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Der Internetanschluss in den eigenen vier Wänden wird immer schneller. Leider habt Ihr dennoch häufig mit der drahtlosen Verbindungsqualität zu kämpfen, sei es im Mehrfamilienhaus mit einer dichten Wolke an Fremdnetzwerken oder im ruhigen Einfamilienhaus über mehrere Etagen hinweg. Immer wieder gibt es Ecken oder Räume, in denen die WLAN-Verbindung stark abnimmt oder komplett versagt. Mit dem Xiaomi Mesh System BE3600 Pro bringt der Hersteller erneut einen leistungsfähigen WiFi-7-Mesh-Router auf den Markt, und das zu einem fairen Einstiegspreis von ca. 80€. Doch lohnt sich das Upgrade gegenüber etablierten WiFi-6-Systemen, oder bleibt das neue Modell eher ein Technik-Versprechen für die Zukunft? Wir haben uns das BE3600 Pro System im Detail angeschaut und werfen auch einen Blick auf die Unterschiede zum BES3600-Modell, das ein wenig günstiger ist.
Ein kleiner Disclaimer vorab:
Netzwerkkommunikation und die damit verbundenen Geräte sind extrem vielschichtig und komplex. Daher verzichten wir in diesem Test bewusst darauf, einzelne Kommunikationstechniken oder Protokolle im Detail zu erklären, und konzentrieren uns stattdessen auf das Wesentliche. Falls Euch eine wichtige Funktion fehlt, schreibt es gern in die Kommentare, dann erweitern wir den Artikel entsprechend. Bitte versteht aber, dass dieser Test kein vollständiges Netzwerktechnik-Handbuch sein kann, auch wenn wir einige Fachbegriffe verwenden.
Design & Verarbeitung: typisch Xiaomi
Optisch spielt Xiaomi bei vielen seiner Produkte auf hohem Niveau, so auch beim BE3600 Pro Router. Die Kombination aus edlem und minimalistischem Design ist hier sehr gelungen. Wer etwas Auffälligeres sucht, sollte sich eher den Huawei X3 Pro (zum Test) ansehen. Huawei setzt hier aktuell eine echte Design-Messlatte im Mesh-Router-Bereich.
Das Xiaomi BE3600 Pro Router System kombiniert ein mattes, hochwertig wirkendes Kunststoffgehäuse mit Elementen in Klavierlackoptik. Dadurch fügt sich das System unauffällig in viele Wohnumgebungen ein und bleibt gleichzeitig ansehnlich. Die dezente Front-LED lässt sich bei Bedarf vollständig deaktivieren.
Das abgerundete Quadergehäuse misst 178 x 70 x 217,2 Millimeter und bringt rund 795 Gramm auf die Waage. Auf der Oberseite befindet sich ein fast unsichtbares Xiaomi-Logo, das nur im richtigen Lichtwinkel erkennbar ist. Gleich daneben sitzt ein ebenfalls sehr dezentes NFC-Logo, über das sich Geräte schnell und kontaktlos ins Netzwerk einbinden lassen.
Für die Kühlung setzt Xiaomi auf ein rein passives Konzept. Über einen 3,5mm tiefen Sockel an der Unterseite gelangt Frischluft ins Innere, während die warme Luft über einen schmalen Spalt (ca. 1,4mm) am oberen Deckel entweicht. Das Ergebnis ist ein komplett geräuschloser Betrieb.
- Mainboard
- Bluetooth Antenne
- NFC Antenne
Im oberen Gehäusebereich sitzen vier vertikal angeordnete Antennen, die eine möglichst gleichmäßige Funkabdeckung gewährleisten sollen. Der Zugang ins Innenleben ist allerdings etwas fummelig: Nach dem Entfernen von drei Schrauben unter der Abdeckung lässt sich das innere Gehäuse nur mit etwas Gefühl und ordentlichem Kraftaufwand aus den Plastikhaken lösen.
Im Inneren zeigt sich ebenfalls eine saubere Verarbeitung: ordentliche Lötstellen und eine strukturierte Verkabelung lassen keinen Raum für Kritik. Das Kunststoffchassis wirkt zwar unspektakulär, erfüllt aber seinen Zweck zuverlässig und sorgt für ausreichend Stabilität sowie Luftzirkulation. Auf der Rückseite befinden sich die vier LAN/WAN-Ports, eine Reset-Taste sowie der Stromanschluss. Alles ist schlicht gehalten und farblich passend ins Design integriert.
Lieferumfang des Xiaomi Router BE3600 Pro
Im Lieferumfang des Xiaomi Mesh Systems BE3600 Pro sind enthalten:
- Drei Router (je nach Set)
- Drei passende Netzteile
- Ein 1,5m langes CAT-5e-Netzwerkkabel
- Ein Handbuch
Die Netzteile liefern jeweils 18W (12V/1,5A). Das beiliegende Netzwerkkabel reicht für die meisten Heimnetzwerke problemlos aus und ermöglicht schnelle Übertragungsraten bis zu 2,5Gbit/s.
Ausstattung & Technik des Xiaomi Router BE3600 Pro
Das zentrale Highlight des BE3600 Pro ist natürlich WiFi 7, auch wenn der praktische Mehrwert aktuell noch begrenzt ist. Xiaomi positioniert das System klar im Einstiegssegment und nicht als High-End-Lösung für Unternehmen. Entsprechend wirken einige Funktionen eher wie Marketingversprechen als sofort spürbare Vorteile.
Die vier Antennen ermöglichen MIMO-Kommunikation, wodurch das System mehrere Clients gleichzeitig mit höheren Datenraten versorgt. Zudem verbessert sich die Stabilität der Verbindung, insbesondere durch Wände hindurch. Die vertikale Ausrichtung der Antennen hat jedoch physikalische Grenzen: Während das System auf gleicher Ebene eine gute Abdeckung erreicht, fällt die Signalstärke ober- und unterhalb deutlich ab. Besonders bei mehreren Stockwerken kann sich das negativ bemerkbar machen.
Das System funkt ausschließlich im 2,4- und 5GHz-Band. Das ist grundsätzlich solide, jedoch fehlt das 6GHz-Band eines Tri-Band-Systems, das insbesondere bei WiFi 7 zusätzliche Vorteile bringen könnte (z. B. 320MHz-Kanäle). Für die meisten Haushalte ist das im Alltag jedoch kein gravierender Nachteil, außer in stark überlasteten Funkumgebungen.
Durch WiFi 7 stehen dennoch Funktionen wie 4K QAM und Multi-RU zur Verfügung, die eine effizientere Nutzung des Spektrums ermöglichen und die Leistung bei vielen gleichzeitig aktiven Geräten verbessern. MLO (Multi-Link Operation) ist ebenfalls vorhanden, bietet im Dual-Band-Betrieb allerdings nur Stabilitätsvorteile statt spürbarer Geschwindigkeitssprünge.
Zusätzlich sind Funktionen wie Beamforming, WPA3-Verschlüsselung und Multi-Link-Backhaul integriert, um Verbindungen stabil zu halten. Hinzu kommt Unterstützung für die gängigen Standards IEEE 802.11 a/b/g/n/ac/ax/be sowie IEEE 802.3/3u/3ab. Ein kleines Extra für Xiaomi-Nutzer: Das System fungiert auch als Bluetooth-Hub für Smarthome-Geräte.
Hardware im Detail
Im Inneren arbeitet ein Quad-Core-Prozessor von Qualcomm. Dazu steckt in dem BE3600 Pro noch mächtige 512MB RAM. Ein einzelner Router kann damit bis zu 128 Clients verwalten, im Mesh-Verbund sogar bis zu 256 Geräte. Auch bei den Anschlüssen gibt es nichts zu bemängeln:
- 3x 1Gbit/s
- 1x 2,5Gbit/s
- Unterstützung für Link Aggregation
Im technischen Vergleich fallen die Unterschiede zur normalen Variante nicht besonders deutlich aus. Das Design, die maximale Anzahl der Clients und der primäre Einsatzzweck sind hier die deutlichsten Abweichungen. Wer also nur eine einfache Erweiterung seines vorhandenen WLAN-Routers sucht, findet mit dem Xiaomi BE3600 ebenfalls einen starken Vertreter für ein bisschen weniger Geld.
- Xiaomi BE3600
- Xiaomi BE3600 Pro
| Merkmal | Xiaomi BE3600 | Xiaomi BE3600 Pro |
|---|---|---|
| Positionierung | Klassischer WiFi-7 Router | Vollwertiges Mesh-System |
| CPU | Qualcomm Quad-Core (IPQ5312, 1,1GHz) | Qualcomm Quad-Core (IPQ5312, 1,1GHz) |
| RAM | 256MB | 512MB |
| WLAN-Standard | WiFi 7 (Dual-Band) | WiFi 7 (Dual-Band) |
| Frequenzen | 2,4GHz + 5GHz | 2,4GHz + 5GHz |
| Max. Datenrate | ~3.600Mbit/s | ~3.600Mbit/s |
| 6GHz Band | ❌ | ❌ |
| Antennen | 4 externe Antennen | 4 interne Antennen |
| Ports | 1x 2,5G + 3x 1G | 1x 2,5G + 3x 1G |
| Mesh-Funktion | Unterstützt | Primärer Einsatzzweck |
| Topologie | flexibel | Stern-Topologie (Host + Satelliten) |
| Max. Clients | geringer (typisch ~100+) | höher (bis ~256 im Mesh) |
| Bluetooth Gateway | ❌ | ✅ |
| NFC-Kopplung | ❌ | ✅ |
| Smart Home Integration | Basis | erweitert (Xiaomi-Ökosystem) |
| Design | klassische Antennen-Router-Optik | minimalistisch, wohnraumtauglich |
| Zielgruppe | Einzelrouter / kleine Setups | größere Wohnungen / Häuser |
Einrichtung & Benutzung
Die Einrichtung des Xiaomi Mesh Systems BE3600 Pro ist so unkompliziert und rund wie das Design selbst. Grundsätzlich stehen zwei Wege zur Verfügung: die Xiaomi Home App oder die klassische Weboberfläche. Der Fokus liegt dabei klar auf der App, insbesondere für Nutzer von Xiaomi Smartphones oder Tablets.
Für die Nutzung der App ist allerdings ein Xiaomi-Konto erforderlich, wodurch Ihr einige persönliche Daten hinterlegen müsst.
- Gerätesuche in der App
- manuelle Verbindung
Nach dem Einschalten des Hauptrouters (Host) erkennt die App diesen in der Regel innerhalb weniger Sekunden automatisch. Anschließend entscheidet Ihr, ob Ihr das bestehende WLAN kabellos erweitert oder, deutlich empfehlenswerter, per LAN anbindet.
Das BE3600 Pro besitzt kein integriertes Modem, daher bleibt der Router des Internetanbieters weiterhin notwendig.
Plan B
Sollte die automatische Erkennung wie in unserem Fall nicht funktionieren, lässt sich der Router über die MiWiFi-Weboberfläche zunächst manuell einrichten. Dort vergebt Ihr ein Administratorpasswort und stellt die grundlegende Verbindung her. Für die manuelle Einrichtung verbinden wir unser Endgerät einfach mit dem offenen WLAN des Routers.
In der anschließenden Netzwerkkonfiguration stehen drei Betriebsmodi zur Wahl:
- Router-Modus
- Repeater-Modus
- Access-Point-Modus
Danach folgen die WLAN-Grundeinstellungen wie SSID, Passwort und Bandbreite. Spätestens nach dieser Einrichtung erkennt die Xiaomi Home App den Router dann zuverlässig.
Xiaomi Home App
- Startseite
- WiFi Einstellungen
- LED Steuerung
- BT Gateway
- Familienmanagement
- Hacking Schutz
- Verbindungsart
- Accesspoint Modus
Die App selbst ist übersichtlich und gut strukturiert. Die wichtigsten Einstellungen sind schnell erreichbar und verständlich erklärt. Viele Funktionen sind selbsterklärend, ohne dass Ihr Euch tief in Netzwerktechnik einarbeiten müsst. Ein paar Besonderheiten und Ausnahmen sind allerdings:
- LED-Steuerung und Energiesparoptionen sind ausschließlich über die App verfügbar
- Die Weboberfläche bietet im Gegenzug mehr Feineinstellungen im WLAN-Bereich
- Teilweise gibt es noch kleinere Übersetzungsfehler in der Weboberfläche
Sehr gelungen ist die Verwaltung der Clients. Einzelne Geräte lassen sich als „Familienmitglieder“ zuordnen, wodurch sich die Nutzung und Zugriffsrechte einfach verwalten lassen. Auch das Sicherheitscenter bietet nützliche Funktionen wie Schutz vor Spoofing oder DoS-Angriffen. Die Anti-Hacker-Funktion ist dabei eher als Hinweisgeber zu verstehen und dient nicht als softwareseitige Sicherheitslösung.
- Weboberfläche
- mit Übersetzungsproblemen
- aber detaillierter
Die Integration weiterer Mesh-Router ist erfreulich simpel: Einfach anschließen, warten, und die App erkennt die Geräte automatisch. Diese übernehmen anschließend die globale Konfiguration des Hosts.
Zu beachten ist:
- Im Router-Modus seht Ihr alle Clients zentral
- Im Access-Point-Modus seht Ihr nur lokal verbundene Geräte
- Satelliten bieten kaum eigene Einstellungsmöglichkeiten
Das System setzt Änderungen sehr schnell um. Ein Neustart dauert unter einer Minute. Beim Hinzufügen oder Entfernen von Mesh-Knoten kommt es allerdings kurzzeitig zu einem kompletten Verbindungsabbruch.
Leistung im Alltag: stark, doch mit Grenzen
Im Testaufbau stand der Host zentral im Erdgeschoss unter einer Treppe und war per LAN mit einer Fritzbox verbunden.
Die Satelliten waren wie folgt positioniert:
- Wohnzimmer: ca. 7m entfernt, getrennt durch eine 15cm Steinwand
- Obergeschoss: ca. 6m entfernt, ebenfalls durch eine 15cm Wand, jedoch im ungünstigen Winkel (~80°)
Gerade die vertikale Verbindung stellte sich als problematisch heraus. Kleine Veränderungen in der Ausrichtung des Host-Routers entschieden darüber, ob überhaupt eine stabile Verbindung zustande kam. Selbst im besten Fall lag die Geschwindigkeit über das WLAN-Backhaul nur bei etwa 10% der eigentlichen Leistung.
- Eine leichte Drehung des Hosts…
- und weg war die eine Station
- und anders herum die andere
- die goldene Mitte gefunden
Hier zeigte sich klar: Für andere Stockwerke ist ein kabelgebundenes Backhaul nahezu Pflicht, wenn Ihr die volle Leistung nutzen möchtet. Das System arbeitet nämlich in einer klassischen Stern-Topologie: Alle Satelliten sind direkt mit dem Host verbunden und können sich nicht untereinander erweitern wie in einer Daisy Chain. Dadurch ist die kabellose Reichweite der einzelnen Satelliten begrenzt und stark von der Distanz und Positionierung zum Host abhängig.
Innerhalb eines Stockwerks liefert das System jedoch eine sehr solide Leistung. Bei mittlerer bis hoher Sendeleistung sind selbst durch eine Steinwand auf etwa 10m um den Host-Router noch stabile und schnelle Verbindungen möglich. Gebäudeabhängige Faktoren wie Wandmaterial oder Stahlverstärkungen beeinflussen die Leistung allerdings stark. Nahezu in jedem Haushalt gibt es individuelle Probleme, die es auszutesten gilt.

Benchmarks
Bei optimaler Konfiguration lässt sich grob sagen, dass Ihr im Umkreis von 5m um die einzelnen Router, auch durch die Wände, kaum Geschwindigkeitseinbußen habt. Kommen mehr Wände dazu, reduziert sich die Geschwindigkeit deutlich, bleibt aber trotzdem stabil. WiFi 7 schneidet gerade in schwachem Signalumfeld deutlich besser ab. In unserem Testszenario sind wir in die äußersten Ecken des Hauses gegangen, wo wir vorher mit nur einem Router + Repeater kaum bis gar keinen Empfang mehr hatten.
Unsere beiden Testgeräte waren einmal das Honor Magic 6 Pro mit WiFi 7 und das Xiaomi 11 Ultra mit WiFi 6.
- 11 Ultra oberes Stockwerk
- Magic 6 Pro gleich schnell
- trotz schwächerm Signal
- 11 Ultra auf dem Balkon
- WiFi6 knickt hier ein
- Magic 6 Pro – WiFi7 deutlich stabiler
- trotz vieler Störungen
- 11 Ultra im Keller
- wenig Unterschied zum
- Magic 6 Pro
- nur leicht besser
- 11 Ultra ohne Hindernis
- nur 2m entfernt
- Magic 6 Pro
- kaum Unterschied zu Wifi6
Zwischenfazit: WiFi 7 läuft in schwacher Signalumgebung sehr stabil, während WiFi 6 ordentlich zu kämpfen hat. Bei guter Signalstärke sind die Unterschiede kaum erwähnenswert.
Tipps & Tricks
- 160MHz Band
- 80Mhz Band leicht besser
Ein kleiner, aber wirkungsvoller Optimierungstipp von uns: Beim 5GHz-Netz solltet Ihr die Bandbreite manuell auf 80MHz festlegen, anstatt den Automatikmodus (bis 160MHz) zu nutzen.
Das Ergebnis:
- stabilere Verbindung
- bessere Reichweite
- geringere Schwankungen
Zum Thema Signalstärke herrscht folgende weitverbreitete Meinung: Eine hohe Signalstärke am Router führt automatisch zu besserem Empfang bei den Clients. Dem ist aber nicht so. Wenn Ihr also außerhalb Eures Gebäudes noch gut das WLAN-Signal empfangen könnt, bedeutet das nicht, dass Euer Client es auch schafft, an die Station zurückzufunken.
Führt einfach einen Speedtest durch und achtet auf das Verhalten im Upload. Friert der Tacho ein oder zuckt er komisch, seid Ihr wahrscheinlich zu weit weg, damit Euer Client stabil zurückfunken kann. „Ich habe aber doch volle WLAN-Balken“ ist dann kein Router-Problem, sondern die schwache Sendeleistung Eures Clients. Eine hohe Sendeleistung muss vom Client erwidert werden können und ist nur in einer Mesh-Umgebung wirklich von Vorteil.
Habt Ihr noch Tipps? Diesen Abschnitt erweitern wir gern, falls Euch noch etwas einfällt. Schreibt es doch sonst gern in die Kommentare.
Stromverbrauch des Xiaomi Router BE3600 Pro
Der Stromverbrauch der einzelnen Geräte ist moderat. Pro Router liegt die Leistungsaufnahme bei etwa 7W unter Last.
Das ergibt im Gesamtsystem:
- ca. 165Wh pro Tag
- rund 18€ Stromkosten pro Jahr (bei 0,30€/kWh)
Damit bewegt sich das System im typischen Bereich moderner Dual-Band-Mesh-Lösungen (ca. 5–10W pro Gerät) und arbeitet effizient.
Testergebnis
Das Xiaomi BE3600 Pro ist ein preislich starkes WiFi‑7‑Mesh-System, das vor allem durch gute Verarbeitung, einfache Einrichtung, stabile Leistung und sinnvolle Zusatzfunktionen wie Bluetooth‑Hub und NFC überzeugt. Die App Anbindung und die Weboberfläche sind ansprechend und leicht zu verstehen, auch wenn es hier und da mal ein paar Unstimmigkeiten gibt.
Allerdings ist das System nicht ganz so perfekt wie es auf dem ersten Blick wirkt. Eine Schwäche liegt im fehlenden 6‑GHz‑Band, der Stern‑Topologie und der schwachen vertikalen Funkreichweite – für mehrstöckige Häuser ist ein LAN‑Backhaul fast Pflicht und funktioniert auch tadellos.
Im Alltag liefert das System zuverlässige Geschwindigkeiten, saubere Roaming‑Übergänge und eine solide Abdeckung dank der vier rundum platzierten Antennen. Der Leistungssprung gegenüber guten WiFi‑6‑Systemen ist zwar nicht so deutlich wie man erwarten würde, aber gerade im schlechten Empfangsbereich performt WiFi-7 spürbar besser. Für den aktuell fairen Preis ist es ein sehr attraktives Upgrade, um das heimische Netz sinnvoll und kraftvoll zu verstärken.
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