Motorola kündigt Hardware-Partnerschaft mit GrapheneOS an
Die Lenovo-Tochter Motorola hat auf dem Mobile World Congress in Barcelona angekündigt, in Zukunft Smartphones mit der besonders sicheren, auf Android basierenden Custom ROM GrapheneOS bauen zu wollen.
GrapheneOS wird Smartphones von Motorola unterstützen
GrapheneOS ist eine sogenannte Custom ROM von Android, die sich primär auf Privatsphäre und Datensicherheit fokussiert. Das System kommt ohne Google-Dienste, allerdings können die Google Play Services bei Bedarf in einer Sandbox ausgeführt werden.
GrapheneOS verbessert die Privatsphäre und Sicherheit des Betriebssystems von Grund auf. Es setzt Technologien ein, um ganze Klassen von Schwachstellen zu mindern und die Ausnutzung der häufigsten Schwachstellenquellen erheblich zu erschweren.
(Übersetzung durch uns)
Dieser Ansatz hat GrapheneOS in der entsprechenden Nische viele Freunde gemacht, obwohl die Kompatibilität bis zuletzt ein großes Problem war. Aktuell sind nämlich nur Google Pixel-Smartphones ab der sechsten Generation sowie das Pixel Fold und Pixel Tablet kompatibel.
Dafür hat es eine Handvoll Gründe gegeben: Pixel-Smartphones unterstützen das Schließen des Bootloaders mit eigenen Schlüsseln, haben einen isolierten Sicherheitschip und erhalten für viele Jahre sehr regelmäßig Sicherheitsupdates. All diese Anforderungen stellt Graphene, um sein System auf einem Smartphone anzubieten, und bis dato konnten eben nur Geräte von Google diese Punkte erfüllen. Alle technischen Details dazu findet ihr auf der FAQ-Seite von Graphene.
Endlich ist die Hardware-Partnerschaft offiziell!
Schon vor vier Jahren hatte Graphene kommuniziert, dass sie mit einem großen Hersteller zusammenarbeiten, um weitere Smartphones mit GrapheneOS ausstatten zu können. Über diese Ankündigung haben wir damals berichtet. Allerdings ist es dann für viele Jahre sehr still um dieses Thema geworden, bis Motorola am 2. März 2026 auf dem MWC in Barcelona verkündet hat, in Zukunft die Custom ROM GrapheneOS zu unterstützen.
Ein Sprecher von GrapheneOS zeigt sich begeistert über die neue Hardware-Partnerschaft:
Wir freuen uns sehr über die Partnerschaft mit Motorola, um das branchenführende, auf Datenschutz und Sicherheit ausgerichtete mobile Betriebssystem GrapheneOS auf deren Smartphone der nächsten Generation zu bringen. Diese Zusammenarbeit ist ein wichtiger Meilenstein für die Verbreitung von GrapheneOS, und wir beglückwünschen Motorola zu diesem bedeutenden Schritt zur Verbesserung der mobilen Sicherheit.
(Übersetzung durch uns)
In der Pressemitteilung führt Motorola aus, dass sie in den kommenden Monaten mit den Entwicklern von GrapheneOS zusammenarbeiten werden. Details zur Hardware stehen noch aus. Allerdings wurde von Graphene bereits im Vorfeld kommuniziert, dass man auf bereits existierende Geräte zurückgreifen werde, die mit High-End-Chips ausgestattet sein müssen. Ein kurzer Blick auf das aktuelle Portfolio der Lenovo-Tochter legt nahe, dass es sich um das Modell Motorola Signature (zum Test) handeln könnte.
Unsere Einschätzung
In den vergangenen Wochen und Monaten haben wir vermehrt über Geräte mit Privacy-Fokus berichtet, darunter das Punkt. MC03 (zur Ankündigung) mit AphyOS und das neue Jolla Phone (zur Ankündigung), das nicht auf Android, sondern einem Linux-Kernel aufbaut. Nun soll es mit einem Motorola-Smartphone mit GrapheneOS eine weitere Alternative geben.
Mich erinnert diese Partnerschaft an das OnePlus One, das mit CyanogenOS ausgestattet war. Wir sind gespannt auf das erste Moto-Telefon mit GrapheneOS. Ihr auch? Lasst es uns gerne in den Kommentaren wissen!
- 1 Motorola
- 2 GrapheneOS
Newsletter bestellen
Hol Dir die neuesten Infos zu Chinahandys und Gadgets direkt ins Postfach!
Alle News Updates über Telegram.












Ich bin mal gespannt, wie und ob es mit solchen Custom-ROMs weitergeht, wenn Google jetzt schon nur noch alle 6 Monate Aktualisierungen in AOSP einpflegt, und ab September auch noch damit anfängt, dass man nur noch Apps von persönlich bei Google registrierten Entwicklern auf Android Geräten installieren kann. Sideloading eingeschlossen. Damit kann man Open Source Apps und alternative Stores wie FDroid wohl schon mal in die Tonne treten. Für mich fällt mit der Offenheit der wichtigste Vorteil von Android gegenüber iOS komplett weg. Und so wirklich sicher, ob ein Motorola Smartphone mit GrapheneOS eine zukunftssichere Investition ist, bin ich mir… Weiterlesen »
Von Haus aus ohne Google ist schon mal top; das erspart einem das entgooglen. Macht natürlich nur für jene Sinn, welche sich danach keine weiteren Petzen von Meta, TikTok oder KI ins Haus holen oder nonstop GPS laufen lassen.
Klingt schon Mal sehr interessant hab sowieso nie verstanden das kleinere Hersteller nicht schon lange mit den custom Rom Herstellern kooperieren es spart ja Kosten vereinfacht Updates und die Hersteller können sich Individualisieren aber hoffentlich endet das nicht wieder in Einschränkungen und schlechter – komplizierter Umsetzung.