Counterpoint Research: PC-Verkäufe haben im ersten Quartal 2026 zugelegt
Die Verkaufszahlen von Computern haben im ersten Quartal 2026 im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum um 3,2% zugenommen. Das berichtet Counterpoint Research. Der Grund für die gestiegenen Verkaufszahlen war den Marktforschern von Counterpoint zufolge vor allem, dass viele Kunden vorbeugend neue Hardware kauften, bevor die hohen Preise von Speicherchips allzu stark auf die Endpreise im Handel durchschlagen.
Verkaufszahlen von Computern sind in Q1 2026 um 3,2% gestiegen
Ein weiterer Grund für den Anstieg des Absatzes war laut Counterpoint das Support-Ende von Windows 10. Insgesamt wurden in den ersten drei Monaten des Jahres 63,2 Millionen PCs verkauft, während es im ersten Quartal des Vorjahres 61,4 Millionen Einheiten waren.
Lenovo war mit einem Marktanteil von 26%, einem Wachstum von 9% und 16,5 Millionen Einheiten marktführend. HP folgte auf dem zweiten Platz mit leichten Verlusten von 5%. Drittplatziert war Dell mit einem Wachstum von 8%.
Apple konnte mit einem starken Wachstum von 11% überzeugen und 6,7 Millionen PCs verkaufen. Grund für den starken Wert war laut Counterpoint Research der sehr gute Start des neuen Apple MacBook Neo (zum Test). Auf dem fünften Platz folgte Asus mit dem größten Wachstum: 4,8 Millionen Einheiten entsprechen einem Plus von 20%. Dem Bericht von Counterpoint zufolge teilten sich diese fünf Hersteller rund 80% des Marktes. Kleine Hersteller hatten demzufolge mit stagnierenden oder sinkenden Volumina zu kämpfen.
(…) Die Preise für PC-Speicher haben sich im ersten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorquartal fast verdoppelt (…). Die aggressive Ausweitung der Investitionen in die KI-Infrastruktur treibt die Gesamtkosten für Komponenten in die Höhe (…). Letztendlich wird erwartet, dass der anhaltende Kostendruck und der daraus resultierende Anstieg der Verkaufspreise das Wachstum des PC-Marktes im Jahr 2026 erheblich beeinträchtigen werden.
Minsoo Kang, Counterpoint Research (Übersetzung durch uns)
Counterpoint warnt in seinem Bericht, sich nicht vom Wachstum des Marktes im ersten Quartal blenden zu lassen.
Die PC-Nachfrage im ersten Quartal 2026 profitierte von kurzfristigen positiven Impulsen, insbesondere von Vorabkäufen im Vorfeld speicherbedingter Preissteigerungen und dem laufenden Windows-10-Erneuerungszyklus. Diese Faktoren führen jedoch eher zu einer Vorverlagerung der Nachfrage, als dass sie auf ein nachhaltiges Wachstum hindeuten. (…)
David Naranjo, Counterpoint Research (Übersetzung durch uns)
Für das kommende Jahr wagen die Analysten einen vorsichtig optimistischen Ausblick.
Unsere Einschätzung
Aufgrund des Upgrade-Zyklus von Windows 10 und Vorabkäufen in Erwartung steigender Preise konnte der PC-Markt im ersten Quartal 2026 wachsen. Das steht in Kontrast zu den Verkaufszahlen von Smartphones, die zwischen Januar und März um 6% gesunken sind.
Der Einschätzung von Counterpoint, dass die kommenden Quartale auch für PCs schwierig werden, schließen wir uns allerdings an. Einige Hersteller haben schon Preise erhöht, den Speicher verkleinert oder andere Maßnahmen getroffen.
Wir behalten auch das weiterhin im Auge. Schreibt uns außerdem gerne eure Meinung zu dem Thema in den Kommentaren!
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