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Mit der Cuktech 30 Ultra 300W 5-in-1 Desktop Charging Station veröffentlicht der Ladeexperte Cuktech sein erstes Desktop-Modell auf dem globalen Markt. Mit satten 300W Gesamtleistung, 5 Ports, darunter PD3.1 mit 140W und sogar einem DC-Ausgang mit 300W, einem detaillierten Display mit Leistungswerten und einer umfangreichen Ausstattung greift Cuktech direkt die Marktführer Anker und Ugreen an. Ob dies gelingt, zeigt dieser ausführliche Testbericht.
Lieferumfang des Cuktech 30 Ultra Desktop Chargers
Der Lieferumfang des Desktop-Laders ist herausragend und lässt keine Wünsche offen. Neben der Ladeeinheit selbst liegt eine magnetische Basis bei, auf der ihr die Einheit positionieren könnt. Dank gummierter Füße steht das Ladegerät stabil und rutschfest auf dem Schreibtisch. Bei den Kabeln gibt es ein 240W 6A Kabel (1,5m), ein geerdetes, dreipoliges Stromkabel (1,5m) und ein DC-Kabel (0,8m).
Für das DC-Kabel liegen 9 Adapter in einer zusätzlichen Zubehörbox bereit, damit ihr den Anschluss für Laptops verschiedener Hersteller nutzen könnt. Zu guter Letzt dürfen zwei Anleitungen nicht fehlen. Hier seht ihr alle Adapter für die verschiedenen Hersteller:
Design und Verarbeitung
Der Cuktech 30 Ultra Desktop Charger besteht fast ausschließlich aus Kunststoff. Während der vordere Teil des Ladegeräts aus mattem, silbernem Kunststoff gefertigt ist, ist der hintere Teil schwarz und geriffelt. Das Design ist gelungen. Die Verarbeitung genügt höchsten Ansprüchen, vor allem das Zusammenspiel aus Ladeeinheit und magnetischer Basis überzeugt. Das 1,83 Zoll große Farb-LCD-Panel fügt sich nahtlos ein und besticht durch eine sehr gute Ablesbarkeit.
Die Abmessungen der Ladeeinheit betragen 86 x 108 x 43 Millimeter. Auf der Basis wächst die Höhe von 43 auf 63 Millimeter an. Das Gewicht liegt bei 636 beziehungsweise 895 Gramm.
Display und Funktionen
- Gesamtleistung
- einzelne Leistung der Ports
- Leistung in Volt / Ampere
- Temperatur
Wie es sich für ein Premium-Ladegerät gehört, ist das Display des Cuktech 30 Ultra Desktop Chargers sehr detailliert und zeigt viele Leistungswerte an. Standardmäßig seht ihr die Gesamtleistung in Watt (Bild 1). Auf dem Ladegerät befinden sich zwei Tasten. Über die rechte schaltet ihr durch die Display-Anzeigen. Auf der zweiten Seite werden die einzelnen Ports mit ihrer Leistung in Watt, mit der Gesamtleistung und einer Leistungskurve aufgelistet (Bild 2). Auf der dritten Seite bleibt ihr bei den Ports, bekommt jedoch auch die Spannung und Stromstärke der einzelnen Anschlüsse sowie das genutzte Protokoll angezeigt (Bild 3). Die vierte und letzte Anzeige gibt einen ungefähren Aufschluss über die Temperaturentwicklung, jedoch ohne genaue °C-Werte zu nennen. Das Ladegerät speichert immer genau die Seite, die ihr zuletzt aufgerufen habt. Möchtet ihr also stets alle Ports im Blick behalten, müsst ihr nicht jedes Mal durch die Seiten wechseln, wenn ihr das Ladegerät aktiv nutzt.
Haltet ihr die rechte Taste gedrückt, öffnet ihr die Einstellungen des Ladegeräts. Hier konfiguriert ihr, mit wie viel Watt der DC-Port betrieben werden soll (100W, 140W, 180W, 240W und 300W). Außerdem stellt ihr hier die Anzeigedauer des Displays ein. Je nach Bedarf wählt ihr zwischen 5 Minuten, 10 Minuten, 30 Minuten oder einer dauerhaften Anzeige.
Über die linke Taste aktiviert oder deaktiviert ihr den DC-Port. Bedenkt: Ist der DC-Port aktiviert, reserviert das Ladegerät diese Leistung unabhängig davon, ob ihr den Port nutzt oder nicht. Wir empfehlen, ihn standardmäßig deaktiviert zu lassen, wenn nicht benötigt.
Leistungswerte des Cuktech 30 Ultra Desktop Chargers
Die Gesamtleistung des Ladegeräts beläuft sich auf 300W. Diese erreicht ihr allein über den DC-Ausgang oder in der Summe der USB-Ports. C1 und C2 liefern jeweils 140W, C3 bietet 33W und A1 erreicht 22,5W.
- DC: 20V/15A
- USB-C1: 5V/3A, 9V/3A, 11V/6A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A, 20V/6A, 28V/5A
- USB-C2: 5V/3A, 9V/3A, 11V/6A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A, 20V/6A, 28V/5A
- USB-C3: 5V/3A, 9V/3A, 11V/3A, 12V/2,5A, 15V/2A
- USB-A1: 5V/3A, 9V/2A, 10V/2,25A, 12V/1,5A
- C1/C2 (140W Port) Ladeprotokolle
- C1/C2 (140W Port) PPS-Range
- C3 Port Ladeprotokolle
- C3 Port PPS-Range
- A1 Port Ladeprotokolle
Leistungsverteilung und PPS-Range
Möchtet ihr mehrere Geräte parallel an das Ladegerät anschließen, verteilt sich die Leistung nach folgendem Schema:
- C1 + C2 = 140W + 140W
- C1 + C2 + C3 = 140W + 100W + 33W
- C1 + C2 + C3 + A1 = 140W + 100W + 33W + 20W
Aktiviert ihr den DC-Port beispielsweise mit 140W, stehen den USB-Ports insgesamt nur noch 140W zur Verfügung. Deaktiviert den Anschluss daher bei Nichtnutzung.
Beim Ein- und Ausstecken der Kabel unterbricht das Ladegerät die Stromzufuhr der anderen Ports nicht. Die einzige Ausnahme bilden C1 mit 140W und C2 mit 140W. Nutzt ihr hier zusätzlich C3, wird C2 kurzzeitig getrennt, um von 28V auf 20V herunterzuschalten. C1 bleibt unberührt und liefert konstant 140W.
Die PPS-Range der Ports ist fest vorgegeben:
- C1 und C2: 5V-20V bei 6A
- C3: 5V-11V bei 3A
Mit bis zu 20V und 6A bietet das Ladegerät eine fast perfekte PPS-Range. Bis auf die Modelle des Google Pixel 9 Pro XL erzielen in der Theorie die meisten Smartphones hier ihre volle Leistung.
Unterstützt werden die folgenden Ladeprotokolle:
- C1: PD3.1, HyperCharge (120W), QC3.0, DCP, Apple 2,4A
- C2: PD3.1, HyperCharge (120W), QC3.0, DCP, Apple 2,4A
- C3: PD3.0, UFCS (44W), QC3.0, DCP, Apple 2,4A
- A1: QC3.0, SCP, FCP, AFC, DCP, Apple 2,4A
Ladekompatibilität des Cuktech 30 Ultra Desktop Chargers
Die maximale Leistung pro Port beträgt laut Hersteller 140W, was jedoch nicht automatisch bedeutet, dass jedes angeschlossene Gerät diese Ladeleistung abruft. Hier definieren die Ladestandards die tatsächliche Leistung.
- Dank der bis zu 140W nach dem Power-Delivery-Standard lädt das Gerät kompatible Notebooks wie zum Beispiel das MacBook Pro 16 Zoll mit voller Leistung. Dies gilt ebenso für iPhones und iPads.
- Mit einer PPS-Range von bis zu 20V und 5A ist das Ladegerät zudem in der Lage, die meisten PPS-kompatiblen Smartphones mit einer Leistung von bis zu 100W aufzuladen. Das wären unter anderem die Modelle von Nothing, Motorola oder Honor.
- Dank HyperCharge mit bis zu 120W laden Smartphones von Xiaomi, Poco oder Redmi mit ihrer vollen Leistung.
- Samsung-Geräte laden innerhalb der PPS-Spanne bis 11V und 5A (S25 Ultra und älter) oder 20V/3A (S26 Ultra), weshalb diese ihre volle Ladeleistung von 45W beziehungsweise 60W abrufen.
- Neuere Smartphones von Oppo, OnePlus oder Realme schaffen dank dieser Spanne ebenfalls 45W.
- Abstriche gibt es bei Smartphones, die eine PPS-Spanne von bis zu 21V erfordern. So laden Geräte wie das Google Pixel 9/10 Pro XL nur mit etwa 27W.
Interessant für Import-Fans: UFCS wird vor allem auf dem asiatischen Markt verwendet und gilt dort als universeller Standard sowie PPS-Alternative. Während die globalen Smartphones von Oppo, OnePlus, Realme, Huawei und Co. in der Regel kein UFCS unterstützen und stattdessen auf PPS setzen, sieht es bei den Import-Modellen gegenteilig aus. In der Realität führt dies bei diesen Modellen zu Ladeleistungen im Bereich von 30W bis 35W.
Leistungsfähigkeit und Temperaturverhalten
300W Gesamtleistung sind enorm, doch wie lange kann der Cuktech 30 Ultra Desktop Charger diese ausgeben? Um zu ermitteln, ob und wie lange das Ladegerät seine maximale Leistung von 300W ausgeben kann, haben wir zwei große Powerstationen angeschlossen, die in dieser Konfiguration die Ports des Laders über eine lange Zeit nahezu ausreizen können. Zudem haben wir in einem realistischeren Praxistest ein MacBook Pro 16 Zoll ab 5% sowie eine Anker Prime 300W Powerbank von komplett leer bis voll parallel mit 140W aufgeladen.
Nach genau 80 Minuten hat sich das Ladegerät bei 21°C Raumtemperatur von 140W + 140W auf 140W + 65W heruntergedrosselt.
Die Temperaturwerte liegen bei dieser extremen Dauerlast bei bis zu 63°C am äußeren Gehäuse und 81°C an den offenen Ports. Das sind mehr als vertretbare und für das Ladegerät noch völlig unproblematische Temperaturen. In diesem Zustand liefert das Ladegerät weiterhin kontinuierlich und problemlos 200W.
In unserem Praxistest mit MacBook Pro und Anker Prime Powerbank konnten wir keine Drosselung des Ladegeräts ausmachen. Sowohl das MacBook als auch die Anker Powerbank fingen nach 25 beziehungsweise 40 Minuten an, sich selbst auf jeweils unter 100W zu drosseln.
Zusammenfassend eignet sich der Cuktech 30 Ultra Desktop Charger für 99% der alltäglichen Aufgaben perfekt. Auch wenn die 300W nicht dauerhaft zur Verfügung stehen, stellt das Ladegerät diese Leistung über einen langen Zeitraum von bis zu 80 Minuten bereit. In dieser Zeitspanne ist ohnehin fast jedes Gerät, mit Ausnahme großer Powerstationen, vollständig aufgeladen. Wer aber wirklich 300W und mehr benötigt, muss zum Ugreen 500W Koloss (zum Test) greifen.
Testergebnis
Der Cuktech 30 Ultra 300W Desktop Charger ist ein fantastisches All-in-One-Gesamtpaket für den Schreibtisch! Mit satten 300W Gesamtleistung, die zudem sehr lange zur Verfügung stehen, wird er höchsten Ansprüchen gerecht. Mit bis zu 140W nach dem Power-Delivery-Standard pro Port sowie einem in seiner Klasse einzigartigen DC-Ausgang mit bis zu 300W lädt er alles auf, was ihr anschließt. Zudem ist der Lieferumfang erstklassig. Mehrere Kabel, viele Adapter und sogar eine magnetische Basis sind dabei. Auch bei den Funktionen müsst ihr kaum Abstriche machen. Das Display ist klar, farbenfroh, hell und detailliert. Die Ladeleistung für Smartphones ist dank der hohen PPS-Range und der Unterstützung für Protokolle wie HyperCharge (120W) ebenso fantastisch. Schwächen gibt es höchstens im Detail: Wir vermissen eine Anbindung an eine App, um das volle Potenzial des Ladegeräts auszuschöpfen. Somit bleibt nur der sehr hohe Preis von 159€, der uns etwas schlucken lässt. Seid ihr jedoch bereit, diesen Preis zu investieren, erhaltet ihr im Gesamtpaket eines der aktuell besten Desktop-Ladegeräte auf dem Markt.
Alternativ: Der Anker Prime 250W Desktop-Lader (direkt zu Amazon) bietet weniger Leistung, die das Gerät zudem nicht so lange konstant ausgeben kann. Auch auf den DC-Ausgang müsst ihr verzichten. Jedoch liegt hier eine umfangreiche App-Anbindung vor, wodurch das Ladegerät seine großen Stärken ausspielt. Über die App lassen sich die Ports nämlich frei konfigurieren, von der Leistung bis hin zu den Protokollen. Das hätten wir beim Cuktech auch gerne gesehen. Dann wäre er nahezu perfekt.
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