Anker Solarbank 4 Pro vorgestellt – alle Fakten im Check
Inhaltsverzeichnis
Bereits im vergangenen Jahr konnte Anker Solix mit der Solarbank 3 Pro (zum Test) und dem Anker-Multisystem (zum Test) im Bereich der Balkonkraftwerke neue Standards setzen. Um diesen Erfolg auszuweiten, folgt nun der nächste große Schritt für den Energiespezialisten. Die Anker Solarbank 4 Pro vereint eine riesige Speicherkapazität von 5.024Wh mit einer enormen Eingangsleistung von bis zu 5.000W.
Spätestens mit der Einführung der Anker Solarbank 2 hat Anker Solix bewiesen, dass Speichersysteme für Balkonkraftwerke mehr als nur reine Liebhaberei sind. Dank einer extrem schnellen und zuverlässigen Nulleinspeisung, hohen Eingangsleistungen und der funktionalen App ist der Siegeszug des Herstellers kaum aufzuhalten. Die gerade vorgestellte Anker Solarbank 4 Pro setzt hier nochmals neue Maßstäbe. Wir waren für euch live bei der Produktvorstellung dabei und geben euch hier einen Überblick über alle relevanten Fakten.
Das Produktevent in Berlin
Während viele Hersteller ihre Produkte still und heimlich auf dem Markt positionieren, nutzt Anker eine stilvolle Lokation in unserer Hauptstadt und lädt Presse und Medienvertreter zu einem großen Produktevent.
Die mit Spannung erwartete Anker Solarbank 4 Pro wird erstmals der Öffentlichkeit präsentiert und alle technischen Details erläutert. Die anschließende Fragerunde mit den Medienvertretern und ein gemeinsames Abendessen runden dieses Event ab.
Anker Solarbank 4 Pro
Bereits vorab sind vor einigen Wochen erste Informationen zur Anker Solarbank 4 Pro an die Öffentlichkeit gelangt. Mit der exakten Modellbezeichnung Anker Solix Solarbank 4 Pro E5000 wird auch sofort die Speicherkapazität ersichtlich. Die 5000 steht hier für eine Grundkapazität von 5.024Wh. Mit diesem Wert liegt die Solarbank 4 Pro deutlich über ihrem Vorgängermodell das sich mit 2.680Wh begnügen musste. Selbstverständlich lässt sich auch hier die Kapazität mittels Zusatzakkus (Anker BP5000) auf bis zu 30kWh erhöhen.
Die neuen Anker BP5000 Zusatzakkus sind dabei voll kompatibel zu den Vorgängermodellen. Das bedeutet auch die Solarbank 2 und 3 lassen sich mit den 5024Wh Kraftpaketen ausrüsten. Im Umkehrschluss können auch bestehende BP1600 und BP2700 Akkus mit der neuen Solarbank 4 Pro genutzt werden. Dank neuester LiFePo4 Technologie steigt die Zyklenzahl mit der neuen Generation deutlich an. Selbst nach 10.000 Ladezyklen sollen die Akkuzellen immer noch eine Kapazität von 70-80% aufweisen.
Technische Daten der Anker Solarbank 4 Pro
Das Design der Anker Solarbank 4 Pro orientiert sich am Vorgänger, weist aber dennoch Unterschiede auf. Mit Abmessungen von 460 × 305 × 355 mm und einem Gewicht von 50kg ist die Solarbank 4 Pro kein Leichtgewicht, bietet aber dennoch einen guten Kompromiss aus Speicherkapazität und Gewicht. Zudem bietet sie ein Display auf der Vorderseite welches euch über Ladezustand, Eingangsleistung und Ausgangsleistung informiert. Anker hat die Leistung der MPPT-Eingänge nochmals deutlich erhöht. Mit einer Eingangsleistung von 4 x 1.250W (5.000W Gesamtleistung) und einer Stromaufnahme von bis zu 36 Ampere pro Eingang, avanciert die Solarbank 4 Pro zu einem der leistungsfähigsten Speichersysteme für Balkonkraftwerke. Anker ermöglicht somit den Anschluss von bis zu 12 Solarmodulen (3 pro Eingang) und deutlich mehr Eingangsleistung als die Konkurrenz.
Ausgangsleistung und Wetterschutz
Die Ausgangsleistung liegt werksseitig bei 800W, um die gesetzlichen Regelungen für Balkonkraftwerke in Deutschland zu erfüllen. Dennoch verbaut Anker in der Solarbank 4 Pro einen bidirektionalen Wechselrichter mit 2.500W. Während die 800W Einspeisung vorrangig für Balkonkraftwerke konzipiert ist, können Nutzer die mehr Leistung benötigen mit der Anker PluginPower 2.0 Aufrüstung das volle Potenzial ausschöpfen. Bei dieser Variante können sowohl die Eingangsleistung (PV-Überschussladung) als auch die Ausgangsleistung auf bis zu 2.500W festgelegt werden. Bei PluginPower 2.0 handelt es sich um eine Kombination aus Hardware und Software-Freischaltung: Eine Elektrofachkraft installiert eine Wieland-Einspeisesteckdose an einem dedizierten Endstromkreis ohne Verbraucher, anschließend lässt sich die volle 2.500W-Einspeiseleistung in der Anker App freischalten.
Anker selbst weist auf eine TÜV-Sicherheitsprüfung sowie die Pflicht zur Anmeldung über einen Elektrofachbetrieb hin. Wird die Anker Solarbank 4 Pro in dieser Leistungsklasse betrieben, ist eine fachgerechte Installation und eine Anmeldung durch eine zugelassene Elektrofachkraft in jedem Fall empfehlenswert. Die Dauerleistung der Off-Grid Steckdose wurde ebenfalls auf 2.500W erhöht. Im Bypass-Betrieb (mit Verbindung zum öffentlichen Netz) können hier sogar bis zu 3.600W entnommen werden. Anker hat auch wie bei der kürzlich vorgestellten Anker Solarbank Max AC (zum Artikel) den Schutz gegen eindringende Feuchtigkeit erhöht. Mit einer IP66-Zertifizierung kann die Solarbank 4 Pro theoretisch sogar einem Hochdruckreiniger standhalten. Zusätzlich bietet die Solarbank 4 Pro eine C5-Zertifizierung, mit einer erhöhten Korrosionsbeständigkeit, die einen Einsatz in Küstennähe ermöglicht.
Einschätzung der Redaktion
Mit der Anker Solarbank 4 Pro stellt der Hersteller das bisher leistungsfähigste System für Balkonkraftwerke vor. Anker liefert die Solarbank 4 Pro ab Werk mit 800W Einspeisebegrenzung über den Schuko-Anschluss – sprich: ohne Elektriker, ohne aufwändige Anmeldung, klassisches Balkonkraftwerk-Setup. Genau diese Kombination aus 5.000W Eingangsleistung und 800W Ausgang macht das System im Zusammenspiel mit der neuen VDE Norm AR-N 4105 (zum Artikel) zum echten Gamechanger. Mit Wieland-Stecker sind nach aktuellem Stand bis zu 2.000Wp Modulleistung normkonform möglich – die hohe Eingangsleistung sorgt damit für deutlich mehr Ertrag bei schwachem Licht und im Winter.
Wer per PluginPower 2.0 auf 2.500W aufrüstet, verlässt allerdings das Balkonkraftwerk-Terrain: Sobald der Wechselrichter mehr als 800VA einspeist, gilt die Anlage als reguläre Erzeugungsanlage mit entsprechendem Anmeldeprozess beim Netzbetreiber. Die vereinfachte BKW-Anmeldung greift hier nicht mehr. Technisch ist die App-Freischaltung zwar trivial – ohne fachgerechte Wieland-Installation und korrekte Anmeldung läuft das System rechtlich aber nicht sauber. Wir sind entsprechend gespannt auf ein erstes Testgerät und versorgen euch auch zukünftig mit allen wichtigen Informationen zur Anker Solarbank 4 Pro.
Direkt zum Onlineshop des Herstellers
Durch die niedrigen Anschaffungskosten und durchweg fairen Preise für Speicher und Solarmodule ist die Wirtschaftlichkeit bei Balkonkraftwerken eigentlich kaum noch ein Thema. Auch Speichersysteme wie eine Solarbank 4 Pro amortisieren sich in den meisten Fällen innerhalb von nur 3 Jahren. Die Solarbank 4 Pro kann ab sofort für 1.999€ vorbestellt werden. Die Erweiterungsbatterie BP5000 wird zu einem Einstiegspreis von 1.399€ angeboten. Zum Start gibt es 25% Rabatt und ein Smart Meter Gen 2 gratis mit dazu!
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verstehe ich nicht, denn auch mit 800W hätte das Gerat, was ja kein Steckersolargerät nach Norm ist, in Deutschland ja keinen Schukostecker. Wie alle Hersteller macht hier jeder was er will und der Endkunde steht im Regen. Im Marktstammdatenregister bestätigt der Betreiber den normgerechten Anschluss und das ist an diesem Gerät niemals ein Schukostecker. Plug inPower 1.0, laut lach von mir.
Nach der neuen VDE ARN 4105 könnte die Solarbank 4 Pro mittels Formular F1.2 selbst angemeldet werden. Allerdings setzt dies eine Einspeiseleistung von maximal 800W vorraus. Aufgrund der Tatsache das sie bis zu 2500W einspeisen kann wäre die Installation mit Wieland Stecker an einem Endstromkreis die sinnvollste Alternative.
Gruß
Micha
auch mit 800VA wäre ein Wieland nach dieser Norm erforderlich. Ansonsten definierst du übrigens den Endstromkreis falsch, genau wie Laudeley und sein komischer neuer Kumpel.😉
Hallo Heiko
Du hast vollkommen Recht, korrekt müsste es dedizierter Stromkreis oder Eigenstromkreis heißen. Der Begriff Endstromkreis hat sich bei den Herstellern etabliert obwohl er eigentlich nicht korrekt ist. Ich werde in Zukunft darauf achten.
Bis zu einer Modulleistung von 960Wp wäre der Schuko Stecker nutzbar. Alles was darüber geht wäre wiederum der Wieland oder eine Festverdrahtung notwendig.
Gruß
Micha
Ja aber doch nur an einem Steckersolargerät mit 960Wp das nach der DIN VDE V 0126-95 auch so zertifiziert und verkauft wurde, wozu auch nach der neuen 4105 der nun sogenannte “Kleinstspeicher” doch gar nicht zählt. Grüße von der T-X übrigens. 😉 Ich glaube du machst das schon ganz gut hier.
Das ist so nicht ganz richtig. Du kannst Kleinstspeicher mittels Formular F12.2.2 mit einer Leistung von 800VA und 960W mit Schuko-Stecker anmelden. Bis 2000wp dann der Wieland oder Fest und alles was darüber geht über den Elektriker. Steckerfertige Solaranlagen die nach VDE0126-95 als Set Zertifiziert sind gibt es meines Wissens nach auch noch gar nicht auf dem Markt. Im Endeffekt läuft es darauf Hinaus das die Mehrheit der Netzbetreiber Anlagen bis 800W und 2000Wp Modulleistung über die vereinfachte Anmeldung für Balkonkraftwerke duldet Es ist schwer sich hier komplett Normkonform zu verhalten. Es ist auch für die Nutzer undurchsichtig was sie… Weiterlesen »
stimmt leider nicht, da der “Kleinstspeicher” bis 800VA, niemals ein Steckersolargerät werden kann nach DIN VDE V 0126-95 mit bis zu 960Wp, was einen Schukostecker ermöglichen würde. Eigentlich wurde in der in der neuen VDE-AR-N 4105 nur eine zusätzliche Anmeldemethode für diesen “Kleinstspeicher” bis 800VA durch den Betreiber geschaffen. Der Rest in Bezug auf den Anschluss eines Speichers, was jede Solarbank von Anker zweifelfrei sein sollte, ändert sich dort nicht. Ob ein Netzbetreiber dieses duldet, sei mal dahingestellt, denn der normgerechte Anschluss wird vom Betreiber bei der Anmeldung im Marktstammdatenregister bestätigt, dieses wird vom Netzbetreiber also nicht geprüft, da der… Weiterlesen »
Es hätte mal gesagt es ist eine Inselanlage und kein Balkonanlage.