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Mit der Thermal Master P3 hatten wir vor kurzem das neue Top-Modell des Herstellers für euch im Test. Aber auch in der Einsteigerklasse versucht der Hersteller mit der Thermal Master P1 den Markt neu zu definieren. Für einen Preis von nur 150€ erhaltet ihr eine native Auflösung von 160 × 120 Pixel (320 x 240 SuperIR), flüssige Videoaufnahmen mit 25Hz und einen hochempfindlichen Wärmebildsensor der Temperaturunterschiede von 40 Millikelvin (0,040°C) erfassen kann.
Sowohl die Thermal Master P2 (zum Test) als auch das neue Top-Modell Thermal Master P3 (zum Test) konnten uns sowohl in Bezug auf die Leistungsfähigkeit als auch im Bereich Preis-Leistung überzeugen. Die neue Thermal Master P1 dreht die Preisschraube noch einmal deutlich nach unten. Grund genug uns das Einsteigermodell einmal genauer anzusehen. Wir haben die Thermal Master P1 für euch ausführlich getestet und zeigen euch hier alle Stärken und Schwächen der Wärmebildkamera.
Lieferumfang
Trotz des günstigen Einstiegspreises liefert Thermal Master die P1 mit einer praktischen Aufbewahrungstasche und einem USB-C Verlängerungskabel aus. Weiterhin erhaltet ihr eine Kurzanleitung und die Garantiekarte mit der ihr die Herstellergarantie auf bis zu 3 Jahre erweitern könnt.
Design und Verarbeitung
Mit Abmessungen von 59 x 27 x 17,2 Millimeter und einem Gewicht von nur 18 Gramm ist die Thermal Master P1 so leicht, dass man sie kaum als Zusatzgewicht wahrnimmt. Das Gehäuse besteht vollständig aus schwarzem und grauen Kunstoff und ist exzellent verarbeitet.
Die Verbindung zum Smartphone wird mittels des USB-C-Steckers auf der Oberseite realisiert. Dieser ist etwas länger als gewöhnliche USB-C Stecker, damit auch trotz Handyhülle ausreichend Kontakt gegeben ist. Alternativ kann auch das beiliegende USB-C-Verlängerungskabel verwendet werden. Somit könnt ihr die Kamera flexibel ausrichten, müsst dafür aber auf eine Fixierung am Handy verzichten. Die Thermal Master P1 ermöglicht keine Montage auf einem Stativ. Daher müsst ihr die Kamera stets am Smartphone oder mit der Hand fixieren.
Technische Daten der Thermal Master P1
Mit einer nativen Auflösung von 160 x 120 Pixeln liegt die Thermal Master P1 für eine Wärmebildkamera im unteren Preissegment auf einem hohen Niveau. Die direkte Konkurrenz (Flir One Gen3) bietet mit 80×60 Pixeln eine weitaus geringere Auflösung. Weiterhin integriert Thermal Master seine SuperIR-Bildverbesserung, die die Auflösung auf 320 x 240 Pixel hochskaliert. Der hochempfindliche Bildsensor ermöglicht es Temperaturunterschiede von 0,04°C sichtbar zu machen. Die P1 ist kompatibel zu Android, iOS und sogar Windows 10/11. Somit kann die Kamera mittels der TempMaster Software auch auf dem Laptop verwendet werden. Das breite Sichtfeld von 52° x 39 ° ermöglicht es exakte Wärmebildaufnahmen mit geringem Abstand zum Objekt anzufertigen. Somit können selbst komplette Häuserfronten mit einer Entfernung von 5 bis 10 Metern aufgenommen werden.
Steuerung mit der Thermal Master App
Wie bereits von der P2 und P3 bekannt, könnt ihr nach dem Download der Thermal Master App sofort losgehen. Ihr benötigt für die App kein Nutzerkonto und müsst lediglich die Wärmebildkamera anstecken und die App öffnen.
Die Thermal Master P1-Software bietet vielseitige Temperaturmessfunktionen. Ihr könnt Punktmessungen sowie Linien-, Rechteck- oder Kreis-Messungen flexibel im Thermografiebild platzieren. In diesen Messbereichen werden automatisch die minimale, maximale und durchschnittliche Temperatur angezeigt. Die 15-fache Zoom-Funktion ermöglicht das vergrößerte Auswerten von Bilddetails, was allerdings durch deutliche Qualitätsverluste in Kauf genommen wird. Eine Anpassung der Bildparameter wie Helligkeit und Kontrast erwies sich im Test als selten notwendig, da die Werksvoreinstellungen für die meisten Anwendungsfälle passend sind. Die optionale Isothermen-Skala ordnet Temperaturbereiche einer farblichen Skala zu und erlaubt schnelle visuelle Einschätzungen ohne präzise Punktmessung. Bei Bedarf kann das normale Kamerabild in das Thermografiebild mit eingefügt werden. Somit können die untersuchten Objekte im Anschluss genau zugeordnet werden.
Insgesamt stehen 12 verschiedene Farbpaletten zur Verfügung, um Thermografieaufnahmen optimal auszuwerten. Je nach Analysezweck (Erkennung von Hotspots, Wärmebrücken oder die Verfolgung beweglicher Wärmequellen) eignen sich unterschiedliche Farbspektren. Die erweiterten Einstellungen bieten zahlreiche praktische Funktionen. Bilder können in Sektoren unterteilt oder Temperaturalarme für Wärmebildaufnahmen programmiert werden. Darüber hinaus ermöglichen diverse Korrekturoptionen eine präzise Optimierung der Messergebnisse. Parameter wie Oberflächenbeschaffenheit, Reflexionseigenschaften, Raumtemperatur oder Messentfernung beeinflussen die Genauigkeit und lassen sich gezielt anpassen.
Wie auch im Test der Thermal Master P3 funktionierte die App nicht auf allen Testgeräten stabil. Während die Software auf diversen Samsung, Poco und Oukitel Smartphones problemlos funktionierte, traten bei Honor nicht reproduzierbare Abstürze auf. Zudem zeigen sich bei den Thermografieaufnahmen gelegentliche Artefakte im Bild. Diese sind allerdings nur in der Live-Ansicht sichtbar und auf dem endgültig erstellten Bild nicht mehr vorhanden.
Bildqualität der Thermal Master P1
- Essen kochen
- Geschirrspüler
- Steine im Garten
- Grill
Wie man anhand der Aufnahmen sehen kann, ist die Bildqualität trotz der niedrigeren Auflösung überzeugend. Sind ausreichende Temperaturunterschiede vorhanden, lassen sich Strukturen und Objekte klar erkennen.
Für das Auffinden von Wärmebrücken, defekten Rohren oder für das Lokalisieren von Hotspots sind solche Details sowieso zweitrangig. Hier ist Empfindlichkeit des Wärmebildsensors und der dazugehörigen Visualisierungssoftware weitaus entscheidender. In dieser Disziplin schneidet die Thermal Master P1 vorbildlich ab. Temperaturunterschiede an Fensterlaibungen, Wandübergängen oder angrenzendem Mauerwerk sind klar ersichtlich und werden ausreichend Detailreich dargestellt. Für den Hobbyhandwerker sind somit fehlerhafte Isolierungen oder schlecht gedämmtes Mauerwerk klar ersichtlich.
In unserem Dachgeschoss werden selbst Temperaturunterschiede von nur 0,2°C auf der Wandfläche mehr als deutlich dargestellt. An diesen stellen verlaufen die Dachsparren wodurch die Dämmung etwas geringer ausfällt. Auch für die Inspektion von technischen Geräten eignet sich die P1. Heiße Bauteile an elektronischen Geräten oder im Kfz-Bereich können somit lokalisiert werden.
Makroaufnahmen und Videoqualität
Wir haben die Qualität der Makro Aufnahmen anhand einer elektronischen Last analysiert. Diese bietet zahlreiche kleine elektronische Bauteile die hohe Temperatur erzeugen.
Wie man erkennen kann, sind die Aufnahmen keinesfalls schlecht. Normale Transistoren, Widerstände und Dioden lassen sich mit der Thermal Master P1 problemlos erkennen und thermisch auswerten. Im extremen Nahbereich oder bei sehr kleine SMD-Bauteilen kommt die Wärmebildkamera dann aber doch an ihre Grenzen. Dennoch können die Makro Aufnahmen trotz festem Fokus überzeugen.
Die Videoqualität kann hingegen überzeugen und liegt auf dem Niveau der Wärmebildaufnahmen. Zudem lassen sich Audioaufnahmen anfertigen und die Bildwiederholrate ist mit 25Hz in einem guten Bereich.
Mit der Thermal Master P3 lassen sich Videos mit 25Hz aufnehmen. Für eine Wärmebildkamera sind dies bereits sehr gute Werte, die ein entsprechend flüssiges Videoerlebnis ermöglichen.
Testergebnis
Für nur 150€ liefert die Thermal Master P1 eine außergewöhnlich gute Performance ab. Die Wärmebildaufnahmen sind für diese Preisklasse sehr genau und selbst minimale Temperaturunterschiede werden klar erfasst. Wer auf feine Details verzichten kann und den Fokus auf das Auffinden von Wärmebrücken und dem Lokalisieren von fehlerhaften Leitungen oder Isolierungen legt, macht mit der P1 definitiv nichts falsch.
Für alle die eine noch höhere Perfektion anstreben und noch bessere Makroaufnahmen benötigen, können wir die Thermal Master P3 (zum Test) wärmstens empfehlen.
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