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Viofo A229 Ultra im Test – 3-Kanal-Dashcam

Getestet von Max Drechsel am
Vorteile
  • gute Aufnahmequalität der Hauptkamera (4K/30FPS)
  • starke Rückfahrkamera (4K/30FPS)
  • gute, einfach zu bedienende App
  • integriertes GPS + Geschwindigkeitserfassung
  • manuelle Aufnahme möglich
  • Sprachbefehle möglich, sehr gute Erkennung
  • WiFi 6 für kabellose Übertragung
  • großzügiger Lieferumfang, samt PCL-Filter
  • Fahrassistenten vorhanden
  • starke Abdeckung durch drei Kameras
Nachteile
  • sehr teuer
  • keine 60 FPS, auch nicht im Einzelbetrieb
  • Parkplatzüberwachung nur mit Erweiterungskit
  • benötigt viel Platz an der Scheibe
  • kaum Firmwareupdates
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Wir haben nun Viofos letztjährigen Topseller als Dreikanalvariante im Test: die Viofo A229 Ultra 3 Channel. Geboten werden zweimal 4K, einmal Full-HD, STARVIS 2 und große Sensoren.

Viofo A229 Ultra Test Design 3

Viofo hat sich im Dashcam-Bereich bereits einen Namen gemacht. Die Top-Modelle zählen zu den besten Kameras, die ihr zurzeit kaufen könnt. Neben reinen Bildverbesserungen geht der Trend zunehmend zu einer flächendeckenden Abdeckung der Aufzeichnung, wodurch Mehrkanal-Set-ups entstehen.

Design & Verarbeitung

Viofos Design ist prägnant, da es klobig ausfällt, und hat sich seit dem Beginn der Marke nur dezent verändert. Zum Einsatz kommen ein 2,4 Zoll großes IPS-Display, fünf Knöpfe, fünf LEDs, ein Lautsprecher, ein Mikrofon und diverse Anschlüsse. Mit 99 x 60 x 38 Millimeter ist die A229-Haupteinheit nicht besonders klein. Dafür lässt sich die Neigung des Kameramoduls in einem 180°-Winkel anpassen. Viofo verbaut einen 1/1,8 Zoll großen Sony IMX678 Sensor mit einer f/1.8-Blende. Leicht abgewandelt und mit minimal größerer Blende arbeitet dieser Sensor auch in der 70Mai 4K Omni (zum Test). STARVIS 2 ist dank der Sony-Innereien an Bord. Wie bei der Konkurrenz nutzt ihr Micro-SD-Karten mit bis zu 512GB. Für den Stromanschluss und die Datenübertragung dient USB-C.

Handlicher fallen auf den ersten Blick die beiden zusätzlichen Kameramodule für die Rückseite und den Innenraum aus. Beide besitzen eine zylindrische Form und lassen sich komplett um 360° drehen.

Viofo setzt jedoch auf volle Leistung und verbaut in der Rückfahrkamera effektiv das gleiche Modul wie in der Haupteinheit: einen Sony IMX678, die gleiche f/1.8-Blende und dasselbe 140°-Sichtfeld. Ein starkes Upgrade im Vergleich zu den Rückkameras anderer Hersteller, die meist auf kleinere und schwächere Sensoren setzen. Die Bildqualität zwischen Front- und Rückkamera fällt demnach identisch aus.

Ein abgespeckter Sensor übernimmt hingegen die Innenraumüberwachung. Es handelt sich um einen Sony IMX662 mit f/2.2-Blende. Dieser zeichnet mit einem weitwinkligen 210°-Sichtfeld auf, während vier Infrarot-LEDs bei Nachtaufnahmen unterstützen.

Front und Rückseite nehmen in 4K-Auflösung auf. Die Innenraumkamera bietet Full-HD. Da das System mit drei Kameras enorme Datenmengen verarbeitet, limitiert Viofo die A229 Ultra im Gegenzug auf 30 Bilder pro Sekunde.

Die A229 Ultra bezieht ihre Energie aus einem Kondensator statt aus einem Akku. Das macht sie deutlich temperaturbeständiger, allerdings bricht die Videoaufzeichnung bei einem Stromverlust direkt ab. Offiziell ist sie bei -20°C bis 65°C einsetzbar. An der Verarbeitung gibt es nichts zu beanstanden. Das Gehäuse wirkt etwas klobig, aber massiv, und auch die beiden Erweiterungskameras machen eine stabile Figur.

Lieferumfang der Viofo A229 Ultra 3

Viofo A229 Ultra Test Design 1

Wie bei Dashcams üblich, liegt der Kamera reichlich Zubehör bei. Besonders erwähnenswert ist der im Standardpaket enthaltene CPL-Filter für die Hauptkamera, der andernfalls meist Aufpreis kostet.

  • A229 Ultra Haupteinheit
  • A229 Rückkamera
  • A229 Innenraumkamera
  • Elektrostatische Folien (3x)
  • Kamerafuß mit Kleber (1x Haupt, 2x Rück)
  • Autoadapter (2x USB-A auf Zigarettenanzünder)
  • USB-C auf USB-A Datenkabel für PC (ca. 2m)
  • USB-C auf USB-C Kabel für Strom (ca. 3,5m)
  • USB-C auf USB-C Kabel für Rückfahrkamera (ca. 6m)
  • 3,5mm-Klinke auf USB-C Kabel für Innenraumkamera (ca. 2m)
  • Montagehebelstange
  • CPL-Filter für Hauptkamera
  • Mehrsprachige Bedienungsanleitung
  • Kameraüberwachungssticker

Montage der Dashcam

Viofo A229 Ultra Test Design 2

Ihr verlegt und befestigt die vordere und hintere Kamera nach dem normalen Schema, also entweder über den Autohimmel oder durch den Fußraum. Die hintere Kamera schließt ihr am Ende an einen separaten Port der Haupteinheit an. Bei der Innenraumkamera gestaltet es sich ähnlich. Ideal wäre es, das Extramodul direkt an die Haupteinheit andocken zu können. Viofo behandelt die Innenraumkamera jedoch als separates Modul, das ihr dafür unabhängig von der Haupteinheit positionieren könnt. Etwas wild mutet die Verbindung über einen Klinkenanschluss an. Offenbar reicht diese Form der Datenübertragung jedoch für einen Videostream aus.

Ein kleiner Hinweis für sehr kalte Regionen: Die vibrationsdämpfenden Folien für die Scheiben kleben bei -20°C nicht. Solltet ihr die Dashcam bei derartigen Temperaturen anbringen wollen, müsst ihr die Front- oder Rückscheibe zunächst erhitzen. Sobald die Folien kleben, hält das Ganze stabil, auch wenn die Scheiben wieder abkühlen. Die Kamera selbst hatte mit Kälte keine Probleme, selbst bei -30°C nicht.

Bedienung und Software

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Viofo bietet im Kameramenü umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten. Gespiegelt wird das Ganze in der Viofo-App, die deutlich einfacher und übersichtlicher ausfällt. Bluetooth und Wi-Fi 6 (2,4GHz- und 5GHz-Netz) sind vorhanden. Über Letzteres zieht ihr Daten, wie etwa Videos, kabellos mit bis zu 8MB/s auf euer Smartphone. Alternativ schließt ihr euer Handy direkt an den USB-C-Anschluss an, um die Übertragung auf bis zu 20MB/s zu beschleunigen.

Die Software ist gut sortiert und liefert viele Anpassungen für den Helligkeits- und Farbabgleich. Hervorragend ist die Option, HDR ab einer bestimmten Uhrzeit automatisch zu- und wieder abzuschalten. Firmwareupdates verlaufen etwas umständlich; im Testzeitraum ließ sich deren Funktionalität über die App nicht prüfen. Viofo erlaubt es jedoch auch, die Firmware herunterzuladen, auf eine SD-Karte zu ziehen und direkt darüber zu installieren.

Um Notfallaufnahmen zu sichern, nutzt ihr den großen Knopf in der Mitte der Cam oder einen Sprachbefehl. Die Sprachsteuerung dient auch dazu, die WLAN-Funktion zum Koppeln zu aktivieren oder ein Foto zu speichern.

Eine Parküberwachung ermöglicht ein separat erhältliches Hardwirekit. Ebenfalls optional lässt sich die Kamera mit einem Bluetooth-Button verbinden, der als Auslöser fungiert. Das Hardwirekit bringt zudem eine 4G-Integration mit, durch die ihr per App von überall auf die Kamera zugreift, sobald ihr eine SIM-Karte einsetzt.

Fahrassistenz – ADAS

Viofo integriert einen digitalen Assistenten, der typische Funktionen moderner Autos übernimmt, beispielsweise einen Spurhalteassistenten oder eine Aufprallwarnung. Diese Systeme erweisen sich jedoch als mäßig sinnvoll. In modernen Fahrzeugen sind die integrierten Funktionen haushoch überlegen und machen die Dashcam-Lösung obsolet. In älteren Autos ergibt ein solches System zwar Sinn, nervt aber schnell durch ständige Signale, die oft durch Fehlerkennungen auslösen. Umgekehrt schlagen sie manchmal nicht an, wenn es nötig wäre.

Seit der ersten Generation haben sich die Systeme spürbar verbessert, eine starke Bereicherung stellen sie jedoch noch immer nicht dar. Einzelne Aspekte, wie der Hinweis, wenn das vordere Fahrzeug losfährt, sind ein nettes Extra – mehr aber auch nicht.

Videoqualität der Viofo A229 Ultra 3 Channel

4K-Videos bilden auch bei Dashcams mittlerweile den Standard. Viofo selbst paart 4K im aktuellen Top-Modell A329S (zum Test) mit 60 Bildern pro Sekunde. Die A229 schafft, wie eingangs erwähnt, lediglich 30 Bilder pro Sekunde.

Im Kern ähnelt das Bild stark der 70Mai 4K Omni (zum Test). Viofo liefert im Mittel das minimal hellere Bild, während der Schärfegrad gleichauf liegt. Bei starken Helligkeitsunterschieden arbeitet die Viofo A229 Ultra jedoch besser, was vermutlich an einem effektiveren HDR-Modus liegt. Insgesamt erhaltet ihr ein ausgezeichnetes Bild, das aktuell kaum zu übertreffen ist. Erst 60 Bilder pro Sekunde bringen noch mehr Ruhe in die Aufnahme und machen schwer erkennbare Elemente klarer, womit 70Mai einen Vorteil behält.

Die Stabilisierung arbeitet einwandfrei. Nur sehr heftige Stöße zeichnen sich im Video ab. Der mitgelieferte CPL-Filter entfernt Spiegelungen zuverlässig, wodurch Viofo ab Werk ein klareres Bild liefert. Besonders bemerkenswert ist die ähnlich starke Aufnahmequalität der rückseitigen Kamera. Die identische Ausstattung wie im Hauptmodul macht sich deutlich bezahlt. Auch die Innenraumkamera überzeugt, auch wenn die Helligkeit etwas höher ausfallen könnte. Dank der Infrarot-LEDs fängt sie jedoch auch nachts ein ordentliches Bild ein.

Testergebnis

Getestet von
Max Drechsel

Für rund 370€ bietet die Viofo A229 Ultra in der 3-Channel-Version eine exzellente Rundumausstattung. Mit drei Kameras verbleiben kaum noch tote Winkel, die sich bei einem Unfall als Schlupfloch nutzen ließen. Ausstattung, Verarbeitung und Funktionsumfang sind hervorragend. Lediglich die Größe der Dashcam könnte stören. Ein echtes Argument gegen die A229 Ultra ist das jedoch nicht. Platziert ihr das Gerät auf der Beifahrerseite neben dem Rückspiegel, ragt es kaum bis gar nicht in das Sichtfeld.

Preislich bewegt sich die Kamera auf dem Niveau der 70Mai 4K Omni (zum Test), die somit eine direkte Konkurrenz darstellt. Welche ihr bevorzugt, bleibt eine Detailfrage. Mit dem 3-Channel-Paket der A229 Ultra erzielt ihr eine bessere Abdeckung. Die 70Mai Omni punktet dank 60 Bildern pro Sekunde mit flüssigeren Aufnahmen und bietet durch das drehbare Modul mehr Flexibilität, deckt jedoch nicht alle Richtungen gleichzeitig ab. Beide Modelle sind nicht günstig, lohnen sich aber als Investition, da die Kosten für Unfallschäden schnell vier- oder gar fünfstellige Beträge erreichen.

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