Startseite » Gadgets » RingConn Gen 2 und Gen 3 im Test: Wie gut sind die smarten Gesundheitsringe?
Zum Anfang

RingConn Gen 2 und Gen 3 im Test: Wie gut sind die smarten Gesundheitsringe?

Getestet von Holger Becker am
Vorteile
  • geringes Gewicht und hoher Tragekomfort
  • lange Akkulaufzeit
  • Schlafapnoe-Überwachung bei beiden Modellen
  • keine verpflichtenden Abonnementgebühren
  • Ladecase mit integriertem Akku
Nachteile
  • kein Display zur direkten Anzeige
  • eingeschränkte Trainingsfunktionen
  • keine medizinische Blutdruckmessung
  • nur ein Ring gleichzeitig in der App nutzbar
RingConn Gen 2 und Gen 3 Test
Springe zu:

Smartwatches gehören mittlerweile zu den bekanntesten Geräten zur Überwachung der eigenen Fitness und Gesundheit. Auch ich nutze seit Jahren eine Smartwatch und schätze die zahlreichen Informationen über Herzfrequenz, körperliche Aktivität und Schlafverhalten. Allerdings stört mich schon länger ein Punkt: Ich trage nachts nur ungern eine Uhr am Handgelenk. Gerade während des Schlafs lassen sich jedoch interessante Gesundheitsdaten erfassen. Ein smarter Ring könnte deshalb eine sinnvolle Alternative sein.

RingConn Gen 3 Test

Mit dem RingConn Gen 2 und dem neuen RingConn Gen 3 habe ich gleich zwei Generationen dieser Geräte zum Test erhalten. Beide Ringe zeichnen verschiedene Vitaldaten auf, analysieren den Schlaf und überwachen körperliche Aktivitäten. Besonders interessant finde ich die integrierte Schlafapnoe-Überwachung. Da ich selbst unter Schlafapnoe leide, hat diese Funktion für mich einen hohen Stellenwert. Auch die beim Gen 3 hinzugekommene Analyse von Blutdrucktrends interessiert mich, da ich regelmäßig meinen Blutdruck kontrolliere.

RingConn Gen 3 Farbvarianten

RingConn verzichtet bei beiden Modellen auf ein verpflichtendes Abonnement. Nach dem Kauf nutzt ihr die vorgesehenen Gesundheitsfunktionen ohne monatliche Gebühren. Das ist ein wichtiger Unterschied zu einigen konkurrierenden Smart-Ringen, bei denen zusätzliche Kosten für die Auswertung der Daten entstehen. Da beide RingConn-Generationen dieselbe Smartphone-App nutzen und sich zahlreiche Funktionen überschneiden, habe ich mich für einen gemeinsamen Testbericht entschieden. Ich stelle die wichtigsten technischen Unterschiede in einer Tabelle gegenüber und gehe anschließend auf die Bedienung, Gesundheitsüberwachung und Alltagstauglichkeit ein. Vor allem will ich klären, ob die zusätzlichen Funktionen des Gen 3 einen Aufpreis gegenüber dem Vorgänger rechtfertigen.

Für meinen Test erhielt ich den RingConn Gen 2 in mattem Schwarz und den RingConn Gen 3 in Silber. Die unterschiedlichen Farben erleichtern die Zuordnung auf meinen Vergleichsfotos.

Versand, Verpackung und Lieferumfang

Bevor die eigentlichen Ringe bei mir eintrafen, erhielt ich zunächst für beide Modelle ein sogenanntes Sizing-Kit. Dabei handelt es sich um ein Set mit neun beziehungsweise zehn Musterringen in unterschiedlichen Größen. Mit diesen Kunststoffringen bestimmt ihr die passende Größe, bevor ihr die Bestellung abschließt.

Diese Vorgehensweise halte ich für sinnvoll. Anders als bei einer Smartwatch lässt sich ein Ring nicht einfach durch ein anderes Armband anpassen. Sitzt er zu locker, kann er verrutschen und dadurch die Messungen beeinträchtigen. Ist er zu eng, wird das Tragen unangenehm. Außerdem verändert sich der Fingerumfang im Tagesverlauf. Temperaturen, körperliche Belastung und Flüssigkeitseinlagerungen können dafür sorgen, dass ein Ring morgens anders sitzt als am Abend.

RingConn empfiehlt deshalb, den ausgewählten Musterring über einen längeren Zeitraum zu tragen. Ich habe mich daran gehalten und den Musterring insgesamt 48 Stunden lang ausprobiert, einschließlich der Nächte. So konnte ich feststellen, ob die gewählte Größe auch unter wechselnden Bedingungen angenehm sitzt. Erst anschließend gab ich meine Ringgröße im Bestellvorgang an. Beim Gen 2 stehen neun Ringgrößen von 6 bis 14 zur Auswahl. Beim Gen 3 sind es zehn Größen von 6 bis 15. Die Größenangaben beziehen sich auf das RingConn-System. Ich empfehle deshalb ausdrücklich, das Sizing-Kit zu verwenden und nicht einfach die Größe eines vorhandenen Schmuckrings zu übernehmen. Ich habe mich für Größe 14 entschieden.

RingConn liefert beide Modelle mit einem Ladecase aus. Es dient gleichzeitig als Aufbewahrungsbox und mobile Stromversorgung. Zum Laden legt ihr den Ring in die vorgesehene Aufnahme. Ladekontakte stellen die Verbindung zum Case her. Dank der kompakten Bauweise ladet ihr den Ring auch unterwegs auf, ohne ständig eine Steckdose zu benötigen.

Beim Gen 3 hat RingConn das Ladecase gegenüber dem Vorgänger verkleinert. Es misst 64 x 64 x 24,5 Millimeter, während das Case des Gen 2 auf 67 x 67 x 27 Millimeter kommt.

Der Lieferumfang im Überblick:

  • RingConn Gen 2 (mattes Schwarz) bzw. RingConn Gen 3 (Silber) in der gewählten Größe
  • Ladecase mit integriertem Akku
  • USB-C-Ladekabel in geflochtener Ausführung
  • Kurzanleitung und Bedienungsanleitung
  • vorab separat geliefert: Sizing-Kit mit Musterringen

Das Ladecase beider RingConn-Modelle besitzt einen eigenen Akku. Die Kapazität beträgt beim Gen 3 500mAh. Dadurch lassen sich die Ringe unterwegs mehrfach aufladen, ohne dass eine externe Stromversorgung erforderlich ist. RingConn bewirbt für beide Generationen eine Gesamtnutzungsdauer von bis zu 150 Tagen in Verbindung mit dem vollständig geladenen Case. Den Akku des Ladecases ladet ihr über USB-C. Gerade auf längeren Reisen ist das praktisch, weil ihr nicht ständig ein Ladegerät braucht.

Design, Verarbeitung und technische Unterschiede

Auf den ersten Blick unterscheiden sich die beiden Generationen nur wenig. RingConn verzichtet auf ein Display, sichtbare Bedienelemente und auffällige Gestaltungselemente. Die gesamte Elektronik findet in einem schmalen Gehäuse Platz, das sich optisch kaum von einem etwas breiteren Schmuckring unterscheidet.

Der Gen 2 ist nur 6,8 Millimeter breit und 2 Millimeter dick. Sein Gewicht liegt abhängig von der Größe zwischen 2 und 3 Gramm. Beim neueren Gen 3 bleibt die Breite unverändert, die Dicke steigt jedoch auf 2,3 Millimeter. Auch das Gewicht fällt mit 2,5 bis 3,5 Gramm etwas höher aus. Der Nachfolger ist damit geringfügig größer und schwerer geworden. Das dürfte vor allem mit der zusätzlichen Technik zusammenhängen. Neben den bekannten Sensoren besitzt der Gen 3 einen Vibrationsmotor, mit dem der Ring direkt am Finger auf bestimmte Ereignisse aufmerksam machen kann. Hinzu kommt die Funktion zur Analyse von Blutdrucktrends.

RingConn Gen 2 Sensoren Innenseite

Beide Modelle verwenden eine besondere Gehäuseform mit abgerundeter Innenseite und leicht quadratischer Außenkontur. RingConn möchte damit den Tragekomfort verbessern und gleichzeitig ausreichend Platz für die Elektronik schaffen. Auf der Innenseite befinden sich die Sensoren, die während des Tragens möglichst zuverlässig zur Haut ausgerichtet sein müssen.

Beim Gehäusematerial setzt RingConn in beiden Generationen auf Titan. Für den Gen 2 nennt der Hersteller eine Titanlegierung in Luft- und Raumfahrtqualität, für den Gen 3 Titan. Beide Generationen besitzen außerdem eine PVD-Beschichtung und eine Innenseite aus Epoxidharz in medizinischer Qualität. Beim Material gibt es damit praktisch keinen Unterschied zwischen den beiden Ringen. Bei der PVD-Beschichtung (Physical Vapour Deposition) wird eine hauchdünne Schicht im Vakuum auf die Oberfläche aufgedampft. Sie soll den Ring härter und unempfindlicher gegen Kratzer machen, was bei einem Gerät sinnvoll ist, das ihr rund um die Uhr am Finger tragt.

Technische Daten im Vergleich

Eigenschaft RingConn Gen 2 RingConn Gen 3
Breite 6,8mm 6,8mm
Dicke 2,0mm 2,3mm
Gewicht 2 bis 3g 2,5 bis 3,5g
Material Titanlegierung, Epoxidharz in medizinischer Qualität, PVD-Beschichtung Titanlegierung, Epoxidharz in medizinischer Qualität, PVD-Beschichtung
Ringgrößen 6 bis 14 6 bis 15
Akkulaufzeit 10 bis 12 Tage 11 bis 14 Tage ohne Vibration, 10 bis 12 Tage mit Vibration
Offline-Datenspeicher 5 bis 7 Tage 10 Tage
Herzfrequenz und HRV Ja Ja
Sauerstoffsättigung Ja Ja
Temperaturüberwachung Ja Ja
Schlafapnoe-Überwachung Ja Ja
Blutdrucktrends Nein Ja
Vibrationsmotor Nein Ja
Bewegungssensor 3-Achsen-Beschleunigungssensor 3-Achsen-Beschleunigungssensor
Wasserschutz IP68, bis 100m IP68 und 10ATM
Ladecase 67 x 67 x 27mm 64 x 64 x 24,5mm
Verpflichtendes Abonnement Nein Nein

Interessant ist vor allem, dass der Gen 3 trotz seiner zusätzlichen Funktionen weiterhin sehr kompakt ausfällt. Die geringen Unterschiede bei Gewicht und Dicke fallen im Alltag weniger auf als die zusätzlichen Möglichkeiten der Gesundheitsüberwachung.

Beim Wasserschutz nennt RingConn für beide Modelle eine Eignung bis zu 100 Metern Wassertiefe. Für den Gen 3 führt der Hersteller ausdrücklich die Schutzangaben IP68 und 10ATM auf. Händewaschen, Duschen und Schwimmen gehören damit grundsätzlich zu den vorgesehenen Einsatzbereichen. Eine solche Angabe bedeutet allerdings nicht, dass die Ringe für jede Form des Tauchens geeignet sind.

Wesentliche Vorteile gegenüber meiner Smartwatch sind für mich das geringe Gewicht und der angenehme Tragekomfort der RingConn-Ringe. Besonders nachts empfinde ich eine Smartwatch am Handgelenk als störend. Bei den RingConn-Modellen ist das anders. Die Ringe sitzen bequem am Finger, fallen kaum auf und stören mich auch während des Schlafs nicht. Für mich ist das entscheidend, denn gerade die nächtliche Überwachung meiner Gesundheitsdaten gehört zu den wichtigsten Funktionen. Endlich kann ich meinen Schlaf aufzeichnen, ohne dafür eine Uhr tragen zu müssen.

Eine Kleinigkeit ist mir dabei allerdings aufgefallen: Die grünen und roten Sensor-LEDs scheinen nachts durch das transparente Innengehäuse hindurch. Mich persönlich stört das nicht. Wer jedoch lichtempfindlich ist und in einem komplett abgedunkelten Raum schläft, könnte das Leuchten als störend empfinden.

RingConn-App und Gesundheitsfunktionen

Die eigentliche Stärke der beiden Ringe liegt weniger in der Hardware als in der Auswertung der gesammelten Daten. Da weder der Gen 2 noch der Gen 3 über ein Display verfügt, bedient ihr beide Ringe hauptsächlich über die RingConn-App. Dort ruft ihr die aufgezeichneten Informationen ab und wertet sie über unterschiedliche Zeiträume aus. Mit dem Smartphone verbindet sich der Ring per Bluetooth 5.0. Voraussetzung sind mindestens iOS 17.0 oder Android 10.0. Prüft deshalb vor dem Kauf, ob euer Smartphone diese Anforderungen erfüllt.

RingConn Gen 3 Gesundheitsüberwachung

Die App stellt unter anderem Schlafdaten, Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität, Sauerstoffsättigung, körperliche Aktivität und Stressindikatoren dar. Dabei geht es nicht ausschließlich um einzelne Messwerte. Interessant sind vor allem die Veränderungen über mehrere Tage oder Wochen. So lassen sich beispielsweise Ruhephasen, körperliche Belastungen und Veränderungen des Schlafverhaltens nachvollziehen.

Eine Einschränkung habe ich allerdings bereits beim Einrichten meiner beiden Testgeräte festgestellt. Die RingConn-App unterstützt jeweils nur einen aktiven Ring. Ich konnte den Gen 2 und den Gen 3 deshalb nicht gleichzeitig über dieselbe App betreiben. Gerade für einen Vergleichstest wäre das interessant gewesen, um die Messwerte beider Generationen unter identischen Bedingungen gegenüberzustellen. Stattdessen musste ich die Geräte nacheinander verwenden. Dadurch lassen sich die Messergebnisse zwar einzeln beurteilen, ein unmittelbarer Genauigkeitsvergleich ist jedoch nur eingeschränkt möglich. Schließlich verändern sich Herzfrequenz, Schlafqualität und körperliche Belastung von Tag zu Tag.

Schlafüberwachung und Schlafapnoe

Die Schlafanalyse gehört für mich zu den wichtigsten Funktionen eines Smart-Rings. Beide RingConn-Generationen zeichnen während der Nacht verschiedene Informationen auf. Dazu zählen die Schlafdauer, einzelne Schlafphasen, Herzfrequenz, Sauerstoffsättigung und weitere Werte, aus denen die App eine Bewertung des Schlafs erstellt.

RingConn Gen 3 Schlafüberwachung

Eine Besonderheit ist die Überwachung möglicher Anzeichen einer obstruktiven Schlafapnoe. Dabei kommt es während des Schlafs wiederholt zu einer Verengung oder einem Verschluss der oberen Atemwege. Die Atmung kann dadurch zeitweise aussetzen oder deutlich reduziert sein. Solche Ereignisse können mit Veränderungen der Sauerstoffsättigung und des Schlafverlaufs einhergehen.

RingConn Gen 3 Sensoren Innenseite

RingConn nutzt verschiedene Sensordaten und einen eigenen Algorithmus, um entsprechende Auffälligkeiten zu erkennen. Der Hersteller nennt eine Erkennungsgenauigkeit von 90,7 Prozent. Dieser Wert stammt allerdings aus internen Untersuchungen des Herstellers, ihr solltet ihn deshalb nicht mit einer unabhängigen klinischen Validierung gleichsetzen.

RingConn Gen 2 Schlafapnoe-Überwachung

Da ich selbst unter Schlafapnoe leide, interessiert mich diese Funktion besonders. Ein wesentlicher Vorteil ist die Möglichkeit, die nächtlichen Werte über längere Zeiträume zu beobachten, ohne dafür eine Smartwatch tragen zu müssen. Die Auswertungen können Hinweise auf Veränderungen geben und helfen, Auffälligkeiten bewusster wahrzunehmen. Allerdings solltet ihr die Möglichkeiten eines Smart-Rings nicht überschätzen. Die erfassten Daten ersetzen weder eine Untersuchung im Schlaflabor noch eine medizinische Diagnose. Auch ein unauffälliges Ergebnis bedeutet nicht zwangsläufig, dass keine behandlungsbedürftige Schlafapnoe vorliegt.

Blutdrucktrends beim RingConn Gen 3

Eine der wichtigsten Neuerungen des Gen 3 ist die Funktion zur Analyse von Blutdrucktrends. Dabei handelt es sich ausdrücklich nicht um eine klassische Blutdruckmessung, wie sie ein Oberarmmessgerät mit aufblasbarer Manschette durchführt. Stattdessen wertet RingConn verschiedene physiologische Signale aus und versucht, daraus längerfristige Entwicklungen abzuleiten. Die Herstellerpräsentation nennt unter anderem den Tag-Nacht-Rhythmus, die Erholung nach körperlicher Belastung, die Schlafatmung und die Stressreaktion als Einflussfaktoren.

RingConn Gen 3 Blutdrucktrends in der App

Für die Einrichtung der Funktion sind zunächst Referenzwerte erforderlich. Dazu führt ihr innerhalb von 24 Stunden drei Messungen mit einem externen Blutdruckmessgerät durch. Anschließend kann die App Entwicklungen und mögliche Auffälligkeiten darstellen. Der Ring misst dafür etwa alle 30 Minuten. Mit der einmaligen Einrichtung ist es allerdings nicht getan: Damit die Funktion weiter nutzbar bleibt, müsst ihr alle 28 Tage mit einem Manschettengerät neu kalibrieren. Ohne eigenes Blutdruckmessgerät lässt sich die Funktion also nicht dauerhaft nutzen. Entscheidend ist dabei weniger ein einzelner Zahlenwert als die Frage, ob sich über einen längeren Zeitraum Veränderungen erkennen lassen. Gerade für Menschen, die ihren Blutdruck regelmäßig kontrollieren, könnte diese zusätzliche Auswertung interessant sein. Ein herkömmliches, geeignetes Blutdruckmessgerät bleibt für die eigentliche Kontrolle jedoch unverzichtbar. Die RingConn-Funktion eignet sich nicht dazu, eigenständig Medikamente anzupassen oder eine Behandlung zu beurteilen.

Aktivität, Stress und Regeneration

Neben den Gesundheitswerten erfassen beide Ringe auch alltägliche Bewegungen und körperliche Aktivitäten. Die App zeigt unter anderem Schritte und Aktivitätsverläufe an. Zusätzlich könnt ihr Informationen zur Herzfrequenz und zur Regeneration einsehen.

Für mich ist das besonders im Zusammenhang mit regelmäßiger körperlicher Bewegung interessant. Ich gehe normalerweise zweimal pro Woche ins Fitnessstudio und möchte nachvollziehen, wie sich Belastung und Erholung auf meine Körperwerte auswirken. Dabei geht es mir beispielsweise darum, ob sich Veränderungen der Ruheherzfrequenz oder des Schlafverhaltens über einen längeren Zeitraum erkennen lassen.

RingConn App Aktivität und Regeneration

Ein Smart-Ring ersetzt allerdings keinen vollwertigen Trainingscomputer. Während des Trainings fehlen ein direkt ablesbares Display und umfangreiche Möglichkeiten zur unmittelbaren Kontrolle der Trainingsdaten. Ihr wertet die Daten hauptsächlich nachträglich in der App aus. Auch die automatische Erkennung einzelner Aktivitäten solltet ihr kritisch betrachten. Bewegungsmuster lassen sich nicht immer eindeutig zuordnen. Bei Tätigkeiten mit ungewöhnlichen Handbewegungen oder beim Radfahren können Fehlinterpretationen auftreten. Die Möglichkeit zur nachträglichen Korrektur erkannter Aktivitäten ist deshalb ein sinnvoller Bestandteil der App.

Vibrationshinweise und weitere Funktionen

Der RingConn Gen 3 besitzt im Gegensatz zum Vorgänger einen integrierten Vibrationsmotor. Damit kann er bestimmte Hinweise direkt am Finger signalisieren, ohne dass ihr dafür das Smartphone zur Hand nehmen müsst. Laut Hersteller gehören dazu Erinnerungen bei längerer Inaktivität, Hinweise auf einen niedrigen Akkustand und ausgewählte Gesundheitswarnungen. Die Funktion ist allerdings nicht mit einer vollständigen Weiterleitung sämtlicher Smartphone-Benachrichtigungen gleichzusetzen. Zusätzlich bietet die RingConn-App Funktionen zur Planung persönlicher Gesundheitsziele, zum Datenexport und zur Freigabe ausgewählter Gesundheitsinformationen. Die Herstellerunterlagen beschreiben außerdem KI-gestützte Auswertungen und Funktionen zur Zyklusüberwachung.

RingConn Gen 2 beim Radfahren

Bei der Verarbeitung solcher Daten spielt der Datenschutz eine wichtige Rolle. Schließlich handelt es sich um sehr persönliche Gesundheitsinformationen. RingConn verweist in seiner Präsentation auf Datenschutzmaßnahmen und die DSGVO. Konkrete Angaben zu Speicherorten, Löschfristen und den einzelnen Datenübertragungen lassen sich daraus jedoch nicht ausreichend ableiten. Für eine abschließende Bewertung müsst ihr deshalb die geltenden Datenschutzinformationen und die tatsächlichen App-Einstellungen berücksichtigen.

Akkulaufzeit, Ladecase und Alltagstauglichkeit

Eine der Stärken der RingConn-Ringe ist ihre lange Akkulaufzeit. Während viele Smartwatches bereits nach wenigen Tagen wieder Strom brauchen, erreicht der RingConn Gen 2 eine Laufzeit von 10 bis 12 Tagen. Beim Gen 3 sind es mit deaktivierter Vibration sogar 11 bis 14 Tage. Ist die Vibrationsfunktion aktiv, sinkt die Laufzeit auf 10 bis 12 Tage. Dabei hängt sie unter anderem von der Ringgröße ab. Größere Modelle bieten mehr Platz für einen Akku mit höherer Kapazität. Zusätzlich können die aktivierten Messfunktionen, die Nutzung der Schlafapnoe-Überwachung und die Häufigkeit der Synchronisierung den Energieverbrauch beeinflussen.

RingConn Gen 3 Ladecase Akkulaufzeit

Das mitgelieferte Ladecase ist ein praktischer Bestandteil des Konzepts. Es schützt den Ring während des Transports und ermöglicht mehrere Ladevorgänge, ohne dass eine Steckdose nötig ist. Der Ring ist nach etwa 90 Minuten vollständig geladen, das Ladecase selbst benötigt für eine volle Ladung rund 120 Minuten. Wer den Ring beispielsweise während des Duschens oder anderer kurzer Pausen in das Ladecase legt, kann die Nutzungsdauer zwischen vollständigen Aufladungen zusätzlich verlängern. Allerdings müsst ihr bei solchen Angaben zwischen der Akkulaufzeit des Rings und der Gesamtnutzungsdauer mit Ladecase unterscheiden. Die vom Hersteller beworbenen 150 Tage beziehen sich auf die Kombination aus beiden Komponenten und nicht auf eine einzelne Akkuladung des Rings. Für den Alltag ist außerdem interessant, dass die Ringe viele Daten zunächst intern speichern können. Beim Gen 2 beträgt dieser Zeitraum fünf bis sieben Tage, beim Gen 3 zehn Tage. Eine ständige Verbindung zum Smartphone ist deshalb nicht erforderlich. Die gespeicherten Informationen könnt ihr später mit der App synchronisieren.

Preis und Verfügbarkeit

RingConn verfolgt bei seinen Smart-Ringen ein vergleichsweise einfaches Kostenmodell. Beide Geräte lassen sich ohne verpflichtendes Abonnement nutzen. Nach dem Kauf fallen keine regelmäßigen Gebühren für die vorgesehenen Gesundheitsauswertungen an. Gerade bei Geräten, die ihr dauerhaft verwenden wollt, ist das ein klarer Vorteil.

Die aktuellen Verkaufspreise und mögliche Rabattaktionen solltet ihr unmittelbar vor dem Kauf prüfen. Der Gen 2 bleibt vor allem für Käufer interessant, die sich auf Schlafüberwachung, Aktivitätserfassung und allgemeine Gesundheitsdaten konzentrieren möchten. Der Gen 3 richtet sich dagegen an Anwender, die zusätzlich Blutdrucktrends und Vibrationshinweise nutzen wollen.

Testergebnis

Getestet von
Holger Becker

Beide RingConn-Generationen verfolgen einen nachvollziehbaren Ansatz. Statt viele Funktionen auf einem kleinen Display unterzubringen, konzentrieren sie sich auf die automatische Erfassung von Gesundheits- und Aktivitätsdaten. Die Auswertung erfolgt über das Smartphone. Besonders interessant finde ich die Schlafüberwachung, denn gerade nachts möchte ich möglichst wenig Technik am Körper tragen. Verschiedene Werte über längere Zeiträume zu beobachten, ist für mich ein wesentlicher Grund, mich mit smarten Ringen zu beschäftigen. Der RingConn Gen 2 bietet bereits eine umfangreiche Ausstattung einschließlich der Schlafapnoe-Überwachung. Der RingConn Gen 3 ergänzt diese Funktionen um Blutdrucktrends, Vibrationshinweise und eine etwas längere Akkulaufzeit. Dafür ist er geringfügig dicker und schwerer geworden.

Ob sich der Aufpreis für den Gen 3 lohnt, hängt vor allem davon ab, ob ihr die zusätzlichen Funktionen tatsächlich benötigt. Wer bereits einen Gen 2 besitzt und mit dessen Möglichkeiten zufrieden ist, muss nicht unbedingt auf den Nachfolger wechseln. Für mich war der Gen 3 allerdings eine sinnvolle Erweiterung. Gerade weil ich meinen Blutdruck regelmäßig kontrolliere und unter Schlafapnoe leide, empfand ich die zusätzlichen Gesundheitsauswertungen als passend und hilfreich. Einen praktischen Mehrwert bietet mir vor allem, dass ich längerfristige Veränderungen und Auffälligkeiten im Blick behalten kann. Die Ergebnisse helfen mir, meine Gesundheitswerte besser einzuordnen, auch wenn sie keine medizinischen Messungen oder ärztlichen Untersuchungen ersetzen.

Preisvergleich

Unsere Empfehlung
369 €*

1-2 Tage, mir Prime versandkostenfrei
Zum Shop
Unsere Empfehlung
Nur 369 €* Zum Shop
1-2 Tage, mir Prime versandkostenfrei

1-2 Tage, mir Prime versandkostenfrei
Zum Shop
Zum Shop
1-2 Tage, mir Prime versandkostenfrei

Liebe Leserinnen und Leser von Smartzone, wenn Du Dich entscheidest, weiter zu stöbern und vielleicht sogar einem Link in unserem Preisvergleich oder im Text zu folgen, kann es sein, dass Smartzone eine kleine Provision vom jeweiligen Anbieter erhält. Aber keine Sorge, unsere Auswahl an und Meinung zu Produkten ist frei von finanziellen Verlockungen. Wir sind so konzentriert wie ein Shaolin-Meister im Zen-Modus! Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen. Das bedeutet, dass wir für deinen Einkauf eine Provision von Amazon erhalten, sich der Preis für dich aber nicht ändert. - Preise zuletzt aktualisiert am 04.11.2026

Newsletter bestellen

Hol Dir die neuesten Infos zu Chinahandys und Gadgets direkt ins Postfach!

Tests und News direkt auf dein Smartphone.
Alle News Updates über Telegram.

Kommentare

Abonnieren
Kommentar Updates
guest
0 Kommentare
neuste
älteste beste Bewertung

Liebe Leserinnen und Leser von Smartzone, wenn Du Dich entscheidest, weiter zu stöbern und vielleicht sogar einem Link in unserem Preisvergleich oder im Text zu folgen, kann es sein, dass Smartzone eine kleine Provision vom jeweiligen Anbieter erhält. Aber keine Sorge, unsere Auswahl an und Meinung zu Produkten ist frei von finanziellen Verlockungen. Wir sind so konzentriert wie ein Shaolin-Meister im Zen-Modus! Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen. Das bedeutet, dass wir für deinen Einkauf eine Provision von Amazon erhalten, sich der Preis für dich aber nicht ändert.

Smartzone App
Lade jetzt deine Smartzone App