Schadsoftware auf Cubot-Smartphones: Was ihr jetzt wissen müsst!
Cubot kennen wir als Hersteller von Budget- und Outdoor-Smartphones. Auf einigen dieser Geräte hat sich Nutzerberichten zufolge eine Schadsoftware eingeschlichen. Demnach habe der Hersteller das Problem eingeräumt und sogar schon erste OTA-Updates an betroffene Geräte verteilt. Die Malware wurde den Nutzerberichten zufolge auf mehreren Modellen des Herstellers gefunden. Außerdem gibt es Berichte über ein infiziertes Gerät von Doogee.
Wir fassen die Vorgänge der letzten Wochen für euch zusammen. Darüber hinaus haben wir bei Cubot angefragt, wie es dazu kommen konnte – immerhin handelt es sich nicht um den ersten derartigen Vorfall bei dem Hersteller. Alle Details zur Schadsoftware bei Cubot erfahrt ihr in diesem Artikel!
Malware bei Cubot: Was ist passiert? Und was solltet ihr jetzt tun?
Starten wir ganz am Anfang: Ein Besitzer eines Cubot KingKong X (zum Test) mit Android 16 hat am 2. Juli um die Mithilfe der XDA- und Reddit-Communities gebeten. Er hat auf dem Gerät ein Paket gefunden, das er nicht zuordnen konnte. Auf das verdächtige Paket gestoßen sei der Nutzer, weil sein Virenscanner regelmäßig angeschlagen habe.
Daraufhin entbrannte eine ausführliche Recherche und Diskussion. Betroffen sind demnach das Cubot KingKong X mit Android 14 und Android 16, das Cubot KingKong 9 (zum Test) und Angaben eines Nutzers zufolge auch Modelle von Doogee. Das Paket wurde den Recherchen bei XDA und Reddit zufolge als normales Nutzer-Paket installiert; verschleiere seine Identität, indem es vorgibt, vom Google Play Store zu stammen. Es fordert weitgehende Berechtigungen an und startet Hintergrundprozesse. Es könne sich selbst wiederherstellen und sogar Google Play Protect täuschen.
Den Nutzerberichten zufolge hat der Cubot-Support auf Anfragen reagiert und OTA-Updates bereitgestellt, welche das Paket entfernen. Auch wir haben bei Cubot angefragt und um ein Statement gebeten. Auf unsere Nachricht vom 28. Juli haben wir bisher keine Rückmeldung erhalten. Sobald sich das ändert, aktualisieren wir diesen Artikel.
Wenn ihr ein Gerät von Cubot oder Doogee im Einsatz habt, solltet ihr nach dem schädlichen Paket in euren installieren Apps suchen. Der Name des Pakets: „com.android.sys.extplv“. Ihr solltet zudem nach OTA-Updates suchen. Wenn die Anwendung bei euch auftaucht und kein Systemupdate zum Download bereitsteht, solltet ihr euch sofort an den Hersteller wenden. Wichtig: Das Zurücksetzen des Smartphones auf Werkseinstellung bringt überhaupt nichts!
Unsere Einschätzung
Cubot hat leider eine Vergangenheit mit Schadsoftware auf Systemebene. Mehrere Modelle von Cubot wurden 2017 und 2018 ab Werk mit dem Trojaner „Triada“ ausgeliefert. Cubot hat natürlich einen Fix als Update herausgegeben, welcher den Trojaner zwar gelöscht, aber an anderer Stelle neu eingefügt hat. Hoffentlich läuft es diesmal besser.
Ganz allgemein ist derzeit eine Bedrohungslage gegeben: Über „Keenadu“ haben wir erst vor einigen Monaten berichtet. Zu solchen Vorfällen kommt es bei kleinen Herstellern wie Cubot und Alldocube, weil diese oftmals Firmware bei Drittanbietern einkaufen. Bei diesen Firmen liegt dann das Einfalltor.
Wir behalten das Thema natürlich weiterhin im Blick und aktualisieren den Artikel, wenn neue Infos auftauchen. Schreibt uns eure Einschätzung wie immer gerne in die Kommentare!
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Danke für den Bericht! Da diese Hersteller eh mit Updates sparsam umgehen, kann Mann, ur hoffen, dass es in diesem Fall mal schnell geht.