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Sigenergy SigenMate 2700 Ultra Speichersystem – Neuvorstellung auf der Intersolar 2026

Was auf der Intersolar 2026 in München noch als Ausblick zu sehen war, ist jetzt Realität: Der SigenMate 2700 Ultra, der erste Balkonkraftwerk-Speicher von Sigenergy, ist ab sofort in Deutschland vorbestellbar. Am 14. Juli hat der Hersteller das System offiziell vorgestellt, und die technischen Daten lesen sich weiterhin stark. Vier MPPT-Eingänge, bis zu 4.000W PV-Leistung, ein modular erweiterbarer Speicher und ein KI-Energiemanagement, das Ihr sonst eher aus großen Heimspeichern kennt.

Sigenergy SigenMate 2700 Ultra vorgestellt 1

Wir haben alle Infos zum Verkaufsstart für Euch zusammengetragen. Unser ausführlicher Test folgt in rund zwei Wochen.

Vom Newcomer zum Global Player

Der 2022 von ehemaligen Huawei- und BYD-Managern in Shanghai gegründete Hersteller hat sich in Rekordzeit im Bereich der erneuerbaren Energien etabliert. Nach eigenen Angaben ist Sigenergy inzwischen in 85 Ländern aktiv, arbeitet mit 172 Distributoren und über 17.600 registrierten Installateuren zusammen (Stand Ende 2025). Laut Sunwiz-Marktdaten führt das Unternehmen 2025 im Segment unter 1.000kWh in Australien, Südafrika und Irland.

Bisher lag der Fokus auf modularen All-in-one-Heimspeichern und Wechselrichtern für Privathaushalte, Gewerbe und Industrie. Mit dem SigenMate 2700 Ultra ergänzt Sigenergy die Produktpalette jetzt nach unten und steigt in den umkämpften Markt der Balkonkraftwerk-Speicher ein.

Die Technik im Überblick

Optisch punktet das SigenMate 2700 Ultra durch ein aufgeräumtes Metallgehäuse mit stimmiger Gesamtoptik. Mit einer Eingangsleistung von beachtlichen 4.000W (4 x 1.000W, bis zu 32A pro MPPT) lassen sich bis zu acht Solarmodule (zwei parallel je Eingang) anschließen. Dank der vier unabhängigen MPP-Tracker arbeitet jedes Modul auch bei unterschiedlicher Ausrichtung oder Teilverschattung effizient.

Sigenergy SigenMate 2700 Ultra vorgestellt 2

Die Grundkapazität liegt bei 2,688kWh (LiFePO4, 105Ah-Zellen). Über bis zu sechs Zusatzakkus (SigenMate BAT 2700) lässt sich der Speicher modular auf 18,8kWh je Einheit stapeln, ganz ohne zusätzliche Stellfläche. Wer mehrere Einheiten parallel schaltet, kommt laut Hersteller sogar auf bis zu 56,4kWh.

Bei der Ausgangsleistung unterscheidet Sigenergy sauber zwischen Netz- und Notstrombetrieb:

  • On-Grid: 800W Einspeisung ins Hausnetz, bewusst begrenzt, um die vereinfachte Anmeldung als Balkonkraftwerk bei der Bundesnetzagentur zu erfüllen.
  • Off-Grid / Backup: bis zu 1.400W Dauerleistung über zwei AC-Ausgänge, kurzzeitig 1.800W Spitze (10 Sekunden) für anlaufstarke Geräte, bis zu 3.600W im Passthrough-Betrieb.

Ein besonderes Detail: Bei Netzausfall schaltet das System nach Herstellerangabe in 0ms um, ganz ohne externes Zubehör. Router, Kühlschrank oder Homeoffice-Rechner laufen also ohne Unterbrechung weiter.

KI-Steuerung als Kernargument

Vor allem bei der Steuerung möchte Sigenergy glänzen und profitiert von den Erfahrungen aus dem Heim- und Industriespeichergeschäft. Alles verwaltet Ihr über die mySigen App mit „Sigen AI-Mode”, der auf dem hauseigenen KI-Agenten SigenAgent basiert. Dieser analysiert Euer Verbrauchsverhalten, prognostiziert den Energiebedarf und entscheidet automatisch, wann Energie gespeichert, genutzt oder eingespeist wird, unter Berücksichtigung von Wetter, Strompreisen und Netzsituation. Wie gut das in der Praxis funktioniert, zeigt unser Test.

Für Freunde dynamischer Stromtarife interessant: Neben zwei Time-of-Use-Modi zur manuellen Steuerung unterstützt das System auch die Einbindung in ein Virtuelles Kraftwerk (VPP). Zur Erfassung des Verbrauchs setzt Sigenergy auf ein eigenes Smart Meter sowie die Kompatibilität zu Shelly, EcoTracker IR und everHome. Die App visualisiert die Energieflüsse zusätzlich über Sankey-Diagramme.

Robust gebaut

Beim Thema Sicherheit fährt Sigenergy einiges auf: IP66 (staubdicht und gegen starkes Strahlwasser geschützt), C5-M-Korrosionsschutz für salzhaltige Küstenluft und ein Betriebstemperaturbereich von -20°C bis +55°C. Gekühlt wird passiv per Konvektion, also ganz ohne Lüfter. Für die Verbindung sorgt Dual-Band-WLAN (Wi-Fi 6), das bei Netzausfall bis zu einen Monat Betriebsdaten lokal zwischenspeichert. Auf Akkuebene setzt der Hersteller auf ein sechsstufiges Sicherheitskonzept.

Preis und Verfügbarkeit

Jetzt wird’s konkret: Das SigenMate 2700 Ultra ist ab dem 14. Juli in Deutschland über den Sigenergy Official Store, bei Amazon sowie autorisierten Partnern wie Tepto (zum Onlineshop) vorbestellbar.

Direkt zum Angebot bei Amazon

Im Early-Bird-Zeitraum vom 14. bis 28. Juli kostet die Basiseinheit 999€ statt 1.199€, beides jeweils netto, also zzgl. MwSt. (brutto entspricht das rund 1.189€ statt ca. 1.427€). Über Bundle-Angebote sind Rabatte von bis zu 600€ möglich. Obendrauf legt Sigenergy für alle Vorbesteller ein dreiphasiges Sigen Smart Meter als Launch-Geschenk drauf. EU-Kunden außerhalb Deutschlands kommen vom 18. bis 31. August dran.

Einschätzung der Redaktion

Auf dem Papier macht das SigenMate 2700 Ultra vieles richtig: Die hohe PV-Eingangsleistung, die vier MPP-Tracker, die modulare Erweiterbarkeit und die 0-ms-Umschaltung heben es klar aus der Einstiegsklasse heraus. Dass Sigenergy seine Erfahrung aus dem Heimspeichergeschäft in ein kompaktes Format überträgt, könnte genau der Unterschied sein, den viele Nutzer suchen.

Ganz ohne Fragezeichen ist der Start aber nicht. Der Netto-Einstiegspreis von 999€ liegt spürbar über dem, was manche Konkurrenten für vergleichbare oder größere Kapazitäten aufrufen. Die Grundkapazität von 2,688kWh fällt gegenüber Systemen wie der Anker Solix Solarbank 4 Pro (zum Test) oder dem Zendure SolarFlow eher knapp aus. Der Aufpreis muss sich also über KI, Erweiterbarkeit und Notstromfähigkeit rechtfertigen. Und ob der viel beworbene „Sigen AI-Mode” im Alltag wirklich liefert oder nur schön klingt, entscheidet sich erst in der Praxis.

Genau das schauen wir uns an: Unser Testgerät ist unterwegs, der ausführliche Test folgt in rund zwei Wochen. Dann klären wir, was von den beeindruckenden Datenblättern im echten Betrieb übrig bleibt.

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Geoldoc
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Geoldod
22 Tage her

Meine “große” PV mit gut 12 kWPeak ist von Sigenergy.
Und ich bin bisher zufrieden. Die Steuerung hängt manchmal und die Komponenten wollen schon ein starkes W-LAN-Signal, damit es rund läuft, aber die Einstellmöglichkeiten sind super.

Ich habe auf den Garagen noch ein wenig Platz für Morgen- und Abendsonne und denke, ich werde es mit den Sigen Mikrowechselrichtern probieren, denn die sind voll ins System integrierbar.

Über Modbus ist die große Anlage auch direkt per HA steuerbar.

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