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Xiaomi Pad 8 Test

Getestet von Joscha am Preis-Leistungs-Tipp!
Vorteile
  • klassenbeste Performance für den Preis!
  • schlankes und hochwertiges Gehäuse
  • exzellentes 144Hz IPS-Display
  • starker Akku und gute Ladegeschwindigkeit
  • ausgezeichnete Quad-Lautsprecher
  • USB-C 3 Anschluss mit Display-Output
Nachteile
  • kein Fingerabdruck-Scanner
  • keine 5G-Version
  • kein Kopfhörer-Anschluss
  • kein GPS-Empfang
  • keine IP-Zertifizierung
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Mit dem Xiaomi Pad 8 bringt Xiaomi sein neues Mittelklasse-Tablet an den Start. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 420€, doch erfahrungsgemäß dürfte das Tablet recht schnell für unter 300€ zu bekommen sein. Und genau auf dieser Basis muss man das Gerät auch bewerten.

Xiaomi Focus Pen Pro Test Display Quality 3

Das Datenblatt ist jedenfalls vielversprechend. Xiaomi verbaut einen Snapdragon 8s Gen 4, mit einem 11,2 Zoll großes 3,2K-Display mit 144Hz, einen 9200mAh Akku mit 45W Laden in ein gerade einmal 5,75 Millimeter dünnes Gehäuse. Ergänzt wird das Ganze durch die Unterstützung für den Xiaomi Focus Pen Pro, womit das Pad 8 nicht nur beim Medienkonsum, sondern auch für ein bisschen Produktivität interessant werden soll.

Damit bleibt Xiaomi seiner Pad-Reihe treu: Möglichst viel Premium-Feeling für möglichst wenig Geld. Klar ist aber auch, dass es irgendwo Abstriche geben muss, denn sonst würde es kein Pro-Modell brauchen. Ob das Xiaomi Pad 8 trotzdem wieder ein Preis-Leistungs-Hit wird oder ob Xiaomi diesmal ein wenig zu stark gespart hat, klären wir jetzt im Test.

Design und Verarbeitung

Mit 251,2 x 173,4 x 5,75 Millimeter und einem Gewicht von 485 Gramm ist das Gerät wunderbar dünn und bleibt auch beim Gewicht angenehm im Rahmen. Xiaomi setzt auf ein Unibody-Gehäuse aus mattem Aluminium, das über die komplette Rückseite und den Rahmen verläuft. Das sieht schick aus, fühlt sich hochwertig an und ist auch sauber verarbeitet. Nur einen kleinen Haken gibt es: Durch die matte Oberfläche ist das Tablet in der Hand recht rutschig. Eine IP-Zertifizierung gegen Wasser oder Staub gibt es außerdem nicht.

Die Front wird von flachem Glas bedeckt und von angenehm schmalen Rändern eingefasst. Oben messen diese etwa 1,5 Zentimeter, unten 1 Zentimeter und an den Seiten rund 0,7 Zentimeter. Das wirkt modern genug, ohne unpraktisch zu werden. Die Frontkamera sitzt unsichtbar im Rahmen.

Weniger elegant ist das quadratische Kameramodul auf der Rückseite. Dieses ragt satte 4 Millimeter aus dem Gehäuse heraus und sorgt dafür, dass das Tablet auf flachen Unterlagen deutlich kippelt. Bei einem Tablet ist so ein dicker Kamerabuckel einfach unnötig und bleibt ein klarer Kritikpunkt am ansonsten gelungenen Gehäuse.

Einen Kopfhöreranschluss gibt es nicht und auch eine Mobilfunk-Version fehlt komplett. Wer unterwegs Internet will, muss also mit Hotspot arbeiten. Positiv ist dafür der USB-C-3-Anschluss mit 5 Gbit/s, der nicht nur schnelle Datenübertragungen beherrscht, sondern auch Display Output unterstützt. In diesem Preisbereich ist das eine Seltenheit. Dazu kommen Pogo-Pins für das Tastatur-Cover sowie ein magnetischer Ladeplatz am Rahmen für den Stylus.

Einen Unterschied zum Pro-Modell gibt es bei der Entsperrung: Einen Fingerabdrucksensor verbaut Xiaomi hier nicht. Stattdessen müsst ihr euch mit Face-Unlock begnügen. Bei ausreichend Licht funktioniert das in der Praxis zwar ordentlich, an den Komfort und die Zuverlässigkeit eines guten Fingerabdrucksensors kommt es aber natürlich nicht ganz heran.

Xiaomi Pad 8 Test 14

Unterm Strich liefert Xiaomi ein sehr schickes und sauber verarbeitetes Tablet ab. Das ultradünne Metallgehäuse macht Eindruck und auch die Ausstattung mit USB-C 3, Pogo-Pins und Stylus-Halter passt. Abzüge gibt es für die rutschige Rückseite, den unnötig dicken Kamerabuckel und den fehlenden Fingerabdrucksensor. Insgesamt ist das Design des Xiaomi Pad 8 aber auf jeden Fall sehr gut gelungen.

Lieferumfang & Zubehör des Xiaomi Pad 8


Xiaomi Pad 8 Test 15

Beim Auspacken zeigt sich Xiaomi äußerst sparsam. Ein Ladegerät sucht man vergebens, ebenso wie ein Case oder eine ab Werk angebrachte Schutzfolie für das Display. In der Verpackung befinden sich lediglich ein 6A-starkes USB-C-Kabel, Kurzanleitung und Garantiekarte. Fürs Aufladen kann man dafür neben den herstellereigenen Netzteilen auch ein handelsübliches PowerDelivery PPS Netzteil mit 45 Watt verwenden.

Wer das volle Potenzial des Tablets im Alltag ausschöpfen möchte, kann zwischen zwei verschiedenen Tastatur-Covers wählen:

  • Xiaomi Pad 8 Pro Keyboard Cover: Diese Basis-Tastaturhülle verfügt über fünf Tastenreihen. Auf ein Touchpad muss man hier allerdings verzichten, und der Aufstellwinkel ist auf eine einzige Position fixiert.
  • Xiaomi Pad 8 Pro Focus Keyboard Cover: Die Premium-Tastatur, deren Design stark an das Magic Keyboard von Apple angelehnt ist. Sie öffnet sich im 90-Grad-Winkel, wobei sich die Neigung magnetisch und stufenlos anpassen lässt. Zudem ist ein praktisches Touchpad mit Gestenunterstützung an Bord.

Spannend ist natürlich auch der neue Xiaomi Focus Pen Pro: Der nun tastenlose Stylus setzt auf ein modernes Bedienkonzept mit druckempfindlichen Zonen für Tipp- und Kneifgesten. Er überzeugt in der Praxis mit hoher Präzision beim Schreiben und Zeichnen.

Display des Xiaomi Pad 8

Xiaomi Pad 8 Test 4

Das Xiaomi Pad 8 ist mit einem 11,2 Zoll großen IPS-Display ausgestattet und löst mit 3200 x 2136 Pixel auf. Daraus ergibt sich eine hohe Pixeldichte von 344 Pixel pro Zoll, sodass Inhalte jederzeit gestochen scharf dargestellt werden. Einzelne Bildpunkte sind mit bloßem Auge nicht zu erkennen und auch kleinere Schrift wirkt angenehm sauber.

Bei der Bildwiederholrate setzt Xiaomi auf bis zu 144Hz. In der Praxis werdet ihr diese 144Hz kaum sehen und ein echter Mehrwert gegenüber 120Hz ist mit dem bloßen Auge ohnehin nicht feststellbar. Das System unterstützt im Alltag 60Hz, 90Hz und 144Hz und regelt bei statischen Inhalten auf 50Hz herunter, um den Akku zu schonen. Wer möchte, kann die Bildwiederholrate in den Einstellungen auch fest auf 60Hz begrenzen. Dazu kommt eine hohe Touch-Abtastrate von bis zu 360Hz, die mit Stift auf 240Hz angepasst wird.

Display Helligkeit (in Lux) Einheit: Lux
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1.800
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Bei der Helligkeit gibt Xiaomi 800 Lux an. Wir messen einen Wert von 860 Lux, womit das Standardmodell das Pro sogar minimal übertrifft. Das ist für ein IPS-Tablet ein gutes Ergebnis und reicht für den Alltag locker aus. Auch die Minimal-Helligkeit fällt angenehm niedrig aus, was beim Lesen am Abend deutlich angenehmer für die Augen ist. In der prallen Sonne stößt das Tablet aber natürlich irgendwann an Grenzen. Das ist bei einem IPS-Panel in dieser Preisklasse allerdings keine Überraschung.

Davon abgesehen hinterlässt der Bildschirm einen sehr guten Eindruck. Der Kontrast ist stark und Schwarz wirkt angenehm tief, auch wenn ein AMOLED-Tablet hier technisch natürlich noch mehr liefern kann. Die Farbdarstellung ist mit 12 Bit exzellent und kann in den Einstellungen sowohl individuell angepasst als auch automatisch an das Umgebungslicht angepasst werden. Für Streaming sind zahlreiche HDR-Standards mit an Bord. Widevine L1 ist selbstverständlich ebenfalls vorhanden, sodass Netflix und andere Dienste in voller Auflösung laufen. Weil hier ein IPS-Panel zum Einsatz kommt, ist PWM-Dimming auch schlicht kein Thema. Ein Always-On-Display gibt es dafür wenig überraschend nicht.

Das Display des Xiaomi Pad 8 ist insgesamt sehr gut gelungen. Für ein Tablet, das unter 300€ landen wird, bekommt ihr hier ein scharfes, flüssiges und helles Panel mit starker HDR-Ausstattung. Wer noch mehr Bildqualität will, muss zu einem deutlich teureren AMOLED-Tablet greifen. Für Surfen, Medienkonsum, Zeichnen und Arbeiten macht das Display des Xiaomi Pad 8 aber definitiv Spaß.

Leistung

Im Xiaomi Pad 8 arbeitet der Snapdragon 8s Gen 4, der im 4-Nanometer-Verfahren gefertigt wird. Der Chip gehört zwar nicht mehr in die absolute Oberklasse wie der Snapdragon 8 Elite im Pro-Modell, für ein Tablet in dieser Preisklasse ist das Leistungspaket aber trotzdem extrem stark. Xiaomi kombiniert den Prozessor je nach Version mit 8GB oder 12GB LPDDR5X-RAM sowie 128GB, 256GB oder 512GB Speicher. Die größte Speicherversion haben wir aber bisher nirgends entdeckt.

Ein kleiner Unterschied zwischen den Speichervarianten ist erwähnenswert: Die 128GB-Version setzt noch auf UFS 3.1. Unsere Testversion kommt dabei auf 2000MB/s beim Lesen und 1300MB/s beim Schreiben. Das ist keineswegs schlecht, aber natürlich ein gutes Stück langsamer als das, was wir Pro-Modell mit 256GB unter UFS 4.1 gemessen haben.

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Die eigentliche Systemleistung ist davon aber kaum betroffen. Das Xiaomi Pad 8 läuft sehr flüssig, Apps öffnen schnell und auch Multitasking funktioniert ohne auffällige Wartezeiten. Man merkt einfach, dass hier kein typischer Mittelklasse-Chip arbeitet. Für Surfen, Streaming, Split-Screen, Office und auch etwas anspruchsvollere Anwendungen hat das Tablet mehr als genug Reserven. Gerade wenn der Preis wie erwartet unter 300€ fällt, ist das ein wirklich starkes Gesamtpaket.

Auch beim Gaming schlägt sich das Tablet gut. Aktuelle Spiele laufen flüssig und in mittleren bis hohen Details ist hier alles problemlos spielbar. Klar: Wer wirklich das Maximum an FPS will, bekommt mit dem Xiaomi Pad 8 Pro noch einmal ein spürbares Upgrade. Für den normalen Nutzer ist das Xiaomi Pad 8 aber bereits völlig ausreichend und definitiv kein Tablet, bei dem man sich über zu wenig Leistung beschweren könnte.

Erfreulich ist außerdem das Verhalten unter Last. Das Tablet bleibt sehr stabil, und sowohl CPU- als auch GPU-Leistung können über längere Zeit gut gehalten werden.

Unterm Strich liefert das Xiaomi Pad 8 eine extrem starke Performance für seine Klasse. Der Snapdragon 8s Gen 4 sorgt für eine flüssige Bedienung und gute Gaming-Leistung, ohne dass das Tablet unter Dauerlast schlappmacht. Abzüge gibt es eigentlich nur beim langsameren Speicher der 128GB-Version und natürlich im direkten Vergleich zum deutlich stärkeren Pro-Modell. Für den angepeilten Straßenpreis ist das hier aber auf jeden Fall ein echtes Brett. Die Konkurrenz kann hier nicht im Ansatz mithalten.

System

Auf dem Xiaomi Pad 8 läuft bereits Android 16 in Kombination mit HyperOS 3. Ein offizielles Update-Versprechen gibt es von Xiaomi aktuell noch nicht, was bei einem global veröffentlichten Gerät natürlich ein bisschen schade ist. Gerade bei Tablets, die man oft länger nutzt als ein Smartphone, wäre hier etwas mehr Klarheit wünschenswert.

Dafür hinterlässt das System direkt nach dem Einschalten einen erfreulich aufgeräumten Eindruck. Es ist keine Bloatware vorinstalliert und auch von Werbeeinblendungen bleibt man fast komplett verschont.

Im Alltag wirkt HyperOS 3 auf dem Pad 8 sehr rund. Die Bedienung läuft flüssig, das System ist stabil und auch das Multitasking wurde sinnvoll auf Tablets angepasst. Split-Screen und Pop-up-Fenster funktionieren gut und machen das Gerät auch für produktivere Aufgaben brauchbar. Gerade in Kombination mit Tastatur oder Stift merkt man schon, dass Xiaomi hier nicht einfach nur eine aufgeblasene Smartphone-Oberfläche abliefert.

Dazu kommt Xiaomis plattformübergreifende Vernetzung, mit der sich Inhalte nahtlos mit anderen Android-Geräten und Windows- und Apple-PCs teilen lassen. Hier haben wir uns das in der Praxis angeschaut: Xiaomi HyperConnect im Test. Unter dem Schlagwort HyperAI gibt es außerdem die inzwischen üblichen KI-Funktionen für Texte, Übersetzungen, Live-Untertitel, dynamische Wallpaper, AI Art und Bildbearbeitung. Wie so oft ist hier nicht alles Gold, was glänzt. Einige Funktionen wirken noch etwas unausgereift und eher wie Pflichtprogramm auf dem Datenblatt. Andere Sachen sind dagegen tatsächlich nützlich. Positiv hervorzuheben ist etwa die Live-Transkription von Sprachaufnahmen, die im Alltag wirklich einen Mehrwert haben kann.

Für Nutzer, die das Tablet stärker in Richtung Laptop-Ersatz schieben wollen, gibt es außerdem einen Workspace-Modus, der ein Desktop-ähnliches Erlebnis schaffen soll. Das funktioniert grundsätzlich, steckt aber noch in den Anfängen. Das Fenstermanagement ist noch nicht ganz ausgereift und auch insgesamt fehlt dem Modus noch etwas Feinschliff. Praktisch ist dagegen der Second Space, also ein separater Bereich für ein zweites Nutzerprofil.

Insgesamt ist die Software des Xiaomi Pad 8 für ein Tablet dieser Preisklasse wirklich stark. Das System ist sauber, flüssig und gut auf die Tablet-Nutzung angepasst.

Kamera

Zur Kamera muss man bei einem Tablet eigentlich nicht viele Worte verlieren, und das gilt auch für das Xiaomi Pad 8. Auf der Rückseite sitzt eine 13-Megapixel-Kamera mit f/2.2 und Autofokus, vorne gibt es eine 8-Megapixel-Frontkamera. Im direkten Vergleich zum Pro-Modell mit seinem deutlich stärkeren 50MP/32MP-Setup müsst ihr hier also klare Abstriche machen.

Die Hauptkamera liefert bei Tageslicht realistische Farben, ist schnell beim Auslösen und fokussiert zuverlässig. Bei Details, Dynamik und Schärfe merkt man aber sofort, dass wir hier nicht über eine ernsthafte Kamera sprechen. Die Bilder wirken teils etwas verwaschen.

Die Frontkamera macht ihren Job für Videotelefonie ordentlich. Farben passen, Gesichter werden vernünftig belichtet, aber auch hier dürft ihr keine Wunder bei Details oder Dynamik erwarten.

Videos sind mit der Hauptkamera immerhin in 4K bei 30FPS möglich und werden ordentlich stabilisiert. Die Frontkamera bleibt bei Full-HD. Insgesamt gilt wie so oft bei Tablets: Für den Notfall völlig okay, für schöne Fotos oder ernsthafte Videoaufnahmen nehmt ihr besser euer Smartphone.

Unterm Strich ist die Kamera des Xiaomi Pad 8 absoluter Standard. Das ist in dieser Preisklasse auch nicht weiter schlimm, weil bei einem Tablet ohnehin andere Dinge wichtig sind. Für Videocalls und den gelegentlichen Scan eines Dokuments reicht es locker.

Konnektivität und Kommunikation

Bei der Konnektivität ist das Xiaomi Pad 8 insgesamt gut aufgestellt. Das Tablet unterstützt WiFi 7 und ermöglicht im Test einen guten WLAN-Empfang. Auch Bluetooth 5.4 ist mit an Bord und arbeitete problemlos mit verbundenen Geräten. Bei den Codecs gibt es ebenfalls nichts zu meckern: AAC, LDAC, LHDC und aptX werden unterstützt.

Typische Tablet-Einschränkungen gibt es aber natürlich auch. NFC fehlt, und ein GPS-Modul ist ebenfalls nicht vorhanden. Eine Mobilfunk-Version gibt es ja ohnehin nicht. Immerhin verbaut Xiaomi einen Infrarot-Sender, was bei Tablets eher selten ist und im Alltag tatsächlich ganz praktisch sein kann.

Bei den Sensoren ist das Nötigste vorhanden, darunter Beschleunigungssensor, Näherungssensor, Helligkeitssensor, Gyroskop, Infrarot-Sender und Farbspektrum-Sensor. Auch ein Hall-Sensor für “smarte” Hüllen und ein Kompass ist verbaut. Entsperrt wird das Tablet ausschließlich per Face Unlock, da Xiaomi dem Standardmodell keinen Fingerabdrucksensor spendiert hat.

Ein echtes Highlight sind dagegen die vier Lautsprecher mit Dolby Atmos. Die liefern eine exzellente Lautstärke, überraschend kräftige Bässe, gute Stimmen und insgesamt einen richtig ordentlichen Klang. Gerade für Filme, YouTube und Serien ist das Xiaomi Pad 8 damit bestens gerüstet. Einen Kopfhöreranschluss gibt es aber wenig überraschend nicht.

Insgesamt passt die Konnektivität des Xiaomi Pad 8 gut zum Preis. WiFi 7, Bluetooth 5.4 und die starken Lautsprecher sind klare Pluspunkte. Auf GPS, NFC und Fingerabdrucksensor müsst ihr allerdings verzichten.

Akkulaufzeit des Xiaomi Pad 8

Mit 9200mAh ist der Akku des Xiaomi Pad 8 angenehm groß geraten und sorgt im Alltag für eine sehr gute Laufzeit. Im Test kam das Tablet bei aktiver Nutzung auf gute 6 bis 7 Stunden, was für ein 11-Zoll-Gerät mit hochauflösendem 144Hz-Display absolut ordentlich ist. Dazu kommt ein niedriger Standby-Verbrauch, sodass das Pad auch dann nicht unnötig viel Energie verliert, wenn es mal ein paar Tage herumliegt.

PCMark Akku Einheit: Stunden
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Ladegeschwindigkeit Einheit: Minuten
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Im Alltag ist die Laufzeit damit durchweg überzeugend. Für Surfen, Streaming, ein bisschen Gaming und Office reicht das problemlos aus, um gut durch den Tag zu kommen. Im direkten Vergleich zum Pro-Modell fehlt ein kleines bisschen Ausdauer, der Unterschied fällt aber nicht gravierend aus.

Beim Laden unterstützt das Xiaomi Pad 8 45W HyperCharge und PowerDelivery. Nach 30 Minuten stehen wieder rund 45 Prozent zur Verfügung, eine vollständige Ladung dauert etwa 1 Stunde und 30 Minuten. Das ist zwar nicht spektakulär schnell, aber im Tablet-Bereich immer noch angenehm flott.

Zusätzlich gibt es noch 22,5W Reverse Wired Charging, sodass sich bei Bedarf auch andere Geräte per Kabel laden lassen.

Testergebnis

Getestet von
Joscha

Das Xiaomi Pad 8 ist genau das Tablet, das viele Käufer eigentlich suchen: ein hochwertiges Gesamtpaket ohne hohen Preis. Sobald der Straßenpreis wie erwartet unter 300€ fällt, wird das Gerät richtig interessant. Xiaomi liefert hier ein schickes und extrem dünnes Metallgehäuse, ein sehr gutes 144Hz-Display, starke Lautsprecher, eine gute Akkulaufzeit und vor allem eine überzeugende Performance dank Snapdragon 8s Gen 4. Auch die Software ist für ein Android-Tablet erfreulich ausgereift und macht das Pad 8 nicht nur für Streaming und Surfen, sondern auch für etwas Produktivität zu einer guten Wahl.

Natürlich ist das Tablet nicht frei von Schwächen. Der Kamerabuckel steht unnötig weit aus dem Gehäuse heraus, die Rückseite ist etwas rutschig und auf einen Fingerabdrucksensor müsst ihr verzichten. Dazu kommen die üblichen Tablet-Einschränkungen wie kein GPS, keine Mobilfunk-Version und nur sehr durchschnittliche Kameras.

Trotzdem ändert das wenig am Gesamteindruck: Für den angepeilten Straßenpreis ist das Xiaomi Pad 8 ein richtig starkes Tablet. Wer einfach ein gutes Gerät für Multimedia, ein bisschen Gaming, Zeichnen und Alltagsaufgaben sucht, bekommt hier das Preis-Leistungs-Verhältnis im Android-Bereich. Wer dagegen maximale Leistung, bessere Kameras, einen Fingerabdrucksensor möchte, sollte den Aufpreis zum Xiaomi Pad 8 Pro (zum Test) in Betracht ziehen. Für die meisten Nutzer dürfte aber schon das normale Xiaomi Pad 8 völlig ausreichen.

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Kommentare

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Mike
Gast
Mike
2 Stunden her

Moin und danke für den Test.

Was mir fehlt: Was hat sich zum Vorgänger verbessert/verschlechtert? Lohnt ein Upgrade? Wird es wieder eine matte Display-Version geben?

Updates soll es für 5 Jahre geben, siehe:
https://eprel.ec.europa.eu/screen/product/smartphonestablets20231669/2485400

jonas-andre
Autor
Team
jonas-andre(@jonas-andre)
1 Stunde her
Antwort an  Mike

Servus, danke für den Hinweis. Da hat sich im Vergleich kaum was verändert und es wird preislich dann irgendwann das Pad 7 ersetzen, was aktuell natürlich die viel bessere Wahl ist: https://www.smartzone.de/xiaomi-pad-7-angebot/. Diese Angaben auf dem Datenblatt sind etwas mit Vorsicht zu genießen, das gibt auch jeder China Mini-Hersteller genau so an und das ist glaube ich auch der neidrigste Wert, den man dort reinschreiben kann. Unabhängig davon hatte der Vorgänger bereits ein Versprechen von 4+6 Jahren und das sollte hier auch mindestens so sein, wir ergänzen die Angabe sobald es offiziell kommuniziert ist. Xiaomi hat dafür auch eine extra… Weiterlesen »

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