Oppo und OnePlus planen Preiserhöhung in China aufgrund der Speicherkrise
Übereinstimmenden Medienberichten zufolge hat Oppo seine Kunden in China darüber informiert, dass die Preise für einige bereits erhältliche Smartphones am 16. März 2026 angehoben werden sollen. Modelle des Herstellers OnePlus sind demzufolge ebenfalls betroffen. Als Grund nennt Oppo die gestiegenen Preise für verschiedene Komponenten, darunter schnelle Speicher-Hardware.
Preiserhöhung bei Oppo und OnePlus
Leider konnten wir den entsprechenden Hinweis, der im chinesischen Oppo Shop zu sehen sein soll, nicht selber verifizieren. Die breite Berichterstattung seriöser chinesischer Medien sowie die veröffentlichten Screenshots der entsprechenden Meldung deuten aber auf eine korrekte Information hin. Der Hinweis lautet übersetzt in etwa so:
Lieber Nutzer,
in Anbetracht der steigenden Kosten für einige Kernkomponenten von Smartphones, darunter Hochgeschwindigkeitsspeicher, haben wir nach sorgfältiger Evaluation folgende Entscheidung getroffen: Ab 00:00 Uhr am 16. März 2026 wird Oppo die Preise einiger bereits veröffentlichter Produkte anpassen (…).
Derzeit betrifft die Preisanpassung die Produkte der Oppo A-Serie, K-Serie und OnePlus, nicht aber die Oppo Find-Serie, Reno-Serie und Oppo Pad-Serie.
Diese Angaben passen quasi wie die Faust aufs Auge zu den Berichten, die wir in den letzten paar Wochen von Marktanalysten erhalten haben. Demnach soll die Speicherkrise günstige Smartphones besonders stark treffen, während die Margen bei High-End-Modellen zulassen, dass die Preise halbwegs stabil bleiben.
Den Marktanalysten von IDC zufolge soll diese Krise zu einem Rückgang der Verkaufszahlen um 13% führen. Shenghao Bai, Senior Analyst bei Counterpoint Research, untermauert dies:
Der Anstieg der Speicherpreise hat strukturelle Auswirkungen auf die Materialkosten von Smartphones. Im Jahr 2026 werden OEMs Schwierigkeiten haben, die Kosten für Komponenten, Bruttomargen und Absatzziele in Einklang zu bringen. Diejenigen, die stark auf Einstiegsmodelle setzen, um ihren Marktanteil zu steigern, werden einem erheblichen Risiko kurzfristiger Verluste ausgesetzt sein.
(Übersetzung durch uns)
Counterpoint rechnet uns das Problem netterweise einmal vor. Bei einem Budget-Modell mit 6GB LPDDR4X-RAM und 128GB eMMC-Speicher sollen Speicher und Arbeitsspeicher für 43% der gesamten Materialkosten verantwortlich sein. Im zweiten Quartal sollen die Werte weiter steigen und bis Mitte 2027 wird nicht mit einer Erholung der Marktlage gerechnet.
Unsere Einschätzung
Bisher haben Oppo und OnePlus anscheinend nur Kunden in China über die Preiserhöhung informiert. Allerdings ist quasi ausgeschlossen, dass die Auswirkungen der Speicherkrise an uns in Europa spurlos vorbeigehen werden. Es ist also eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis auch wir mehr Geld für Smartphones ausgeben müssen.
Wir behalten das Marktumfeld weiter im Blick. Und wir sind gespannt auf eure Einschätzung in den Kommentaren!
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