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RedMagic Cryo Cooler 8 Pro im Test – Referenz für mobile Gamer?

Getestet von Max Drechsel am
Vorteile
  • Kühler erreicht Minusgrade
  • deutliche Kühlleistung spür- und messbar
  • hardwareschonender Effekt
  • einfache Handhabung
  • besonders effektiv bei längeren Sessions
  • überschaubare Anschaffungskosten
  • leiser als Vorgänger
  • Steuerung über App möglich
Nachteile
  • zusätzliches Gewicht am Smartphone
  • eigene Stromquelle für volle Leistung vonnöten
  • kaum Effekt bei kurzen Leistungsabfragen
  • Clip als Alternative nur gegen kleinen Aufpreis
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Geliefert wie bestellt. Wir sind euch noch einen kleinen Test zum RedMagic Cryo Cooler 8 Pro schuldig und hier ist er. Die Ähnlichkeiten zum RedMagic Cooler 6 Pro sind nicht von der Hand zu weisen. Doch unter der Haube hat sich einiges getan, um das Design der Nummer 6 weiter zu verbessern. Der Kühler wird an der Rückseite des Smartphones platziert und kühlt dort die Hardware, um Leistungsreduzierung durch Überhitzung zu vermeiden.

Design & Verarbeitung

RedMagic Cryo Cooler 8 Pro Test Design 10

Äußerlich führt der RedMagic Cryo Cooler 8 Pro das Design der Vorgänger mit 70 x 63 x 31 Millimeter fort. Der Kühler wächst also um einige Millimeter in alle Richtungen, die Grundform bleibt jedoch erhalten. Beim Gewicht stehen 110 Gramm des RedMagic Cooler 6 Pro (zum Test) gegen die 113 Gramm des Cryo 8 Pro – auch hier zeigt sich etwas mehr Masse, wenn auch mit minimalen Differenzen. Eine Verringerung des Gewichts wäre wünschenswert gewesen, ist bei dieser Kühlergröße vermutlich aber schwer umzusetzen.

Immerhin steigen nicht nur Abmessungen und Gewicht, sondern auch die maximale Leistung. Diese liegt nun bei 36 Watt (im Vergleich zu 30W). Die Ansaugkraft bleibt unverändert bei 14 Newton, was ausreicht, um den Lüfter magnetisch zu befestigen.

Spannender ist das Innenleben: Der Kühlkörper wurde überarbeitet. Er besteht weiterhin aus Aluminium, aber die Finnen liegen noch enger zusammen, was die Kühlfläche insgesamt auf 1.640mm² erhöht. Beim Lüfter kommt ein neues Modell zum Einsatz, das auf 11 Blätter setzt und 6.500U/Min erreicht. Insgesamt soll die Lautstärke gegenüber dem Cooler 6 Pro nur um 1dB auf 36dB steigen. Das muss in Relation zur höheren Kühlleistung betrachtet werden, die wir uns gleich ansehen.

Beim RedMagic Cryo Cooler 8 Pro fällt ein USB-C-Anschluss weg. Das ansteckbare, induktive Ladepad besitzt keinen zusätzlichen Port mehr. Abseits davon befindet sich gegenüber dem Anschluss nur ein „Power-Button“, mit dem ihr den Lüfter ein- und ausschalten könnt. Das ist ebenso über die App möglich, solange der Lüfter mit Strom versorgt wird.

Das Problem, dass sich der Lüfter verlangsamt, wenn ihr das mitgelieferte Magnetpad verwendet, gehört der Vergangenheit an. Der magnetische Kontakt hat weder hör- noch messbar in der App Auswirkungen auf die Drehzahl. Stattdessen ist der Lüfter nun theoretisch auch mit MagSafe kompatibel. Wenn die Oberfläche nicht eben ist, dürfte sich das jedoch negativ auf die Kühlleistung auswirken.

Wie die Schwestermodelle lässt sich der RedMagic Cryo Cooler 8 Pro auch am USB-Anschluss des Smartphones betreiben, erbringt dann aber nicht die volle Leistung. Mit einem 45 Watt Netzteil solltet ihr keine Probleme haben, das volle Potenzial zu entfalten.

Lieferumfang

Die Verpackung hat sich im Vergleich zum Vorgänger verändert: Sie ist simpler gestaltet und besitzt statt einer Schaumstoffpolsterung nur noch einen Blister. Am Inhalt hat sich jedoch nichts geändert.

  • RedMagic Cryo Cooler 8 Pro
  • Bedienungsanleitung (Englisch, Chinesisch)
  • USB-C auf USB-C-Kabel (ca. 2m)
  • Magnetisches Klebepad
  • Mora-Sticker
  • Extra: Halteklammer

Lautstärke

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36dB sind ein beachtlicher Wert. Selbst in einem leisen Büro liegen bereits 40dB an, eher etwas mehr. Um auf den Wert von RedMagic zu kommen, muss es absolut still sein. Der Lüfter würde in diesem Fall die einzige Geräuschquelle auf der niedrigsten Stufe darstellen. Ein Flüstern wird zum Vergleich mit 30dB angegeben.

Für die dB-Messung hat RedMagic auf eine detaillierte Angabe zum Testhergang verzichtet. Interessant wäre etwa, aus welcher Entfernung der Schalldruckpegel gemessen wurde – 30cm oder 1m? Das macht einen großen Unterschied, zumal ein Meter oder mehr bei einer Streamingaufnahme realistisch ist, nicht aber beim Spielen auf dem Smartphone. Zudem muss beim Streaming ein externes Mikrofon verwendet werden, da sich die Mikrofone des Smartphones in unmittelbarer Nähe zum Lüfter befinden.

Wir haben unseren Test in drei Szenarien unterteilt: Einmal direkt vor dem Lüfter, um die maximale Lautstärke bei Volllast zu messen. Ein zweites Mal aus 60cm Entfernung, was in etwa der Haltung des Smartphones beim Spielen entspricht, und einmal aus 120cm Entfernung für Streamer – jeweils auf der niedrigsten Stufe, um die Werte von RedMagic nachzuvollziehen.

RedMagic Cryo Cooler 8 Pro Test Lautstaerke 1

turbinenartige Ausmaße im „Zerstörungsgott-Modus“

Wenig überraschend können wir die 36dB nicht nachstellen. Selbst bei über einem Meter Entfernung bleibt der Wert über 45dB. Der Cryo Cooler 8 Pro erzeugt jedoch ein gleichmäßiges Rauschen, was beim Cooler 6 Pro anders war. Erst bei voller Leistung erinnert der Lüfter an eine Turbine. Bis 25% bleibt die Geräuschkulisse unauffällig, ab 50% kommt ein hochfrequentes Fiepen hinzu, das auf Dauer störend wirken kann – zumindest, wenn die Umgebung ansonsten ruhig ist.

Kühlleistung

RedMagic Cryo Cooler 8 Pro Test Design 8

RedMagic verspricht bis zu -25°C. Beim Cooler 6 Pro wurden zuvor knapp -10°C gemessen, obwohl -16°C angegeben waren. Eine Überprüfung ist einfach, da der Labortest von RedMagic gut beschrieben und schnell nachgestellt ist. Im „Zerstörungsgott-Modus“ wird die Leistung des RedMagic Cryo Cooler 8 Pro auf das Maximum maximiert.

Die App zeigt am Sensor -16°C an, die Drehzahl liegt bei den angegebenen 6.500U/Min und die Leistungsaufnahme beträgt 33W. Die restlichen 3W entfallen vermutlich auf die Beleuchtung. Auf der Kühlfläche wurde ein Wert von -11°C als kältester Punkt gemessen. Das entspricht nicht ganz den -25°C, ist aber dennoch so kalt, dass der Kühler auf der Oberfläche festfrieren kann. Dies ist eine Verbesserung um 3°C gegenüber dem Cooler 6 Pro.

Gemessen wurde frei in der Luft bei 25°C Raumtemperatur, exakt nach den Vorgaben von RedMagic. Wie der Hersteller den Wert von -25°C erreicht, bleibt unklar, die gesteigerte Kühlleistung ist jedoch reproduzierbar besser als beim RedMagic Cooler 6 Pro (zum Test).

Belastungstest

Wie auch schon beim RedMagic Cryo Cooler 8 Air haben wir zwei Smartphones, das Nubia Z60 Ultra (zum Test) und das Black Shark 5 Pro (zum Test), mit starker Wärmeentwicklung durch einen 20- und 5-minütigen Belastungstest gejagt. Beide Tests zeigen, wann und wie stark die CPU drosselt. Hier seht ihr die Ergebnisse dirket im Vergleich mit dem RedMagic Cryo Cooler 8 Air (zum Test) und jeweils ohne externen Kühler:

Die Unterschiede zum kleineren Schwestermodell fallen nicht besonders groß, aber durchaus messbar aus. Statt rund 10% oder gar 20% drosseln die Geräte kaum noch, sodass hohe 90er-Werte erreicht werden. Bei dieser Art von Test erzielt der Lüfter die größte Wirkung und zeigt, dass die Hardware schonender betrieben werden kann. Zudem wird die Kühlung in Mehrleistung umgesetzt, da die Komponenten höher takten.

3D-Benchmarks

Wie in den vergangenen Testberichten zeigt sich bei den kürzeren 3D-Benchmarks jedoch ein umgekehrtes Bild. Die Renderings, welche die Maximalleistung darstellen sollen, profitieren kaum von der Kühlung, da der Chip nicht heiß genug wird, um stark zu drosseln. Anders verhält es sich mit den 20-minütigen Stresstests: Das Z60 Ultra bewältigt den „Wild Life Extrem Stress Test“ ohne Kühler nicht ohne Notabschaltung, während mit dem Kühler konsistente Ergebnisse erzielt werden.

Eine Verbesserung gegenüber dem RedMagic Cryo Cooler 8 Air wird beim Black Shark im „Wild Life Extrem Test“ deutlich: Durch die stärkere Kühlung erreicht das Gerät nicht nur einen höheren Maximalwert, sondern auch höhere Minimalwerte. Das Smartphone drosselt kaum noch.

Aktuelle Spiele wie „Tower of Fantasy“, „Wuthering Waves“, „Genshin Impact“ oder „Diablo Immortal“ fordern Grafikchips und Prozessoren stark. Auch wenn die meisten gut ausgestatteten Smartphones diese Titel auf höchster Grafikstufe flüssig darstellen können, werden sie dabei sehr warm. In diesen Szenarien sorgt der RedMagic Cryo Cooler 8 Pro nicht nur für kühlere Hände, sondern auch für höhere und stabilere Bildraten.

App – Goper

An RedMagics eigener App für Zubehör hat sich seit dem letzten Lüfter wenig geändert. Die Benutzeroberfläche für den RedMagic Cryo Cooler 8 Pro wirkt etwas moderner als noch beim Cooler 6 Pro, der Funktionsumfang bleibt jedoch identisch.

Werte für die Umdrehungen pro Minute und die Stromaufnahme sind hinzugekommen, während die Temperaturanzeige des internen Sensors beibehalten wurde. Alle Anzeigen aktualisieren sich deutlich häufiger. Die Drehzahl lässt sich manuell in mehreren Stufen oder automatisch je nach anliegender Temperatur regeln. Auf Knopfdruck lässt sich der „Zerstörungsgott-Modus“ aktivieren, der alle anderen Einstellungen überschreibt und die maximale Leistung abruft.

Firmware-Updates sind ebenfalls möglich und wurden beim RedMagic Cooler 6 Pro häufig bereitgestellt. Im Testzeitraum wurde bereits eine neue Version auf 8.2.5 aufgespielt. Zuletzt lassen sich die LEDs steuern: Neben vorkonfigurierten Farben könnt ihr diese über eine Farbleiste selbst bestimmen. Zudem stehen drei Beleuchtungsmodi zur Auswahl.

Testergebnis

Getestet von
Max Drechsel

Nachdem nun drei Lüfter von RedMagic im Test waren, fällt das Fazit eindeutig aus: Solche Smartphone-Kühler helfen in hitzigen Szenarien, das Gerät kühl zu halten und schonen die Hardware. Dass die Kühler dabei sehr niedrige Minusgrade erreichen, bleibt bemerkenswert, für den alltäglichen Einsatz eignen sie sich jedoch kaum.

Zudem bringen die Lüfter ein spürbares Zusatzgewicht mit, benötigen einen eigenen Stromanschluss und erzeugen einen gewissen Lautstärkepegel. Ohnehin wirkt sich die zusätzliche Kühlung meist erst bei längerer Nutzung aus. Wer viele grafisch anspruchsvolle Spiele nutzt, profitiert von einer besseren Auslastung und Stabilität durch reduziertes „Thermal Throttling“.

Bei einem Preis von ca. 59€ für den RedMagic Cryo Cooler 8 Pro und ca. 64€ mit passender Halteklammer bleibt die Investition im Rahmen. Wer das Ganze nur ausprobieren möchte, ist mit dem RedMagic Cryo Cooler 8 Air (zum Test) aufgrund des geringeren Preises besser beraten. Auch die Vorgängergeneration bietet sich durch reduzierte Preise im Abverkauf an, etwa der RedMagic VC Cooler 6 Air oder der VC Cooler 6 Pro (zum Test). Zwar sind die aktuellen Lüfter performanter, für einen ersten Eindruck reicht die dort vorhandene Kühlleistung jedoch aus.

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