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Siri AI: Sprachassistent kommt vorerst nicht in die EU

Apple hat am 8. Juni auf der Worldwide Developers Conference (WWDC) ein KI-Update für den Assistenten Siri angekündigt. Der KI-Assistent soll auf Apple Intelligence basieren, das wiederum auf Gemini-Modellen von Google basiert. Apple verspricht aber natürlich einen besonders guten Datenschutz.

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Die neuen Modelle schaffen es mit iOS 27 nach Europa, aber das Siri AI-Update wird vorerst nicht in der Europäischen Union ausgerollt. Apple zeigte sich darüber enttäuscht; warf der EU sogar vor, nicht konstruktiv auf Lösungen hinzuarbeiten.

Siri AI kommt (vorerst) nicht nach Europa: Apple beschuldigt die EU

Apple zufolge streitet man sich mit der Europäischen Union über die Auslegung des Digital Markets Act, über den wir im Zuge der geplanten DSL-Abschaltung bis 2035 bereits berichtet haben. Die EU sieht den Hersteller aus Cupertino als sogenannten Torwächter und setzt sich daher für die Gleichberechtigung von Drittanbietersoftware ein. Dies hat uns vermutlich die AirDrop-Kompatibilität mit Quick Share bereitet. In Bezug auf die aktuelle Diskussion sehe das Gesetz vor, dass KI-Tools von Drittanbietern mit denselben Zugriffsrechten ausgestattet sein müssen, wie Siri AI.

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Die Präsentation von Siri AI hat sich darauf gestützt, dass der Assistent auch auf persönliche Daten der Nutzer in Apps wie iMessage zugreifen und diese verarbeiten kann. Diese Rechte möchte Apple KI-Tools von Drittanbietern aber scheinbar nicht gewähren. Laut Apple sei das eine Verletzung des Digital Markets Act. Daher habe man sich gegen die Veröffentlichung von Siri AI in der EU entschieden.

Apple habe versucht, das Problem zusammen mit der EU zu lösen und hätte entsprechende Vorschläge gemacht. Die Europäische Union weigere sich aber:

Wir hoffen, Siri AI bald auch in der EU anbieten zu können, und werden weiterhin mit den EU-Regulierungsbehörden an einer Lösung arbeiten. Da sie sich jedoch weigern, konstruktiv mit uns auf Lösungen hinzuarbeiten, die Datenschutz und Sicherheit gewährleisten, können wir derzeit keinen Zeitplan für die Verfügbarkeit von Siri AI in iOS und iPadOS in der EU nennen.

Craig Federighi führt weiter aus, dass die EU die Einführung eines Trusted System Agent blockiert habe, der über einen Zeitraum von 18 Monaten hätte eingeführt werden sollen.

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Die Wortwahl der Europäischen Union sieht in Bezug auf die „Schonfrist“ von 18 Monaten komplett anders aus. Apple habe nur um Aufschub gebeten und keine Lösungen gezeigt, welche mit geltendem Recht vereinbar seien:

Das ist keine Option, denn es würde bedeuten, dass kein anderer KI-Assistent als Siri – der übrigens von Google betrieben wird – die gleiche Chance hätte, von iPhone-Nutzern ausgewählt zu werden. EU-Recht ist nicht verhandelbar.

Unsere Einschätzung

Die Europäische Union pocht auf die Öffnung von Schnittstellen bei Unternehmen, die als Gatekeeper (Torwächter) kategorisiert wurden. Dazu gehört Apple und das schmeckt dem Unternehmen aus Cupertino offenbar überhaupt nicht, wie die doch recht undiplomatische Wortwahl aus den Statements zeigt.

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Eine ausführliche Einschätzung wollen wir uns in Anbetracht der Komplexität des Themas nicht erlauben. So viel sei aber gesagt: Einigen Bemühungen amerikanischer Tech-Riesen einen Riegel vorzuschieben, hat sich in den vergangenen Monaten und Jahren zumindest in manchen Fällen als probates Mittel bewiesen.

Schreibt uns gerne in den Kommentaren, was ihr von der ganzen Geschichte haltet. Seid ihr auf Seiten der EU oder versteht ihr den Frust von Apple?

Quellen

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