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Die neue Baseus Security X1 Pro ist nicht nur eine einfache Überwachungskamera, sondern möchte mit besonderen Features punkten. Sie bietet zwei 3K-Objektive in einem Gehäuse, Nachtsicht mittels IR und Spotlight, eine 300°-Überwachung, automatische Personenverfolgung/-erkennung mit KI-Unterstützung und wird mittels Solarenergie unabhängig von jeder Steckdose versorgt.
Der Hersteller Baseus konnte uns in der Vergangenheit bereits mit einem ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugen. Nicht nur in der Sicherheitstechnik, sondern auch in Bereichen wie Ladetechnik EnerCore 67W (zum Test) oder Powerbank EnerCore CR11 (zum Test) liefert Baseus innovative Produkte zu günstigen Preisen. Grund genug, uns die neue Baseus Security X1 Pro Überwachungskamera einmal genauer anzusehen. In unserem ausführlichen Test zeigen wir euch wie immer alle Stärken und Schwächen der ersten Dual-3K-KI-Überwachungskamera des Herstellers.
Lieferumfang der Baseus Security X1 Pro
Der Lieferumfang der Baseus Security X1 Pro beschränkt sich auf das Wesentliche. Die Kamera kommt teilmontiert zu euch. Neben der eigentlichen Kamera beinhaltet das Paket die notwendige Halterung, ein Solarmodul (3W), eine 32GB-MicroSD-Speicherkarte, eine Schnellstartanleitung und Dübel/Schrauben für die Wandmontage.
Aufbau
Der Zusammenbau der Einzelteile bedarf eigentlich keiner großen Erklärung. Bis auf das Solarpanel werden alle Teile einfach ineinandergesteckt.
Das Solarpanel kann wahlweise direkt auf die Halterung der Kamera geschraubt oder dezentral von der eigentlichen Überwachungskamera angebracht werden. Das ist besonders wichtig, wenn die Kamera in einem schattigen Bereich oder dunklen Raum installiert wird.
Wir entscheiden uns für die Anbringung des Solarpanels direkt an der Kamera. Dieses wird einfach mit zwei Schrauben an der dazugehörigen Halterung fixiert. Im Anschluss wird das USB-C-Kabel des Solarmoduls mit der Kamera verbunden und ein geeigneter Standort für die Installation ausgewählt.
Technische Daten der Baseus Security X1 Pro
| Baseus Security X1 Pro – Technische Daten | |
|---|---|
| Modell | Baseus Security X1 Pro |
| Auflösung | 3K + 3K |
| Sichtfeld | 300° dynamisch horizontal, 210° statisch horizontal, 125° diagonal, 60° vertikal |
| Blende | f/2.0 |
| Digitalzoom | 8-fach |
| Nachtsicht | Farbe & Schwarz-Weiß, 12 IR-LEDs |
| Spotlight | 100 Lumen |
| Akku | 7.800mAh, bis zu 150 Tage Laufzeit |
| Solarpanel | 3W, 120° schwenkbar |
| Konnektivität | 2,4GHz Wi-Fi |
| Speicher | MicroSD bis 512GB |
| KI-Erkennung | Mensch, Gesicht, Haustier, Fahrzeug (NeuraNex 2.0) |
| Bewegungserkennung | PIR-Sensor |
| Audio | 2-Wege, 90dB Lautsprecher, Mikrofon -28dB |
| Smart Home | Amazon Alexa, Google Home |
| Schutzklasse | IP65 |
| Betriebstemperatur | -20°C bis 50°C |
Aufgrund der Tatsache, dass Baseus gleich zwei Objektive in ein Kameragehäuse packt, können Bereiche von bis zu 210° erfasst werden. Zusätzlich können die Objektive seitlich geschwenkt werden, wodurch sich der Überwachungsbereich auf 300° erweitert. Der fest verbaute Akku hat eine Kapazität von 7.800mAh und soll eine Laufzeit von bis zu 150 Tagen ermöglichen. Hierbei solltet ihr allerdings beachten, dass es sich dabei nur um einen theoretischen Wert im Stand-by handelt. Im täglichen Betrieb sind solche Laufzeiten ohne Zwischenladung nicht möglich.
Genau aus diesem Grund stattet der Hersteller seine Kamera mit einem 3W-Solarmodul aus, das eine unabhängige Stromversorgung ermöglicht. Das Solarpanel bietet zudem eine Besonderheit in Form eines „Sonnenfolgers“. Das bedeutet, dass sich das Panel horizontal schwenken kann und somit den optimalen Winkel zum Sonnenverlauf korrigiert.
Design und Verarbeitung
Das Gehäuse der Baseus Security X1 Pro besteht vollständig aus einem weißen Kunststoff und beherbergt zwei Kameraobjektive. Diese heben sich durch ihre schwarze Farbe deutlich vom Gehäuse ab. Mit einem Gewicht von rund 1040 Gramm (600 Gramm ohne Solarmodul und Halterung) ist die Kamera zudem kein Leichtgewicht. Der schwarze Streifen zwischen den Objektiven beinhaltet eine Status-LED, die bei der Aktivierung der Kamera blau leuchtet. Diese lässt sich für einen unauffälligen Einbau in der App deaktivieren.
Am hinteren Teil des Gehäuses befinden sich unter einer Silikonabdeckung ein USB-C-Port und der Einschub für eine MicroSD-Karte (maximal 512GB). Über den USB-C-Port kann die Kamera wahlweise mit einem Ladegerät, einer Powerbank oder dem beiliegenden Solarmodul geladen werden.
Die Traggelenke der Kamera ermöglichen es, die Baseus Security X1 Pro sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Position auszurichten. Während der Sockel drei Rastpositionen (45° nach links/mittig/45° nach rechts) bietet, lässt sich die horizontale Neigung mittels Drehgelenk stufenlos im Bereich von 0° bis 180° verstellen. Die Verarbeitung der X1 Pro gibt keinen Anlass für Kritik. Das Gehäuse ist ausgezeichnet verarbeitet und wirkt sehr hochwertig. Lediglich die Halterung wirkt aufgrund des hohen Kameragewichts und des langen Auslegers etwas zu filigran. Sollte sich dies im Langzeittest als Negativpunkt herauskristallisieren, wird es von unserer Seite ein Update geben.
Montage und Installation der Baseus Security X1 Pro
Für die Montage müssen lediglich vier Löcher in die Wand gebohrt werden. Im Anschluss wird die Kamera mithilfe der vier beiliegenden Schrauben fixiert. Ich habe als Installationsstandort den Garten gewählt. Danach kann die Kamera problemlos in die Baseus Security App eingebunden werden. Achtet unbedingt auf eine gute WLAN-Abdeckung im Bereich der Kamera. Aufgrund der hohen Auflösung von 2 x 3K-Objektiven sind die Videos entsprechend groß und setzen eine stabile Internetverbindung voraus. Bei schlechter WLAN-Abdeckung reagiert die App sehr träge und Videos werden gar nicht oder stark verzögert wiedergegeben. Aufgrund des hohen Datenaufkommens wäre eine Verbindung über das 5GHz-Band wünschenswert gewesen. Leider bietet Baseus hier nur eine 2,4GHz-Konnektivität.
Die Baseus Security App
Für die Nutzung der Kamera ist die Baseus Security App für Android oder iOS notwendig. Nach erfolgreicher Installation und dem Anlegen eines Nutzeraccounts (E-Mail und Passwort) wird die Kamera wie in der App beschrieben gekoppelt. Dazu drückt ihr den Taster auf der Rückseite der Kamera und fügt diese mittels der Suchfunktion hinzu. Im Anschluss wird das heimische WLAN konfiguriert und die Einrichtung abgeschlossen. Die App begleitet euch Schritt für Schritt durch die Einrichtung und gibt euch zudem wertvolle Tipps für einen geeigneten Standort und zur Ausrichtung des Solarpanels.
Im Anschluss solltet ihr euch mit den Einstellungen der Kamera vertraut machen. Wir haben für euch die wichtigsten Funktionen aufgelistet:
- Schalter (Kamera abschalten)
- Solarpanel-Management aktivieren/deaktivieren
- Power-Manager
- Cloud-Backup aktivieren/deaktivieren
- Videoeinstellungen
- Audioeinstellungen (Mikrofon an-aus, Lautsprecher und Alarmlautstärke)
- Patrouillenmodus (Kameraschwenk einmal pro Stunde)
- Benachrichtigungen
- Allgemeine Einstellungen
- Geräteinformationen
Wie bereits erwähnt, verfügt das Solarpanel über eine aktive Nachverfolgung. Dabei korrigiert es alle zwei Stunden den Winkel zur Sonne. Ihr könnt diese Funktion bei Bedarf allerdings auch deaktivieren. Im Power-Manager könnt ihr definieren, wie lange die Kamera bei einer Bewegungserkennung aufzeichnen soll. Für eine optimale Akkulaufzeit empfehlen sich kürzere Videos, während in der Vollüberwachung bis zu zwei Minuten lange Clips möglich sind. Des Weiteren könnt ihr auch Intervalle (5-300 Sekunden) festlegen, in denen zwischen einer erneuten Aufnahme bei Bewegung pausiert wird. Das Cloud-Backup bietet euch eine kostenlose Möglichkeit, die Videos in der Baseus-Cloud zu speichern. Somit sind die Daten selbst bei Diebstahl der Kamera noch erhalten.
Videoeinstellungen
In den Videoeinstellungen könnt ihr die Nachtsicht konfigurieren. Hier habt ihr die Auswahl zwischen einer Schwarz-Weiß-Nachtsicht (IR-Dioden) oder einer farbigen Nachtsicht mittels der verbauten Spot-LEDs. Weiterhin können Privatsphäre-Zonen erstellt werden. Dabei handelt es sich um Bereiche, in denen die Kamera nichts aufnimmt. Somit könnt ihr beispielsweise öffentliche Straßen oder Wege ausblenden. Unter Benachrichtigungen könnt ihr sehr genau festlegen, wie detailliert und wann ihr eine Benachrichtigung bei Aktivitäten erhalten möchtet. Es ist sowohl möglich, reine Textbenachrichtigungen zu erhalten, als auch eine Miniaturansicht der Aufnahme. Weiterhin könnt ihr festlegen, dass bekannte Gesichter ignoriert oder Push-Nachrichten mittels künstlicher Intelligenz, die den Ereignisverlauf beschreiben, erstellt werden.
Die Live-Ansicht der Kamera bietet euch zahlreiche Funktionen. So könnt ihr für die zwei Kamerabilder die Bewegungserkennung aktivieren, Fotos oder Videos aufnehmen, das Spotlight oder die Nachtsicht aktivieren, per Mikrofon eine Sprachansage starten oder die Kameras seitlich schwenken lassen. Alle getätigten Einstellungen werden in der Live-Ansicht immer auf beide Objektive angewendet. Die Foto-, Video- und Lichtsteuerung lässt sich nicht auf ein einzelnes Objektiv anwenden. Bis auf dieses Manko ist der Funktionsumfang zusammenfassend sehr stimmig. Die App wirkt weder überladen noch lässt sie Funktionen vermissen.
Qualität der Aufnahmen
Für eine Einschätzung der Videoqualität haben wir die Kamera an verschiedenen Orten montiert. Neben den Aufnahmen im Garten haben wir die Baseus Security X1 Pro auch im Innenraum und Eingangsbereich positioniert, um den Nahbereich ausführlicher zu testen.
- Dual-Kamera-Modus
- Dual-Kamera-Modus
Die Baseus Security X1 Pro verfügt über zwei verschiedene Betriebsmodi. Im Dual-Modus arbeiten beide Objektive einzeln für sich und schwenken aktiv mit, um Personen zu verfolgen. Im Stitching-Modus wird das Bild beider Objektive zusammengefasst und ergibt eine zusammenhängende Panoramaansicht. Theoretisch deckt diese den statischen 210°-Bereich ab, in der App-Ansicht erscheinen aufgrund der Bildüberlappung effektiv jedoch nur rund 180°. Ein Schwenken der Objektive ist in diesem Modus nicht möglich, der maximale Abdeckungsbereich verringert sich also von 300° auf etwa 180–210°.
- Stitching-Modus
- Stitching-Modus Übergang
Der Übergang von einem Objektiv zum anderen verläuft im Stitching-Modus nicht ganz fehlerfrei. In der Mitte des Bildes wird ein schmaler Bereich ausgeblendet. Die Bildqualität der Baseus Security X1 Pro kann bei Tageslichtaufnahmen überzeugen. Gesichter, Fahrzeuge und Tiere lassen sich in einem Abstand von bis zu 10 Metern deutlich erkennen. Die Nachtsicht mittels IR-Dioden hinterlässt gemischte Gefühle. Auf freier Fläche (Garten) verliert sich die IR-Abdeckung. Somit werden vor allem Gesichter nur schemenhaft dargestellt. Ganz anders sieht das Ergebnis im Nahbereich (Eingangsbereich des Hauses) aus. Aufgrund der kürzeren Entfernung und der IR-Reflexionen sind Gesichter und Personen gut erkennbar.
Die Tonaufnahmen im Nahbereich sind sehr gut verständlich, verlieren sich aber komplett im Abstand von mehr als 2-3 Metern. Ihr könnt über die App auch die Gegensprechfunktion nutzen, um euch mit dem Gegenüber zu unterhalten – eure Stimme wird dabei über den eingebauten Lautsprecher der Kamera wiedergegeben. Die Qualität der Sprachausgabe ist gut verständlich und auf dem Niveau der Konkurrenz. Die Baseus Security X1 Pro bietet zudem zwei eingebaute Spot-LEDs mit einer Helligkeit von 100 Lumen. Somit könnt ihr den Nahbereich im Abstand von 1-2 Metern zufriedenstellend ausleuchten.
Bewegungserkennung und Fehlalarme
Die Bewegungserkennung arbeitet im Test sehr zuverlässig. Ihr könnt in der App festlegen, ob diese lediglich bei Mensch und Tier oder bei jeglicher Bewegung ausgelöst wird. Wählt ihr die zweite Option, führen Bewegungen von Ästen, Sträuchern oder vorbeifahrenden Fahrzeugen zu häufigen Fehlalarmen. Ihr könnt diese allerdings minimieren, indem ihr nur bestimmte Bildbereiche für die Bewegungserkennung konfiguriert. Wird die Bewegungserkennung für Mensch und Tier aktiviert, gehören Fehlalarme praktisch der Vergangenheit an. Erfasst die Kamera ein Objekt, startet die Aufnahme leicht verzögert (2-3 Sekunden). Somit wird eine Person, die den Erfassungsbereich nur kurz seitlich streift, nicht aufgezeichnet.
Akkulaufzeit der Baseus Security X1 Pro
Laut Hersteller bietet die X1 Pro eine Akkulaufzeit von bis zu 150 Tagen. Im Test variiert der Akkuverbrauch in Abhängigkeit der Aktivierungen. Befindet sich die Kamera den kompletten Tag im Stand-by, verliert sie maximal 1% Akku. Werden dagegen viele Ereignisse aufgezeichnet, kann der Akkustand auch problemlos um 10% in 24 Stunden reduziert werden. Dank des beiliegenden Solarmoduls wird aber selbst bei bewölktem Himmel dieses Defizit wieder zuverlässig ausgeglichen. Lediglich an dunklen Regentagen reicht die Leistung des Solarmoduls nicht aus, um den Bedarf vollständig zu decken. Somit können wir der Baseus Security X1 Pro einen autarken Betrieb attestieren. Bei sehr häufiger Aktivität ist es allerdings nicht ausgeschlossen, dass sie in den Wintermonaten manuell nachgeladen werden muss.
Testergebnis
Die Baseus Security X1 Pro liefert in unserem Test sehr solide Ergebnisse ab. Vor allem die Aufnahmequalität bei Tageslicht und der hohe Abdeckungsbereich von 300° machen diese Dual-Kamera in ihrer Klasse einzigartig. Das Solarmodul mit integriertem „Sonnenfolger“ sichert zudem einen autarken Betrieb, solange genug Sonnenlicht zur Verfügung steht. Die Bewegungserkennung für Mensch und Tier arbeitet sehr präzise und zuverlässig, sodass Fehlalarme Seltenheitswert haben. Abstriche müsst ihr lediglich bei der Nachtsicht auf freien Flächen und der Aufnahmeverzögerung machen. Hier könnt ihr vor allem Gesichter nur schwer zuordnen. Für einen Preis von 179€ bietet die Baseus Security X1 Pro somit ein solides Gesamtpaket. Setzt man die Funktionalität von zwei Objektiven und dem dazugehörigen Solarmodul ins Verhältnis, erscheint der Anschaffungspreis sogar preiswert.
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