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Vernal Core 3 Schreibtisch im Test

Getestet von Joscha am
Vorteile
  • sichere Verpackung
  • Transparenz durch offene Prüfergebnisse
  • relativ leichter Aufbau
  • vielfältige Konfigurierbarkeit
  • hohe Stabilität
  • leiser Motor
  • Bedienpanel mit Memory, Timer & Kindersicherung
  • Schublade mit Filzeinlage
  • gutes Kabelmanagement
Nachteile
  • irreführende Markierungen an der Tischplatte
  • keine Angabe der Schraubengrößen in der Anleitung
  • Kabelmanagement hat seine Grenzen
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Bereits vor einiger Zeit hatten wir einen höhenverstellbaren Schreibtisch von Vernal im Test und konnten dem Hersteller eine tadellose Verarbeitung, einen durchdachten Aufbau und eine stabile Konstruktion attestieren. Mittlerweile hat Vernal mit dem Core 3 die nächste Generation seiner höhenverstellbaren Schreibtische am Start und verspricht dabei nicht weniger als einen der stabilsten Zwei-Bein-Schreibtische auf dem Markt.

Vernal Core 3 Schreibtisch Test review design

Wir haben das Modell in der gehobenen Ausstattung mit Massivholz-Platte aus Kirschholz, schwarzem Rahmen und einer Plattengröße von 180 x 80 Zentimetern angesehen im Homeoffice-Alltag getestet. Der Verstellbereich liegt zwischen 63,3 und 128 Zentimetern, sodass ihr im Sitzen und Stehen eure passende Position findet.

Bemerkenswert und ein absolutes Novum in der Branche ist übrigens Vernals Umgang mit Prüfergebnissen. Der Hersteller hat für den Core 3 einen eigenen Testbericht erstellt, der sämtliche Prüfungen, Testmethoden, Belastungsstufen und Ergebnisse inklusive Zertifikaten offenlegt. Hier sämtliche Prüfergebnisse unabhängiger Testlabore wie SGS, TÜV Rheinland und UL Solutions direkt einsichtbar. Wir begrüßen diese Transparenz ausdrücklich.

Lieferumfang & Aufbau des Vernal Core 3

Der Vernal Core 3 wird je nach Konfiguration in mehreren Paketen ausgeliefert. In unserem Fall kamen zwei Kartons für das Gestell zu jeweils rund 18 Kilogramm, ein weiterer Karton für die massive Tischplatte sowie ein zusätzliches Paket für Zubehör wie die Schreibtischschublade und das Kabelmanagement-Set zum Einsatz. Die Verpackung ist durchweg hochwertig, großzügig gepolstert und auch der rund 30 Kilogramm schwere Massivholz-Block überstand den Transport ohne eine einzige Macke. Beigelegt sind alle notwendigen Werkzeuge, eine gut verständliche deutschsprachige Anleitung, selbstschneidende Schrauben mit vorinstallierten Muttern in den Zubehörteilen sowie von jeder Schraubenart eine Ersatzschraube. Das ist ein kleines, aber angenehmes Detail für alle, die beim Aufbau gerne etwas durchs Parkett rollen lassen.

Wer schon einmal einen Schreibtisch aufgebaut hat, fürchtet, dass hier oft das übliche Leid wartet: krumme Bohrungen, nicht passende Gewinde, unverständliche Anleitungen und Schraubenmaterial auf dem Niveau einer Ü-Ei-Beilage. Davon ist der Core 3 zum Glück weit entfernt. Sämtliche Bohrungen sind an der Tischplatte bereits vorgebohrt und Metalleinsätze mit Gewinde sind fest in die Unterseite eingelassen, sodass das Risiko, sich in der Holzfaser zu verschrauben, gegen Null tendiert. Außerdem sind vorgebohrte Löcher auch an Positionen vorhanden, die ihr erst später beim Nachrüsten von Zubehör benötigt. So lässt sich später auch die Bedieneinheit ohne Umbau oder Bohren auf die gegenüberliegende Seite verlegen.


Der komplette Aufbau nimmt mit etwas Geschickt 30 Minuten, mit weniger Geschick 1-2 Stunden in Anspruch und ist dank der bebilderten Anleitung gut erklärt. Zudem kann man auch das oben verlinkte YouTube Video zur Hilfe anschauen. Wer einen Akkuschrauber zur Hand hat, ist deutlich schneller bei der Montage.

Ein paar kleine Makel gibt es aber: die Markierungen für die Vorderseite der Tischplatte waren in unserem Fall nicht falsch herum platziert, hier hilft aber ein kurzer Blick auf die Gewindepositionen. Zudem steht in der Bedienungsanleitung nicht, welche Schraubengröße verwendet werden soll.

Konfigurationsmöglichkeiten

vernal core 3 konfigurationsmoeglichkeiten

Der Core 3 lässt sich auf der Vernal-Website äußerst flexibel konfigurieren. Bei der Tischplatte habt ihr die Wahl zwischen drei Spanplattenvarianten (Weiß, helles Walnuss und dunkles Walnuss), einer Naturbambus-Variante und einer Massivholz-Kategorie, die in Kirsche, Eiche und Walnuss angeboten wird. Die Plattengröße reicht von 120 x 80 bis 200 x 80 Zentimetern, das Gestell passt sich in der Breite flexibel an. Beim Rahmen könnt ihr zwischen Schwarz und Weiß wählen. Wir haben uns hier bewusst für Massivholz in Kirsche und den schwarzen Rahmen entschieden, da die Kombination im Raum deutlich wärmer und wohnlicher wirkt als die klassische Büro-Optik in Weiß.

An optionalem Zubehör bietet Vernal unter anderem eine Schreibtischablage als Monitorerhöhung, eine ausziehbare Schublade, eine PC-Halterung, und ein Kabel-Management-System an. Das gesamte Ökosystem ist farblich sauber auf den Tisch abgestimmt, sodass am Ende alles zusammenpasst.

Verarbeitung und Optik

Vernal Core 3 Schreibtisch Test 33

Die Verarbeitung ist auf ganzer Linie erstklassig. Der Rahmen besteht aus verschweißtem Stahl, die Säulen sind zwei Millimeter dick und Vernal spricht hier von einem patentierten „Grid Shaped Frame“, der eine Stabilität in vier Richtungen gewährleisten und die Durchbiegung um rund 50% reduzieren soll. In der Praxis merkt ihr das sofort: Der Aufbau wirkt massiv, nichts wackelt, nichts klappert, nichts hat Spiel. An den Seiten des Gestells werden sichtbare Schrauben durch aufklipsbare Blenden mit Vernal-Logo versteckt, die Unterseite der Säulen verfügt zusätzlich über Gummifüße, die die verbliebenen Schraubenköpfe verdecken.

Auf der Unterseite der Tischplatte verschwinden Motor- und Steuerelektronik hinter einer schwarzen Metallblende mit dezent eingeprägtem Vernal-Logo. Wir wollen nichts beschönigen: Das sieht sehr schick aus. Die Kirschholz-Platte ist optisch ein Highlight. Jede Platte ist durch die natürliche Maserung ein Unikat und die warme Farbgebung gibt dem kompletten Raum nochmal ein anderes Gefühl.

Hinweis zur Massivholz-Platte

An dieser Stelle muss allerdings fairerweise eine Einschränkung kommen, die aber keinerlei Schuld des Herstellers ist: Massivholz bleibt Massivholz und das verkratzt spürbar leichter als jede Spanplatte mit Laminat-Beschichtung. Wer hier schon einmal eine Maus mit scharfer Kante verschiebt, einen Stift ohne Unterlage benutzt oder ein Tablet unvorsichtig ablegt, wird nach wenigen Tagen die ersten feinen Spuren sehen. Das ist in der Natur des Materials begründet. Vernal kann hier schlicht nichts dafür, und wer sich bewusst für eine Massivholzplatte entscheidet, entscheidet sich eben auch für eine Oberfläche, die lebt. Wer lieber einen kratzfesten Tisch möchte und auf den Optik-Vorteil des echten Holzes verzichten kann, ist mit den laminierten Spanplattenvarianten besser bedient.

Steuerung und Features

Vernal Core 3 Schreibtisch Test 21

Die Höhenverstellung wird über ein angewinkeltes, leicht gummiertes Bedienpanel mit Display gesteuert. Neben den beiden Tasten für die manuelle Verstellung können bis zu drei Höhenprofile auf Memory-Tasten abgelegt werden. Der Verstellbereich liegt zwischen 63,3 und 128 Zentimetern und deckt damit jede sitzende oder stehende Arbeitsposition problemlos ab. Die Geschwindigkeit von rund 40 Millimetern pro Sekunde ist angenehm zügig, bleibt auch unter Last konstant. Die eigentliche Stärke des Bedienpanels steckt aber im Menü: Mindest- und Maximalhöhe lassen sich individuell einstellen, sodass ein darunter stehender Drucker, ein hängendes Regal oder ein schweres Monitor-Setup nicht zur unfreiwilligen Kollisionspartie werden. Zusätzlich gibt es eine Kindersicherung, einen frei konfigurierbaren Erinnerungstimer für den nächsten Positionswechsel und eine in mehreren Stufen einstellbare Hindernisempfindlichkeit. Auch der Kollisionsschutz selbst funktioniert in beide Fahrtrichtungen: Trifft der Tisch auf Widerstand, stoppt er automatisch und fährt ein Stück in die Gegenrichtung zurück.

Vernal Core 3 im Praxiseinsatz

Vernal Core 3 Schreibtisch Test 35

Auf dem Schreibtisch stehen bei uns ein Mini-PC, eine Docking-Station, ein MacBook Pro, zwei Monitore, eine Webcam, eine Funktastatur mit Handballenauflage, eine große Maus und diverser Kleinkram. Unter dem Tisch steht zusätzlich noch ein Drucker. Kurz gesagt: Das hier ist keine Influencer-Bude, auf der außer einem aufgeklappten MacBook und einer Keramiktasse nichts zu sehen ist. Hier wird gearbeitet und entsprechend viel Technik will verkabelt, versorgt und verstaut werden.

Genau in diesem Szenario zeigt sich, was der Core 3 draufhat und wo die Grenzen liegen. Fangen wir mit dem Positiven an: Selbst auf voller Stehhöhe (bei uns rund 120 Zentimeter) ist der Tisch beeindruckend ruhig. 180-Zentimeter-Platte bietet auch mit zwei Monitoren, Mini-PC, Dock und MacBook noch ausreichend Platz für eine sinnvolle Ablagefläche davor. Die Höhenverstellung arbeitet auch mit unserem durchaus kompletten Setup spurlos und ohne spürbaren Geschwindigkeitsverlust.

Schublade und Kabelmanagement

Die ausziehbare Schublade mit Vollauszug und den filzgefütterten Einsätzen ist in der täglichen Nutzung ein unterschätztes Feature: Stifte, Kleinkram, Kopfhörer und Ladekabel verschwinden geräuschlos unter der Platte und sind trotzdem in einer Sekunde griffbereit.

Beim Kabelmanagement liefert Vernal alles, was ihr braucht. Unter der Platte sitzt die bereits erwähnte Metallblende, in der Motor-, Steuer- und Netzteilkabel sauber versteckt werden. Dazu gibt es magnetische Halterungen, wiederverwendbare Klettbänder, gummierte Kabelbinder und eine separate Kabelmanagement-Ablage, deren Innenseite mit einem Filzpaneel bezogen ist, an dem ihr Kabel per Klett fixieren könnt. Alle Befestigungslöcher für das Zubehör sind vorgebohrt und die Muttern vormontiert. Die Installation ist nicht der Rede wert. Und jetzt kommt der ehrliche Teil: So gut das System ist, ein Kabelmanagement kann nur so clean sein wie das Setup, das es bändigen soll.

Vernal Core 3 Schreibtisch Test 23

In unserem Fall treffen Mini-PC, Docking-Station, MacBook-Netzteil, zwei Monitornetzteile, ein USB-Hub, die Webcam, eine Funk-Tastatur mit Ladekabel, der Mini-Tower und der Drucker aufeinander, und da hilft auch die schönste Klett-Rückwand irgendwann nicht mehr.

Hier müssen wir aber auch anmerken, dass uns nur die kleine Version des Kabelmanagements mit 59cm zur Verfügung stand. Die Version mit 85cm und 115 war zum Testzeitpunkt ausverkauft. Das Ergebnis ist bei uns deutlich ordentlicher als ohne das Vernal-Kabelmanagement, aber es ist kein Hochglanz-YouTube-Setup, bei dem ein einziges USB-C-Kabel elegant in eine weiße Dose verschwindet. Wer sich in dieser Realität wiederfindet, bekommt mit dem Core 3 aber definitiv die besten Voraussetzungen, um den Kabelsalat so weit wie möglich aus dem Blickfeld zu bekommen. Perfekt wird er in einem echten Arbeitsplatz-Setup eben nicht, aber wirksam.

Testergebnis

Getestet von
Joscha

Der Vernal Core 3 hebt sich von den üblichen höhenverstellbaren Schreibtischen in mehreren Punkten spürbar ab: Die Stabilität ist selbst auf maximaler Steharbeitshöhe sehr gut, die Verarbeitung auf Premium-Niveau, die Steuerung mit allen wichtigen Sicherheits- und Komfortfeatures ausgestattet und das umfangreiche Zubehör passt ohne Gefummel. Dass der Hersteller sämtliche unabhängigen Prüfergebnisse öffentlich zugänglich macht, ist super. Die Massivholz-Platte in Kirsche ist optisch ein Highlight, bringt aber die typische Empfindlichkeit von Naturholz gegen Kratzer mit. Das ist aber kein Fehler des Produkts. Das Kabelmanagement ist durchdacht und effektiv, stößt bei einem voll ausgestatteten Arbeitsplatz mit Mini-PC, Dock, Laptop, zwei Monitoren und Zubehör aber logischerweise an die gleiche Grenze wie jedes andere System: Es macht viel möglich, aber nicht alles.

Mit einem Einstiegspreis von 442€ für die kleinste Spanplatten-Variante und rund 884€ für unsere Massivholz-Konfiguration in 180 x 80 ist der Core 3 kein Schnäppchen. Er ist aber eindeutig in einer anderen Liga unterwegs als die Budget-Konkurrenz und rechtfertigt den Aufpreis im Alltag.

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