Foursun Kompressor-Kühlbox von AliExpress im Check
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Lauwarme Getränke auf der langen Autofahrt oder eine Kühltasche, die nach ein paar Stunden schlappmacht: Das kennt fast jeder, der im Sommer unterwegs ist. Die Foursun Kompressor-Kühlbox will genau das lösen und bietet mit Kompressor-Kühlung, App-Steuerung und ECO-Modus erstaunlich aktuelle Technik zu einem Preis, der über AliExpress je nach Größe nur bei rund 90€ bis 150€ liegt.
Der wesentliche Unterschied zu einer einfachen Camping-Kühlbox liegt in der Technik. Günstige Boxen arbeiten meist mit einem Peltier-Element und schaffen nur etwa 15 bis 20 Grad unter Umgebungstemperatur, was an heißen Tagen schnell zu wenig ist. Ein Kompressor wie in der Foursun kühlt dagegen unabhängig von der Außentemperatur, ähnlich wie der Kühlschrank zu Hause, und erreicht echte -20°C.
Wir hatten die Foursun nicht selbst im Test. Dieser Artikel ordnet das Gerät anhand seiner technischen Daten und der typischen Eigenheiten dieser Geräteklasse ein, mit den Stärken ebenso wie den Schwächen.
Kompressor statt Peltier: der zentrale Unterschied
Weil ein Kompressor unabhängig von der Außentemperatur arbeitet, friert die Foursun auch bei sommerlicher Hitze zuverlässig. Der Temperaturbereich von +20°C bis -20°C deckt beide Anwendungen ab: einfacher Getränkekühler ebenso wie mobiles Gefrierfach für Fleisch, Eis oder Tiefkühlkost. Als Kältemittel kommt das gängige R600a zum Einsatz, gedämmt wird mit Polyurethanschaum. Hinzu kommt die Effizienz, denn ein Kompressor liefert in der Regel mehr Kälteleistung bei geringerem Stromverbrauch als ein dauerhaft laufendes Peltier-Element.
Stromverbrauch und Betrieb
Die Foursun arbeitet mit 45W, in der Spitze rund 60W. Am 12-Volt-Bordnetz sind das etwa 5 Ampere, also problemlos im Rahmen der üblichen 15-Ampere-Absicherung eines Zigarettenanzünders. Ihr könnt das Gerät im Auto also ohne Sorge dauerhaft mitlaufen lassen. Beim Tagesverbrauch solltet ihr je nach Temperatur, Außenwärme und Befüllung grob mit 0,3 bis 0,6kWh rechnen, im ECO-Modus nennt der Hersteller sogar nur etwa 0,18kWh. Für volle Leistung gibt es zusätzlich einen MAX-Modus.
Versorgt wird die Box wahlweise über 12V/24V im Auto oder Wohnmobil sowie über 230V an der Steckdose. Wer autark unterwegs ist, kann sie problemlos an eine Powerstation oder eine Solaranlage hängen. Diese Flexibilität ist der Kern des Konzepts: ein Gerät für Auto, Zuhause und Outdoor.
Größen, Aufbau und die Sache mit den zwei Zonen
Foursun bietet die Box in 21, 25, 35, 45 und 55 Litern an, das Gewicht reicht je nach Größe von rund 12 bis 16 Kilogramm. Für den Transport sorgen integrierte Rollen, ein Tragegriff und ein außen angesetzter Getränkehalter. Gut zu wissen: Erst ab der 45-Liter-Variante stehen klassische 1,5-Liter-PET-Flaschen aufrecht im Innenraum, bei kleineren Modellen müsst ihr sie flach legen.
Beim Thema „zwei Zonen” lohnt sich ein genauer Blick. Eine herausnehmbare Trennwand schafft zwar zwei Fächer, einstellen lässt sich laut Hersteller aber nur eine einzige Solltemperatur. Die zweite Zone bleibt lediglich passiv wärmer. Stellt ihr die Hauptzone etwa auf -18°C, liegt das kleinere Fach vermutlich nur leicht im Minusbereich. Eine echte Doppelzone mit zwei frei wählbaren Temperaturen ist das also nicht, für „kalt und tiefgekühlt gleichzeitig” reicht es aber wahrscheinlich.
App, Bedienung und Lautstärke
Die Foursun steuert ihr über ein Touch-Display mit LED-Anzeige, dazu kommen Kindersicherung und Innenbeleuchtung. Wichtig: Die Bluetooth-App-Steuerung über die Tuya Smart App gibt es erst ab dem 35-Liter-Modell, die 21- und 25-Liter-Varianten lassen sich nur direkt am Gerät bedienen. Zwingend nötig ist die App ohnehin nicht, praktisch ist sie vor allem, um die Temperatur aus der Ferne zu prüfen, etwa wenn die Box im Kofferraum steht. Positiv fällt zudem auf, dass Kompressoren dieser Bauart sehr leise arbeiten und kaum lauter sind als ein normaler Haushaltskühlschrank.
Für wen lohnt sich das?
Sinnvoll ist eine solche Box für alle, die unterwegs verlässliche Kühlung oder echtes Gefrieren brauchen: auf dem Roadtrip, beim Camping, im Wohnmobil oder als mobiles Zusatz-Gefrierfach. Wer dagegen nur gelegentlich ein paar Getränke kühlen will, kommt mit einer einfachen Kühlbox günstiger weg. Zu bedenken sind außerdem das Gewicht von 12 bis 16 Kilogramm und die Einschränkungen bei der zweiten Zone und der App.
Angeboten wird die Foursun über AliExpress mit Versand aus einem Lager in Polen, was eine schnelle Lieferung ohne Zollprobleme bedeutet. EU-Stecker mit Adapter und ein 12-Volt-Kabel liegen bei, das Gerät ist CE-zertifiziert. Bei rund 90€ bis 130€ liegt die Box deutlich unter vielen Marken-Modellen. Wer zusätzlich einen fest verbauten Akku für komplett netzunabhängigen Betrieb möchte, findet das etwa bei der EcoFlow Glacier (zum Test), die dafür allerdings ein Vielfaches kostet.
Würdet ihr euch von uns einen ausführlichen Test der Foursun Kompressor-Kühlbox wünschen? Schreibt es uns in die Kommentare.
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