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Nothing Headphone (a) im Test: Akku-Wunder für 159€?

Getestet von Benjamin Kalt am
Vorteile
  • einzigartiges Design, gute Verarbeitung
  • einfache Bedienung und solide App
  • hervorragende Akkulaufzeit
  • gute Mainstream-Abstimmung
Nachteile
  • deutlich verändertes Klangbild mit ANC
  • Probleme mit Multipoint
  • könnte schon noch etwas feiner klingen
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Das Nothing Headphone (a) wurde Anfang März zusammen mit dem Phone (4a) (zum Test) und Phone (4a) Pro (zum Test) in London vorgestellt. Der Kopfhörer ist preislich unterhalb des Nothing Headphone (1) angesiedelt, das wir auch schon getestet haben.

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Ich benutze den für 159€ in vier Farben erhältlichen Kopfhörer schon seit einigen Wochen. Die Akkulaufzeit ist beeindruckend, doch ansonsten wird nicht mehr als bei der Konkurrenz geboten. So wirkte auf mich zumindest das Datenblatt. Ob sich das im Test bestätigte und ob ihr mit dem Nothing Headphone (a) einen guten Over-Ear-Kopfhörer für euer Geld kriegt, erfahrt ihr in den folgenden Zeilen!

Design & Verarbeitung

Nothing setzt auf eine Optik mit hohem Wiedererkennungswert. Der Kopfhörer ist in den Farben Pink, Weiß, Schwarz und Gelb erhältlich, wobei wir die weiße Version getestet haben. Sie kommt mit einigen dunklen Akzenten, einem roten Quadrat und fügt sich insgesamt sehr gut in die Linie ein, die Nothing mit seinen Smartphones vorgibt. Dafür sorgen vor allem die transparenten Bereiche, wenn auch nicht ganz so großflächig ausgeführt wie beim großen Bruder. Die rechte und linke Ohrmuschel sind durch einen gut sichtbaren Schriftzug markiert.

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An der Verarbeitungsqualität gibt es nichts auszusetzen. Alles wirkt stabil und durchdacht. Allzu hochwertig sind die gewählten Materialien aber nicht; ich würde sie als zweckmäßig beschreiben. Hier spielt Nothing ungefähr in einer Liga mit dem Shure AONIC 50 (zum Test).

Nothing integriert in das Headphone (a) einen USB-C-Anschluss. Dazu gibt es vier individuell gestaltete Knöpfe und eine kleine Status-LED.

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Der Lieferumfang umfasst eine Kurzanleitung, ein Kabel von USB-C auf USB-C und noch ein Kabel, diesmal von 3,5-Millimeter- auf 3,5-Millimeter-Klinke. Die Tragetasche hätte man sich sparen können, denn einen besseren Schutz als ein handelsüblicher Gefrierbeutel bietet sie nicht und sie fühlt sich auch ähnlich hochwertig an.

Tragekomfort & Bedienung des Nothing Headphone (a)

Mir ist die unkomplizierte und intuitive Größeneinstellung am Bügel sofort aufgefallen. Das hat im Test jederzeit richtig gut geklappt.

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Nicht so gut hat mir als Brillenträger der Komfort der doch sehr harten Ohrpolster gefallen, denn nach ungefähr einer Stunde beginnt der Kopfhörer zu drücken. Nach weiteren ein bis zwei Stunden drückt bei mir dann auch der Bügel merkbar gegen meinen Kopf. Ich habe in den letzten paar Jahren schon komfortablere Bluetooth-Kopfhörer getestet.

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Für eher kurzes Musikhören fand ich das Nothing Headphone (a) hingegen relativ bequem und der Sitz auf meinem Kopf ist auch ziemlich stabil. Sehr gut gefallen hat mir indes die Bedienung, denn Nothing setzt auf individuell geformte Knöpfe und Schalter. So könnt ihr den Weg zum jeweiligen Knopf ertasten und wisst sofort, wo ihr gelandet seid. Persönlich bevorzuge ich ein Bedienkonzept wie dieses jederzeit gegenüber Touch-Bedienflächen.

Ersteinrichtung & App des Nothing Headphone (a)

Damit kommen wir zu einer großen Stärke des Nothing Headphone (a). Die Ersteinrichtung ging sehr einfach von der Hand. Der Kopfhörer ist unter anderem mit Google Fast Pair kompatibel und bietet sich auf weiteren mit eurem Google-Account verknüpften Geräten an, sobald ihr ihn auf eurem Smartphone eingerichtet habt. Besser geht es nicht! Nachdem ich den Kopfhörer mit meinem Google Pixel 10 Pro (zum Test) gekoppelt habe, wollte ich noch die App von Nothing installieren.

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Die Nothing X-App ist ebenfalls sehr einfach einzurichten und im Vergleich mit den meisten anderen Begleitanwendungen für Bluetooth-Kopfhörer hat sie mir echt gut gefallen. Sie läuft flüssig, bietet zwar keinen ausufernden Funktionsumfang, aber die gebotenen Features sind sehr gut umgesetzt und funktionieren. Es gibt einen gut gemachten Equalizer, Spatial Audio, Einstellungen für Multipoint und vieles mehr.

Verbindung, Klangqualität und Mikrofone

Das Nothing Headphone (a) setzt auf Bluetooth 5.4 und die Codecs AAC, SBC und LDAC. LC3 oder sogenannte Hi-Res-Codecs von Qualcomm wie aptX Lossless sind nicht am Start. Die Stabilität habe ich als überdurchschnittlich gut wahrgenommen, obwohl ich die ganze Zeit LDAC verwendet habe. Zwei Zimmer weiter haben sich zwar leise Nebengeräusche eingeschlichen, aber Aussetzer bei der Wiedergabe konnte ich nicht wahrnehmen.

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Sogar mit LDAC funktioniert Multipoint, allerdings nicht wirklich zuverlässig. Beim Wechseln zwischen den Signalen verschluckt sich der Kopfhörer gelegentlich und spielt einfach gar nichts mehr, obwohl auf einem oder beiden Zuspielern etwas wiedergegeben wird. Davon einmal abgesehen hatte ich mit meinem Pixel und dem Google TV Streamer (zum Test) im Multipoint-Betrieb keine Probleme.

Das Klangbild habe ich ohne Anpassungen im Equalizer als überladen empfunden. Ein paar Handgriffe später bin ich die Mittelbassbetonung zwar ganz gut losgeworden, aber in seiner Präzision ist der Bass immer noch eher wummernd unterwegs. Die Mitten sind wie gewohnt zurückgefahren. Nothing liefert durchschnittlichen Mainstream-Klang für den Preis. Schade ist aber, dass der ausgewählte Modus, ANC, Transparenz oder normal, den Klang massiv verändert. Mit Geräuschunterdrückung wird das Tuning fast schon ein wenig bedrohlich, da dunkle Frequenzen stark betont werden.

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Die Mikrofone waren bei meinen diversen Telefonaten mit dem Nothing Headphone (a) nie ein Problem.

Geräuschunterdrückung und Transparenzmodus

Leider sind sie für den Transparenzmodus scheinbar etwas zu sensibel. Mehrmals ist mir aufgefallen, dass meine recht langen Haare, die in Bewegung an den Mikrofonen gerieben haben, als Umgebungsgeräusch eingestuft und verstärkt wurden. Auch mit Wind kommt der Transparenzmodus nicht immer gut klar. Abgesehen davon habe ich ihn allerdings als sehr solide wahrgenommen, sowohl die Klangqualität als auch die Räumlichkeit.

Die aktive Geräuschunterdrückung habe ich für die Preisklasse als gut empfunden. Sie ist in vier Stufen steuerbar, die sich auch merklich voneinander unterscheiden. Sehr gut war aber auch die passive Abschirmung. Wenn ihr nicht viel von draußen mitkriegen möchtet, ist das Nothing Headphone (a) eine gute Wahl!

Akkulaufzeit des Nothing Headphone (a)

Ebenfalls eine gute Wahl ist dieser Kopfhörer, wenn für euch Akkulaufzeit wichtig ist. Denn in diesem Bereich liefert das Nothing Headphone (a) wirklich auf ganzer Linie ab. Die Laufzeit liegt laut Hersteller bei bis zu 135 Stunden mit AAC und ohne ANC. Im schlimmsten Fall sind es mit LDAC und mit ANC bis zu 62 Stunden. Die Gesprächszeit bei Telefonaten ist mit 72 Stunden ohne und 50 Stunden mit ANC angegeben.

All diese Werte konnte ich buchstäblich in Ermangelung von Zeit nicht exakt nachprüfen. Ich muss aber sagen, dass sie sich mit meinem subjektiven Eindruck decken. Dieser Kopfhörer ist kaum leer zu bekommen und während ich mir bei meinem Master & Dynamic MW75 (zum Test) bei 30% Ladestand langsam Sorgen mache, dass bald die Akkuwarnung meinen Musikgenuss unterbricht, wusste ich hier, dass ich locker noch acht Stunden Wiedergabe übrig habe. Die Kapazität des Akkus liegt übrigens bei 1.060mAh.

Geladen wird per USB-C innerhalb von zwei Stunden. Die Schnellladefunktion soll etwa acht Stunden Wiedergabe ohne ANC innerhalb von fünf Minuten nachtanken. Auch das deckt sich mit meinen Erfahrungen der letzten Wochen. Insgesamt ist der Akku die wohl größte Stärke dieses Kopfhörers.

Testergebnis

Getestet von
Benjamin Kalt

Das Nothing Headphone (a) richtet sich an eine Zielgruppe, die Produkte der Marke für ihr eigenwilliges und einzigartiges Design schätzt. Wie auch schon der große Bruder sieht das Headphone (a) gewöhnungsbedürftig aus, ist dabei aber tadellos verarbeitet, wenn auch nicht gerade mit einer luxuriösen Anmutung gesegnet.

Wenn euch die Optik gefällt und für euch die Akkulaufzeit einer der wichtigsten Punkte bei der Wahl eines neuen Bluetooth-Kopfhörers ist, seid ihr mit dem neuen Modell gut bedient, denn die Laufzeit ist wirklich fantastisch, selbst mit LDAC. Dafür hat mich der Sound nicht wirklich abgeholt. Er ist zwar voluminös, aber nie richtig fein und dynamisch. Die aktive Geräuschunterdrückung ist durchschnittlich und das gilt auch für den Transparenzmodus.

Das Nothing Headphone (a) ist nicht der neue Allround-Tipp im Preisbereich um 150€. Dafür ist das Design zu speziell, die Schwächen sind klar sichtbar und es gibt auch eine sehr große Konkurrenz in dieser Preisklasse. Für Liebhaber der Nothing-Designsprache und tagelanger Laufzeiten ist das neue Werk des Herstellers aber eine sehr gute Wahl!

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