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Thunderbolt-5-Dockingstationen sind aktuell noch ganz klar im Premium-Segment angesiedelt. Für viele ist ein solches Dock schlicht Overkill. Wer aber ein MacBook Pro mit nur einem Kabel an mehrere schnelle Laufwerke, Kartenleser, Monitore und weiteres Zubehör anschließen möchte, findet in dieser Klasse derzeit die spannendsten Lösungen. Genau hier möchte die Ugreen Maxidok 17-in-1 mitspielen.
Das Dock bietet nicht nur eine große Anschlussvielfalt, sondern zusätzlich auch noch einen integrierten M.2-NVMe-SSD-Steckplatz. Genau das macht das Gerät besonders interessant. Gerade für Mac-Nutzer ist zusätzlicher, schneller Speicher schließlich immer ein Thema. Wir haben die Maxidok 17-in-1 zusammen mit einem MacBook Pro 2024 mit Apple M4 Pro getestet. Bei einem Preis von deutlich über 400€ fällt die Bewertung entsprechend streng aus. Im folgenden Test schauen wir uns an, wo die Stärken und Schwächen der Ugreen Maxidok 17-in-1 liegen.
Design und Verarbeitung
Ugreen setzt bei der Maxidok 17-in-1 auf ein für Dockingstationen eher ungewöhnliches Design. Statt eines langen Blocks oder eines flachen Hubs bekommt ihr hier ein fast würfelförmiges Gehäuse, das optisch gut zu einem Mac mini oder Mac Studio passt.
Das Gehäuse besteht aus Metall und macht einen sehr hochwertigen Eindruck. Die dunkle Farbgebung in Kombination mit den kupferfarbenen Lüftungselementen sorgt dafür, dass das Dock etwas eigenständiger aussieht als die üblichen grauen Aluminiumkästen. Die Verarbeitung ist insgesamt auf einem sehr hohen Niveau. Das Gerät wirkt massiv, steht sicher auf dem Tisch und vermittelt direkt einen Premium-Eindruck.
Positiv ist auch die Platzierung des Host-Anschlusses auf der Rückseite. Genau das sorgt für einen aufgeräumten Schreibtisch, weil das Hauptkabel nach hinten verschwindet. Gerade bei Dockingstationen ist das ein Punkt, den viele Hersteller oft schlecht lösen. Auf der Vorderseite sitzen hingegen die Anschlüsse, die ihr im Alltag schnell erreichen möchtet, also USB-C, Kartenleser, Audio und der Powerbutton. Genau so sollte es sein.
Lieferumfang und SSD-Einbau
Der Lieferumfang ist komplett. Neben dem Dock selbst liegt ein Thunderbolt-5-Kabel bei, das ihr beim Kaufpreis ruhig mit einrechnen solltet, denn solche Kabel sind alles andere als günstig. Dazu kommt das kräftige 240W-Netzteil. Klein oder besonders elegant ist das nicht, aber bei der gebotenen Leistung wenig überraschend.
Positiv fällt auf, dass Ugreen auch an den SSD-Einbau gedacht hat. Der Steckplatz sitzt auf der Unterseite hinter einer Abdeckung, und ein Schraubendreher liegt bei. Unterstützt werden M.2-NVMe-SSDs bis 8TB, und auch bei den Formaten zeigt sich das Dock flexibel.
Die Installation ist unkompliziert und auch für euch leicht machbar, selbst wenn ihr nicht regelmäßig an Hardware herumschraubt. Das ist wichtig, denn der SSD-Slot ist hier kein nettes Bonus-Feature, sondern eines der zentralen Kaufargumente.
Anschlüsse der Ugreen Maxidok 17-in-1
Die Anschlussauswahl ist stark. Auf der Rückseite sitzen der Thunderbolt-5-Upstream-Anschluss zum Host (z.B. MacBook), zwei Thunderbolt-5-Downstream-Ports, ein DisplayPort-2.1-Ausgang, drei USB-A-Ports mit 10Gbit/s, 2,5-Gigabit-Ethernet sowie separate 3,5mm-Audio-In- und Audio-Out-Anschlüsse. Vorne gibt es drei USB-C-Ports mit 10Gbit/s, SD- und microSD-Kartenleser mit UHS-II, einen 3,5mm-Komboanschluss und den Powerbutton.
Bevor wir uns dem Test der einzelnen Anschlüsse widmen, betrachten wir zunächst die Auswahl. Positiv ist ganz klar, dass Ugreen hier viele schnelle Ports in ein kompaktes Gehäuse packt. Drei USB-A, drei USB-C, mehrere Thunderbolt-5-Anschlüsse, UHS-II-Kartenleser und dazu noch ein SSD-Slot sind für ein Dock dieser Größe eine starke Ansage.
Ein paar Kritikpunkte gibt es aber auch. Das Fehlen eines HDMI-Anschlusses ist aus meiner Sicht der größte. In der Praxis lässt sich das mit Adaptern oder passenden Kabeln lösen, aber bei einem Dock in dieser Preisklasse wäre ein HDMI-Port praktisch gewesen. Auch 2,5-Gigabit-Ethernet ist zwar ordentlich, aber nicht überragend. Für viele von euch reicht das völlig aus. Wer aber mit einem schnellen NAS oder größeren Datenmengen arbeitet, hätte sich hier sicher 10GbE gewünscht.
Ein weiterer kleiner Kritikpunkt betrifft die USB-A-Anschlüsse. Diese sitzen alle auf der Rückseite. Das sieht zwar ordentlich aus, ist aber nicht ideal, wenn ihr schnell einen USB-Stick einstecken möchtet. Ein einzelner USB-A-Port an der Front hätte dem Dock gutgetan.
Displays im Alltag
Für Monitore stehen der DisplayPort-2.1-Anschluss und die beiden Thunderbolt-5-Downstream-Ports bereit. Das Dock ist damit flexibel genug für anspruchsvolle Setups. In der Praxis hängt die Frage, wie viele Displays am Ende parallel funktionieren, bei Apple-Systemen aber wie immer stärker am angeschlossenen Mac als am Dock selbst. In meinem Fall hatte ich jedenfalls, sowohl über DisplayPort als auch über USB-C, keine Probleme, einen 165Hz 4K-Monitor zusammen mit einem 4K 60Hz-Monitor zu betreiben.
Für moderne Monitore mit USB-C oder DisplayPort ist die Maxidok also gut aufgestellt. Wer klassisch per HDMI anschließen will, muss Adapter oder passende Kabel einplanen. Das ist kein Drama, aber ein unnötiger Kompromiss bei einem Premium-Dock. Für Setups mit mehreren Monitoren ist die Maxidok klar interessanter als für den Betrieb eines einzelnen externen Bildschirms.
SSD-Slot und Performance
Das Highlight der Ugreen Maxidok 17-in-1 ist aus meiner Sicht der integrierte SSD-Slot. Viele Dockingstationen bieten inzwischen viele Anschlüsse, aber nur wenige verbinden das Ganze sinnvoll mit einer echten Speichererweiterung. Genau hier hebt sich die Maxidok von vielen Konkurrenten ab.
Gerade zusammen mit einem MacBook Pro 2024 ergibt das im Alltag sehr viel Sinn. Statt ein zusätzliches SSD-Gehäuse mit extra Kabel auf dem Schreibtisch liegen zu haben, steckt der Speicher direkt im Dock. Das spart Platz, reduziert das Kabelgewirr und wirkt deutlich eleganter.
Noch wichtiger ist aber die Geschwindigkeit. Hier liefert das Dock im Benchmark ab. Mit der WD_BLACK SN850X 1TB erreichen wir im AmorphousDiskMark 6.927MB/s im Lesen und 4.594MB/s im Schreiben. Anzumerken ist zudem, dass wir diesen Test mit einer 64GB-Testdatei durchgeführt haben, um auch die Leistung unter Dauerlast zu testen. Auch das stellte die Maxidok-Dockingstation vor kein Problem.
USB, Kartenleser und Netzwerk
Auch abseits des SSD-Slots liefert das Dock im Alltag genau das, was ihr von einem modernen High-End-Dock erwartet. Die USB-Ports mit 10Gbit/s reichen für schnelle USB-Sticks, Audio-Interfaces und andere Peripherie locker aus. Positiv fällt auf, dass Ugreen vorne gleich drei USB-C-Ports platziert. Das ist im Alltag äußerst praktisch.
Die Kartenleser sitzen ebenfalls gut erreichbar an der Vorderseite und unterstützen UHS-II.
Das 2,5-Gigabit-Ethernet ist ebenfalls sinnvoll. Für klassische Heimnetzwerke oder kleinere Office-Setups ist das ein spürbares Upgrade gegenüber normalem Gigabit-LAN. Nur wer bereits stärker in Richtung NAS-Workflows oder professionelle Netzwerke denkt, wird sich an dieser Stelle 10GbE wünschen.
Kühlung und Ladefunktion
Ugreen setzt bei der Maxidok 17-in-1 auf eine Kombination aus passiver und aktiver Kühlung. Das ist bei einem kompakten Dock mit SSD-Slot, vielen schnellen Anschlüssen und 240W-Netzteil auch nachvollziehbar. Komplett lüfterlos wäre bei diesem Funktionsumfang vermutlich schwierig geworden. Die Lautstärke ist im Alltag jedoch so niedrig, dass ich sie neben meinem MacBook Pro gar nicht wahrnehme. Selbst bei langen Schreibsessions auf die SSD hört man allenfalls ein leises Rauschen.
Die Ladeleistung für den Host liegt bei bis zu 140W und reicht damit auch für leistungsstarke MacBook-Pro-Modelle aus. Das ist ein klarer Pluspunkt. Zwei der vorderen USB-C-Ports können zusätzlich Geräte laden, wobei ihr beachten müsst, dass sich diese Ports die 60W teilen. Ihr bekommt also nicht zweimal die volle Leistung gleichzeitig. Für Smartphones, Tablets oder kleinere Geräte reicht das problemlos.
Weniger beeindruckend ist die Ladeleistung der Thunderbolt-Downstream-Ports. 15W sind okay, aber nicht besonders großzügig. Für Zubehör ist das aber ausreichend.
Testergebnis
Die Ugreen Maxidok 17-in-1 ist keine Dockingstation für jedermann. Wenn ihr nur ein paar zusätzliche USB-Ports braucht, zahlt ihr hier schlicht zu viel. Dieses Dock richtet sich klar an diejenigen von euch, die ein MacBook Pro oder ein anderes modernes Thunderbolt-System mit einem Kabel an ein vollwertiges Desktop-Setup anbinden wollen und gleichzeitig eine elegante, schnelle Speichererweiterung suchen.
Genau in dieser Nische ist die Maxidok sehr stark. Das Design ist hochwertig, die Anschlussauswahl groß, die Port-Platzierung größtenteils durchdacht und der SSD-Slot ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Unser Test zeigt zudem klar, dass die Speichererweiterung nicht nur praktisch, sondern auch enorm schnell ist.
Kritik gibt es trotzdem. Der Preis ist hoch, HDMI fehlt, 10GbE wäre schöner gewesen und ein frontseitiger USB-A-Port hätte dem Dock ebenfalls gutgetan. Dennoch bleibt am Ende ein sehr positives Gesamtbild.
Wenn ihr den SSD-Steckplatz nutzen möchtet, ist die Ugreen Maxidok 17-in-1 eine der interessantesten Thunderbolt-5-Dockingstationen in dieser Klasse. Ohne den SSD-Slot wäre sie einfach nur ein gutes Premium-Dock wie das Revodok Max 2131 (zum Test). Mit diesem Feature wird sie jedoch zu einer spannenden Komplettlösung.
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