PayPal Geld-an-Freunde Betrug: So kriegst du dein Geld zurück
Inhaltsverzeichnis
- In die PayPal Freunde-und-Familie Betrugsmasche getappt…
- Update 2025/2026: Was bei Euch funktioniert – und was nicht
- Meine Methode – offenbar immer noch möglich
- Schritt 1 – Anzeige erstatten
- Schritt 3 – Lastschrift zurückbuchen
- Schritt 4 – PayPal meldet sich
- Schritt 5 – Warten und Hoffen
- Schritt 6 – Warten auf Ausgang des Falls
- FAQ
- Fazit
Geld per PayPal „Geld an Freunde“ an einen Betrüger geschickt? Dann bist du hier richtig. Dieser Artikel ist die umfassendste Sammlung von Methoden, wie du bei einer Zahlung für Freunde und Familie dein Geld zurückbekommen kannst. Er basiert auf meiner persönlichen Erfolgsgeschichte und den besten Tipps aus über 1.300 Kommentaren unserer Community. Wir starten mit den Strategien, die heute am besten funktionieren, gefolgt von meinem ursprünglichen Weg und einem ausführlichen FAQ am Ende des Artikels.
In die PayPal Freunde-und-Familie Betrugsmasche getappt…
Wie viele von Euch habe ich fast ausschließlich gute Erfahrungen mit Kleinanzeigen gemacht. Dieses Mal sollte es aber anders laufen: Nachdem ich Geld für ein paar Konzertkarten bezahlt habe, kam keine Antwort des Verkäufers mehr. Leider hatte ich das Geld mit PayPal “Geld an Freunde und Familie senden” gezahlt, da der Verkäufer mir als Sicherheit ein Foto von “seinem” Personalausweis zugesendet hatte. Es stellte sich später heraus, dass hier ein Fall von Identitätsdiebstahl vorlag und sowohl das PayPal-Konto, als auch das N26-Bankkonto von einer fremden Person missbraucht wurden.
Lange Rede, kurzer Sinn: Ich war einem Betrüger aufgesessen. Allerdings habe ich es geschafft, die Zahlung über PayPal Zahlung über Freunde-und-Familie zurückzubuchen, obwohl es diese Möglichkeit laut PayPal offiziell nicht gibt. Im Folgenden erkläre ich Euch, wie ich das gemacht habe.
Update 2025/2026: Was bei Euch funktioniert – und was nicht
Seit ich den Artikel veröffentlicht habe, sind hier über 1.300 (!) echte Erfahrungsberichte eingegangen. Danke dafür! Ich habe alles durchgearbeitet und fasse Euch die Methoden zusammen, die unsere Leser als erfolgreich, manchmal erfolgreich oder eher wirkungslos beschrieben haben. Das ersetzt keine Rechtsberatung und ist natürlich keine Garantie – aber es zeigt ziemlich gut, welche Wege heute realistische Chancen haben.
1) Direkt an die PayPal‑Beschwerdestelle („CRC“) mailen – häufig erfolgreich
Am häufigsten berichten Leser von Erfolg, wenn sie eine kurze, freundliche und gut belegte Mail an die PayPal‑Beschwerdestelle schicken. In vielen Antworten taucht die Formulierung „aus einmaliger Kulanz“ auf – teils nach App‑Nachricht, teils nach Anruf aus Irland (klingt komisch, ist aber bei vielen echt PayPal gewesen).
So wurde es beschrieben (Best‑Practice aus den Kommentaren):
- Adresse: crc@paypal.com (mehrfach genannt). Einige haben zusätzlich headofcomplaints@paypal.com oder auf Antworten von ppelce@paypal.de reagiert.
Wichtig: Schreibt von der bei PayPal hinterlegten E‑Mail und prüft die Adresse im Zweifel in Euren PayPal‑Nachrichten – es gibt Phishing!
- Betreff: z. B. „Betrug Kleinanzeigen – Transaktion XYZ…“
- Ton: freundlich, Fehler einräumen („F&F bei Fremden war dumm, künftig nur Waren & Dienstleistungen“) und kurz bleiben.
- Kerninfos in die Mail: Datum, Betrag, Transaktions‑ID, PayPal‑Adresse des Empfängers, kurze Schilderung.
- Belege anhängen (essenziell):
Screenshots vom Inserat, Chatverlauf, PayPal‑Transaktionsdetails (gern inkl. Namens‑Mismatch vor/nach Zahlung), Warnmail der Plattform (Kleinanzeigen/Vinted etc.), Online‑Anzeige bei der Polizei (Eingangsbestätigung reicht vielen).
Tipp aus mehreren Fällen: Große Anhänge führten bei manchen zu „Mail delivery failed“. Lösung: Erst ohne Anhang senden, danach die Belege im PayPal‑Nachrichtenfach zum Fall hochladen oder nur kompakte PDFs/JPGs < 1 MB anhängen. - Was danach passiert: Häufig öffnet PayPal intern einen Fall und meldet sich per App‑Nachricht oder Anruf. Der Ausgangstext nennt fast immer „einmalige Kulanz“ plus eine Belehrung zu F&F.
Trifft zu auf: Freunde-und-Familie‑Zahlungen an Betrüger ohne unbefugten Kontozugriff und Fälle, in denen der Name nach der Zahlung nicht mehr zum Verkäufer passte – das Namens‑Mismatch wurde oft als Beweis gewertet.
Erfolgsbild: Von kleinen Beträgen (≈ 45–100€) bis vierstellig (≈ 600–1.000€) wurde Kulanz berichtet. Es gibt aber auch klare Ablehnungen – vor allem bei sehr neuen/kaum genutzten Konten oder dünner Beweislage (so der Tenor einiger Kommentare).
2) „Unbefugte Transaktion“ (Phishing/Account‑Missbrauch) – teils erfolgreich, abhängig vom Sachverhalt
Wenn wirklich jemand Fremdes über Phishing o. Ä. in Euer PayPal kam und Geld per Geld-an-Freunde verschickt hat, wurde das in einigen Fällen als unbefugte Transaktion anerkannt und erstattet. Hier zählt, dass Ihr nachvollziehbar schildert, warum Ihr die Zahlung nicht autorisiert habt (z. B. Fake‑Login‑Seite, IP‑/Gerätehinweise).
Achtung: Das ist etwas anderes als „Ich habe selbst gezahlt, aber an einen Betrüger“. Dafür greift die „unbefugte Transaktion“ nicht.
3) Rücklastschrift über die Bank – uneinheitlich, kann nervig werden
Mein ursprünglicher Weg (Lastschrift zurückholen) funktioniert noch bei einigen, führt aber inzwischen häufiger zu Minus‑Saldo im PayPal‑Konto, automatischen Nachbelastungen, Inkasso‑Drohungen und einem eingeschränkten Dialog im Konfliktcenter (viele können für F&F keine sinnvolle Option mehr wählen).
Lessons learned aus Euren Berichten:
- Kann helfen, den Fall anzustoßen – aber: Der Support‑Prozess wird dadurch oft zäher. Einige, die zuerst CRC schrieben ohne Rücklastschrift, bekamen reibungsloser Kulanz.
- Wenn Ihr doch zurückbucht: Rechnet mit Gegenwind und führt Eure Belege/Anzeige sauber – idealerweise parallel die CRC‑Mail.
4) Kreditkarten‑Chargeback (bei PayPal‑Zahlung via Karte) – gelegentlich bis oft erfolgreich
Wer per Kreditkarte gezahlt hat, konnte direkt über die Karte ein Chargeback durchsetzen – mit Betrugsbelegen (Anzeige, Chat, Inserat, Transaktionsnachweise).
Bild aus den Kommentaren: teils voll erstattet, teils abgelehnt. Unterm Strich eine ernsthafte Option, wenn die PayPal‑Schiene nicht klappt. Bei PayPal‑Guthaben bringt das natürlich nichts.
5) Eskalation, wenn CRC ablehnt – selten, aber dokumentiert
Ein paar Leser haben nach einer Ablehnung nochmal geschrieben (teils wortgleich), oder zusätzlich headofcomplaints@paypal.com genutzt. In Einzelfällen wurde dann doch erstattet. Außerdem wurden als externe Wege das EVZ/ECC (Europäisches Verbraucherzentrum) und die luxemburgische Aufsicht CSSF genannt – das sind offizielle Beschwerde‑Stellen bei Finanzdienstleistern. Erwartet hier keinen Quick‑Win, aber es erhöht den Druck, wenn Ihr sachlich gut argumentiert.
6) Was (bei F&F) kaum noch klappt
- Der alte Menüpfad im PayPal‑Konfliktcenter mit „Artikel nicht erhalten“ ist für Friends & Familie Zahlungen praktisch tot. Viele sehen nur noch „Problem mit Verkäufer“ → Hinweis „kein Käuferschutz“ → Sackgasse.
- Hotline/Chat: Nett für die Akte/Watchlist, löst den Fall aber selten. Spart Euch endlose Grundsatzdiskussionen.
7) Was Eure Chancen sichtbar verbessert
- Beweise sammeln: Inserat, Chat, Transaktions‑PDF, Namens‑Mismatch, Warnmail der Plattform, Polizei‑Anzeige (Eingangsbestätigung).
- CRC‑Mail „aufgeräumt“: kurze Einleitung, Transaktions‑ID fett, Liste der Belege, Schuld eingestehen, künftig W&D nutzen.
- Anhänge klein halten (oder erst ohne, dann im PayPal‑Postfach hochladen).
- Höflich bleiben: Der Tenor „ich habe gelernt“ kam in vielen positiven Bescheiden vor.
- Hartnäckig, aber nicht aggressiv: Einige bekamen nach 2.–3. Versuch doch Kulanz.
- Nicht parallel widersprüchliche Storys einreichen (z. B. erst „irrtümliche Rückbuchung“, dann „Betrug“) – das verwirrt Prozesse.
8) Spezialfälle & Stolpersteine
- Nur PayPal‑Guthaben gezahlt? Bank‑Rücklastschrift hilft nicht. → CRC‑Route.
- PayPal versucht mehrfach abzubuchen: Einige haben temporär das Bankkonto getrennt, bis der Fall geklärt war – danach wurde per „Korrekturbuchung“ ausgeglichen.
- Neue Konten/geringer Umsatz: Selektiv berichten manche von strengeren Entscheidungen. Es gibt aber auch Gegenbeispiele.
- Beträge: Kulanz war nicht auf Kleinstbeträge beschränkt; auch mehrere Hundert bis ~1.000 € wurden rückerstattet – ohne Gewähr und ausdrücklich als Einzelfall.
9) Mini‑Vorlage (so in etwa haben erfolgreiche Mails geklungen)
Betreff: Betrug Kleinanzeigen – Transaktion [PayPal‑ID] vom [Datum]
Text:
Hallo PayPal‑Team,leider bin ich bei [Plattform] auf einen Betrug hereingefallen und habe irrtümlich per „Freunde & Familie“ gezahlt. Ich nutze PayPal seit [x] Jahren, normalerweise nur mit „Waren & Dienstleistungen“.
Transaktions‑ID: [ID],
Betrag: [€], Empfänger‑Mail: [..]
ggf: nach der Zahlung wurde mir ein anderer Name angezeigt.Belege (Inserat, Chat, Warnung der Plattform, Polizei‑Anzeige als PDF) habe ich beigefügt/folgen im PayPal‑Postfach.
Mir ist klar, dass “Freunde & Familie” keinen Käuferschutz bietet. Ich bitte dennoch einmalig um Kulanz und sichere zu, künftig ausschließlich „Waren & Dienstleistungen“ zu nutzen.
Vielen Dank und freundliche Grüße
[Name, Telefonnummer]
Mein Fazit nach >1.300 Kommentaren
- Top‑Hebel 2025/2026 ist klar die CRC‑Mail mit solider Dokumentation.
- Rücklastschrift kann funktionieren, ist aber nicht mehr der Königsweg und macht den Ablauf oft holpriger.
- Kreditkarten‑Chargeback ist eine ernsthafte Alternative, wenn es bei Paypal direkt nicht klappt (nur wenn per Karte gezahlt wurde).
- Kulanz bleibt Kulanz: Viele Erfolge, aber auch Ablehnungen – insbesondere bei neuen Konten oder dünnen Belegen.
Und ganz wichtig – auch wenn’s nervt: Keine Bezahlungen mehr mit PayPal “Freunde und Familie” mehr bei Unbekannten. Wenn der Verkäufer „nur Friends & Family“ will, ist das eine Red‑Flag, wie man heute so schön sagt.
Meine Methode – offenbar immer noch möglich
Ihr habt oben die wirksamen Methoden gelesen, die sich in den über 1.300 Kommentaren herauskristallisiert haben. Jetzt folgt meine alte Methode, die dem genannten Fall „3) Rücklastschrift über die Bank” entspricht. Offenbar funktioniert sie immer noch, kann euch aber durchaus Gegenwind einbringen. Ab hier folgt also mein alter Text:
Euer Geld könnt Ihr nur zurückbekommen, indem Ihr das Geld von PayPal wieder zurückbucht. In meinem Fall hat das funktioniert. Wir übernehmen aber keine Verantwortung dafür, wenn es bei Euch anders läuft. Es ist möglich, dass PayPal nach der Rückbuchung von Euch einen Ausgleich und eine Strafzahlung oder Ähnliches verlangt. Wir können dies nicht beurteilen und übernehmen dafür auch keine Verantwortung!
Ihr solltet als allererstes PayPal kontaktieren und die Lage schildern. Man wird Euch zwar definitiv nicht helfen und eventuell bekommt Ihr auch ein paar belehrende Worte zu hören, aber eventuell setzt PayPal den Betrüger-Account auf eine Watchlist und sperrt ihn, falls noch mehrere solcher Anrufe eingehen. Benutzt dazu einfach die “Rufen Sie uns an” Funktion beim PayPal Kundenservice.
Hinweis: Spart Euch einfach die Diskussion mit dem PayPal Mitarbeiter. Er kann und wird Euch nicht helfen. Meldet einfach den Fall und bedankt Euch für das nette Gespräch.
Schritt 1 – Anzeige erstatten
Ich glaube zwar nicht, dass es technisch gesehen notwendig ist, allerdings solltet Ihr im Betrugsfall auf jeden Fall eine Anzeige erstatten. Das ist alleine deshalb schon wichtig, um weitere Betrügereien zu verhindern und den Betrüger eventuell zur Rechenschaft zu ziehen. Ein praktischer Tipp ist hierbei, dass Ihr Anzeigen auch online erstatten könnt. Hierzu recherchiert im Internet einfach Euer Bundesland und “online Anzeige erstatten”. In meinem Fall konnte ich die Anzeige bequem über die Online-Wache Saarland aufgeben.
Schritt 3 – Lastschrift zurückbuchen
Der essenzielle Schritt dieser Anleitung ist, Euer Geld durch Eure Bank zurückbuchen zu lassen. Habt Ihr alternativ über Eure Kreditkarte via PayPal bezahlt, dann solltet Ihr versuchen, ein Charge-Back über Euren Kreditkartenanbieter zu erwirken. Schwierig wird es leider, wenn Ihr mit Guthaben auf Eurem PayPal Account bezahlt habt, dann habe ich ehrlich gesagt keinen Ratschlag mehr für Euch. Die einfachste Lösung ist in jedem Fall das Zurückbuchen der Lastschrift von Eurem Bankkonto. Die meisten Banken haben dafür einen Eintrag im Online-Interface. Alternativ könnt Ihr das Zurückbuchen auch telefonisch erledigen. Eurer Bank müsst Ihr dafür auch keine weitere Begründung liefern.
Schritt 4 – PayPal meldet sich
PayPal wird nach ein paar Tagen merken, dass die Zahlung zurückgebucht wurde. Nun wird der Zahlungsdienstleister sich bei Euch melden. Ihr bekommt dann folgende E-Mail:
Nun klickt Ihr auf Falldetails anzeigen und wählt “Ich habe einen gekauften Artikel nicht erhalten”. Dann gebt Ihr eine Begründung für Eure Rückbuchung an. Mein Tipp: Haltet es kurz. Die Sachbearbeiter bei PayPal haben nicht viel Zeit und wollen die wesentlichen Informationen in ein paar Sätzen. So habe ich es formuliert:
Schritt 5 – Warten und Hoffen
Nachdem Du die Begründung angegeben hast, teilt PayPal Dir mit, dass man nun auf die Antwort der Gegenseite wartet. Die abgegebene Nachricht von mir wurde dabei übrigens nicht mehr im Konfliktfall angezeigt. Übermittelt wurde sie aber schon. In jedem Fall hat der Verkäufer jetzt einige Tage Zeit, eine Gegenantwort abzugeben. In meinem Fall waren es 10 Tage.
Wenn Ihr Glück habt, antwortet der Käufer gar nicht auf die Anfrage. Oftmals werden geklaute PayPal Konten nur wenige Tage verwendet, weil dem Betrüger klar ist, dass sein Spiel nicht allzu lange funktionieren wird. Genaueres kann ich Euch hierzu nicht berichten. In meinem Fall jedenfalls scheint der Betrüger gar keine Antwort abgegeben zu haben.
Schritt 6 – Warten auf Ausgang des Falls
In meinem Fall kam nach 10 Tagen folgende E-Mail in mein Postfach, die natürlich Freudensprünge verursacht hat:

FAQ
Die mit Abstand am häufigsten genannte und erfolgreichste Adresse ist crc@paypal.com. Dies scheint die zentrale Beschwerdestelle (Customer Resolution Center) zu sein. Einige Leser hatten auch Kontakt über ppelce@paypal.de (meist als Antwort-Adresse) oder haben in Eskalationsfällen headofcomplaints@paypal.com genutzt. Der Startpunkt sollte aber immer die crc-Adresse sein.
Deutsch ist vollkommen ausreichend. Zahlreiche Leser haben bestätigt, dass sie mit einer freundlichen, auf Deutsch verfassten E-Mail Erfolg hatten und auch auf Deutsch Antwort bekamen.
Ja, eine kurze Vorlage findest du weiter oben im Artikel. Das Wichtigste ist:
- Sei freundlich und sachlich: Schildere den Fall ohne Vorwürfe.
- Räume den Fehler ein: Gib zu, dass die Nutzung von „Freunde & Familie“ für einen Kauf ein Fehler war und du daraus gelernt hast.
- Liefere alle Fakten: Nenne die Transaktions-ID, den Betrag, das Datum und die PayPal-Adresse des Empfängers.
- Hänge alle Beweise an: Das ist entscheidend! Füge Screenshots vom Inserat, dem Chat, der Warn-Mail der Plattform (z.B. Kleinanzeigen) und vor allem die Bestätigung deiner Online-Anzeige bei der Polizei bei.
Ja, unbedingt. Die Bestätigung der Anzeige ist für PayPal der wichtigste Beleg, dass du den Fall ernst nimmst und es sich nicht nur um eine Meinungsverschiedenheit, sondern um einen handfesten Betrugsfall handelt. Fast alle Erfolgsberichte erwähnen diesen Schritt.
Die Erfahrungen der Leser legen nahe: Lieber nicht als ersten Schritt. Während meine ursprüngliche Methode darauf basierte, raten heute viele davon ab. Eine sofortige Rückbuchung führt oft zu einem negativen PayPal-Saldo, automatisierten Mahnungen und erschwert den Dialog mit dem Support. Der bessere Weg scheint zu sein: Zuerst die E-Mail an crc@paypal.com schreiben und auf eine Reaktion warten. Du hast gesetzlich acht Wochen Zeit, eine Lastschrift zurückzuholen – diese Zeit kannst du nutzen.
Das passiert typischerweise, nachdem du eine Lastschrift zurückgebucht hast. Bleib ruhig. Viele Leser berichten, dass PayPal nach einer positiven Kulanzentscheidung das Konto durch eine „Korrekturbuchung“ wieder ausgeglichen hat. Wichtig ist, dass du parallel den Dialog über die crc-Mail führst und den Sachverhalt erklärst. Ignoriere die automatisierten Mails nicht komplett, sondern verweise auf deine offizielle Beschwerde.
In diesem Fall kannst du natürlich keine Lastschrift bei der Bank zurückholen. Deine einzige realistische Chance ist der hier beschriebene Weg über die E-Mail an crc@paypal.com. Die Chancen sind nicht schlechter, aber du hast kein anderes Druckmittel in der Hinterhand.
Die Spanne ist groß. Einige Leser erhielten innerhalb von 24-48 Stunden eine Rückmeldung. Bei anderen dauerte es eine bis zwei Wochen. Sei geduldig. Viele berichten von einem finalen Anruf von einer irischen Nummer (+353…), bei dem die positive Entscheidung mitgeteilt wurde.
Nicht unbedingt. Ein paar hartnäckige Nutzer haben berichtet, dass sie nach einer ersten Ablehnung die gleiche E-Mail einfach nochmal geschickt haben und dann doch Erfolg hatten. Eine Garantie gibt es nicht, aber ein zweiter freundlicher Versuch kann sich lohnen, bevor du aufgibst.
Das ist Spekulation, aber der Tenor aus den Kommentaren ist: Es scheint zu helfen, wenn man ein langjähriger, aktiver PayPal-Nutzer ist. PayPal spricht aber immer von einer einmaligen Kulanzentscheidung. Es wurden sowohl kleine Beträge um die 50 € als auch hohe dreistellige oder sogar vierstellige Beträge erstattet. Es gibt keine feste Regel – es bleibt eine Einzelfallentscheidung.
Fazit
PayPal hat entgegen der eigenen Aussagen doch einen gewissen Käuferschutz bei Bezahlungen per Geld-an-Freunde-senden. Voraussetzung dafür ist, dass Ihr das Geld wieder zurückbucht und eine gute Begründung dafür liefert. Ich kann natürlich nicht garantieren, dass PayPal in Eurem Fall auch so entscheiden wird – aber einen Versuch ist es in einem ernsthaften Betrugsfall vielleicht wert.
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Ich habe es auch sehr hartnäckig versucht auf der 1. und 2. Ebene (bis Head of Complaints) zu eskalieren durch erneute Anfragen gemäß dieser Anleitung hier. PayPal hat jedes Mal freundlich verweigert und ich lese das auch aus dem Großteil der Kommentare in letzter Zeit heraus. Scheinbar ist PayPal hier weniger kulant geworden angesichts der finanziell schwierigen Lage für das Unternehmen. Eventuell gibt es intern auch Anweisungen diese Ersuchen direkt abzuweisen, kann ich mir vorstellen.
Erst einmal vielen Dank fuer an den Autoren dieses Artikels. Ich habe es nach der hier hinterlegten Anleitung versucht, bislang ohne viel Erfolg. Auch bei der eroeffnung eines Falles, nach der Rueckbuchung des Geldes hat sich etwas geaendert. Der Fall kann bei Zahlungen an “Freunde und Familie” nicht weiter verfolgt werden. Somit ist der Weg nun auch versperrt. Die Email mit den Beweisen und der Online Anzeige hat auch zu nichts gefuehrt. Dabei ist es dann auch so das ich die Antwort ueberhaupt nicht vollstaendig lesen konnte, da irgendetwas mit deren Anzeige der Nachrichten nicht stimmt. Leider ist Paypal auch… Weiterlesen »
Also ich kann die vollständige Antwort von PayPal sowohl im Browser als auch in der App abrufen. Im Browser geht das unter https://www.paypal.com/smc/async/ und in der App unter “Mein Profil” -> “Meine Nachrichten”. Evtl. auch mal einen anderen Browser versuchen, von der PayPal-Seite her funktioniert es jedenfalls an sich und sonst habe ich auch keinen Kommentar hier gesehen, der auf so ein Problem hinweist.
Habe es auch versucht.290€ ohne Erfolg.Anzeige online Polizei, Meldung Kleinanzeigen und den betreffenden PayPal Account. Screenshots etc. gesendet.
Mein Account wurde direkt eingeschränkt.Nach mehreren Mails von ppelce und internet Prüfung und Widerspruch keine Chance zur Einschränkung.
Ob ich eine Chance über die CSSF habe um zumindest die Einschränkung aufzuheben?
Mich hat es kürzlich auch erwischt. Dabei ist mir etwas Interessantes aufgefallen. Ich hatte nur wenige Stunden später den Betrug bemerkt und die Hotline angerufen. Die Bandansage hat mir mitgeteilt “Diese Zahlung konnte leider nicht abgeschlossen werden. Möglicherweise wurde sie wegen Sicherheitsbedenken […] abgelehnt.” Ich habe mich mit einem Mitarbeiter verbinden lassen, um mehr darüber zu erfahren. Der hat mir aber gesagt, dass er diese Aussage nicht nachvollziehen könne und die Transaktion abgeschlossen sei. Man sollte sich halt nicht betrügen lassen, etc. Ein weiterer Mitarbeiter hat mir bei einem späteren Telefont dasselbe mitgeteilt. Die Bandansage habe ich sicherheitshalber aufgezeichnet. Ich… Weiterlesen »
Das Geld kommt nun wohl tatsächlich zurück: “Ich bedauere die Unannehmlichkeiten, die Sie bei der Nutzung von PayPal erfahren haben. In diesem Fall war es uns möglich, eine Erstattung der Zahlung zu veranlassen. Bitte beachten Sie jedoch, dass es sich hierbei um eine sehr seltene Ausnahme handelt und dies nicht für andere Situationen oder weitere Zahlungen gilt.” Mein Fazit: Ruft die Hotline an und schaut, ob ihr die o. g. Ansage bekommt, falls es innerhalb von zwei Tagen ist. Mehr Berichte dazu könnten sehr hilfreich sein. Ich vermute, PayPal hat eine Betrugserkennung und behält manche betrügerische Freunde-Zahlungen ein. Eine Rückzahlung… Weiterlesen »
Bei mir hat’s leider nicht geklappt.
Auch 155€ Lehrgeld via Kleinanzeigen-Betrug gezahlt.
Keine Ware erhalten, keine Hilfe bis jetzt von Paypal / Kleinanzeigen / Polizei erhalten. Dafür durch die Rückbuchung jetzt ein Schreiben von einem Inkassounternehmen.
Bin übrigens seit 2007 treuer Paypal-Kunde (gewesen…).