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Der beste Mittelklasse-Saugroboter 2026? Ecovacs greift auf der IFA 2026 an!

Ecovacs zeigte auf der IFA 2026 in Berlin in Halle 9 an Stand 113 mit dem Deebot X12S OmniCyclone die dritte Generation seiner beutellosen Saugroboter, deren erstes Modell vor genau einem Jahr auf derselben Messe Premiere hatte. Dazu kamen die Saug- und Wischroboter Deebot T90 Max Pro Omni und Deebot T90S Pro Omni sowie der Fensterputzroboter Winbot W2S Pro Omni.

Ecovacs IFA 2026 Booth Head

Alle drei Saugroboter arbeiten mit der Ozmo-Wischwalze, und die stammt von Ecovacs selbst: Der Deebot X8 Pro Omni (zum Test) hatte sie schon im Februar 2025 an Bord.

Drei der vier Preise stehen fest: 1.299€ für den X12S OmniCyclone, je 599€ für den T90 Max Pro Omni und den Winbot. X12S und T90 Max Pro Omni kommen am 9. September in den Handel und sind bei Amazon bereits gelistet, der Winbot ist schon lieferbar. Der T90S Pro Omni folgt am 24. September, seinen Preis nennt Ecovacs noch nicht. Am Stand haben wir die Geräte selbst ausprobiert.

Der Ecovacs Deebot T90 Max Pro Omni ist nach dem Messebesuch unser Favorit! Hier bekommt man die Wischwalze, viel Saugleistung und umfangreiche Reinigungsstation zum echten Mittelklassepreis!



Deebot X12S OmniCyclone: mehr Druck auf der Walze

Angefangen hat die Reihe mit dem Deebot X11 OmniCyclone (zur Ankündigung) vor einem Jahr in Berlin. Der X12S schraubt vor allem an zwei Zahlen.

Die Wischwalze Ozmo Roller 3.0 bleibt 27 Zentimeter breit, drückt jetzt aber mit 4.000Pa auf den Boden und schrubbt mit 220 Umdrehungen pro Minute. Zum Vergleich: Der T90 Max Pro Omni kommt auf 3.800Pa und 200 Umdrehungen. Der Kniff an der Walze ist, dass sie sich während der Fahrt selbst wäscht: 32 Düsen spülen sie fortlaufend mit Frischwasser, der Schmutz landet im Abwassertank statt wieder auf dem Boden. Rotierende Wischpads verteilen den Dreck dagegen, bis sie zurück in die Station fahren. Dort wird die Walze mit bis zu 75°C heißem Wasser ausgewaschen, neu ist die Waschschale Giant Wave mit Hochdruckspülung.

Beim Saugen nennt Ecovacs 27.000Pa Unterdruck bei 27 L/s Luftstrom. Der Hersteller führt beide Werte bewusst zusammen und nennt das Paket aus 53AW-Motor, Akku und Luftführung Blast. Das ist berechtigt: Unterdruck allein bringt wenig, wenn zu wenig Luft bewegt wird, und genau daran hängt, ob Sand aus einer Teppichfaser herauskommt. Interessant ist der Vergleich in der eigenen Familie. Der X11 OmniCyclone stand bei 19.500Pa, der viel günstigere T90 Max Pro Omni bei 40.000Pa. Auf dem Papier saugt der also stärker, bewegt dabei aber nur 16,45 L/s Luft, ein gutes Drittel weniger als der X12S.

Anti-Milben-Kammer und die zweite Runde FocusJet

Neu ist eine Anti-Milben-Kammer: eine Saugkammer mit konstantem Abwärtsdruck plus um 130 Prozent dickere Bürstenleisten, die den Teppichflor aufrütteln. Die Milbenentfernung gibt Ecovacs mit 95,45 Prozent an, gemessen unter Laborbedingungen.

FocusJet hat der Hersteller überarbeitet. Zwei Düsen an der Unterseite sprühen Wasser und Reinigungsmittel kreuzförmig auf einen erkannten Fleck, lassen 15 bis 30 Sekunden einwirken, danach fährt die Walze darüber. Eingeführt hat Ecovacs die Funktion mit dem X12 und beansprucht sie als Branchenpremiere. Sie zielt auf die Aufgabe, an der Wischroboter am häufigsten scheitern: angetrocknete Flecken, die ein einzelner Wischgang nicht löst. Im Deebot X12 OmniCyclone (zum Test) hatten wir dabei noch Luft nach oben gesehen, vor allem beim Erkennen solcher Stellen. Dass Ecovacs genau dort nachgearbeitet hat, ist die richtige Stelle.

Ecovacs Deebot X12 Omnicyclone
Vorteile / Nachteile
  • beutellose Station spart laufende Kosten
  • hervorragende ZeroTangle-Bürste gegen Haare
  • breite Wischwalze für streifenfreie Hartböden
  • extrem schnelles Zwischenladen
  • Navigation in engen Bereichen verbesserungswürdig
  • FocusJet-Fleckenerkennung unzuverlässig
  • Fahrmotoren vergleichsweise laut
  • sehr hoher Einführungspreis
Zusammenfassung
Der Ecovacs Deebot X12 Omnicyclone ist ein leistungsfähiger Saug- und Wischroboter mit klaren Stärken, aber auch unerwarteten Schwächen für ein Gerät dieser Preisklasse. Die beutellose OMNI-Station ist ein überzeugender Pluspunkt für Geldbeutel und Umwelt. Die breite Wischwalze hinterlässt auf Hartboden sehr saubere Ergebnisse, die verhedderungsfreie ZeroTangle-Hauptbürste ist ein Segen für Haustierbesitzer, und die...

TruePass: zwei zusätzliche Räder klettern über die Türschwelle

TruePass sind zwei zusätzliche Hebelräder neben den 7,6 Zentimeter großen Antriebsrädern. Stößt der Roboter gegen eine Schwelle, klappen sie rein mechanisch aus, greifen mit weichen Gummizähnen auf die Oberkante und heben den Roboter darüber. Kamera und Software sind daran nicht beteiligt, der Auslöser ist der Anstoß selbst.

Damit nimmt der X12S einzelne Schwellen bis 2,5 Zentimeter und zwei aufeinanderfolgende Stufen bis 4 Zentimeter, laut Ecovacs ohne Fehlversuch. Er klettert höher als beide T90-Modelle und ist damit der Roboter für Altbauwohnungen mit hohen Türschwellen.

Der Rest ist solide Modellpflege: AIVI 3D 4.0 zur Hinderniserkennung und PowerBoost Charging Plus, das in drei Minuten Ladepause 13 Prozent Akku nachschiebt. Die Station arbeitet weiter ohne Staubbeutel, was in fünf Jahren rund 25 Beutel spart. Gegenüber dem direkten Vorgänger X12 OmniCyclone sind es drei Punkte: das aufgebohrte Blast-Saugpaket, die Giant-Wave-Waschschale und Agent Yiko 3.0, der Sprachassistent, der Reinigungspläne aus den Gewohnheiten im Haushalt ableitet und Haustiere aussparen kann.

Bleibt der Preis. 1.299€ ist exakt die Summe, mit der der X11 OmniCyclone vor einem Jahr gestartet ist. Der X11 liegt heute bei rund 540€, der X12 mit einer UVP von 1.399€ bei rund 950€. Wer nicht die neueste Walzengeneration braucht, findet in der Reihe also auch weiter unten ein starkes Gerät.

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Deebot T90 Max Pro Omni: die Ozmo-Walze für 599€

Der T90 Max Pro Omni ist der günstigste Roboter der Reihe mit Wischwalze und bringt trotzdem die Technik der Spitzenmodelle mit: dieselbe Ozmo Roller 3.0 und dasselbe Saugpaket Blast. Die Saugleistung gibt Ecovacs mit bis zu 40.000Pa bei 16,45 L/s Luftstrom an, die Walze drückt hier mit 3.800Pa und dreht 200 Mal pro Minute.

Der eigentliche Unterschied steckt in der Station. Sie spült die Walze über 32 Düsen mit bis zu 100°C heißem Wasser und trocknet mit 45°C warmer Luft. Beim teureren X12S sind es 75°C. Dazu kommt ein 2,5-Liter-Staubbeutel.

Navigiert wird über ein vollständig eingelassenes dToF-LiDAR mit 190 Grad Sichtfeld plus TrueDetect 3D, das Hindernisse ab 2 Zentimeter erkennen soll. Ohne Laserturm baut der Roboter 95mm flach. Der Akku ist mit 5.200mAh der größte der drei und reicht laut Ecovacs für 295 Minuten am Stück, gemessen auf Hartboden im leisen Modus ohne Wischen.

Eine Angabe gehört zur Planung: Türschwellen nimmt der T90 Max Pro Omni nur bis 20 Millimeter. Damit ist er der schwächste Kletterer der drei. Der Deebot T90 Pro Omni (zur Ankündigung) vom März kam mit ausklappbaren Haken über einzelne Stufen bis 2,4 Zentimeter und steht inzwischen bei rund 500€ im Handel.

Die 599€ liegen 200€ unter dem Startpreis des T90 Pro Omni. Für rund 100€ Aufpreis gegenüber dem Marktpreis des Vorgängers bekommt ihr die neue Walzengeneration samt kochend heißer Wäsche.

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Deebot T90S Pro Omni: derselbe Sog, mehr Ausstattung

Der T90S Pro Omni steht eine Stufe über dem T90 Max Pro Omni. Beim Saugen liegen beide gleichauf: 40.000Pa und 16 L/s Luftstrom, dazu dieselbe Ozmo Roller 3.0. Der Aufpreis geht für das drauf, was oben dazukommt.

Gewischt wird kräftiger, mit 4.000Pa Anpressdruck und 220 Umdrehungen pro Minute und damit auf dem Niveau des X12S. Die Kantenreinigung heißt TruEdge 3.0 und kommt näher an Sockelleisten und Möbelkanten heran als die des T90 Max Pro Omni. Statt TrueDetect 3D erkennt hier die kamerabasierte AIVI 3D 4.0 Hindernisse und regelt den Wandabstand laufend nach: an Stuhlbeine und Möbelsockel fährt sie näher heran, um Haustiere, Kabel und unklare Kanten macht sie einen Bogen. Türschwellen nimmt er mit seinen 7,6 Zentimeter großen Antriebsrädern bis 2,5 Zentimeter und macht damit dort weiter, wo der T90 Max Pro Omni bei 20 Millimeter aufhört.

Dazu kommt Ausstattung, die dem T90 Max Pro Omni nach Angaben von Ecovacs komplett fehlt: der Sprachassistent Agent Yiko, das Livebild der Kamera samt Videoanruf, PowerBoost Charging, das den Akku schon während der Reinigung nachlädt, und Triple Lift, das Wischwalze, Hauptbürste und Seitenbürste anhebt, sobald es auf Teppich geht. Leiser ist er außerdem: Ecovacs hat Bürste, Lüfter und Luftkanal überarbeitet und gibt gegenüber dem Vorgänger 3 dBA weniger beim Absaugen und 5 dBA weniger beim Saugen an.

Abgeben muss er zwei Dinge: Seine Station wäscht die Walze nur mit 75°C statt mit 100°C, und der Akku ist mit 4.000mAh deutlich kleiner. Ecovacs nennt 140 Minuten Laufzeit gegenüber 295 Minuten beim T90 Max Pro Omni, gemessen unter denselben Bedingungen. Wer eine große Wohnung am Stück reinigen lassen will, sollte das einrechnen.

Winbot W2S PRO OMNI: doppelter Tank, vier Eckbürsten

Der Winbot W2S Pro Omni folgt auf den W2S Omni, ebenfalls eine Premiere von der IFA 2025. Die auffälligste Änderung heißt TruEdge 2.0: Statt der sechs absenkbaren Gummistreifen des Vorgängers sitzen nun vier Bürsten aus dichtem Filz in den Ecken. Dazu kommt eine Rahmenerkennung, die nach vorn und zur Seite gleichzeitig misst. Ecovacs verspricht bis zu 46 Prozent mehr Reinigungsleistung, ein Quadratmeter Glas soll in 90 Sekunden fertig sein.

Der Wassertank wächst auf 120 Milliliter und damit auf das Doppelte des W2 Pro. Eine Füllung reicht laut Hersteller für bis zu 75m² Glas, drei Sprühdüsen decken davon 90 Prozent ab. An der Scheibe hält sich der Roboter mit 10.000Pa fest, mit 66dB arbeitet er leiser als sein Vorgänger. Die Navigation heißt jetzt WIN-SLAM 4.0 und soll bodentiefe Scheiben genauso schaffen wie kleine Fenster, rahmenlose Scheiben, Spiegel und Kippfenster.

Die Station bleibt das stärkste Argument: 5 Kilogramm schwer, mit einem Saugnapf, der mit über 800N hält, Stauraum für das Zubehör und einem kombinierten Strom- und Sicherungskabel, das sich selbst aufwickelt. Ohne Steckdose läuft der Roboter 110 Minuten.

Die 599€ sind exakt der Startpreis des Vorgängers. Der W2S Omni steht heute ab rund 449€ im Handel und arbeitet mit Gummistreifen statt der neuen Filzbürsten.

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Unsere Einschätzung

Ecovacs bringt die Ozmo-Walze über drei Saugroboter in die Breite und stellt den Winbot daneben. Das ist folgerichtig, denn mit der Walze setzt sich der Hersteller von rotierenden Wischpads ab und war damit neun Monate vor der Konkurrenz im Markt. Der X12S bekommt mit TruePass dazu die Fähigkeit, die im Alltag am meisten Ärger spart: Er kommt über zwei Stufen bis 4 Zentimeter, wo die beiden T90 bei 2,5 und 2 Zentimeter aufhören.

Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis hat trotzdem der T90 Max Pro Omni: 40.000Pa, eine Walzenwäsche mit kochend heißem Wasser, 295 Minuten Laufzeit und ein 95mm flaches Gehäuse für 599€ waren vor einem Jahr noch Oberklasse. Wer mehr Ausstattung will, wartet auf den T90S Pro Omni am 24. September: gleiche Saugkraft, höherer Wischdruck, bessere Kantenreinigung, Agent Yiko, Kamerabild und Triple Lift. Bezahlt wird das mit der kühleren Walzenwäsche und der halbierten Laufzeit, und den Preis kennt bislang niemand.

Für euch bleibt eine angenehme Rechnung: Ecovacs hält die Startpreise stabil. X12S und Winbot W2S Pro Omni kosten genau so viel wie ihre Vorgänger zum Start, der T90 Max Pro Omni sogar 200€ weniger. Wer beim Vorgänger zugreift, spart weiter deutlich. Wie sich FocusJet in der zweiten Fassung und die Anti-Milben-Kammer im Alltag schlagen, zeigt der Test.

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Michael Muller
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