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Dreame L50S Pro Ultra im Test – fairer Preis und starke Leistung?

Getestet von Jonas Andre am
Vorteile
  • ausschwenkbare Seitenbürste und Mopp-Pad
  • hervorragende Hindernisserkennung und Navigation
  • ausgezeichnete Verarbeitung
  • ausgezeichnete Saugleistung
  • gute Wischleistung
  • Servicestation mit allen Extras
  • leises Trocknen der Wischpads
  • sehr gute App mit vielen Funktionen
Nachteile
  • Teppichränder werden gelegentlich gewischt
  • Wischpads können nicht abgelegt werden!
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Mit dem neuen Dreame L50s Pro Ultra führt der Hersteller sein Namens- und Produktchaos im Saugroboterbereich weiter fort. Abgelöst wird das Flaggschiff mit dem Namen X50 Ultra (zum Test) dadurch allerdings nicht, sondern hier stehen Standard-Features und Grundfunktionen zur autonomen Bodenreinigung im Vordergrund. Eine besondere Steigfähigkeit über die üblichen 2cm hinaus, das Ablegen der Wischmopps in der Station oder der einfahrbare Laserturm zum Saugen unter tiefen Möbeln fehlen beim Dreame L50s Pro Ultra.

Dennoch sollte er für viele Haushalte gerade aufgrund des günstigen Preises von ca. 700€ eine gute Wahl sein. Ich hatte den Sauger die letzten vier Wochen im Test und ziehe hier auch einen direkten Vergleich zum Flaggschiff-Modell von Dreame.

Dreame L50s Pro Ultra Test testbericht

Spezifikation Dreame X50 Ultra Dreame L50s Pro Ultra
Marktstart Februar 2025 März 2026
UVP / Marktpreis 1.499€ / ab ca. 797€ 749€ / 649€
Abmessungen Sauger (Ø × H) 350x89mm (LiDAR eingefahren) / 111mm 350x104mm
Gewicht Sauger 4,5kg ca. 4,1kg
Saugkraft 20.000Pa 30.000Pa
Hauptbürste HyperStream DuoBrush (Doppelwalze) HyperStream DuoBrush (Doppelwalze)
Seitenbürste ausschwenkbar, anhebbar ausschwenkbar, anhebbar
Einfahrbarer LiDAR Ja (VersaLift) Nein
Steigfähigkeit (einzeln / doppelt) 4,2cm / 6cm 2,2cm / 4cm
Wischpads 2 rotierende, ausschwenkbar, anhebbar 2 rotierende, ausschwenkbar, anhebbar
Pads in Station ablegbar Ja Nein
Heißwasserreinigung 80°C 100°C (ThermoHub)
Pad-Trocknung Heißluft + UV Heißluft
Akku 6400mAh 5200mAh + Schnellladung
Ladezeit ca. 4 Stunden ca. 2,5 Stunden
Staubbehälter Sauger 395ml 250ml
Frischwasser / Schmutzwasser Station 4,5l / 4,0l 4,5l / 4,0l
Staubbeutel Station 3,2l (bis zu 100 Tage) 3,2l (bis zu 100 Tage)
Reinigungsmittel-Tank frei befüllbar, automatische Dosierung frei befüllbar, automatische Dosierung
Wasseranschluss-Kit optional optional
Hinderniserkennung KI + Kamera KI + Kamera
Sprachsteuerung „OK Dreame“, Alexa, Google, Siri „OK Dreame“, Alexa, Google, Siri
Matter-Support Nein Ja
App Dreamehome Dreamehome
Standby-Verbrauch 5,5W 4,5W
Lautstärke (Leise / Standard / Turbo / Max) 53/56/58/62dB(A) 52/58/60/62dB(A)
Lautstärke Absaugstation 68dB(A) 68dB(A)
Lautstärke Trocknung 39dB(A) 39dB(A)
Farben Schwarz, Weiß Schwarz, Weiß

Lieferumfang des Dreame L50s Pro Ultra

Weniger verwirrend als die Namensgebung von Dreame ist die Versionsgestaltung beim Zubehör. Gelegentlich bietet der Hersteller sogenannte „Complete Editions“ an, die massenweise Zubehör und zusätzliche Verschleißteile für die nächsten Jahre beinhalten. Beim Dreame L50s Pro Ultra gibt es eine solche Version bislang jedoch nicht und der Lieferumfang besteht aus Folgendem:

Dreame L50s Pro Ultra Leiferumfang 1

  • Sauger inklusive aller Anbauteile und Station
  • 2x Staubbeutel für Absaugstation
  • Bedienungsanleitung
  • Reinigungsmittel

Beim Reinigungsmittel könnt ihr bei Dreame übrigens immer einfüllen, was ihr möchtet, solange es nicht schäumt. Das ist ein großer Vorteil gegenüber einigen Herstellern wie DJI, die auf nicht einfach nachfüllbare Reinigungsmittelbehälter setzen. Dies ist zudem schlecht für die Umwelt und produziert unnötig viel Müll.

Design und Verarbeitung

Der Dreame L50s Pro Ultra misst die üblichen 35cm im Durchmesser und ist damit ein kreisrunder Roboter. Inklusive Laser-Turm ist er 10,4cm hoch und damit nicht speziell für niedrige Möbel oder für den Einsatz unter der Couch geeignet, da der Turm nicht einfahrbar ist. Trotz des 5200mAh kleinen Akkus kommt das Gerät auf ein Gewicht von 4 Kilogramm. Im Inneren gibt es keinen Wassertank, sondern nur einen 250ml fassenden Staubbehälter, der sich wie gewohnt entnehmen lässt. Die Wischmopps werden wie üblich in der Station ausgewaschen, wobei es auch hier einen Unterschied zu den Topmodellen gibt. Die Wischmopps können nicht in der Station zurückgelassen werden, was die Performance in der Praxis etwas einschränkt, wie wir später noch sehen werden.

Ein rotierendes Wischpad ist ausfahrbar, ebenso wie die einzelne Seitenbürste. Die Seitenbürste transportiert den Schmutz zuverlässig vor den großen Saugschlund mit Doppelbürste, die einmal komplett aus Kunststoff besteht und einmal abwechselnd mit Borsten versehen ist. Die Stollenreifen sind ebenfalls Standard und eine besondere Steigfähigkeit wie beim Modell X50 Ultra fehlt hier. Der L50s Pro Ultra schaffte im Test knapp über 2cm. Lasst euch von der Doppelangabe nicht verwirren. Diese bedeutet lediglich, dass er zwei aufeinanderfolgende Kanten von jeweils 2cm überqueren kann.

Dass Dreame Saugroboter bauen kann, ist mittlerweile jedem bestens bekannt, und der L50s Pro Ultra ist da keine Ausnahme. Das Gerät ist exzellent verarbeitet und bringt die relevanten Features mit, die in dieser Preisklasse erwartet werden.

Es gibt keine Besonderheiten, ausser eben die Standards mit ausfahrbaren Armen, die die Reinigungsleistung in den letzten Jahren ebenso positiv beeinflusst haben wie die Servicestation, die hier natürlich ebenfalls dabei ist. Die Farbauswahl ist mit Schwarz und Weiß zumindest etwas gegeben.

Servicestation des Dreame L50s Pro Ultra

Die Reinigungsstation sieht den üblichen Dreame-Modellen zum Verwechseln ähnlich und ist mit 340 x 457 x 590 Millimeter auch so groß wie die anderen. Die Servicestation saugt den Schmutz in einen 3,2l großen Staubbeutel ab, befeuchtet je nach Einstellung die Wischmopps und wäscht diese mit 100°C heißem Wasser aus. Ob dort nun 70°C, 80°C, 90°C oder 100°C stehen, davon solltet ihr euch nicht verrückt machen lassen, das ist lediglich Marketing. Die Trocknung arbeitet nur mit Heißluft und nicht mit UV-Licht, aber auch darüber solltet ihr euch keine allzu großen Gedanken machen. Geruchsbildung habe ich dort seit Jahren nicht mehr feststellen können, egal, wie viel Grad angegeben waren.

In den Frischwassertank passen 4,5l, in den Schmutztank 4,0l, und die Station verfügt über einen Reinigungsmittelbehälter, der frei befüllt werden kann. Das Stromkabel wird hinten gut verstaut und die Station kann auch in enge Lücken gestellt werden; zumindest hat das bei mir keinerlei Probleme verursacht.

Dreame L50s Pro Ultra Service Station 5

Der Dreame L50s Pro Ultra im Praxistest

Der Sauger ist binnen weniger Minuten mit der App verbunden und nach Einfüllen des Frischwassers sowie der Reinigungslösung umgehend einsatzbereit. Wie gehabt stehen die üblichen Einstellungen in der App zur Verfügung:

  • nur Saugen
  • nur Wischen
  • Saugen + Wischen
  • Wischen nach Saugen
  • 4 Stufen Saugleistung
  • 1 bis 32 Stufen für Feuchtigkeit des Mopp-Pads
  • Häufigkeit der Moppwäsche (nach Quadratmetern, Zeit oder Räumen)

Die Saugleistung gibt Dreame mit nun 30.000 Pascal an, aber auch hier solltet ihr euch vom Marketing-Versprechen nicht verrückt machen lassen. Der X50 Ultra hatte 20.000Pa, und die Saugleistung in der Praxis ist hier keineswegs merklich besser. Die Saugstufen verursachen in der Praxis folgende Geräuschkulissen:

  • Leise: 52dB(A)
  • Standard: 58dB(A)
  • Intensiv: 60dB(A)
  • Max: 62dB(A)
  • Absaugstation: 68dB(A)
  • Trocknen der Wischpads: 39dB(A)

Saugleistung des L50s Pro Ultra

Auf harten Böden wie Fliesen konnte der Dreame L50s Pro Ultra im Test voll überzeugen. Mein 45m² großer Wohnbereich wurde stets perfekt gesaugt und alle Partikel und Dreck wurden immer eingesammelt. Dabei hat der Roboter eine intelligente Schmutzerkennung und fährt bei Bedarf nochmals an eine bestimmte Stelle. Auch das klappte wirklich gut. Flache Teppiche sind ebenfalls kein Problem, da die Wischpads hochgefahren werden können. Bei Hochflorteppichen kommt es durch die Wischpads hingegen zu Problemen, weil diese nicht komplett in der Station abgelegt werden können. Ansonsten ist die Saugleistung exzellent, und auch Haare oder Ähnliches wickelten sich nicht in der Doppelbürste auf.

Wischleistung

Dreame L50s Pro Ultra Unterseite 1

Im regelmäßigen Testbetrieb hatte der L50s Pro Ultra kaum mit langflorigen Teppichen zu tun, was seine Schwäche ist. Die Wischleistung kann ich jedoch nur loben, und auch die Erkennung von hartnäckigeren Flecken funktioniert im Test solide, woraufhin mehrfach gewischt wurde. Die beiden Pads rotieren, werden regelmäßig (je nach Auswahl) ausgewaschen und sind auf Wunsch feucht mit ausreichend Druck. Hinzu kommt noch der ausfahrbare Arm. Einige Modelle auf dem Markt bieten heutzutage auch eine Rolle, aber in der Praxis reicht dieses Wischen mit Pads für perfekte Ergebnisse vollkommen aus. Aktuell wische ich jede zweite Nacht das Erdgeschoss und habe damit den saubersten Boden, den Dreame L50S pro Ultra Screenshots 4ich jemals hatte. Die Teppicherkennung funktioniert gut, wobei das Anheben der Pads bei dünnen Teppichen problemlos ausreicht, bei langflorigen Teppichen jedoch zu Problemen und Verschmutzungen führt. Die Pads können, wie zuvor schon angesprochen, nicht abgelegt werden.

Zusammengefasst kann der Dreame L50s Pro Ultra in der Praxis mit einer super Saug- und starken Wischleistung voll überzeugen. Es ist ein wenig die Frage, wie euer Haushalt aufgebaut ist. Wer langflorige Teppiche, niedrige Möbel (die unterfahren werden sollen) oder hohe Absätze hat, greift gegebenenfalls zum Flaggschiff-Modell. Alle anderen bekommen hier exakt die gleiche Saug- und Wischleistung und auch in Bezug auf die App das gleiche, optimale Nutzererlebnis. Der L50s Pro Ultra unterstützt als neues Feature jetzt auch das SmartHome-Protokoll Matter, falls das für euch relevant sein sollte. Auch die Navigation ist beim Dreame L50s Pro Ultra mit Laser, Kamera und Sensoren astrein und auf Spitzenniveau.

Akkulaufzeit und Stromverbrauch

Mit 5200mAh ist der Akku etwas kleiner als beim X50 Ultra, aber in der Praxis werden dennoch solide 150m² gesäubert. Die kalkulierte Laufzeit liegt bei 150 Minuten und ist damit ziemlich gut. Meine 45m² große Testfläche wurde mit einem Verbrauch von ca. 30% Akku in 48 bis 50 Minuten komplett gereinigt (mit Wischen und Saugen auf zweithöchster Stufe). Auch beim Standby-Verbrauch überzeugt der Dreame mit gerade einmal 4,5W. Zudem wird mit einer schnelleren Ladezeit geworben; hier hatte Dreame beim X50 Ultra mit 4 Stunden noch Nachholbedarf. Der L50s Pro Ultra ist nach 150 Minuten wieder voll einsatzbereit.

Testergebnis

Getestet von
Jonas Andre

Der Dreame L50s Pro Ultra platziert sich klar unter dem Flaggschiff und muss beim Preis noch auf unter 500€ sinken. Dann ist er definitiv eine Empfehlung für alle, die spezielle Features wie den einfahrbaren Laserturm, das Ablegen der Wischpads, eine besondere Steigfähigkeit und eine UV-Trocknung nicht benötigen.

In den Punkten Navigation, Wisch- und Saugleistung liefert das Modell L50s Pro Ultra genauso ab wie das Flaggschiff und überzeugt ebenso in der Praxis. Zur sehr guten Reinigung tragen die Doppelhauptbürste sowie die ausfahrbaren Wischteller und Seitenbürsten bei. Die richtige Wahl des Saugroboters wird mit dem neuen L50s Pro Ultra nicht einfacher, sondern ihr müsst euch genau überlegen, welche Features ihr benötigt, und dann entscheiden. Heutzutage gibt es bereits für unter 300€ solide Haushaltshelfer mit fast allen modernen Features. Alle empfehlenswerten Modelle findet ihr in unserer Bestenliste für Saugroboter.

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