Blackview Wave 2C – Ein 5-Zoll-Zwerg aus der Vergangenheit
Für Freunde von kompakten Smartphones gibt es mit dem Blackview Wave 2C eine preiswerte Alternative mit einem nur 5 Zoll großen Bildschirm. Damit fällt es zwischen den restlichen Smartphones, bei denen sich Displaygrößen über 6,5 Zoll etabliert haben, definitiv auf.
Auf der Webseite von Blackview ist das Modell bereits verfügbar. Ob es sich lohnt, auf dieses Smartphone in Deutschland zu warten, klären wir in einem kurzen Check. Die Wave-Reihe von Blackview stellt die günstige Einstiegsreihe dar, deshalb ist von einem Preis von unter 100€ für das Blackview Wave 2C auszugehen.
Blackview Wave 2C: Ausstattung im Überblick
Das Blackview Wave 2C ist mit 135,6 x 70,2 x 11,1 Millimetern auf jeden Fall kompakt, wenn auch ein wenig dick, und in zwei Farben erhältlich. Das Gewicht dagegen ist mit 159 Gramm erstaunlich hoch für diese Größe. Wer jetzt auf einen großen Akku hofft, wird bei 3.000mAh herb enttäuscht, vor allem, wenn ihr den Namen der verbauten CPU lest.
Mit dem Unisoc SC9863A ist ein Prozessor mit Legendenstatus verbaut. Acht Jahre alt, schon immer langsam und trotzdem lebendig, treibt er hier das Blackview Wave 2C mit Android 16 Go an. Zur Seite stehen ihm 3GB RAM und 32GB Festspeicher. Ich musste lange nach einem Testbericht suchen: Schon 2022 konnte der SC9863A seine grandiose Leistung im Cubot Note 9 zeigen.
Zumindest beträgt die Auflösung nur 854 x 480 Pixel, sodass die CPU und GPU bei 60 Hertz Bildwiederholrate nur wenige Bildpunkte bewegen müssen. Das IPS-Panel wird von Panda-Glass geschützt.
Am meisten freut ihr euch vermutlich über den Triple-Slot für zwei SIM-Karten und eine microSD-Karte zur Speicherweiterung. Ansonsten spart sich Blackview ein modernes Design, NFC, einen Fingerabdrucksensor sowie gute Kameras. Hier müssen tatsächlich 2 oder 5 Megapixel ausreichen. Die Ergebnisse werden dementsprechend ausfallen. Zumindest ist LTE mit Band 20 an Bord, wobei Wi-Fi 4 und Bluetooth 4.2 ebenfalls aus dem letzten Jahrzehnt stammen. Mit GPS, GLONASS und Galileo sollte die Standortbestimmung reibungslos funktionieren. Falls der Akku zur Neige geht, was dank der ineffizienten 28nm-CPU zügig passiert, ladet ihr ihn mit maximal 5 Watt wieder auf.
Unsere Einschätzung
Wir können vor dem Blackview Wave 2C nur warnen, es sei denn, ihr liebt es, sekundenlang auf die Reaktion des Betriebssystems zu warten. So sehr wir in der Redaktion neue, kompakte Smartphones begrüßen: Das Blackview Wave 2C zählt nicht dazu. Hier hätte sich Blackview deutlich mehr Mühe geben und vor allem einen besseren Prozessor verbauen müssen. Aber auch die restliche Ausstattung passt eher in das Jahr 2018, das Geburtsjahr der CPU. Zumindest fallen neben der Größe noch die Farbe und das Design auf. Blackview kombiniert einfach zwei Designstile bekannter Hersteller, und fertig ist ein geschrumpftes Smartphone mit koreanischen Designanleihen und einer Farbe, die ihr eher mit einem Apfel verbindet. Sucht ihr wirklich ein Einstiegssmartphone, werft einfach einen Blick in unsere Bestenliste.
Hinterlasst uns gerne einen Kommentar, ob wir einen Redakteur mit einem Test des Blackview Wave 2C ärgern sollen.
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