walze. Und beim Werbeversprechen der 85 Prozent Geräuschreduzierung kommen wir zu einem anderen Ergebnis als DJI: Der Roboter ist leise, unsere Messungen liegen aber über denen der ersten Generation. Dazu kommen Kleinigkeiten, die nicht passieren sollten, etwa der schwache WLAN-Empfang, die fehlende Möglichkeit, Wassermenge und Gründlichkeit dauerhaft pro Raum festzulegen, und der lokale Datenmodus, der erst Ende 2026 nachgereicht wird.

Beim Preis hat DJI die Kritik am Vorgänger angenommen. Statt 1.899€ sind es jetzt 1.299€, zum Start im September sogar 1.059€. Das ist für diese Ausstattung ein normaler Preis, zumal der Romo A2 mit demselben Roboter in der Aktion nur 10€ weniger kostet und sich damit erübrigt. Wer die Roboterbeine und den langen Wischarm nicht braucht, bekommt den Vorgänger Romo P inzwischen für 849€. Alle anderen bekommen hier einen sehr guten Saugroboter, der wirklich ein Schmuckstück ist!

Preisvergleich

1059 €*
1-3 Tage - aus DE
Zum Shop
Unsere Empfehlung
1059 €*

Prime-Versand innerhalb von 24 Stunden
Zum Shop
1059 €* Zum Shop
1-3 Tage - aus DE
Unsere Empfehlung
Nur 1059 €* Zum Shop
Prime-Versand innerhalb von 24 Stunden

Liebe Leserinnen und Leser von Smartzone, wenn Du Dich entscheidest, weiter zu stöbern und vielleicht sogar einem Link in unserem Preisvergleich oder im Text zu folgen, kann es sein, dass Smartzone eine kleine Provision vom jeweiligen Anbieter erhält. Aber keine Sorge, unsere Auswahl an und Meinung zu Produkten ist frei von finanziellen Verlockungen. Wir sind so konzentriert wie ein Shaolin-Meister im Zen-Modus! Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen. Das bedeutet, dass wir für deinen Einkauf eine Provision von Amazon erhalten, sich der Preis für dich aber nicht ändert. - Preise zuletzt aktualisiert am 11.09.2026

Newsletter bestellen

Hol Dir die neuesten Infos zu Chinahandys und Gadgets direkt ins Postfach!

Tests und News direkt auf dein Smartphone.
Alle News Updates über Telegram.

Kommentare

Abonnieren
Kommentar Updates
guest
0 Kommentare
neuste
älteste beste Bewertung
Inline Feedbacks
Zeige alle Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser von Smartzone, wenn Du Dich entscheidest, weiter zu stöbern und vielleicht sogar einem Link in unserem Preisvergleich oder im Text zu folgen, kann es sein, dass Smartzone eine kleine Provision vom jeweiligen Anbieter erhält. Aber keine Sorge, unsere Auswahl an und Meinung zu Produkten ist frei von finanziellen Verlockungen. Wir sind so konzentriert wie ein Shaolin-Meister im Zen-Modus! Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen. Das bedeutet, dass wir für deinen Einkauf eine Provision von Amazon erhalten, sich der Preis für dich aber nicht ändert.

Smartzone App
Lade jetzt deine Smartzone App