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8BitDo Ultimate 2C im Test – guter Switch (2) Controller

Getestet von Erik Schmid am
Vorteile
  • liegt gut in der Hand
  • Form und Haptik nah am Original
  • präzise Bewegungssteuerung
  • Hall-Effekt-Sticks ohne Drift
  • keine spürbare Eingabeverzögerung
  • einfache Kopplung per Kabel und Bluetooth
  • frei belegbare Zusatztasten L4 und R4
  • deutlich günstiger als der Pro Controller 2
Nachteile
  • kein Aufwecken der Switch 2 (nur Pro Controller 2)
  • keine GL- und GR-Tasten, keine C-Taste
  • kein NFC, also keine Amiibo
  • kein HD-Rumble, Vibration nicht regelbar
  • ABXY-Tasten wirken billig, Bumper klicken laut
  • keine Klinkenbuchse für ein Headset
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Der Pro Controller von Nintendo kostet viel Geld. Für viele Switch-Spieler ist das eine hohe Hürde. Der 8BitDo Ultimate 2C Bluetooth ist im Handel für rund 25 bis 30€ zu haben und läuft an der Switch und der Switch 2. Dafür bringt er Analogsticks mit Hall-Effekt-Sensoren (kein Stick-Drift!), eine 6-Achsen-Bewegungssteuerung und zwei zusätzliche Schultertasten mit. Ob der günstige Controller im Alltag überzeugt, schaue ich mir in diesem Test an.

8BitDo Ultimate 2C Bluetooth Controller von vorne

Mit dem GameSir Nova Lite hatten wir schon einen günstigen Controller mit Hall-Sticks im Test. Der Ultimate 2C war bei uns an der Nintendo Switch 2 im Einsatz, hauptsächlich in Mario Kart World und dort auch mit Bewegungssteuerung. Für den Preis fällt das Ergebnis gut aus: Bewegungssteuerung und Sticks überzeugen, die Sonderfunktionen der Switch 2 bleiben aber dem Original vorbehalten. Wie sich der Controller im Alltag schlägt, erfahrt ihr im Folgenden.

Bestellt 6. Oktober 2026 bei AliExpress (8BitDo Official Store)
Angekommen 19. Oktober 2026
Lieferzeit 13 Tage
Versand ab China, AliExpress Selection

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Lieferumfang des 8BitDo Ultimate 2C

Im Karton sind enthalten:

  • 8BitDo Ultimate 2C Bluetooth
  • USB-A-auf-USB-C-Kabel
  • Anleitung
  • Kurzanleitung „Fast Bumper Quick Start Guide“ für die Belegung von L4 und R4

Technische Daten

  • Plattformen: Nintendo Switch (ab Systemversion 3.0.0), Switch 2 (ab Systemversion 20.1.1)
  • Verbindung: Bluetooth oder USB-C-Kabel, kein Funk-Dongle
  • Sticks: Hall-Effekt-Sensoren, Metallringe
  • Trigger: digital, kein analoger Hub
  • Zusatztasten: L4 und R4 zwischen Bumper und Trigger, frei belegbar
  • Bewegungssteuerung und Vibration: 6-Achsen-Gyro, Vibrationsmotoren ohne HD-Rumble
  • Nicht an Bord: NFC und Amiibo, Klinkenbuchse, C-Taste, GL- und GR-Tasten
  • Akku: 480mAh, rund 15 Stunden Spielzeit laut Hersteller
  • Ladezeit: rund 2 Stunden über USB-C
  • Abmessungen: 147 x 103 x 61,4 Millimeter
  • Gewicht: 225 Gramm

Design und Verarbeitung

Der Ultimate 2C setzt auf eine Xbox- und Nintendo-ähnliche Form mit versetzten Analogsticks. Das D-Pad sitzt links unten, die ABXY-Tasten folgen der Nintendo-Anordnung. In der Mitte liegt die Home-Taste mit einem Ring, um sie herum verteilen sich mehrere kleine runde Funktionstasten. Meine Farbversion „Blue“ kombiniert ein hellblau-weißes Gehäuse mit lila Tasten und Sticks, die Oberfläche ist dabei matt. Die Farbe hat meiner Frau sofort gefallen! Neben unserem hellblauen Exemplar gibt es ihn in Pink und in einem dunkleren Blau. Oben befindet sich der USB-C-Anschluss zwischen den Schultertasten, die sauber beschriftet sind: L1, L2, R1, R2 und dazwischen die kleineren Zusatztasten L4 und R4. Auf der Unterseite klebt ein Typenschild mit CE-Kennzeichnung.

In der Hand liegt der Ultimate 2C gut und kommt dem Original von Nintendo recht nahe. Mit 225 Gramm ist er eher leicht. Die Griffe stehen etwas steiler als beim Pro Controller und die matte Oberfläche hat kaum Struktur. Knarzende Stellen oder unschöne Spaltmaße gibt es nicht.

Die Tasten A, B, X und Y wirken billiger als bei Nintendos eigenem Controller. Es sind Membrantasten mit ein wenig Spiel, die beim Schütteln leise klappern. Rund um die Home-Taste sitzen die Capture-Taste für Screenshots, Plus und Minus sowie die Stern-Taste, über die Turbo und die Tastenbelegung laufen. Die Bumper L1 und R1 arbeiten mechanisch und klicken knackig, dabei ziemlich laut, etwa wie ein Mausklick. Wer daneben sitzt, hört jeden Schulterklick mit 😉. Die Trigger haben einen kurzen, digitalen Hub.

Die Sticks sind super. Die Kappen sind stark gewölbt, ähnlich wie bei einem PlayStation-Controller, und sitzen in Metallringen. Sie arbeiten mit Hall-Effekt-Sensoren. Verschleiß wie bei den Potentiometer-Sticks der Joy-Con ist damit kein Thema. Insgesamt ist die Verarbeitung für die Preisklasse solide, nur die ABXY-Tasten fallen gegenüber dem Pro Controller ab.

Einrichtung an Switch und Switch 2

Der Controller verbindet sich per Bluetooth oder über das mitgelieferte Kabel. Ein Funk-Dongle liegt nicht bei. 8BitDo bietet den Ultimate 2C in zwei Varianten an. Die hier getestete Bluetooth-Version ist laut Hersteller für die Switch und die Switch 2 gedacht, für Windows und Android ist dagegen die 2.4G-Version mit USB-Dongle vorgesehen.

Die Kopplung ist schnell abgehakt: einmal per USB-C-Kabel an die Switch 2 anschließen, danach merkt sich der Controller die Verbindung und koppelt sich beim nächsten Einschalten von allein per Bluetooth. Die Konsole erkennt ihn ganz normal als Controller. Im Menü meldet er sich als Pro Controller der ersten Generation. Damit die Kabelverbindung klappt, muss in den Switch-Einstellungen die „Pro-Controller-Kabelkommunikation“ eingeschaltet sein.

Firmware: Unser Exemplar kam mit der Version v1.01 ab Werk, die erst den Betrieb an der Switch 2 freischaltet. Ein Update war also nicht nötig. Ältere Exemplare mit v1.00 brauchen es, und das geht nur per Kabel über die Ultimate Software V2 am Windows-PC oder Mac. Dafür haltet ihr L1 und R1 beim Einstecken gedrückt. Wer heute neu kauft, bekommt das in der Regel nicht mehr zu sehen. Firmware und Support stellt der Hersteller Shenzhen Onebitdo Tech über support.8bitdo.com bereit.

Im Einsatz

8BitDo Ultimate 2C im Einsatz an der Nintendo Switch 2 im Handheld-Modus

An der Switch 2

Gespielt haben wir vor allem Mario Kart World, dabei auch mit Bewegungssteuerung, also Lenken durch Kippen des Controllers, und Hollow Knight. Der 6-Achsen-Gyro arbeitet sehr präzise und feinfühlig. Das Lenken geht sauber von der Hand. Die Kalibrierung übernimmt dabei die Konsole, eine eigene am Controller gibt es nicht.

Vibration: Die Stärke liegt noch im Rahmen, HD-Rumble wie beim Original gibt es aber nicht. Verbaut sind normale Rumble-Motoren, deren Intensität sich nicht regeln lässt. Eine Software oder ein Profil dafür fehlt. Abschalten lässt sich die Vibration nur global in den Switch-Einstellungen. Hier zeigt sich der Abstand zum Pro Controller 2 am deutlichsten.

Steuerkreuz: präzise. Beim Abrollen über die Richtungen gibt es keine ungewollten Schrägeingaben und auch keine Phantom-Eingaben.

Eine spürbare Eingabeverzögerung ist mir nicht aufgefallen. Die Sticks reagieren fein. Drift oder Nachziehen gab es im Testzeitraum nicht. Der Controller läuft nicht nur am Dock, sondern auch im Handheld-Modus der Switch 2. Insgesamt spielt sich der Ultimate 2C an der Switch 2 souverän. Im Vergleich zu den JoyCons hat man hier einen großen, ausgewachsenen Controller in der Hand, der satt in der Hand liegt.

Grenzen an der Switch 2

Aufwecken lässt sich die Switch 2 mit dem Ultimate 2C nicht. Diese Funktion bleibt dort dem Pro Controller 2 vorbehalten. Man schaltet also die Switch 2 per Powerbutton an der Konsole an und dann ist der 8BitDo schon verbunden.

An der ersten Switch gibt 8BitDo immerhin ein Aufwecken per Home-Taste und Schütteln an. Ebenso sind GL und GR, die zusätzlichen Rückentasten der Switch 2, eine Exklusivfunktion des Pro Controller 2. Nachbilden lassen sie sich über L4 und R4 nicht.

Dazu fehlt die C-Taste und damit der direkte Einstieg in GameChat. Ebenfalls nicht an Bord: NFC und damit die Amiibo-Unterstützung, die IR-Kamera, die Benachrichtigungs-LED und eine Klinkenbuchse für ein Headset. Die Trigger arbeiten ohne analogen Hub. Im Spiel fällt das nicht auf, weil die Konsole sie ohnehin nur digital auswertet. Im Alltag zählen davon vor allem das fehlende Aufwecken und die fehlende Amiibo-Unterstützung. Alles andere dürfte die wenigsten stören.

L4, R4 und Turbo

Die Zusatztasten L4 und R4 sitzen zwischen Bumper und Trigger, nicht auf der Rückseite. Die Belegung klappt ohne Software, direkt am Controller: Laut Kurzanleitung haltet ihr L4 oder R4 zusammen mit der gewünschten Taste und drückt dann die Stern-Taste. Mehrere Tasten gleichzeitig sind möglich, Stick-Richtungen dagegen nicht. Die Mapping-LED blinkt danach, sobald ihr die belegte Taste drückt. Zum Löschen wiederholt ihr den Vorgang. Eine Einschränkung bleibt: Solange ihr die Trigger haltet, lassen sich L4 und R4 nicht drücken. Wer in Rennspielen dauerhaft Gas gibt, hat von den beiden Tasten also wenig.

Dafür bringt die Stern-Taste eine Turbo-Funktion mit. Eine Taste halten und einmal Stern drücken schaltet Turbo ein, zweimal hintereinander ergibt Auto-Turbo. Ein weiterer Druck deaktiviert die Funktion wieder. Für Steuerkreuz, Home, Sticks und die Zusatztasten geht das nicht, und beim Ausschalten vergisst der Controller die Turbo-Belegung. Profile oder eine App gibt es ebenfalls nicht: Die Ultimate Software V2 kann bei diesem Modell nur die Firmware flashen. Stick-Kurven, Totzonen oder eine Vibrationsregelung sind damit nicht drin.

Akkulaufzeit

8BitDo gibt für den 480mAh-Akku rund 15 Stunden Spielzeit und etwa 2 Stunden Ladezeit an. Den USB-C-Anschluss zum Laden findet ihr an der Oberseite.

Die LED zeigt den Ladezustand an: rotes Dauerlicht beim Laden, aus bei vollem Akku, Blinken bei schwachem Akku. Am Kabel könnt ihr weiterspielen. Ohne Verbindung schaltet sich der Controller nach einer Minute selbst ab, ohne Eingabe nach 15 Minuten. Manuell schaltet ihr ihn aus, indem ihr die Home-Taste drei Sekunden gedrückt haltet. Nach acht Sekunden folgt die Zwangsabschaltung.

Alternative: Lieber das Original?

Der Pro Controller 2 von Nintendo kostet rund 90€ (UVP), also etwa das Dreifache, bringt dafür aber GL- und GR-Tasten, C-Taste, HD-Rumble, NFC und eine Klinkenbuchse mit. Im Angebot, oft auch bei AliExpress, bekommt ihr ihn schon für unter 60€. Den Aufpreis wäre es mir persönlich wert. Aber gleich vier Pro-Controller würden das Budget sprengen.

Testergebnis

Getestet von
Erik Schmid

Für einen Controller vom Dritthersteller macht der 8BitDo Ultimate 2C ziemlich wenig falsch. Die Bewegungssteuerung arbeitet präzise und feinfühlig. Das Steuerkreuz bleibt beim Abrollen sauber und die Hall-Sticks liefen im Testzeitraum ohne Drift. Eine spürbare Eingabeverzögerung ist mir nicht aufgefallen. Einmal per Kabel gekoppelt, findet der Controller die Konsole danach von allein.

Was fehlt, sind die Sonderfunktionen der Switch 2: GL und GR, die C-Taste und das Aufwecken der Konsole bleiben dem Pro Controller 2 vorbehalten. Auch NFC und damit die Amiibo-Unterstützung gibt es nicht. Die Vibration ist schlicht und lässt sich nirgends regeln. Dazu wirken die ABXY-Tasten etwas weniger wertig und die Bumper klicken laut. Für eine Spielrunde mit Freunden zählt davon kaum etwas.

Rund 30€ gegen rund 90€ UVP / 73€ Marktpreis beim Original: Der 8BitDo Ultimate 2C ist bisher der beste Switch-2-Controller eines Drittherstellers, den ich hier hatte. An die Qualität eines originalen Nintendo-Controllers reicht er nicht heran, dafür ist er deutlich günstiger. Für einen Mario-Kart-Abend lassen sich so drei zusätzliche Controller für wenig Geld besorgen, und sie tun, was sie sollen: Im Rennen wird sich niemand über Hardware-Nachteile beklagen.

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