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Mit dem Baseus Bowie MC2 haben wir preiswerte Kopfhörer im Clip-Design im Test. Diese setzen auf das Open-Ear-Prinzip und sollen besonders bequem sitzen und auch nach längerer Tragezeit das Ohr nicht reizen. Soweit die Theorie, denn erst in der Praxis zeigt sich die Qualität.
Mittlerweile ist dieses Design im Markt angekommen und so ziemlich jeder Hersteller hat mittlerweile Open-Ear-Kopfhörer im Portfolio. Selbst Baseus hat mit Bowie MC2 Air ein ziemlich ähnliches Produkt im Angebot, welches aber einen kleinen Nachteil gegenüber unserem Testobjekt hat. Damit Bühne auf für die Bowie MC2 und unseren Test.
Lieferumfang der Baseus Bowie MC2
Der Lieferumfang der Baseus Bowie MC2 fällt funktional aus. Neben den Kopfhörern liegt ein 10-cm-USB-A-zu-C-Kabel bei. Dazu ergänzen die üblichen Sicherheitshinweise und die Kurzanleitung den Lieferumfang. Am wichtigsten sind zwei zusätzliche Überzüge in Größe L und XL. Größe M ist bereits auf den Kopfhörern installiert.
Design und Verarbeitung
Die Kopfhörer kommen in einem matten altweißen Case, welches minimal größer ist, als man es von den üblichen In-Ears gewohnt ist. Mit 65 × 55 × 30 mm passt es trotzdem locker in die Hosentasche und wiegt mit 52 Gramm nicht allzu viel. Der verwendete Kunststoff hat eine angenehme Haptik und vor allem die kleine Griffmulde hilft beim Öffnen des Cases. Die Metallapplikation auf der Rückseite ist nur Zierde, das Scharnier selbst besteht aus Kunststoff. Auf der Unterseite des Cases sind der USB-C-Anschluss zum Aufladen und der gut sichtbare Button für das Aktivieren des Kopplungsmodus. Aktiviert man diesen, blinkt die zweifarbige LED auf der Vorderseite weiß. Rot leuchtet diese nur bei einem niedrigen Akkustand.
Das Entnehmen der 4 Gramm leichten Kopfhörer gelingt ohne Probleme, dank ihrer speziellen Form, anders als bei vielen In-Ear-Kopfhörern. Trotzdem halten ausreichend starke Magnete die Kopfhörer in der richtigen Ladeposition. Diese sind zweigeteilt und über einen flexiblen Steg miteinander verbunden. Auf der einen Seite befinden sich die Elektronik und der Akku und auf der anderen der 11 mm große Treiber. Pro Seite hat der Hersteller zwei Mikrofone und einen kleinen mechanischen Taster im Akkupack untergebracht. Auch die Kopfhörer sind aus angenehmem Kunststoff gefertigt. Dabei ist die Verarbeitungsqualität der Preisklasse angemessen und die Spaltmaße sind in Ordnung. Während die Kopfhörer nach IP67 geschützt sind, hat das Case keinen Schutz. Somit dürfte ein kleiner Regenschauer kein Problem für die Baseus Bowie MC2 sein und auch Staub kann nur schwer in den Kopfhörer eindringen. Nur die Kennzeichnung von rechts und links hätte gerne größer und deutlicher sein können. Und auch einen Näherungssensor habe ich im Test vermisst.
Tragekomfort der Soundcore Baseus Bowie MC2
Anders als bei den Bowie MC2 Air liegen hier verschiedene Aufsätze bei, um den Treiber an das Ohr anzupassen. Dabei liegt der Ausgang des Lautsprechers relativ tief im Ohr und strahlt direkt in den Gehörgang. Durch die silikonartigen Aufsätze liegt der Kopfhörer angenehm im Ohr und dämpft den Druck auf den Knorpel. Da man zwischen drei verschiedenen Größen wählen kann, hat dieser Kopfhörer hier einen Vorteil gegenüber den den Bowie MC2 Air. Bei dem Air-Modell ist kein Tausch möglich.
Der Mittelsteg des MC2 ist wunderbar flexibel und der Kopfhörer lässt sich einfach in das Ohr einführen. Der Druck ist genau richtig, sodass die Kopfhörer zwar sicher sitzen, aber nicht drücken. Am Ende sitzen diese wie ein Clip um das Ohr herum. Das Innenteil liegt im Gehörgang und das Außenteil verbirgt sich hinter dem Ohrläppchen. Man muss eventuell ein wenig probieren, um die richtige Position für sich zu finden. Auch für große Ohren ist der Mittelsteg groß genug, um nicht zu drücken. Durch den bequemen Sitz stören die Baseus Bowie MC2 im Alltag kaum und reizen die Ohren nicht. Sie sind spürbar, aber nicht störend. Auch für leichte sportliche Aktivitäten sind die Kopfhörer zu gebrauchen. Sie sitzen beim leichten Joggen oder Inlinerfahren sicher genug, um nicht zu verrutschen. Nur beim Verdrehen des Kopfes könnten die Kopfhörer sich leicht verschieben, was sich sofort im Klang niederschlägt. Die Optik ist außergewöhnlich und erinnert mehr an Modeschmuck als an Kopfhörer.
Soundqualität & Abschirmung
Hier scheiden sich die Geister und der richtige Klang ist auch vom korrekten Sitz abhängig. Durch die offene Bauweise geht die Abschirmung gegen null, im Gegenzug ist man nicht abgeschottet von der Außenwelt wie bei In-Ears mit ANC. So lassen sich die Baseus Bowie MC2 gut beim Fahrradfahren tragen, denn der umliegende Verkehr bleibt präsent. Auch Kilometeransagen von der Smartwatch waren klar zu verstehen. Ein ANC besitzen die MC2 nicht. Dadurch, dass die Kugel mit dem Treiber relativ nah am Gehörgang liegt, wird die Umgebung vom Musikgenuss weitestgehend verschont. Hier sind etwa die Soundcore C30i (zum Test) wesentlich präsenter. Die maximale Lautstärke der MC2 ist weit mehr, als für die Ohren gut wäre. Auch bei hohen Lautstärken kommt es zu keinem Übersteuern. Die Reichweite war im Test mit 8m vollkommen ausreichend.
Sitzen die Kopfhörer korrekt, wird man vom Sound Out-of-the-Box ein wenig enttäuscht sein. Sehr mittenlastig mit Potenzial zu beiden Enden des Klangspektrums. Höhen gehen verloren und verlieren klar gegen den präsenten Mittenbereich. Bevor man sich weiter ärgert, sollte der Griff zur App und dem Equalizer gehen, denn dieser bringt eine wirkliche Verbesserung. Auch wenn die Equalizerkurve dann aussieht wie die bayerischen Alpen, tut es dem Sound gut. Werden die Mitten komplett zurückgeschraubt und die Höhen und der Bereich unter 500 Hz verstärkt, klingen die Baseus Bowie MC2 vernünftig. In der App kann noch eine Bassverstärkung aktiviert werden, welche zwar den unteren Bereich nochmals verstärkt, aber das ganze Musikstück ein wenig dumpf klingen lässt. Insbesondere bei Popmusik fühlen sich die Kopfhörer wohl und klingen nach oben raus sogar ein wenig luftig. Aber auch Hörbücher oder Podcasts sind das bevorzugte Metier der MC2. Nur Nutzer, welche einen Punch oder klare Dynamik erwarten, werden mit den Kopfhörern nicht glücklich. Aufgrund der Bauweise ist das auch nicht zu erwarten. Die Nutzung von LDAC brachte keinen großen Vorteil mit sich, außer dass die Reichweite ein wenig kürzer ist. In der Summe überzeugen die Baseus Bowie MC2, solange man den Equalizer nutzt, vornehmlich in Anbetracht des Preises.
Gesprächsqualität
Pro Seite sind 2 Mikrofone verbaut und in der App ist zusätzlich ein Punkt zur Verbesserung der Sprachqualität verbaut. Aber die Lage der Mikrofone hinter dem Ohrläppchen macht Telefonate zu einer schwierigen Angelegenheit. In ruhigen Umgebungen ist ein Telefonat möglich, trotzdem hört mein Gegenüber mich eher dumpf. Im Freien, mit ein wenig Wind, lässt die Verständlichkeit nach, und in belebten Umgebungen ist an kein Telefonat mit den Baseus Bowie MC2 zu denken. Hier scheitert der Kopfhörer.
App
Die Baseus Bowie MC2 werden von der Baseus-eigenen App unterstützt, welche sowohl für Android als auch für iOS angeboten wird. Zur Nutzung kann man sich registrieren, muss es aber nicht. Die App ist übersichtlich und selbsterklärend, da auch sämtliche Unterpunkte korrekt ins Deutsche übersetzt sind. Der Equalizer bringt einige Presets mit, lässt aber auch ein eigenes Profil zu. Drei eigene Profile können erstellt und gespeichert werden. Wer LDAC nutzen möchte, muss auf den BassBoost und den Modus mit niedrigen Latenzzeiten verzichten, aber nicht auf den Equalizer. Auch die Kopplung mit zwei Geräten gleichzeitig ist möglich. Für die Verbindung nutzen die Baseus Bowie MC2 modernes Bluetooth 6.0.
Bedienung
Bei Bedienung der Baseus Bowie MC2 verlässt sich ganz auf physische Tasten, was ich sehr begrüße. Keine frickeligen kleinen Touchflächen, sondern ein klares haptisches Feedback. Schon zum Koppeln kommt eine gut sichtbare Taste am Ladecase zum Einsatz. Die Tasten am Kopfhörer sind sinnvoll vorbelegt, können aber in der App verändert werden. Bis zu vier Aktionen sind pro Seite auswählbar. Auch blind lassen sich diese gut ertasten und bedienen.
Akkulaufzeit der Baseus Bowie MC2
Die Laufzeit der Baseus Bowie MC2 ist ausgezeichnet. Das Ladecase ist mit einem 600 mAh großen Akku ausgestattet, während die Kopfhörer selbst einen 80 mAh großen Akku besitzen. Damit verspricht der Hersteller eine Laufzeit von 10 Stunden, welche im Test nicht erreicht wird. In der Praxis pendelt sich die Laufzeit auf 8 Stunden ein, ohne Nutzung von LDAC. Mit LDAC als Codec wurden knapp 7 Stunden erreicht. Damit ist der Kopfhörer vielen In-Ear-Modellen überlegen. Zum Aufladen der Kopfhörer reichen schon rund 15 Minuten aus, damit man weitere rund 2 Stunden Musik hören kann. Zum vollen Aufladen muss rund 1 Stunde eingeplant werden. Durch den großen Akku im Ladecase können die Ohrhörer dreimal vollständig aufgeladen werden. Muss das Case geladen werden, dauert diese rund 3 Stunden. Kabelloses Aufladen unterstützen die Baseus Bowie MC2 nicht.
Testergebnis
Die Baseus Bowie MC2 sind gute Kopfhörer geworden, das lässt sich nach dem Test zweifelsohne guten Gewissens behaupten. Natürlich muss man dabei im Hinterkopf die Bauweise behalten. Sie sitzen bequem im Ohr, sind dank der beiliegenden Aufsätze an das Ohr anpassbar und die Verarbeitungsqualität ist gut. Der Hersteller gibt dem Baseus Bowie MC2 eine gute Ausstattung mit, und mit LDAC wird sogar ein hochwertiger Codec unterstützt. Der Sound ist dem Kopfhörer angemessen und kann dank App optimiert werden. Die sehr langen Laufzeiten runden das Gesamtpaket ab. So gibt es am Ende wenig zu meckern, außer einem fehlenden Lagesensor und der nur durchschnittlichen Sprachqualität bei Telefonaten. In Relation zum Preis betrachtet sind die MC2 eine ernsthafte Option zu den Earfun Clip (zum Test), denn Aufsätze zum Anpassen bietet dieser nicht. Am Ende sind die Baseus Bowie MC2 eine Empfehlung für alle Nutzer, welche keine In-Ears mögen, auf eine Abschirmung oder ANC verzichten können und preiswerte Clip-Kopfhörer suchen.
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gibt es bei baseus direkt mit versand nach DE inklusive für etwa 66€
Servus, aber bei Amazon doch für nur 50€ mit unserem Gutschein 🤔.
beste Grüße
Jonas
ach mist