Startseite » Gadgets » 3D-Drucker » Elegoo Centauri 2 (Combo) 3D-Drucker im Test
Zum Anfang

Elegoo Centauri 2 (Combo) 3D-Drucker im Test

Getestet von Holger Becker am
Vorteile
  • sehr gute Druckqualität mit den Werkseinstellungen
  • Einstieg ohne aufwendige Einrichtung
  • automatische Kalibrierung
  • offene Bauweise
Nachteile
  • unübersichtliche Modellbezeichnungen
  • TPU-Druck mit CANVAS nur eingeschränkt möglich
  • keine geschlossene Druckkammer
Elegoo Centauri 2
Springe zu:

Mit dem Elegoo Centauri 2 erweitert Elegoo seine inzwischen etwas unübersichtliche Centauri-Serie. Zwischen Centauri Carbon, Centauri Carbon 2 Combo, CANVAS, Centauri 2 und Centauri 2 Combo fällt die Orientierung nicht leicht. Tatsächlich ist das Konzept jedoch einfach: Der Centauri 2 basiert nahezu vollständig auf dem ursprünglichen Centauri Carbon, verzichtet aber auf die geschlossene Einhausung und richtet sich damit vor allem an Anwender, die überwiegend PLA oder PETG drucken. Nach unserem Eindruck kennzeichnet der Zusatz „Carbon“ die Modelle mit geschlossener Einhausung. Technisch unterscheiden sie sich ansonsten nur in wenigen Punkten von den offenen Centauri-Modellen.

Modell Bauweise Mehrfarbdruck Einhausung Geeignete Materialien Wichtigster Unterschied
Elegoo Centauri 2 CoreXY Nein Nein PLA, PETG, PLA-CF, TPU Günstigste Variante ohne CANVAS und ohne Gehäuse
Elegoo Centauri 2 Combo CoreXY Ja, über CANVAS Nein PLA, PETG, PLA-CF, TPU Centauri 2 mit CANVAS-System für bis zu vier Filamente
Elegoo Centauri Carbon CoreXY Nein Ja PLA, PETG, TPU, ABS, ASA, PA, PC Geschlossene Variante für technische Filamente
Elegoo Centauri Carbon 2 Combo CoreXY Ja, über CANVAS Ja PLA, PETG, TPU, ABS, ASA, PA, PC Carbon-Modell mit CANVAS-System und geschlossener Druckkammer
Elegoo CANVAS Zubehörsystem Ja Nein Abhängig vom angeschlossenen Drucker Filamentsystem für Mehrfarbdruck, RFID, Auto-Refill und Verwicklungs-Erkennung

Mechanik, Elektronik, Druckkopf, Software und Bedienung wurden nahezu unverändert übernommen. Auch die Combo-Version setzt weiterhin auf das bekannte CANVAS-System für den automatischen Mehrfarbendruck.

Elegoo Centauri 2

Centauri 2 und Centauri 2 Combo, eigentlich ein “Carbon” ohne Einhausung.

Da wir den Centauri Carbon bereits ausführlich getestet haben, interessierte uns vor allem, wie sich die offene Bauweise im Alltag auswirkt. Die Antwort fällt eindeutig aus: Aufbau und Bedienung sind identisch, die Druckqualität überzeugt bereits mit den Werkseinstellungen. Schon die ersten Drucke gelangen ohne Nachjustieren oder manuelle Eingriffe.

Bevor wir uns den Centauri 2 genauer ansehen, lohnt sich ein Blick auf unsere bisherigen Testberichte zur Centauri-Serie:

Hinweis: Getestet wurde der Elegoo Centauri 2 Combo. Da sich beide Modelle technisch nur durch das CANVAS-System unterscheiden, lassen sich sämtliche Testergebnisse zu Druckqualität, Bedienung, Software, Verarbeitung und Geschwindigkeit auch auf den Centauri 2 übertragen. Unterschiede bestehen lediglich beim Mehrfarbendruck und den CANVAS-Funktionen.

Im Test klären wir, welche Unterschiede zum Centauri Carbon tatsächlich bestehen und für welche Anwender sich die offene Bauweise eignet.

Zunächst die technischen Daten:

Merkmal Elegoo Centauri 2 Combo
Druckverfahren FDM
Bauweise CoreXY
Druckvolumen 256 × 256 × 256mm
Maximale Druckgeschwindigkeit 500mm/s
Empfohlene Druckgeschwindigkeit 250mm/s
Maximale Beschleunigung 20.000mm/s²
Schichthöhe lt. Hersteller 0,1 bis 0,4mm (empfohlen 0,2mm)
Düsentemperatur bis 350°C
Heizbett bis 110°C
Extruder Direktantrieb
Druckplatte Flexible, doppelseitige Federstahlplatte (PLA-/PEI-Beschichtung)
Display 5 Zoll Touchscreen
Netzwerk WiFi (2,4GHz)
Slicer Elegoo Slicer
Cloud Elegoo Matrix
Mehrfarbendruck CANVAS (nur Combo-Version)
Farben Bis zu 4 Filamente gleichzeitig
RFID-Filamenterkennung Ja
Unterstützte Materialien PLA, PETG, TPU und PLA-CF
Nicht empfohlen ABS, ABS-CF, ASA, ASA-CF, PET, PET-CF, PETG-CF, PA, PA-CF und PC
UVP 299€ (Centauri 2), 349€ (Centauri 2 Combo)

Einordnung

Ein Blick auf das Datenblatt zeigt, dass der Centauri 2 technisch weitgehend dem Centauri Carbon entspricht. CoreXY-Kinematik, Direktantrieb, automatische Kalibrierung, Vibrationskompensation und Druckflusskalibrierung wurden übernommen. Dadurch unterscheidet sich die theoretische Druckleistung kaum vom größeren Schwestermodell.

Der entscheidende Unterschied liegt nicht im Druckwerk, sondern in der Bauweise. Ohne geschlossene Druckkammer richtet sich der Centauri 2 in erster Linie an Anwender, die überwiegend PLA, PETG oder TPU verarbeiten. Für diese Materialien bringt die Einhausung im Alltag nur geringe Vorteile.

Elegoo verfolgt damit einen anderen Ansatz als beim Centauri Carbon. Statt einen technisch abgespeckten Drucker zu entwickeln, bleibt die bewährte Plattform erhalten. Gespart wurde an Komponenten, die viele Hobbyanwender ohnehin selten benötigen. Das macht den Centauri 2 zu einer interessanten Alternative für alle, die moderne CoreXY-Technik zu einem möglichst attraktiven Preis suchen.

Lieferung und Umfang

Wie bereits beim Centauri Carbon liefert Elegoo den Centauri 2 weitgehend vormontiert aus. Nach dem Auspacken müssen lediglich die Transportsicherungen entfernt und der Filamenthalter, das CANVAS sowie das Display montiert werden.

Außerdem sind einige wenige Schutzfolien und drei Sicherungsschrauben zu entfernen. Bereits nach wenigen Minuten ist der Drucker einsatzbereit.

Wer den Centauri Carbon bereits kennt, erlebt hier keine Überraschungen. Verpackung, Zubehör und Montage unterscheiden sich kaum. Das erleichtert nicht nur den Einstieg, sondern zeigt auch, dass Elegoo auf eine bewährte Plattform setzt.

Kritik gibt es weiterhin an der Kabelführung des Druckkopfs. Die Leitungen verlaufen sehr eng und der Steckverbinder wirkt bereits ab Werk gequetscht. Dieses Detail kannten wir bereits vom Centauri Carbon. Eine sichtbare Überarbeitung hat Elegoo beim Centauri 2 nicht vorgenommen. Zwar traten im Test keine Funktionsstörungen auf, dennoch wirkt diese Lösung unnötig improvisiert und passt nicht zum ansonsten soliden Gesamteindruck des Druckers.

Zum Lieferumfang gehören neben dem Drucker unter anderem:

  • flexible Federstahl-Druckplatte
  • Netzkabel
  • Werkzeug für Wartungsarbeiten
  • Ersatzteile für den Druckkopf
  • Filamenthalter
  • CANVAS
  • CANVAS-Halterung
  • PTFE-Schläuche
  • PTFE-Adapter
  • USB-Stick mit Software, Druckprofilen und Dokumentation
  • Materialprobe für den ersten Druck
  • Kurzanleitungen

Elegoo Centauri 2, Zubehör und Kleinteile

Bei der Combo-Version kommt zusätzlich das CANVAS-System mit vier Filamentaufnahmen, PTFE-Schläuchen und sämtlichen Verbindungskomponenten hinzu.

Positiv fiel im Test erneut die unkomplizierte Inbetriebnahme auf. Nach dem ersten Einschalten startet der Drucker die automatische Kalibrierung. Anschließend konnte ohne weitere Einstellungen unmittelbar mit dem ersten Druck begonnen werden.

Elegoo hat den Einrichtungsprozess offensichtlich auf eine möglichst einfache Inbetriebnahme ausgelegt. Gerade Einsteiger profitieren davon erheblich, da typische Fehlerquellen wie eine fehlerhafte Bettnivellierung oder ein falsch eingestellter Düsenabstand praktisch entfallen.

Design und Verarbeitung

Wer den Centauri Carbon kennt, wird sich auch beim Centauri 2 sofort zurechtfinden. Druckkopf, CoreXY-Kinematik, Druckbett und Bedienkonzept wurden nahezu unverändert übernommen. Der auffälligste Unterschied ist die fehlende Einhausung. Seitenwände, Fronttür und Deckel entfallen vollständig.

Elegoo Centauri 2 Combo

Dadurch sind sämtliche Komponenten frei zugänglich. Wartungsarbeiten wie der Düsenwechsel, die Reinigung der Druckplatte oder Arbeiten am Druckkopf lassen sich ohne das Entfernen von Gehäuseteilen durchführen. Gleichzeitig fehlt die Schall- und Wärmedämmung einer geschlossenen Bauweise.

Der Aluminiumrahmen bildet weiterhin die Grundlage der CoreXY-Kinematik. Auch Linearschienen, Riemenantrieb und Druckkopf unterscheiden sich äußerlich kaum.

Der Druckkopf übernimmt ebenfalls die bekannten Funktionen. Die magnetisch befestigte Frontabdeckung ermöglicht einen schnellen Zugang zu Hotend und Lüftern. Ebenso bleiben der Düsenabstreifer und der halbautomatische Riemenspanner erhalten.

Die Verarbeitung hinterlässt insgesamt einen ordentlichen Eindruck. Spaltmaße und Passgenauigkeit geben keinen Anlass zur Kritik. Trotz des niedrigeren Verkaufspreises konnten wir keine offensichtlichen Einsparungen an der eigentlichen Mechanik feststellen. Die Unterschiede zum Centauri Carbon beschränken sich im Wesentlichen auf die entfallene Einhausung.

Diese Bauweise bringt allerdings auch Einschränkungen mit sich. Lüftergeräusche sind deutlicher wahrnehmbar und für Materialien wie ABS, ASA oder Polycarbonat fehlen die thermischen Vorteile einer geschlossenen Druckkammer. Für PLA und PETG spielt dies in der Praxis meist eine untergeordnete Rolle.

Insgesamt unterscheidet sich der Centauri 2 äußerlich deutlich vom Centauri Carbon, technisch dagegen nur in wenigen Punkten. Wer bereits mit dem Carbon gearbeitet hat, findet nahezu dieselbe Konstruktion in einer offenen Ausführung vor.

Einrichtung und Inbetriebnahme

Der Centauri 2 richtet sich eindeutig an Anwender, die möglichst schnell mit dem Drucken beginnen möchten. Bereits wenige Minuten nach dem Auspacken war unser Testgerät betriebsbereit.

Nach dem Einschalten führt der Drucker zunächst mehrere Selbsttests durch. Anschließend startet automatisch die vollständige Kalibrierung. Dabei vermisst der Drucker das Druckbett, bestimmt den Z-Offset und überprüft verschiedene Systemparameter. Manuelle Eingriffe waren in unserem Test nicht erforderlich.

Elegoo Centauri 2 Ersteinrichtung

Dieser unkomplizierte Ablauf entspricht exakt dem Verhalten des Centauri Carbon. Wer bereits Erfahrung mit diesem Modell gesammelt hat, wird keinerlei Unterschiede feststellen.

Besonders positiv fiel auf, dass der erste Druck unmittelbar überzeugte. Bereits die erste Schicht wurde sauber und gleichmäßig aufgetragen. Weder der Z-Offset noch andere Parameter mussten nachträglich angepasst werden. Genau so stellen wir uns einen modernen Plug-and-Play-Drucker vor.

Im weiteren Test bestätigte sich dieser Eindruck. Die automatische Kalibrierung arbeitete zuverlässig und reproduzierbar. Der Drucker vermittelte jederzeit den Eindruck, dass sämtliche Komponenten bereits ab Werk sauber aufeinander abgestimmt wurden.

Laut Hersteller überwachen zahlreiche Sensoren den Druckprozess und erkennen unter anderem Filamentende, Temperaturabweichungen oder Materialprobleme frühzeitig. Diese Funktionen liefen während unseres Tests unauffällig im Hintergrund und erforderten keine Eingriffe. Herstellerangaben zu einzelnen Sensorfunktionen konnten wir allerdings nicht vollständig überprüfen.

Vergleich Centauri Carbon 2 mit Centauri 2

Vergleich Centauri Carbon 2 mit Centauri 2

Wer von einem älteren FDM-Drucker umsteigt, wird den Unterschied deutlich bemerken. Während früher häufig zunächst Schrauben nachgezogen, Achsen eingestellt oder das Druckbett mehrfach nivelliert werden musste, übernimmt der Centauri 2 diese Arbeiten weitgehend selbstständig.

Software und Bedienung

Auch bei der Software gibt es kaum Unterschiede zum Centauri Carbon. Elegoo setzt weiterhin auf den eigenen ElegooSlicer, der auf OrcaSlicer basiert und bereits passende Druckprofile für sämtliche unterstützten Materialien mitbringt.

Modelle werden im Slicer vorbereitet und anschließend direkt per WLAN an den Drucker übertragen. Alternativ steht weiterhin der klassische USB-Stick zur Verfügung. Beide Wege funktionierten im Test problemlos.

Die Bedienung erfolgt über einen 5 Zoll großen Touchscreen. Die Benutzeroberfläche ist übersichtlich aufgebaut und reagierte im Test ohne nennenswerte Verzögerungen auf Eingaben. Die Menüs sind logisch strukturiert, sodass die wichtigsten Funktionen schnell erreichbar sind.

Display des Centauri 2

Anwender, die den Centauri Carbon bereits kennen, werden sich sofort zurechtfinden. Menüstruktur, Symbole und Bedienabläufe wurden nahezu unverändert übernommen. Unterschiede konnten wir im Test praktisch nicht feststellen.

Über das integrierte WLAN lässt sich der Drucker mit der Elegoo Matrix verbinden. Darüber können Druckaufträge übertragen, der Druckfortschritt überwacht und Statusinformationen abgerufen werden. Die grundlegenden Funktionen standen während unseres Tests zuverlässig zur Verfügung.

Insgesamt unterscheidet sich die Software kaum vom Centauri Carbon. Elegoo setzt weiterhin auf die bereits bekannte Plattform und verzichtet auf größere Änderungen. Dadurch präsentiert sich der Funktionsumfang vertraut und es ist keine erneute Einarbeitung erforderlich.

CANVAS, Mehrfarbendruck zum kleinen Aufpreis

Der größte Unterschied zwischen dem Centauri 2 und dem Centauri 2 Combo ist das CANVAS-System. Während der Centauri 2 ausschließlich einfarbig druckt, ermöglicht die Combo-Version den automatischen Druck mit bis zu vier Filamenten.

Technisch arbeitet CANVAS mit vier separaten Filamentzuführungen. Benötigt ein Druckmodell einen Farbwechsel, zieht das System das aktuell verwendete Filament zurück und führt automatisch das nächste Material zum Extruder. Der gesamte Vorgang erfolgt ohne Eingriff des Anwenders.

Elegoo Centauri 2

Darüber hinaus unterstützt CANVAS laut Hersteller die automatische Erkennung kompatibler RFID-Filamente sowie eine Auto-Refill-Funktion. Sind zwei identische Filamentrollen eingelegt, kann das System nach dem Leerlaufen einer Rolle automatisch auf die zweite wechseln. Diese Funktionen konnten wir im Rahmen unseres Tests nicht vollständig überprüfen und beruhen auf Herstellerangaben.

Elegoo Centauri 2

Im praktischen Einsatz funktionierte der automatische Filamentwechsel zuverlässig. Die Integration in die Benutzeroberfläche ist gelungen, sodass sich Mehrfarbdrucke ohne zusätzlichen Konfigurationsaufwand vorbereiten lassen.

Eine Einschränkung gibt es allerdings bei flexiblen Filamenten. TPU lässt sich nicht direkt über CANVAS verarbeiten. Hier muss das System deaktiviert und ein entsprechender Adapter verwendet werden. Wer regelmäßig zwischen TPU und anderen Materialien wechselt, sollte diesen zusätzlichen Arbeitsschritt berücksichtigen.

Druckqualität

Da Mechanik, Druckkopf und Kalibrierung weitgehend dem Centauri Carbon entsprechen, waren bei der Druckqualität keine größeren Unterschiede zu erwarten. Dieser Eindruck bestätigte sich im Test.

Bereits nach der automatischen Kalibrierung gelangen die ersten Drucke ohne Nacharbeiten. Die erste Schicht wurde sauber aufgetragen und die Drucke überzeugten mit gleichmäßigen Oberflächen, sauberen Kanten und einer guten Detaildarstellung. Stringing trat nur in geringem Umfang auf.

Auch die werkseitigen Druckprofile lieferten mit PLA gute Ergebnisse, sodass während des Tests keine Anpassungen erforderlich waren. Insgesamt zeigt der Centauri 2 eine solide Druckqualität direkt nach der Inbetriebnahme.

Überlauf bei mehrfarbigem Druck

Ein selbst verschuldeter Überlauf des Purge-Abfalls sorgte über Nacht für eine unangenehme Überraschung.

Durch den Überlauf unterbrach der Drucker den Druckvorgang. Nachdem wir den Reinigungs-Pool am nächsten Morgen gesäubert hatten, konnten wir den Druck über die Fortsetzungsfunktion wieder aufnehmen. Der Druck wurde anschließend ohne sichtbaren Versatz oder andere Qualitätsmängel fertiggestellt.

Ein Nachteil des Mehrfarbdrucks ist die Menge an Purge-Material. Bei jedem Farbwechsel muss die Düse gespült werden, wodurch Filamentabfall entsteht. Gerade bei Modellen mit vielen Farbwechseln summiert sich diese Materialmenge schnell.

Druckgeschwindigkeit

Mit einer maximalen Druckgeschwindigkeit von 500mm/s und einer Beschleunigung von bis zu 20.000mm/s² entspricht der Centauri 2 technisch dem Centauri Carbon.

Im Test arbeitete der Drucker auch bei höheren Geschwindigkeiten unauffällig. Die CoreXY-Kinematik sorgt für ruhige Bewegungsabläufe und die Druckqualität blieb auch bei zügigen Druckgeschwindigkeiten auf einem guten Niveau. Wie bei allen FDM-Druckern hängt die tatsächlich erreichbare Geschwindigkeit jedoch vom Modell, Material und den gewählten Druckeinstellungen ab.

Lautstärke & Stromverbrauch

Aufgrund der fehlenden Einhausung ist der Centauri 2 etwas lauter als der Centauri Carbon. Insbesondere die Lüfter sind während des Drucks deutlicher wahrnehmbar, da Seitenwände und Fronttür zur Schalldämmung entfallen.

Die Bewegungsabläufe der CoreXY-Kinematik verliefen im Test ruhig und ohne auffällige Vibrationen oder Resonanzen. Mechanische Auffälligkeiten konnten wir nicht feststellen.

Da Heizbett, Hotend und Elektronik weitgehend dem Centauri Carbon entsprechen, sind beim Stromverbrauch keine größeren Unterschiede zu erwarten.

Für wen eignet sich der Centauri 2?

Der Centauri 2 eignet sich vor allem für Anwender, die überwiegend Standardfilamente wie PLA oder PETG verarbeiten und einen modernen CoreXY-Drucker mit automatischer Kalibrierung suchen. Auch Einsteiger profitieren von der unkomplizierten Inbetriebnahme und den bereits gut abgestimmten Druckprofilen.

Für wen eignet er sich weniger?

Weniger geeignet ist der Centauri 2 für Anwender, die regelmäßig technische Filamente wie ABS, ASA, PA oder PC drucken. Diese Materialien profitieren von einer geschlossenen Druckkammer, auf die der Centauri 2 bewusst verzichtet. Für diesen Einsatzbereich ist der Centauri Carbon die passendere Wahl.

Testergebnis

Getestet von
Holger Becker

Mit dem Centauri 2 erweitert Elegoo die bestehende Centauri-Serie um eine offene Variante des bereits bekannten Centauri Carbon. Technisch unterscheiden sich beide Modelle nur in wenigen Punkten. Mechanik, Druckkopf, Software und Bedienung wurden weitgehend übernommen, während die geschlossene Einhausung entfällt.

Im Test zeigte sich der Centauri 2 als unkomplizierter FDM-Drucker. Die Inbetriebnahme gelang ohne Schwierigkeiten, die automatische Kalibrierung arbeitete zuverlässig und bereits die ersten Drucke lieferten gute Ergebnisse. Wer bereits einen Centauri Carbon kennt, wird im täglichen Umgang kaum Unterschiede feststellen.

Kritisch sehen wir vor allem die Modellbezeichnungen. Zwischen Centauri Carbon, Centauri Carbon 2 Combo, CANVAS, Centauri 2 und Centauri 2 Combo fällt die Abgrenzung unnötig schwer. Hinzu kommt, dass die Kabelführung am Druckkopf gegenüber dem Carbon-Modell unverändert geblieben ist und weiterhin Verbesserungspotenzial bietet.

Die offene Bauweise schränkt den Einsatz temperaturkritischer Filamente wie ABS oder ASA ein, erleichtert gleichzeitig aber den Zugang zu den Komponenten bei Wartungsarbeiten. Für Anwender, die überwiegend PLA oder PETG drucken, dürfte dieser Unterschied im Alltag nur eine untergeordnete Rolle spielen.

Käufer, die einen automatischen Mehrfarbendruck nutzen möchten, finden in der Combo-Version die entsprechende Ausstattung bereits ab Werk.

Preisvergleich

Unsere Empfehlung
299 €*

Zum Shop
Unsere Empfehlung
Nur 299 €* Zum Shop
Unsere Empfehlung
349 €*

Zum Shop
Unsere Empfehlung
Nur 349 €* Zum Shop

Liebe Leserinnen und Leser von Smartzone, wenn Du Dich entscheidest, weiter zu stöbern und vielleicht sogar einem Link in unserem Preisvergleich oder im Text zu folgen, kann es sein, dass Smartzone eine kleine Provision vom jeweiligen Anbieter erhält. Aber keine Sorge, unsere Auswahl an und Meinung zu Produkten ist frei von finanziellen Verlockungen. Wir sind so konzentriert wie ein Shaolin-Meister im Zen-Modus! Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen. Das bedeutet, dass wir für deinen Einkauf eine Provision von Amazon erhalten, sich der Preis für dich aber nicht ändert. - Preise zuletzt aktualisiert am

Newsletter bestellen

Hol Dir die neuesten Infos zu Chinahandys und Gadgets direkt ins Postfach!

Tests und News direkt auf dein Smartphone.
Alle News Updates über Telegram.

Kommentare

Abonnieren
Kommentar Updates
guest
0 Kommentare
neuste
älteste beste Bewertung
Inline Feedbacks
Zeige alle Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser von Smartzone, wenn Du Dich entscheidest, weiter zu stöbern und vielleicht sogar einem Link in unserem Preisvergleich oder im Text zu folgen, kann es sein, dass Smartzone eine kleine Provision vom jeweiligen Anbieter erhält. Aber keine Sorge, unsere Auswahl an und Meinung zu Produkten ist frei von finanziellen Verlockungen. Wir sind so konzentriert wie ein Shaolin-Meister im Zen-Modus! Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen. Das bedeutet, dass wir für deinen Einkauf eine Provision von Amazon erhalten, sich der Preis für dich aber nicht ändert.

Smartzone App
Lade jetzt deine Smartzone App