Smartphone-Hersteller in Q1 2026 mit höheren Einnahmen trotz geringerer Stückzahl
Im ersten Quartal 2026 wurden mit Smartphones weltweit 117 Milliarden Dollar verdient. Damit sind die Einnahmen aus dem Verkauf von Smartphones laut Counterpoint Research um 8% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen, obwohl die Stückzahl gesunken ist. Auch der durchschnittliche Verkaufspreis hat demnach einen Rekordwert erreicht.
Alle Details zu den Daten von Counterpoint Research erfahrt ihr in den folgenden Absätzen!
Höhere Einnahmen trotz geringerer Stückzahl: Apple an der Spitze
Trotz der andauernden Speicherkrise, die sich negativ auf den Smartphone-Markt auswirkt, konnten die Einnahmen im vergangenen Quartal gesteigert werden. Im Vergleich mit dem ersten Quartal 2025 ist zudem der durchschnittliche Verkaufspreis um 12% auf 399 Dollar gestiegen. Dazu sagt Shilpi Jain von Counterpoint Research:
Der globale Smartphone-Markt befindet sich in einer Übergangsphase, in der das mengenorientierte Wachstum durch eine wertorientierte Expansion abgelöst wird. Das erste Quartal 2026 spiegelt einen strukturellen Wandel wider, da Speicherengpässe und gestiegene Komponentenkosten Preissteigerungen verursachen und Hersteller dazu zwingen, ihre Produktportfolios zu straffen (…). Gleichzeitig hat die robuste Nachfrage im Premiumsegment (…) dazu beigetragen, den Absatz höherwertiger Geräte aufrechtzuerhalten. Dieser Wandel hat ein anhaltendes Wachstum des durchschnittlichen Verkaufspreises (…) begünstigt, wodurch der Rückgang der Absatzzahlen teilweise ausgeglichen und das Wachstum des Gesamtmarktwerts gestützt wurde.
(Übersetzung durch uns)
Apple konnte im Vergleich mit dem ersten Quartal 2025 22% höhere Einnahmen erzielen und war damit die am schnellsten wachsende Marke in den Top 5. Der durchschnittliche Preis für ein Apple-Smartphone lag laut Counterpoint bei 908 Dollar und damit über doppelt so hoch wie der Durchschnitt aller Marken (399 Dollar) und der zweite Platz Samsung mit 340 Dollar.
Bei Samsung war der durchschnittliche Verkaufspreis um 4% gestiegen und konnte so ein Wachstum von 4% gegenüber dem Vergleichszeitraum ermöglichen. Einer der Hauptgründe dafür soll das starke Galaxy S26 Ultra (zum Test) gewesen sein, das sich deutlich besser verkaufen soll als sein Vorgänger.
Xiaomi musste bei den Auslieferungen einen Rückgang um 19% und bei den Einnahmen um 18% hinnehmen. Laut Counterpoint Research lag das vor allem an sukzessiven Steigerungen der Verkaufspreise im Budget- und Mittelklasse-Segment. Xiaomi sei einer der am stärksten betroffenen Hersteller und leide unter der Speicherkrise.
Oppo und Vivo konnten beide leichte Zuwächse beim durchschnittlichen Verkaufspreis für sich verbuchen. OnePlus und Realme werden hier übrigens bei Oppo dazugerechnet. Insgesamt wird der Markt laut Counterpoint Research wohl noch das ganze Jahr unter Druck bleiben und sich erst Ende 2027 langsam wieder erholen.
Unsere Einschätzung
Ungefähr seit Ende 2025 erreichen uns alle paar Wochen neue Analysen und Ausblicke, die ein relativ dunkles Bild für den Smartphone-Markt zeichnen. Der Grund dafür ist natürlich die Speicherkrise, die die sogenannte Bill of Materials (BOM) drastisch verändert haben soll. Mittlerweile sollen Arbeitsspeicher und Hauptspeicher bei einigen Modellen einen ziemlich hohen Prozentsatz der Materialkosten ausmachen.
Darunter leiden vor allem jene Hersteller, die sich auf die Budget- und Mittelklasse fokussiert haben. Das zeigt auch der Bericht von Counterpoint, der Xiaomi in einem Abwärtstrend sieht, während Hersteller wie Apple, die sich nur auf das Premiumsegment konzentrieren, nicht so stark von den steigenden Preisen geplagt sind.
Was denkt ihr? Wie wird sich die Speicherkrise in den kommenden Wochen und Monaten auf den Markt auswirken? Schreibt es uns gerne in den Kommentaren!
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