Jolla Phone: Linux-Smartphone nach erfolgreichem Crowdfunding jetzt vorbestellbar
Erst vor einigen Wochen haben wir über das Jolla C2 berichtet. Dabei handelt es sich um ein Smartphone des finnischen Technologieunternehmens Jolla, das nicht mit Android, sondern mit der Linux-Distribution Sailfish OS ausgestattet ist.
Jolla wurde vor über zehn Jahren gegründet und sitzt in Tampere, Finnland. Das erste Modell des Herstellers wurde im Mai 2013 vorgestellt. Anfang Dezember 2025 wurde die Kampagne zur Finanzierung des neuen Jolla Phone gestartet, wobei das Ziel von 2.000 Vorbestellungen schon nach zwei Tagen erreicht wurde.
Damit ist gesichert, dass das neue Jolla Phone produziert wird. Daher kann das Telefon jetzt vorbestellt werden. Alle Details und Ausstattungsmerkmale lest ihr bei uns!
Jolla Phone (2026) – alle Details zum Linux-Smartphone
Das Jolla Phone erscheint in drei Farbvarianten: Snow White, Kaamos Black und The Orange. Weil der Akku des Jolla Phone einfach vom Nutzer getauscht werden kann, ist die Rückseite des Telefons abnehmbar. Die Abmessungen sollen bei ca. 158 x 74 x 9 Millimetern liegen und das Gewicht steht bisher nicht im vorläufigen Datenblatt.

Jolla kündigt sein neues Telefon mit einem MediaTek-Prozessor mit 5G-Support an. Muss man hier etwa den (schwachen) Prozessor verschweigen? Die finalen Daten will Jolla vor der Lieferung des Smartphones kommunizieren. Ebenfalls mit dabei sind laut dem vorläufigen Datenblatt 12GB RAM und 256GB Speicher. Den Speicher könnt ihr ganz einfach per microSD-Karte erweitern.
Außerdem möchte Jolla ein AMOLED-Display mit 6,4 Zoll und Full-HD-Auflösung integrieren. Ferner seien eine 50MP-Hauptkamera, eine 13MP-Ultraweitwinkelkamera und eine Selfie-Kamera mit an Bord. Der Akku soll eine Kapazität von rund 5.500mAh aufweisen und ist, wie bereits eingangs erwähnt, vom Nutzer austauschbar.
Der 5G-Chip von MediaTek soll dem Hersteller zufolge die Konnektivität via LTE und 5G, NFC, Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.4 ermöglichen. Dual-SIM wird demnach ebenso unterstützt.
Herkömmliche Smartphones senden große Mengen an Hintergrunddaten. Ein gängiges Android-Smartphone sendet täglich mehrere Megabyte an Daten an Google, selbst wenn das Gerät überhaupt nicht genutzt wird. Sailfish OS bleibt still, solange du keine Verbindungen ausdrücklich zulässt.
Jolla Homepage, Übersetzung durch uns
Als Betriebssystem kommt Sailfish OS 5 zum Einsatz, das für mindestens fünf Jahre mit Updates versorgt werden soll.
Preis, Verfügbarkeit & unsere Einschätzung
Das Jolla Phone erscheint in der Europäischen Union, dem Vereinigten Königreich, Norwegen und der Schweiz. Ihr könnt das Smartphone jetzt vorbestellen und müsst eine Anzahlung in Höhe von 99€ leisten.
Im ersten Halbjahr des kommenden Jahres soll der Versand beginnen. Dann wird euch auch der ausstehende Betrag abgezogen. Die ersten 2.000 Vorbesteller bezahlen insgesamt 499€. Derzeit wird die zweite Charge zum Gesamtpreis von 549€ angeboten. Final sollen zwischen 599€ und 699€ für das Jolla Phone fällig werden.
Zur Produktseite und Vorbestellung des Jolla Phone
Das ist zwar ziemlich teuer, aber andererseits gibt es derzeit kein wirklich vergleichbares Smartphone. Außerdem werden laut Hersteller die Montage, Qualitätskontrolle und das Flashen der Software in Salo, Finnland, stattfinden.
Abgesehen vom wahrlich nicht modernen Design liest sich das Datenblatt des neuen Jolla Phone eigentlich gar nicht schlecht. Wir behalten das Projekt weiter im Auge.
- 1 Jolla
- 2 Jolla (PDF)
Newsletter bestellen
Hol Dir die neuesten Infos zu Chinahandys und Gadgets direkt ins Postfach!
Alle News Updates über Telegram.











Ich nutze selber Linux auf meinem Laptop. Dieses Phone ist aber nur für absolute Freaks. Zu unikat, zu schwach, zu teuer. Ich sehe da leider keine große Zukunft.
So ein Freak bin ich gar nicht (nutze seit einiger Zeit Sailfish OS als meinen Daily Driver und habe nicht mal Linux auf dem Desktop) und zu teuer ist es auch nicht (abhängig vom verbauten Prozessor)… besonders nicht im Vergleich zu anderen Linux-Smartphones. Im Vergleich zu einem China-Smartphone eventuell schon, aber das hier wird in Europa (Finnland) gebaut und entwickelt. Dafür ist es verhältnismäßig in Ordnung, wenn es wirklich ein schnellerer SOC ist. (der scheint noch nicht klar definiert zu sein, aber we will see)
Hätte sehr gerne ein Linux Phone – passend zu meinem Arbeitssystem. Leider für meine Bedürfnisse zu teuer Preis/Leistung: Die Idee es als Computer zu nutzen (Ubuntu) kommt bei jolla scheinbar nicht. Foto/vídeo zu schwach (ziemlich sicher auch Software mäßig) Monitor zu klein Riesige hässliche Front Kamera Der HW privacy Schalter dürfte tatsächlich ausschließlich über Software funktionieren (wie sonst könnte ich ihn konfigurieren). Keine esim – 2026 (!) Klar – mit so wenig gesicherten Verkäufen schwierig die HW zu kaufen. Vielleicht versuchen sie Mal einen größeren Wurf: mindestens 100.000 Vorbestellungen – schätze dann geht bei dem Preis auch mehr. Wenn’s nichts… Weiterlesen »
Das “ausschließlich” über Software ist eine Möglichkeit, oder es ist ein Hybrid… man kann den Status des Schalters zusätzlich zum Hardware-Abschalten natürlich auch einfach auslesen und damit auch noch bestimmte Software (z. B. Android App Support) steuern oder ähnliches… das kommt auf die Konfigurierbarkeit an.
Und was Preis/Leistung angeht: Viel Spaß ein Linux-Phone mit besserer Preisleistung zu finden.
Find ich super! Klingt nach einem richtigen tollen Telefon (nicht perfekt, aber richtig gut). Wechselbarer Akku wäre ein Segen für mich. Was nützen mir die langen Updatezyklen, wenn dann der Akku immer als erstes nachlässt? Zum Prozessor: ich denke, hier geht Jolla erst in finale Verhandlungen wenn die konkrete Anzahl der Vorbestellungen vorliegt, die Planungen finalisiert werden und klar ist, bei welchem Prozessor man einen wirtschaftlich guten Deal hinbekommt. Kein Grund, hier reißerisch negative Unterstellungen (“Muss man hier etwa den (schwachen) Prozessor verschweigen?”) zu platzieren. Für die Zielgruppe des Telefons dürfte die CPU nachrangig sein. Da stehen andere Features im… Weiterlesen »
Hier ist die knallhart formulierte Version:
Wenn man keine Infos rausgibt, muss man sich nicht wundern, wenn spekuliert wird.
Du malst hier ein positives Bild auf Basis von fast nichts – ein paar Eckdaten und ein Preis, der objektiv gesehen völlig überzogen wirkt.
Also lieber mal den Ball flach halten, keine unbegründeten Vorwürfe verteilen und einfach abwarten, bevor man etwas schönredet, das man gar nicht kennt.
Also die Eckdaten sind doch aus meiner Sicht ziemlich umfangreich. Und für mich klingen die gut. Ok, die konkrete CPU-Angabe fehlt. Und sonst noch?
Zum Preis: Ob der “überzogen” ist, hängt ziemlich stark vom Vergleichstelefon ab. Rein leistungsmäßig wird das Telefon sicher nicht mit einem Poco F8 oder so mithalten können. Muss es aber auch nicht. Denn das ist wie gesagt nicht die Zielgruppe.
Zum “Schönreden von etwas, das man gar nicht kennt”: Wenn das nicht ok ist, warum ist dann schlecht machen von etwas, das man gar nicht kennt, ok? Erschließt sich mir nicht.
Es sind so gut wie alle Eckdaten schon draußen bis auf das SOC? Was ist da jetzt genau so wenig definiert? Und das SOC kann man mutmaßen… wenn man sich die anderen Spezifikationen ansieht, kommen nur ein paar wenige MediaTek-Prozessoren überhaupt in Frage und das sind eher Mittel- bis Oberklasse-SOCs. (8300 und höher z. B.) Und das Preisargument find ich nur noch ermüdent… das C2 war günstig, da wollten alle mehr Power, jetzt kommt eins mit mehr Power und es wird wieder gemotzt. So oder so: Zeig mir ein Linux-Phone mit besserer Ausstattung für günstiger… wenn Du das mit einem… Weiterlesen »
https://furilabs.com/